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Wirtschaftspädagogik (Subject) / Sozioökonomische Theorien VO7 (Lesson)

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  • Erläutern Sie das Berliner Modell der Didaktik! Gehen Sie am Ende der Ausführung darauf ein, worin sich der Modellcharakter zeigt! Strukturanalyse ·       Entscheidungsfelder (Lehrende können selbständig entscheiden o   Intentionalität = pädagogischen Absichten -        Kognitive Dimension (Vermittlung von Kenntnis – Faktenwissen reproduzieren, Erkenntnis – Bedeutung des Faktenwissen erkennen, Überzeugung – gezielte Förderung einer gewissen Einstellung zu einem gewissen Thema) -        Affektiv-emotionale Dimension – Sachverhalte konkret erlebbar, erfassbar machen (Rollenspiel Bsp) -        Pragmatische Dimension – konkrete Fertigkeiten (Übungsfirma – telefonieren) konkrete Handlungsabläufe (Posteingang) o   Thematik = Inhaltlichkeit – was soll in Fokus gestellt werden? o   Methodik = mit welchen Mitteln können die Absichten transportiert werden? -        Artikulationsschemata – Struktur – logischer Aufbau mit sinnvollen Stufen (Gliederung): Einstieg/ Motivation/ Aktivierung von Vorwissen – Handlung/ Erarbeitung – Ausstieg/ Ergebnissicherung/ weiterführende Fragen/ Würdigung/ Kritische Einschätzung -        Sozialformen – Organisation der Gruppen im Raum -        Aktionsformen – wie soll Lehrender/ Lernende aktiv sein: Experimente, Referate o   Medienwahl = Sprache, Bücher, Arbeitsblätter, Bilder, Filme, Audio, Computer, Internet, .... ·       Bedingungsfelder o   Anthropogene Voraussetzungen – Bedingungen, die sich aus der Vorgeprägtheit der -        Lernenden (Alter, Geschlecht, Vorwissen, Erfahrungen, Milieu, ...) -        Lehrenden (Vorlieben, Berufserfahrungen, Kompetenzen im Umgang mit Medien, ...) o   Sozial-kulturelle Voraussetzungen – Rahmenbedingungen -        Gesellschaftliche Einbettung der Schule (Lehrplan, Schulordnung, Einzugsgebiet, Klassengröße, materielle Ausstattung, Schulstruktur, ...) Faktorenanalyse Liefert Kategorien die Entscheidungen der Stufe 1 (Strukturanalyse) zu begründen ·       Normenkritik: zB Schulbücher kritisch hinterfragen (wie werden Normen dargestellt: weibl. Sekretärin/ männlicher Chef; wie wird die Globalisierung dargestellt? Werden Klischees dargestellt?...);unterrichtliche Entscheidungen sollen einer „permanente Idelologie-Kritik“ bezüglich der normativen Zielsetzungen und Einflüsse ausgesetzt werden ·       Faktenbeurteilung: Lebenswelten meiner Schüler, was bewegt sie? -> wissenschaftliche Studien über antropologische Strukturen; mit Hilfe der Humanwissenschaften ermittelte Tatsachen daraufhin zu überprüfen, ob und gegebenenfalls in welcher Weise sie Einfluss auf den Unterricht haben (können) ·       Formenanalyse: kritische Reflexion auf U-Methodik, Passt handlungsorientierter U; welche Unterrichtsmethoden  gegenwärtig und auch in der Vergangenheit bevorzugt ausgewählt wurden und welche Erfolge damit erzielt wurden. Planungsprinzpien: 
    - Interdependenz: Die Planungsmomente sollen in einer widerspruchsfreien Wechselwirkung stehen. 
    - Variabilität: Der Unterrichtsplan wird erst unter Mitsteuerung der Schüler fertig. 
     - Kontrollierbarkeit: Aufschreiben der Unterrichtsplanung, Bestätigung oder Korrektur- Grundannahme: Die Einzelstunde ist nur im Rahmen größerer Unterrichtseinheiten planbar
  • Pro & Contra Berliner Modell ·    Gutes Raster zur Erfassung von U·       Gute Strukturierung möglich·       Verständlichkeit und Einfachheit·       Fachdidaktisch indifferent – gilt für alle Fächer·       Lehrerzentriertheit (Beschränkung auf Blick des Lehrers)·       Vollständigkeit·       Keine kongruente Hilfe bei der Durchführung des U·       Es ist ein „Entscheidungsmodell“ kein „Handlungsmodell“ –        gibt keine Handlungsanweisungen
  • Werksgeschichtliche Differenzierung Klafkis: Früher Klafki: Bildungstheorethisce Didaktik: Primat der InhalteSpäter Klafki: Kritisch-konstruktive Didaktik: Primat der Ziele
