18

Wirtschaftspädagogik (Subject) / Sozioökonomische Theorien VO6 (Lesson)

VO

This lesson was created by residesi.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Erläutern Sie Klafkis „didaktische Analyse“? Er spricht von einer Freilegung des Bildungsgehalts eines vorgesehenen Themas und stellt 5 Grundfragen: -        Exemplarizität o   Welches Allgemeine lässt sich „hier“  zeigen? o   Kernstuck der didaktischen Analyse!!! -        Gegenwartsbedeutung o   Für die Schüler à welche Bedeutung hat der Inhalt für die Schüler in der jetzigen Situation? -        Zukunftsbedeutung o   Wieder im Zusammenhang mit den Schülern -        Struktur des Inhalts o   Was müssen die Schüler schon wissen, damit sie das momentane auffassen, verstehen können? Beispiel: Welches Vorwissen muss beim Kaufvertrag schon vorhanden sein? -        Zugänglichkeit o   Ewiges sich hineinversetzen in die Personen, die über weniger Wissen verfügen.   o   Wie kann ich Schüler dazu begeistern? à Ein nahes Beispiel
  • Skizzieren Sie Klafkis „Allgemeinbildungskonzept“ der ´kritisch-konstruktivistischen Phase´ seines Schaffens. Klafki definiert 3 Postulate des (neuen) Allgemeinbildungskonzepts:   -        Allgemeinbildung ist eine Bildung für alle und das zur Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit. -        Allgemeinbildung ist allseitige Bildung. -        Allgemeinbildung ist Bildung im (Medium des) Allgemeinen.   Was allgemein ist muss Schlüsselproblem der Gegenwart und der sich abzeichnenden Zukunft der Betroffenen Schuler sein und der Unterricht muss auf diese Schlüsselprobleme ausgerichtet sein (Problemunterricht). Es kommt zu einer emanzipatorischen Deutung des Bildungsbegriffs.   Dieses Konzept bringt hohe Anforderungen an die Lehr- und Lernenden mit sich und die Schlüsselprobleme sprengen meist den Rahmen von Unterricht. Gefahr ist auch darin, das Ziel vor den Augen nicht zu verlieren.
  • Was ist in der didaktischen Diskussion unter dem Begriff Lernzieltaxonomien zu verstehen? Beschreiben Sie eine. Lernziele beschreiben das angestrebte verhalten am Ende eines Lernvorganges. Sie lassen sich durch die Angabe von Inhalten und erwünschten Verhalten bezeichnen. Lernziele benennen prinzipiell beobachtbares Verhalten von SchülerInnen, aus dem auf den Lernprozess geschossenen werden kann. Der Lernvorgang kann nicht beobachtet werden à nur das Ergebnis à habe ich das Ziel erreicht? Ist es angekommen, was ich mitgeben wollte? Mit dem Lernziel wird das Niveau des Unterrichts festgelegt!!! Struktur von Lernzielen:   -        „Soll“ – Komponente (Skonto erklären) -        Verhaltenskomponente (in Anspruch nehmen) -        Inhaltskomponente (Thema – was ist Skonto)   Systematisierung von Lernzielen             Nach Grad der inhaltlichen Konkretisierung (Richt-, Grob- und Feinziele)           Nach Lernzielbereichen (Kognitive, Affektive oder Psychomotorische LZ) ·       Kognitive Lernziele Die kognitiven Lernziele beziehen sich auf den Bereich des Erinnerns (Kennen, Reproduzieren) von Wissen und auf die Erweiterung intellektueller Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie beschreiben ein Verhalten, das den Wahrnehmungs-, Gedächtnis- und Denkbereich des Menschen betrifft. Kognitive Lernziele reichen vom einfachen Aufsagen eines Stoffes bis zu sehr originellen und kreativen Wegen, neue Ideen und Materialien zu kombinieren und zusammenzusetzen. ·       Affektive Lernziele Die affektiven Lernziele (d.h. Lernen im Bereich von Gefühlen und Wertungen, von Einstellungen und Haltungen) beziehen sich auf Veränderungen von Interessenlagen, auf die Bereitschaft, etwas zu tun oder zu denken, auf Einstellungen und Werte und auf die Entwicklung von Werthaltungen. Sie beschreiben ein Verhalten, das den Bereich der Triebe, Interessen, Einstellungen, Gefühle und Wertungen betrifft. ·       Psychomotorische Lernziele Die psychomotorischen Lernziele (d.h. Lernen im Bereich von erwerbbaren Fertigkeiten, die zum Teil auch sichtbar sind) beschreiben psychische Fähigkeiten und Fertigkeiten des Schülers, z. B. Leibeserziehung, handwerkliche und technische Fähigkeiten, Handschrift, Sprache.
