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Klinisch-Pathologische Fallkonferenz (Subject) / Zystische Echinokokkose (Lesson)
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- Definition Erkrankung durch Larven von Echinococcus granulosus (Hundebandwurm), bei der der Mensch als Zwischenwirt fungiert
- Pathogenese Echinokokkeneier in hundekotverschmutzten Nahrungsmitteln/Fell/Schnauze Orale Aufnahme, Schlüpfen der Onkosphären-Larve im Dünndarm und Durchwanderung der Wand Über Lymph- und Blutgefäße Wanderung in Leber (60%), Lunge (25%) und weitere Organe Dort Hydatiden (zystenförmige Larven)-Entwicklung bis zu 20 cm Hydatide besteht innen aus Keimschicht, umgeben von Cuticula und wiederum umgeben von Perizyste des Wirtes Aus der Keimschicht entwickeln sich neue Bandwürmer (Protoscolices)
- Klinik Gewichtsverlust Unspez. Oberbauchschmerzen Schwellung Ikterus
- Diagnostik 1. Labor (IgE, Eosinophile, Serologie: Such- und Bestätigungstest mittels ELISA) 2. Abdomen-Sonographie 3. Bei speziellen Fragestellungen: Abdomen-CT oder MRT (KM-Verhalten: keine Aufnahme; DD-Tumor) Diagnostische Punktion unbedingt vermeiden!
- Inkubationszeit Die Inkubationszeit ist variabel und kann einen Zeitraum von mehreren Monaten bis zu vielen Jahren umfassen.
- Therapie In Abhängigkeit vom Erkrankungsbild und Zystenstadium existieren mehrere therapeutische Optionen: Watch-and-wait-Strategie bei inaktiven Zysten, die keine funktionellen Probleme verursachen. Alleinige medikamentöse Behandlung mit Albendazol (unter begleitenden Kontrolluntersuchungen). Operative Therapie, z. B. bei der häufigsten Manifestation, den Leberzysten, entweder mit resezierenden Verfahren oder Endozystektomie/Perizystektomie und Omentoplastik. Perioperativ wird mit Albendazol behandelt. Eine intraoperative Sterilisierung mit 20%iger Kochsalzlösung erfolgt wegen der Gefahr einer chemischen sklerosierenden Cholangitis nur nach sicherem Ausschluss zystobiliärer Fisteln. Punktion-Aspiration-Injektion-Reaspiration (PAIR), wobei die Injektion der sterilisierenden Substanz (95%iger Alkohol) nur nach sicherem Ausschluss zystobiliärer Fisteln (s. o.) durchgeführt wird. Periinterventionell wird mit Albendazol behandelt.
- Inzidenz Daten des RKI (Epidemiologisches Jahresbuch 2012) Ca. 63 Fälle von zystischer Echinokokkose (<0,1/100.000)
- Risiken der OP Zysteneröffnung (anaphylaktischer Schock, peritoneale Aussaat, infauste Prognose)
- Post-OP Postoperative Albendazolgabe um das Rezidivrisiko und Streuung zu verhindern Dringende Nachsorge je nach Befund und Therapie-Verlauf
- Müssen infizierte Patienten mit Lungenbefall isoliert werden? Nein, keine Mensch-zu-Mensch Übertragung
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- Wie unterscheidet sich das operative Vorgehen bei Infektion mit Echinokokkus alveolaris/granulosus? E. alveolaris: Resektion mit mind. 1cm breitem Saum (wie bei Therapie eines Malignoms) + Chemotherapie E. granulosus: Perizystektomie (Zyste mit Kutikula) oder atypische Resektion
- Rezidivrisiko OP + Post-Albendazol: 10%