Informatik (Subject) / MCI (Lesson)

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Mensch-Computer Interaktion

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  • DeklarativePhase DeklarativePhase Hohe Belastung des AG •Beispiel: (erstmaliges) Backen eines Kuchens. Welche Zutaten werden benötigt? Sind sie vorhanden? Wo bekommt man sie? Welche Kuchenform? Wie teste ich, ob der Kuchen fertig ist?Intensive Interaktion mit LZGAusprobieren durch Exploration unterstützen
  • Phase Wissenskompilation Verknüpfung und Anpassung von ProduktionenAnwendung im Zusammenhang (z.B. Beheben einer Fahrradpanne)Makrobildungen (Aktionsteil wird zu Bedingungsteil, Varialbenbzw. Konstante einfügen)Vorwärtskontrollierte Ausführung, Handlung läuft teilweise automatisch ab Lernkurve verläuft logarithmisch
  • Phase Anpassung Aufheben von Übergeneralisierungen durch Spezialisierungen (z.B. Bedingungsteil wird konkreter) Verallgemeinerung von Produktionen (z.B. Bedingungsteile wird verallgemeinert) Produktionen werden gestärkt (länger Zeit als effektiv erwiesen) Produktionen werden geschwächt (Misserfolge
  • Konsequenzen aus der ACT-Theorie •Sparsame Verwendung allgemeiner Hinweise •Explizite Handlungshinweise •Beispiele für die Umsetzung der Hinweise •Aussagekräftige Rückmeldungen •ExplorativesLernen unterstützen •Anfänger und Experten unterstützen durch Adaptierbarkeit bzw. Adaption
  • Fehler in der MCI •Funktionsstörungen des Systems •Eingaben des Benutzer, die (vom System) nicht erkannt werden •Unerwartete Folgen als Ergebnis von Eingaben
  • Fehler bei geübten Handlungen •Verwechslungsfehler •Falsches Zusammenstellen •Testfehler (z.B. Beendigungsfehler) •Unterlassungsfehler •Speicherfehler
  • Verwechslungsfehler Erläuterung: Anwenden eines Handlungsmusters in einem falschen Zusammenhang Auftreten: wenn Bedienhandlungen sich stark ähneln, aber in Details unterscheiden. In der MCI wenn Programm verschiedene Modi hat, sodass gleiche Eingabe unterschiedliche Wirkung hat.
  • Fehler beim Zusammenstellen einer komplexen Aktion Erläuterung: In einer Sequenz von Bedienhandlungen werden einzelne Schritte vergessen. Auftreten: wenn Aufgabe unterbrochen wird, z.B. weil ein Schritt sehr lange dauert (Wartezeiten sindkritisch
  • Speicherfehler Erläuterung: entstehen durch das Vergessen bereits ausgeführter Aktionen, durch Vergessen des Hauptziels oder von Teilzielen. Auftreten: Zu diesen Fehlern kommt es meist durch eine Unterbrechung von Handlungen. Speicherfehler bilden in der MCI mit Abstand die häufigste Fehlerursache (etwa 40 Prozent). Maßnahmen: transparente Dialoghistorie Assistenten führen einen Benutzer durch eine solche Aufgabe, z.B. die Erstellung eines Diagramms aus einer Tabelle.
  • Fehlerin derMensch-Computer-Interaktion Fehler auf der Intellektuellen Ebene  Fehler auf der Sensomotorischen Ebene  .
