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Wirtschaftspädagogik (Subject) / Sozioökonomische Theorien VO4 (Lesson)
Vorlesung 4
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- Didaktische Modelle – wodurch zeichnen sie sich aus? helfen unterrichtsdidaktisch zu denken und zu bewerten sind komplexitätsreduzierend (fokusiert auf bestimmte Elemente) Liefern einen Rahmen (Denkraster) für die Ordnung eines Praxisfeldes (wesentliche Merkmale des Unterrichts) dienen allgemein dazu didaktische Strukturen und Prozesse zu beschreiben und erklären (fachdidaktisch indifferent) bieten eine Grundlage für Vorbereitung, Durchführung und Evaluation von didaktischem Handeln in Lern-Lehr-Situationen
- Inwiefern ist das Berliner Modell ein didaktisches Modell? Enthält "Grundkategorien" zur Erfassung "konstanter Situationsmomente im Unterricht" (unabhängig von Fach und Schultyp) -> Knochenbau des Unterrichts Orientierungshilfe um auf situativen Unterricht reagieren zu können Beschreibt eine allgemeine Struktur des Unterrichts ( Grundgerüst) Kann sowohl für die Planung als auch die Analyse von Unterricht verwendet werden Besteht aus 2 Reflexionsstufen: Strukturanalyse, Faktorenanalyse Soll helfen zu strukturieren
- Erläutern Sie das Berliner Modell der Didaktik und gehen Sie am Ende Ihrer Ausführungen auch darauf ein, worin sich der Model-Charakter zeigt. Das Berliner Modell : - enthält „Grundkategorien“ zur Erfassung von „konstanter Situationsmomente von Unterricht“. - Beschreibt eine allgemeine Struktur von Unterricht - Kann sowohl für die Planung als auch für die Analyse von Unterricht verwendet werden - Besteht aus zwei Reflexionsstufen: o Strukturanalyse (´Bausteine´ von Unterricht) o Faktorenanalyse 1.Strukturanalyse à 6 Strukturmomente von Unterricht: - Entscheidungsfelder: o Intentionalität § Kognitive Dimensionen (Kenntnisse – Fakten Reproduzieren, Erkenntnisse – Bedeutung für sich mitbestimmen, Überzeugungen – reflektierte Einstellung der Schüler) § Affektiv-emotionale Dimension (konkret erleben, Rollenspiele) § Pragmatische (psychomotorische) Dimension (um konkrete Fertigkeiten herzustellen à Umgang mit Tel/Fax, Handlungsabläufe und –vollzüge) o Thematik § Inhalt à was? Fachspezifische und Fachübergreifende Inhalte o Methodik § Artikulationsschemata § Sozialformen à Frage nach der Organisation in Gruppen im Raum, … § Aktionsformen à wie soll agiert werden? o Medienwahl § Durch welche kann der Inhalt kommuniziert werden § Bücher, Arbeitsblätter, Bilder, Filme, Sound, PC, Internet, … - Bedingungsfelder: (sie bedingen die Entscheidungsfelder, sind Strukturmerkmale, welche die Lehrperson nicht direkt beeinflussen kann à deshalb muss man mit denen rechnen. Schüler und Lehrer bringen gewisse Erkenntnisse in die Klasse mit sich mit) o Anthropogene Voraussetzungen Bedingungen, die sich aus der ´Vorgeprägtheit´ der Lernenden (Alter, Geschlecht, Vorwissen, Erfahrungen, Milieu, …) und Lehrenden (Berufserfahrung, Präferenzen für bestimmte Methoden, Kompetenz im Umgang mit Bestimmten Medien, …) ergeben. o Sozial-kulturelle Voraussetzungen Rahmeneinflüsse des unterrichtlichen Geschehens: - Stadt vs. Land, Ausstattung der Schule, Größe der Schule, Schulkultur vs. Innovation, … 2.Faktorenanalyse: - Normenkritik à Lehrpläne, Gesetze, Lehrbücher, Klischees, … - Faktenbeurteilung à nicht nur hernehmen, sondern auch wissenschaftliche Studien einbeziehen – was bewegt Jugendliche im Alter von 14-15 Jahren - Didaktische Formen à Unterrichtsmethoden sind kritisch zu hinterfragen und zu prüfen Kritik: - Raster zur Erfassung von Unterricht - Verständlichkeit - Fachdidaktisch indifferent - Lehrerzentriertheit - Vollständigkeit? à nein, da es komplexitätsreduziert ist