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SKS Segelschein (Subject) / SKS, Navigation (Lesson)

Fragenkatalog

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  • Was bedeutet WGS 84 und was wird damit erreicht? 1. Globales Bezugssystem "World Geodetic System 1984". 2. Mit diesem System (= Referenzellipsoid bei GPS) wird weltweit eine optimale Anpassung an die reale Form des gesamtenErdkörpers erreicht.
  • Wodurch können Radarechos von kleinen Fahrzeugen und Tonnen auf den Sichtschirmen von Radargeräten "verschwinden"? 1. Durch Seegang und/oder Niederschlag, 2. durch falsche Bedienung, 3. durch zu große Entfernung, 4. durch Gieren des eigenen Fahrzeugs bei relativ vorausorientierter Radarstellung (head up).
  • Wie kann man mit Radar den eigenen Schiffsort bestimmen? 1. Peilung des Objektes gibt einen Peilstrahl als Standlinie. 2. Abstandsmessung mit dem VRM (Variable Range Marker) gibt einen Abstandskreis als Standlinie.
  • Wie kann man gegebenenfalls verhindern, dass sich Echoanzeigen von Zielen (z. B. 2 Tonnen, 2 Molenköpfe) überlappen? 1. Kurze Impulslänge wählen. 2. Messbereich verkleinern.
  • Was bedeutet der Begriff AIS auf See? AIS bezeichnet das automatische Identifizierungssystem (Automatic Identification System).
  • Welche Aufgaben hat AIS? Alle ausgerüsteten Schiffe senden automatisch (also ohne Aufforderung und menschliches Eingreifen) in regelmäßigen kurzen Abständen ihre Identität und einen schiffsbezogenen Datensatz. Außerdem können bei Bedarf sicherheitsrelevante Nachrichten ("safety related messages") von Bord oder von Landstationen gesendet werden.
  • Welche Reichweite hat ein AIS-Bordgerät und wovon ist sie abhängig? Die Reichweite und Ausbreitungsbedingungen entsprechen denen von UKW. Bei Handelsschiffen kann man von 20 bis 30 sm ausgehen. DieReichweite ist abhängig von der Antennenhöhe.
  • Wie kann die Reichweite eines AIS-Bordgerätes landseitig erhöht werden und wie wirken sich dabei Hindernisse (z. B. Berge) aus? Unter bestimmten Umständen kann die Reichweite heraufgesetzt werden (z. B. mit Hilfe von "Relaisstationen"), wobei ggf. auch abschattende Hindernisse umgangen werden können.
  • Welche AIS-Daten werden von Schiffen aus der Berufsschifffahrt gesendet? - Statische Daten: ID, Rufzeichen, Länge und Breite des Schiffes u. a. - Dynamische Daten (i. W. Sensordaten): UTC, Position, Heading, Kurs und Fahrt über Grund, ggf. Rate-of-turn, Fahrtstatus (z. B. Maschinenfahrzeug mit Fahrt durchs Wasser, Ankerlieger, manövrierbehindertes Fahrzeug). - Reisebezogene Daten: Tiefgang, Zielort (Destinaton), ETA u. a.
  • Wann kann man sich auf die Verfügbarkeit und Anzeige vn AIS-Signalen anderer Fahrzeuge verlassen? Nennen Sie die wesentlichen Voraussetzungen! Andere Fahrzeuge werden nur angezeigt, wenn das Fahrzeug auch sendet, d. h., wenn 1. das Fahrzeug mit AIS ausgerüstet ist, 2. das sendende Fahrzeug AIS nicht abgeschaltet hat (darf der Kapitän allerdings nur bei bestimmten zwingenden Gründen), 3. GPS aktiv ist und 4. aus Kapazitätsgründen (z. B. durch zu viele Schiffe in einem Seegebiet = "target overflow") keine Fahrzeuge ausgeschlossenwerden.
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  • Wie ist die Genauigkeit von AIS-Daten zu beurteilen (Position und manuell eingegebene Daten)? - Position:Mit AIS wird zusätzlich zur GPS-Position eines Schiffes die Information übertragen, ob es sich um einen GPS- oder DGPS-Ort handelt. Ist die GPS-Position eines Schiffes falsch, wird diese falsche Position auf allen anderen Schiffen angezeigt. - Manuell eingegebene Daten:Es muss damit gerechnet werden, dass Zielort, Tiefgang, Fahrtstatus u. a. falsch sind, wenn sie - z. B. aus Nachlässigkeit - nicht von der Schiffsführung aufdatiert werden.
  • Welche besondere Bedeutung hat AIS für die Sportschifffahrt im Vergleich mit der Radaranzeige auf anderen Schiffen? Sportfahrzeuge werden häufig auf den Radargeräten anderer Schiffe nicht sicher angezeigt bzw. die Anzeigen gehen im Seegangsclutter oder in der Informationsfülle unter. Da jetzt auf vielen Schiffen die AIS-Daten zusätzlich im Radar dargestellt werden, besteht die Gefahr,dass Sportfahrzeuge noch weniger auffällig sind, wenn sie nicht selbst mit AIS ausgerüstet sind.
  • Welche Navigationsgeräte sollten Sie auf einer Yacht auch bei Kurzfahrten nahe der Küste mindestens an Bord haben? Steuerkompass, Peilkompass, Lot, Log, Uhr.
  • Was gehört zur navigatorischen Mindestausrüstung einer Yacht in Küstengewässern? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele. 1. Steuerkompass,2. Peileinrichtung,3. terrestrisches oder satellitengestütztes Funknavigationsgerät,4. Log,5. Lot,6. Fernglas,7. Barometer,8. Weltempfänger für Rundfunk,9. Seebücher und auf den neuesten Stand berichtigte Seekarten für das zu befahrende Seegebiet,10. Logbuch,11. Uhr/Zeitmesser.
  • Welchen Vorteil hat ein Kugelkompass gegenüber einem Fernglaskompass? 1. Der Kugelkompass kann auch bei größerer Krängung noch als Messinstrument benutzt werden. 2. Die Kugelform verbessert die Ablesbarkeit der Kompassrose (Vergrößerungseffekt).
  • Was beeinflusst die Ablenkung eines Kompasses dauerhaft? Veränderung des magnetischen Zustandes an Bord, z. B. Einbauten und Lageänderung von Ausrüstungsgegenständen.
  • Was beeinflusst die Ablenkung eines Kompasses vorübergehend? Elektronische Geräte (z. B. Radio, Handy), magnetisierte Gegenstände    (z. B. Werkzeug, Peilkompass) und Gleichstromleitungen in der Nähe des Kompasses.
  • Welchen Abstand muss magnetisierbares Material vom Magnetkompass haben? Mindestens 1 Meter.