  • Intellektuelle Ebene Fehler durch Auswahl ungeeigneter Werkzeuge(mit dem Programm kann ich gar nicht das machen, was ich vorhatte)
  • Fehler auf der sensomotorischenEbene Fehlerhafte Abstimmung zwischen sensorischer und motorischer Ebene, z.B. durch mangelhafte Konzentration. Vertippen. Auslassen von Buchstaben,Vertauschen von Buchstaben, fehlerhafte Wiederholung (drei statt zwei Wiederholungen eines Buchstabens) Fehlklick. Beim Betätigen oder Loslassen einer Maustaste wird nicht genau positioniert bzw. versehentlich verschoben. Verlieren des Ziels. Durch versehentliches Loslassen der Maustaste beim Drag-and-Drop Zu selektierende Objekte sind zu klein (Objekte vergrößern, größere maussensitive Bereiche definieren
  • Relevanz bei der sicherheitskritischen Anwendungen bzw. Überwachungsvorgängen. In diesen Anwendungen werden vor allem fatale Fehleranalysiert. Dies sind Fehler, die sich nicht durch folgende Handlungen regulieren lassen (criticalincidencereporting)
  • Fehlervermeidung Fehlervermeidung: Strategien, die die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern verringern •Abweisen unzulässiger Eingaben, •AutoComplete-Funktionen, •Plausibilitätsprüfungen, •Sicherheitsabfragen, •Sicherheitskopien und Transaktionskonzepte, •Abbruchmöglichkeiten (versehentlich aktivierte Funktionen)
  • Fehlermanagement Fehlermeldungen (vgl. Entwurfsprinzipien, VL 4): •Präzise (z.B. in einem Formular: welche Eingabe für welches Feld fehlt/ist fehlerhaft) •Konstruktiv (wie muss die richtige Eingabe erfolgen?) •Angabe von Handlungsmöglichkeiten, ggf. Auswahl von Alternativen
  • Was spielt eine zentrale Rolle, für die Gestaltung von Benutzungsschnittstellen? Psychologische Erkenntnisse spielen für die Gestaltung von Benutzungsschnittstellen eine zentrale Rolle. Beachtung von Erkenntnissen über •die menschliche Informationsverarbeitung, •die Wahrnehmungssysteme (vor allem visuell), •die Verteilung der Aufmerksamkeit, •das Erlernen von Fähigkeiten, •typische Fehler
  • Was sind Mentale Modelle? Mentale Modelle sind Schemen, die Relationen, Begriffe, Annahmen und mentale Karten beinhalten, die es uns erlauben, über Geräte und Systeme strukturiert nachzudenken. Mentale Modelle haben eine gewisse Kohärenz und sind relativ stabil, sodass auf ihrer Basis auch neue Informationen analysiert und eingeordnet werden. Mentale Modelle sind miteinander vernetzt, insbesondere kann ein mentales Modell einem anderen übergeordnet sein.
  • Beispiel–MentalesModell Drucker. Ein erfahrender Rechnerbenutzer hat gewisse Vorstellungen von einem Drucker. Diese Vorstellungen befähigen ihn dazu, einen korrekt angeschlossenen und funktionierenden Drucker zu nutzen. Darüber hinaus helfen diese Vorstellungen auch, um typische Probleme zu lösen. Das mentale Modell umfasst die Voraussetzungen für das erfolgreiche Drucken: Der Drucker muss mit Strom versorgt, mit dem Rechner verbunden und eingeschaltet sein. Es muss ausreichend Papier vorhanden sein, die Patronen bzw. Toner dürfen nicht verbraucht sein und der Drucker darf nicht im Offline-Modussein. Das oben beschriebene Modell enthält die relevanten Begriffe, Relationen zwischen diesen Be-griffen und die Annahmen, die für die korrekte Funktionsweise entscheidend sind.
  • Was heisst die Übereinstimmung mentaler Modelle? Das mentale Modell des Entwicklers geht in das implementierte System ein. Durch die Wahrnehmung der Benutzungsschnittstelle und die Interaktion mit ihr baut der Benutzer ein mentales Modell auf, das nach und nach verfeinert wird. Dieses mentale Modell ist weniger elaboriertals das des Entwicklers –es sollteaber in den vorhandenen Annahmen und Relationen möglichst gut übereinstimmen
  • Was sind Metaphern? Nutzung eines vertrauten Begriffs, einer Analogie zur Erklärung von Systemen und Konzepten in einer unvertrauten Zieldomäne
  • Arten der Metaphern Begriffliche Metaphern •Argumenteverteidigen, Rededuelle, sichzurückziehen •EinThemabeleuchten, von allenSeitenbetrachten •Zeitsparen, opfern, investieren   Metaphern in derWissenschaft •Stromfluss, Planetenmodell (Aufbau von Atomen  
  • Welcher ist Kriterium für die Eignung einer Metapher? Kriterium für die Eignung: Grad der Entsprechung beider Domänen bei der Zielgruppe
  • Was ist "conceptual blending"? Taking elements from one domain and applying them to another, then conceptual integration or blending is an operation that is applied to two input spaces, which results in a new, blended space. The blend receives a partial structure form both input spaces but has an emergent structure of its own.
