01. Warum sind geologische Grundlagen für Bodenkunde von Bedeutung?
geologischer Untergrund hat Auswirkungen auf den Boden. Boden entsteht aus Gestein
02. Erklären Sie kurz, wieso man die Erde in geologischen Zeiträumen als „Gesteinsrührwerk“ bezeichnen kann.
Teile der Erdkruste tauchen ab, werden aufgeschmolzen und tachen wieder auf.
03. Woher stammt die Energie, die im Erdinneren gespeichert ist?
• gespeicherte Energie des Urknalls• radioaktiver Zerfall von Atomen im Erdkern und Erdmantel
04. Wieso wäre das Fach „Bodenkunde“ ziemlich langweilig, wenn es auf der Erde keine endogenen Prozesse gäbe?
Die Erdkruste wird nicht erneuert und es gäbe nur eine Ebene Fläche. Es würden sich keine Böden bilden.
05. Welche Faktoren treiben die exogenen Prozesse auf der Erde an? Woher kommt die Energie?
Abtrag durch Flüsse Abtrag durch Gletscher Abtrag durch Wind Gravitative Massenbewegungen Energie kommt ursprünglich von der Sonne
06. Erläutern Sie kurz das Konzept der Plattentektonik. Was ist die Ursache für Vulkanismus und Metamorphose?
Gliederung der Lithosphäre in Lithosphärenplatten die dem tieferen Erdmantel aufliegen und darauf umherwandern (Kontinentaldrift) Es gibt konvergierende und divergierende Platten Durch die Bewegung des Magmas in der Asthenosphäre werden Platten untereinander geschoben, aneinader vorbei oder sie werden gestaucht es entstehen Schwachstellen an denen Magma austreten kann (Vulkanismus) Absenkung und erneute Aufschmelzung der Lithosphäre →Metamorphose
07. Wie kann man i. d. R. Vulkanite und Plutonite im Gelände voneinander
unterscheiden?
• Vulkanite: dunkel; basisch; sehen amorph aus; homogene Matrix• Plutonite: hell; alkalisch; Kristallin; sichtlich abgegrenzte Materialien
08. Was ist „Metamorphose“, wie kann man „Metamorphite“ im Gelände i.d.R. erkennen?
Metamophose: Umwandlung von Gestein bei hoher Temperatur und DruckMetamorphite: Schieferung
09. Wie heißt das metamorphe Gesteinsäquivalent des Calcits (Kalkstein)?
Mamor
10. Erläutern Sie kurz, wieso aus einer einzigen silikatischen Schmelze sehr
unterschiedliche Gesteine entstehen können.
unterschiedliche Ausfällungssgeschwindigkeit abhängig von Temperatur und Druck Unten siliziumreich, oben arm
11. Wieso ist bei strömendem Wasser die Mobilisierungsenergie für Feinsand geringer als für Ton?
Anziehungskraft zwischen den kleinen Teilchen ist größer schwieriger sie vom Komplex abzuspalten
12. Nennen Sie drei typische „Requisiten“ einer glazial geformten Landschaft.
Kar, U-Täler, Gletscherendseen, Moränen
13. Was versteht man unter „periglazialen Solifluktionsdecken“?
Boden, Sediment oder Gestein, welches in unterschiedlicher Mächtigkeit und Tiefe unter der Erdoberfläche mindestens 2 Jahre ununterbrochen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt aufweist.
14. Nennen Sie je ein Beispiel für ein klastisches Sediment, ein chemisches
Sediment und ein biogenes Sediment.
klastisch: Quarz oder Feldspatchemisch: Evaporite, Karbonarebiogene: Torf, Kohle, Kalkstein
15. Was ist der Unterschied zwischen Kalkstein und Dolomit?
Dolomit ist meistens diagenetisch veränderter Kalkstein →Ca durch Mg ersetzt Dolomit ist härter und dichter als Kalkstein ist gelblich und zuckerkörnig
16. Was versteht man unter „Diagenese“, wie wird sie von der Metamorphose abgegrenzt?
mineralische Zusammensetzung verändert sich nur geringfügig Verfestigung des Gesteins Lockere Sedimente werden zu Sedimentgestein Sedimentgestein oder Vulkanite werden zu metamorphen Gesteinen
17. Was ist der Unterschied zwischen Grundgebirge und Deckgebirge? Nennen Sie je ein Beispiel? Welche gesteinsbildenden Prozesse laufen jeweils ab?
Unterschied: Grundgebirge → Tiefengesteinen (Plutoniten) Deckgebirge → Sedimentgesteinen, liegt über dem Grundgebirge, ist jünger Beispiel: Schwarzwald Grundgebirge: Gneisen und Graniten. Deckgebirge: Buntsandstein und Muschelkalk Gesteinsbildende Prozesse: Metamorphose, Sedimentation
19. Charakterisieren Sie kurz die Klimageschichte des Pleistozäns im Quartär.
untere Serie des Quartärs vier Stufen:Gelasium, Altpleistozän, Mittelpleistozän, Jungpleistozän Geprägt durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten Dauer ca. 2,5 Mio Jahre.
20. Welches Erdzeitalter hat die größte zeitliche Ausdehnung?
Das Präkambrium
21. Geologen bezeichnen die kristallinen Gesteine Gneis und Granit als typisch für das „Kellergeschoss“ der festen Erdkruste. Wieso muss man in Freiburg bergauf fahren, um dieses „Kellergeschoss“ besichtigen zu können?
tektonische Absenkung des Oberrheingrabens oberen Gesteinsschichten rutschten ab Grundgebirge mit Granit und Gneis kam als Schwarzwald und Vogesen zum Vorschein.
22. Wann entstand der Schwarzwald?
Eozän: Einbruch des Oberrheingrabens Pliozän: ausgeprägte, aber ungleichmäßige Aufwölbung
23. 1969 landeten die Amerikaner erstmals auf dem Mond. Die Presse berichtete, die Astronauten hätten auf dem Mond Bodenproben gesammelt und zur Erde mitgebracht. Stimmt das?
Nein auf dem Mond gibt es keine Böden
24. Die Eigenschaften der Sohlensedimente eines Flusses im Oberlauf eines Flusses und an der Mündung unterscheiden sich. Wie? Warum?
Oberlauf: keine kleinen Partikel, da Strömungsgeschwindigkeit hoch Sohlensedimente aus größeren Steinen und Partikeln Mündung: langsamen Fließgeschwindigkeit→ auch kleine Partikel
25. Was wäre im Schwarzwald anders, hätte es keine Eiszeit gegeben? Nennen Sie zwei Beispiele.
Es gäbe keine Flussterrassen. Es gäbe keine Gletscherendseen.
26. Durch Nacheiszeitliche Verwehung wurden die Flussterrassen mit einer Schicht von Löss überzogen. Auf welcher Terrasse findet sich diese Lößschicht nicht? Warum?
kein Löss auf der Oberterrasse da dieser durch Wind und Niederschlag wieder abgetragen wurde bevor sich nennenswerte Mengen akkumulieren konnten.
27. Magnesium-Mangel wird als Folge von Bodenversauerung und Mg-
Auswaschung in Wäldern beobachtet. Auf welchen Geologischen Einheiten würden Sie in Süddeutschland besonders mit Mg-Mangel rechnen? Warum?
auf sauren Braunerden aus Buntsandstein sowie aus Graniten, Orthogneisen (Nordschwarzwald) Die H+Ionen lagern sich an Bodenteilchen → Mg geht in Bodenlösung und kann ausgewaschen werden