  • Bildungsbegriffe Klafki Materiale Bildungstheorien – gehen von der „Sache“ aus (vom „Objekt“, vom Inhalt) – Enzyklopädisch aufgelistetes Wissen ·       Aneignung von Inhalten im Bildungsvorgang ·       Bildungsergebnis: Besitz eines umfangreichen Wissens ·       Aneignung und Aufnahme von Wissengehen von den Inhalten aus; sie fragen, welche Inhalte aus der vielfältigen Wirklichkeit so wertvoll oder richtig sind, dass Schüler sie lernen bzw. erfahren sollen. Inhalte (Lehrstoffe) werden als faktisch Gegebenes angenommen, etwa als Themen in Lehrplänen (WENIGER 1965). Die Vermittlung von Inhalten (Material, Lehr-Lern-Stoff) an sich kann bereits erziehend bzw. "bildend" wirken. "Gebildet" ist also, wer bestimmte Inhalte beherrscht.   ·       Als oberstes Ziel von (materialer) "Bildung" gilt die Kenntnis bestimmter, nach irgendwelchen Kriterien "wertvoller" Inhalte. ·       Formale Bildungstheorien – gehen vom Schüler aus („Subjekt“) und ihren vermuteten subjektiven / objektiven Bedürfnissen – lernt zu lernen, instrumentelle Fähigkeiten ·       Konfrontation mit Inhalten zur Ausformung und Übung von Kräften und Funktionen ·       Bildungsergebnis: möglichst virtuoses Können im Umgang mit Wirklichkeit ·       Formung und Entwicklung, Reifung von körperlichen, geistigen und seelischen Kräften     gehen von den zu erziehenden Schülern und ihren (vermuteten) subjektiven und/oder objektiven Bedürfnissen aus; sie fragen, was für die Schüler gegenwärtig oder künftig wichtig ist. die Vermittlung bestimmter Formen bzw. Methoden des Lernens und Arbeitens “erziehend” bzw. “bildend”. wirkt Die Beherrschung allgemeinerer Methoden durch Lernende sei zweckmäßiger als die bloße Kenntnis von Inhalten. Man zielt somit auf generelle (formale) Bedingungen von “Bildungsprozessen” und deren Folgen für “Subjekte” (Schüler). Lernende sollten Inhalte also nicht bloß um ihrer selbst willen, sondern zur Erreichung von pädagogisch als sinnvoll erkannten und begründeten Zielen beherrschen."gebildet" ist, wer bestimmte Methoden beherrscht."gebildet" ist, wer bestimmte geistige bzw. körperliche Fähigkeiten oder "Kräfte" besitzt.
  • Doppelseiter Erschließungsprozess        Der Mensch erschließt eine Wirklichkeit kategorial (material) und ·       zugleich wird er (dank der eigenen kategorialen Einsichten, Erfahrungen, Erlebnisse) für eine Wirklichkeit erschlossen. (formal) Begegnung von Mensch und Welt -> gewinnen zugleich Subjekt und seine geistige Welt Ordnung, Struktur und Gestalt – eines nur durch das andere und mit dem anderen. Bildung ist der Begriff von Vorgängen, in denen sich die Inhalte einer bestimmten geistigen und dinglichen Wirklichkeit „erschließen“ und dieser Vorgang ist nichts anderes als das Erschlossen-Werden des Menschen für jene Inhalte und ihren Zusammenhang als Wirklichkeit. ·       Sichtbarwerden von allgemeinen Inhalten auf der Objektiven Seite (auf der Seite der Welt) und ·       Aufgehen allgemeiner Einsichten, Erlebnisse, Erfahrungen auf der Seite des Subjektes = Gewinnen von „Kategorien“ auf der Seite der Subjektes ·       => der Mensch hat sich seine Wirklichkeit kategorial erschlossen und er selbst ist durch seine kategorialen Einsichten, Erfahrungen, Erlebnisse für diese Welt erschlossen worden.    
  • Würdigung geplanter Unterricht   ·       Begrenzt die Auswahl der Inhalte ·       Nahezu völlige Ausblendung methodischer Aspekte ·       Auf vorgegebenen Lehrplan bezogen, dh keine Kriterien zur eigenständigen Bestimmung von Themen ·       Didaktische Analysen als Anregung für Lehrpersonen bei der Auswahl von Bildungsinhalten (Einordnung in einen übergreifenden Sinnzusammenhang) ·       Bildungstheoretisch fundiertes Frageraster zur U-Planung
  • Epochaltypische Schlüsselprobleme (Materiale Seite) -> Rahmen für U: innerhalb davon soll sich oberstes Ziel erreichen lassen = Mündigkeit (formale Seite) ·       Friedensfrage ·       Problematik des Nationalitätsprinzips ·       Umweltpolitik ·       Rapide wachsende Weltbevölkerung   ·       Problem der gesellschaftlich produzierten Ungleichheiten
  • Würdigung Schlüsselprobleme     ·       Konzept der Schlüsselprobleme sprengt häufig den Rahmen von U – Konzept ist nicht für U-Sequenz – nicht für 1 einzelne U- Einheit -> fächerübergreifendes Lehren und Lernen ·       Themenübergreifendes Lernen: Kritikbereitschaft, Argumentationsfähigkeit, Empathie und vernetztes Denken     ·       Hohe Anforderungen an Lehrende und Lernende ·       Ideologiekritische Position zwingt die Lehrperson ihren U auf emanzipatorische Ziele hin auszulegen ·       Forciert die Notwendigkeit einer fächerübergreifenden Abstimmung ·       Umsetzung in der U-Planung ·       Ziel: Mitbestimmung – keine Schülerpartizipation ·       Übergeordnete Bildungsziele – gesetzlicher Bildungsauftrag ·       Verantwortung: gesellschaftliche Verhältnisse und Prozesse zu beurteilen und mitzugestalten ·       Forderung daraus (Bildung für alle): selektive trennende Momente der Schulstruktur sowie Lerninhalte und Lernformen abzubauen
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