  • Chancen bei der Verwendung von Metahern •Benutzer: Einstiegshürden erringern, Einarbeitungerleichtern, “Idee” vermitteln •Entwickler und Benutzer: Assoziationenwecken •Metaphern sind vor allem für direkt-manipulative Systemewesentlich(VL: 8, z.B. Schreibtischmetapher)
  • Risiken für die Verwendung von Metaphern •Entwickler: Einengender Sicht auf vertraute Aspekte/Funktionalität •Benutzer: Unter-und Überschätzung des Systems (z.B. Schreibmaschinenmetapher)
  • Woher kommen die Metaphern? •Denkweise, Objekte und Handlungenvon Benutzernin einer Domäne (virtuellesSkalpell) •Verbreitete Objekte und Handlungen imtäglichen Leben(Desktop-Metapher)
  • Beispiele für Interface-Metaphern •Metaphern aus dem täglichen Leben •Metaphern aus Anwendungsbereichen
  • Welche sind die Metaphern aus dem täglichen Leben? −Schreibmaschinen-Metapher(Textverarbeitung) −Buch-Metapher(Hypertextsysteme) −Reise-bzw. Raummetapher(Spiele, Hypertextsysteme) −Fernseh-Metapher(WWW-Browser) −Desktop-MetaphermitFenstern, Slidern, Menü, Mülleimer
  • Welche sind Metaphern aus den Anwendungsbreichen? −Atlas-Metapher(Anatomielehrsysteme) −DigitalerLichtkasten(Befundungvon Röntgenbildern) −Karten-Metapher(GeographischeInformationssysteme) −Baukasten-Metapher(CAD-Systeme
  • Wie erfolgt eine Evoluierung von Metaphern? Benutzer befragen, •ob sie eine Metapher kennen, •was sie mit einer Metapher assoziieren, •mehrere Metaphern bzgl. obiger Fragen vergleichen
  • Was ist das Ziel einer Evoluierung von Metaphern? Auswahl von Metaphern, die bekannt sind, mit denen Benutzer viele Assoziationen haben und die realistische Erwartungen wecken
  • Woraus ergibt sich die Relevanz der Beschäftigung mit „realen“ Geräten? Die Relevanz der Beschäftigung mit „realen“ Geräten ergibt sich daraus, dass • allgemeine Konzepte für die Bedienung von Software und Geräten existieren. • die Mensch‐Computer‐Interaktion sich stark an der wesentlich älteren Mensch‐Maschine‐Schnittstelle orientiert.
  • Wodurch ergibt sich die besondere Aktualität der Beschäftigung mit realen Geräten? Die besondere Aktualität ergibt sich dadurch, • dass Software verstärkt in „reale“ Geräte eingebettet wird und die Bedienung von Software und Gerät verschmilzt, • dass in der MCI neuartige Eingabegeräte und Ausgabemöglichkeiten genutzt werden, die an reale Geräte angelehnt sind.
  • Welche sind Konzepte bei der Gestaltung von realen Geräten? Affordances Abbildungen Constraints Sichtbarkeit des Systemzustandes Rückkopplung
  • Was sind Affordances? Nach Gibson: „Relationen zwischen Objekten der Welt und Lebewesen, die die objektiv vorhanden Möglichkeiten zu handeln, charakterisieren“ • Für das Design von Produkten:  Reale vs. wahrnehmbare Affordances   • Reale Affordance: objektiv vorhanden • Wahrnehmbare Affordance: Gestaltungsspielraum des Designers Ziel: gutes Matching von wahrnehmbaren auf reale Affordances
  • Was sind Abbildungen - Mappings? Beziehung zwischen einer Bedienhandlung und deren direkter Auswirkung auf den Zustand eines Systems
  • Was ist das Ziel einer Abbildung? möglichst direkte Abbildungen erreichen, die dem Nutzer direkt vermitteln, wie die Bedienhandlung den Systemzustand verändert
  • Was sind Constraints- Einschränkungen? Bewusste Designentscheidungen die Bedienhandlungen einschränken, um Fehlbedienungen zu verhindern
  • Was ist Sichtbarkeit- Visibility? In Bezug auf die Vermittlung des konzeptuellen Modells ist auch die Sichtbarkeit (engl. visibility) des Systemzustandes und möglicher Bedienhandlungen wichtig.