  • Was versteht man unter Taxonomie?     Hierarchische Ordnung der Lernziele eines LZBereichs ·       Bildung aufeinander aufbauender LZ-Klassen ·       Inklusionsprinzip: höhere Stufen schließen untere ein ·       Grad der Komplexität nimmt zu ·       Funktion: Hilfestellung -        Für die Formulierung der Ziele von Lehrplänen -        Für die Formulierung von Prüfungsaufgaben -        Bei der U-Gestaltung   -        Bei der Kontrolle d U-Erfolges
  • Taxonomie von LZ im kognitiven Bereich nach Bloom        Wissen/ Reproduktion v Wissen – Kenntnis konkreter Einzelheiten, formales Wissen(Methoden, Konvention, Kriterien, Klassifikation) – aufzählen, nennen, wiedergeben, reproduzieren, ... ·       Verstehen/Verständnis – Übersetzen in eine andere Form oder Sprache – beschreiben, erläutern, interpretieren, erörtern, verdeutlichen, .... ·       Anwendung/ Transferleistung – Anwendung von allgemeinen Sätzen im Einzelfall anwenden, übertragen, lösen, berechnen, ... ·       Analyse – Analyse von Erlerntem, Beziehungen, Prinzipien – ableiten, unterscheiden, ermitteln, aufdecken, gliedern, vergleichen, zuordnen, .. ·       Synthese – Synthese einer einzelnen konkreten Ganzheit, einer komplexen konkreten Ganzheit und einer komplexen abstrakten Ganzheit – entwerfen, entwickeln, verfassen, konstruieren, ... ·       Bewertung – Beurteilung nach innerer Evidenz, nach äußeren Kriterien –   bewerten, beurteilen, bemessen, entscheiden, ...
  • Was ist eine Methode? Methoden sind planmäßige Verfahren zur Erreichung bestimmter Ziele Methoden sollen Lernprozesse veranlassen und fördern è traditionelle Methoden – lehrerzentrierte Formen: -        Klassischen Frontalunterricht è Schüleraktivierende, handlungsorientierte Formen:   -        Fallstudien -        Projektarbeit -        Simulative Lehr-Lernarrangements -        Rollenspiele Erkundungen
  • Lehrerzentrierte Methode – klass Frontalunterricht - BSP Lehrvortrag Einleitung – Relevanz für Schüler deutlich machen, Motivierungshinweise geben, Wesentliche Inhalt hervorheben, ... ·       Hauptteil gestalten – Logisch aufbauen, Aufbau verbal verdeutlichen, Grundlegende Begriffe einführen, Aufmerksamkeit erhalten, ... ·       Schlussteil gestalten – Zusammenfassung, Vortrag aufräumen, Angemessene Länge des Vortrages ·       Körpersprache und Raumregie – Blickkontakt, Körperhaltung, Mimik, Gestik, Sprechrichtung, Raumregie, Kleidung, ...   ·       Sprachförderliche Gestaltung des Lehrvortrages – deutliche Aussprache, Klarer Satzbau, Angemessenes Sprechtempo, Fachwörter einführen, ...
  • Lehrvortrag – Vor- und Nachteile: + zeitsparend + starke Lenkung durch Lehrperson erhöht die Zuverlässigkeit, die angestrebten Lernziele auch zu erreichen + gut einsetzbar zum Aufbau eines Begriffswissens und für den Aufbau grundlegenden Zusammenhangswissens       -        einseitige Aktivitätsverteilung-        erzieht zu Passivität und Anpassung-        Lernfortschritte nur in Abhängigkeit von der Lehrperson-        Kaum Berücksichtigung von individuellen Unterschieden der Lernenden-        Wird allgemeinen Lernzielen (Selbständigkeit, Entwicklung, sozialer Kompetenz) nicht gerecht-        Interaktion nicht zugelassen
  • Handlungsorientierte Methodik     Prinzip der vollständigen Handlung – eigenständige Planung, Durchführung und selbständige Bewertung   ·       Ausgangspunkt: komplexe, realitätsnahe Handlungssituation  (Beleg austeilen und nicht Buchungssatz vorsagen) ·       Selbständiges und selbsttätiges Lernen ·       Lehrperson als Gestalter von Lernsituationen, als Intiator von „Lernen“ ·       Meist hoher Interaktionsgrad der Schüler untereinander (Guppenarbeit) ·       Schüler als Protagonisten ihres eigenen Lernens (konstruktivistisches Lernverständnis) ·       Lernprozess nimmt in seiner Offenheit zu ·       Steuerung durch Lehrperson wird weniger
  • Lernziele nach Lernzielbereichen     Kognitive Lernziele -        Affektive Lernziele -        Psychomotorische Lernziele   o   Alle diese in sich eingeschlossen à Strukturierung => Lernzieltaxonomie!!!
  • Advertisement
  • Lernziele nach dem Grad der inhaltlichen Konkretisierung: Richtziel: Ziel über mehrere Jahre hinweg z.B. Mündigkeit Grobziel: konkreter als Richtziel: Bedeutung von Aktie Feinziel: Unterrichtsziele: 3 Vorteile 3 Nachteile Aktie
  • Klassischer Frontalunterricht Wodurch zeichnet er sich aus?     -        Lehrvortrag       -        Direkte Aktionsform à Lehrinhalte werden in geplantem Weg        abgewickelt.-        Lernpersonen à keine Interaktionsformen
  • Vor- und Nachteile des Frontalunterrichts Vorteile:       -        Zeitsparend-        Starke Lenkung durch Lehrperson erhöht die Zuverlässigkeit, die  angestrebten Lernziele auch zu erreichen-        Gut einsetzbar zum Aufbau eines Begriffswissens und für den Aufbau grundlegender Zusammenhänge Nachteile:       -        Einseitige Aktivitätsverteilung-        Lernfortschritte nur in Abhängigkeit von der Lehrperson-        Erzieht zu Passivität und Anpassung-        Kaum Berücksichtigung von Individuellen Unterschieden der Lernenden-        Wird allgemeinen Lernzielen nicht gerecht-        Individualisierung wird unterdrückt à Durchschnittsschüler
  • Handlungsorientierter Unterricht: Beschreiben, Funktionsweise?     -        SchülerInnenorientiert-        Prinzip der vollständigen Handlung à Planung, Durchführung, Evaluation-        Der Ausgangspunkt sind komplexe, realitätsnahe Handlungssituationen àProblembasiert-        Selbstständiges und selbsttätiges Lernhandeln-        Lehrperson als Gestalter/Initiator von Lernsituationen à Lernen als Coaching-        Hoher Interaktionsgrad der SchülerInnen   o   Projektarbeit   o   Fallstudien   o   Rollenspiele
  • Vor- und Nachteile Handlungsorientierter Unterricht Vorteile:       -        Aktiver Rolle der Lernenden-        Komplexe, realitätsnahe Aufgabenstellungen/Fälle-        Aufbau kommunikativer, methodischer und sozialer Kompetenzen Nachteile:       -        Zeitintensiv-        Grundlagenwissen für die Bearbeitung von komplexen Aufgaben, …-        Selbstständig gelernte Fehler sind meist korrekturresistent
  • Welche Methode ist in Handlungsorientiertem Unterricht die beste und Wieso? Projektmethode J, weil hier die vollständige Handlung wiederspiegelt wird.   Der Unterschied zu einer Fallstudie liegt in einem sichtbaren Ergebnis 
  • „Methodenmythen“ -        2/3 der Befragten sagen die modernen Methoden sind den Traditionellen überlegen. Bsp. „Keine Methode ist der anderen überlegen! Das hat nach wie vor bestand.“ Folie Terhart und die davor, Vorlesung 14.01. 2014
  • Fehlertaxonomien (Exkurs vom 14.01. 2014, eine Folie vor Hattie)   a)     Ökonomische Realität Erfassen (Verständnis von Fachtermini) b)     Ökonomische Realität interpretieren ( richtige Interpretation) c)     Formalisieren und Mathematisieren(Kontenwahl, Rechnungen) d)     Reflektieren und Bewerten (Passt die Lösung zur Aufgabenstellung)   1)     Die meisten Fehler passieren bei Mathematisieren und dann bei der Erfassung von der Realität.