  • Was bedeutet Rückkoplung-Feedback? Rückkopplung bezeichnet die Art und Weise, wie ein System auf eine Bedienhandlung reagiert, wie schnell es zu einer Reaktion kommt und wie der Benutzer diese Reaktion wahrnehmen und interpretieren kann
  • Welche sind Bedienelemente der realen Geräte? Reale Geräte besitzen Bedienelemente • Knöpfe (Zifferntasten, mehr, weniger) • Schalter (diskrete Zustände: gedrückt und nicht gedrückt) • (Kipp‐) Schalter zur Auswahl 1 aus n (z.B. Radio, Kassette, CD) • Regler (kontinuierlich, z.B. Sender und Lautstärke bei Radios) • Hebel (z.B. um etwas zu verschließen, Nutzung von Pfeilen)
  • Welche sind typische Bedienfehler? • Bedienelemente werden nicht wahrgenommen • Funktion von Bedienelementen wird falsch interpretiert • Bedienelemente werden versehentlich falsch gehandhabt • Systemzustand wird falsch interpretiert • Systemanzeigen sind zu ungenau
  • Erkläre die Bedienhandlung an dem Beispiel von Türen.   Bedienhandlung: Öffnen der Tür Varianten: Ziehen (links oder rechts), Drücken, Schieben, Herunterdrücken Bedienelement: Türgriff evtl. mit Beschriftung  Affordances Schmaler vertikaler Griff�tiktikaler Griffff → Ziehen Breite horizontale Leiste → Drücken   Konsistenz: Gestaltung aufeinanderfolgender Türen  
  • Erkläre die Bedienhandlungen an dem Beispiel von Telefon. Bedienhandlungen: Anruf einer Nummer, Telefonumleitung, Speichern und Löschen von Nummern, Anrufbeantworter (Aktivieren, Deaktivieren, Ansage, Nachrichten abspielen, löschen) Bedienelemente: Telefonhörer, Zifferntasten, Tasten zur Verwaltung von Rufnummern, Tasten zur Steuerung des Anrufbeantworters Anzeige: Zustand des Anrufbeantworters, Anzeige der gewählten Rufnummer bzw. der Rufnummer des Anrufers Rückkopplung: Akustische Signale beim Anruf: Besetzt‐Zeichen, Frei‐Zeichen, Klingeln, Sperrsymbol bei Weiterleitung
  • Gebe Beispiele von Ein- und Ausgabekonzepte bei eingebetteten Systemen. - Programmierbare Anzeigen - Touchsensoren, - Softkeys - Touchscreen-basierte Interaktion auf Basis programmierbarer Displays
  • Was sind Softkeys? Tasten, die kontextabhängig angepasst werden und die jeweils mögliche Aktion benennen oder veranschaulichen. (Tasten, deren Funktion der jeweils dargestellten Aktion entspricht)
  • Was sind Touchsensoren? Sensoren, deren Größe an die Finger angepasst wird.
  • Was sind programmierbare Anzeigen? Programmierbare Anzeigen, die den Systemzustand veranschaulichen (Was tut das Gerät im Moment? Was wird vom Benutzer erwartet? Welcher Fehler ist aufgetreten?)
  • Was bedeutet touchscreen basierte Interaktion? Touchscreen-basierte Interaktion auf Basis programmierbarer Displays. Bedienelemente, ggf. auch eine Tastatur, werden eingeblendet und mit den Fingern bedient. Diese Interaktion ist sehr intuitiv und wird häufig z.B. zur Steuerung von Fahrzeugnavigationsgeräten genutzt
  • Welche sind die Phasen bei der Durchführung von Bedienhandlungen (nach Norman)? 1. Zielsetzung, 2. Formulierung einer Absicht, 3. Handlungsplanung, 4. Ausführen einer (Bedien-)Handlung, 5. Wahrnehmen der Reaktion des Systems, 6. Interpretation des Systemzustandes und 7. Vergleich zwischen dem interpretierten Systemzustand und dem ursprünglichen Ziel.