230

Parietal (Subject) / Kniegelenk (Lesson)

Osteo

This lesson was created by bratmaus.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Lateinisch für Kniegelenk Art. genus
  • Stellung der Femurcondylen Wenn der Femur vertikal stehen würde, würde der med Condylus des Femurs tiefer herab reichen als der laterale da der Oberschenkelschaft aber schräg steht stehen die bd. Kondylenflächen ungefähr horizontal der Condylus lateralis springt weiter nach vorn vor
  • Welche Struktur trennt die bd. Condylen des Femurs dorsal? Fossa intercondylaris
  • Welche Struktur verbindet die bd. Condylen des Femurs vorn Facies patellaris
  • Gelenkflächen Kniegelenkes Tibia = Facies articularis superior tibiae, wird von den Kondylen der Tibia gebildet und dr. die Eminentia intercondylaris und die bd. Area intercondylaris (anterior und posterior) voneinander getrennt -> sie ist nahezu plan und um 6° nach hinten geneigt Femur = Condylus lateralis et medialis, Facies patellaris Kniescheibe = Facies articularis
  • Was gleicht die Inkongruenz der Gelenkflächen aus? -> der Knorpelbelag -> die Meniscen
  • Welche Gelenke gibt es am Knie? -> Art. femoropatellargelenk -> Art. femorotibialgelenk
  • Gelenkknorpel = ist an der Stelle der stärksten Druckübertragung dicker. Da er bei der Belastung verformbar ist, stehen beim belasteten Knie größere Flächen der Knochen in Kontakt als beim unbelasteten
  • Was für ein Gelenktyp ist das KG? transportables Drehscharniergelenk
  • Welche Bewegungen sind im Knie möglich? Abroll- und Gleitbewegungen und im gebeugten Zustand Rotationen
  • Advertisement
  • Was ist Osteochondrosis dissecans? = aseptische Knochennekrose des subchondralen Knorpels, die besonders an der Innenfläche des medialen Condylus stattfindet Ursache = erhöhte biomechanische Belastung des KG. Diese Mehrbelastung können rezidivierende Mikrotraumen und Achsfehlstellungen sein. Weitere Ursachen können hormonelle oder genetische Faktoren sein
  • Form der Gelenkfacetten auf der Tibia oval, medial: bikonkav lateral: in Frontalebene konkav, in Sagittalebene konvex
  • Was befindet sich am lateralen Condylis tibiae? das Tuberculum Gerdy
  • Wer inseriert am Tuberculum Gerdy? Tractus iliotibialis
  • Ansatzstelle für das Lig. patellae? Tuberositas tibiae
  • Wie heißt die Gelenkfläche für das Fibulaköpfchen an der Tibia? Facies articularis fibularis
  • Was ist ein Giving way Phänomen? = das Wegknicken des Kniegelenkes schon bei geringfügiger bzw. normaler Belastung
  • Ursachen für ein Giving way Phänomen? = tritt vor allem nach Kreuzbandrupturen und anderen KGverletzungen auf, die den Bandapparat schwächen und damit zu einer Instabilität des Gelenks führen. Es gibt jedoch auch andere Ursachen, z.B. Defizite in der muskulären Führung des Gelenks oder ein schmerzbedingtes Weggleiten, z.B. bei Arthrose oder Fehlstellungen der Patella
  • Warum heißt es: die Kreuzbänder befinden sich intrakapsulär, extrasynovial und extraarticulär ? intrakapsulär: weil sie zwischen Membrana synovialis und Membrana fibrosa liegen, d.h. sie liegen zwischen den bd. Blättern der Kapsel. Dorsal löst sich die Membrana synovialis auf beiden Seiten des hinteren Kreuzbands von der Membrana fibrosa der Gelenkkapsel, läuft nach ventral um beide Kreuzbänder und schließt sie so aus der Gelenkkapsel aus. extraarticulär: intrarticulär ist wo Gelenkflüssigkeit und überknorpelte Gelenkflächensind und die Kreuzbänder sind in einem Bereich, wo keine überknorpelte Gelenkfläche und keine Synovia sich befindet extrasynovial: da die Kreuzbänder entwicklungsgeschichtlich von dorsal in das Kniegelenk gewandert sind, werden sie nor ventral von der Membrana synovialis überzogen. Sie leigen in keinem Raum, wo es synoviale Flüssigkeit gibt
  • Wozu dienen die Recessi ? =Reserveräume für die Kapsel zur Durchführung maximaler Bew., ohne das Kapselanteile zerreißen
  • Aus was bestehen Meniscen? straffes, vaskularisiertes Bindegewebe und gefäßfreiem Faserknorpel
  • Welche Sehne läuft außerhalb der Gelenkkapsel am lateralen Meniscus vorbei? die Sehne des M. popliteus
  • Welches Band verbindet ventral bd. Meniscen miteinander? Lig. transversus genus
  • Wodurch stabilisieren die Meniscen das Femorotibialgelenk? dr. die keilförmige Struktur der Meniscen haben sie eine Hemmschuhwirkung
  • Was fixiert die Meniscen im Bereich der Area intercondylaris des Tibiaplateaus? straffes Bindegewebe
  • Warum ist der med. Meniscus verletzungsanfälliger? er besitzt eine seitliche Verbindung zur Gelenkkapsel und zum Lig. collaterale mediale die Fixpunkte des Meniscus medialis liegen am Knochen weiter auseinander, dadr. ist er weniger beweglich er kann dadr. schneller eingeklemmt werden
  • Aufgabe der Meniscen sie gleichen die Inkongruenz der Gelenkflächen während der Bewegung aus stabilisieren das KG dr. Hemmschuhwirkung aufgrund ihrer Beweglichkeit stellen sie transportable Gelenkflächen dar, die den Gelenkdruck verteilen und dadr. zu einer gleichmäßigen Beanspruchung des Gelenkes führt erhöhen die Stabilität des Gelenkes wandern Druckkräfte in zirkuläre Zugspannung um, d.h. sie absorbieren Stöße sie verteilen Synovialflüssigkeit und verbessern damit die Ernährung des Gelenkknorpels die Vorder- und Hinterhörner begrenzen extreme Ext und Flex und bremsen Rotbewegungen ab über ihre Propriozeptoren nehmen sie Einfluss auf Muskelspannungen
  • Bewegungsdynamik der Menisken Flex = sie gleiten nach hinten Ext. = sie gleiten nach vorn IR = med. M. gleitet nach vorn, der lat nach hinten AR = med. M. nach hinten, lat. nach vorn
  • Wie treten Meniscusverletzungen auf? häufig bei Ballsportarten wenn aus dem Lauf heraus mit nach vorn gestrecktem Bein abgebremst und der Körper so über das bremsende Bein gedreht wird, dass im KG eine plötzliche und starke AR durchgeführt wird (aus der Flex zu schnell in die Ext und AR)
  • Welche Meniscusrisse gibt es? Korbhenkelriss = Längsriss, sehr häufig Radiärrisse Abrisse des Hinter- oder Vorderhorns
  • Advertisement
  • Ansätze der Membrana synovialis an den Rändern der Gelenkflächen sowie den Ober- und Unterrändern der Menisken an
  • Welche Struktur trennt ventral die Membrana synovialis vom Lig. patellae das Corpus adiposum infrapatellare (Hoffa`sche Fettkörper)
  • Wozu führt eine Hypertrophie des Corpus adiposum infrapatellare? zum Hoffa-Kastert Syndrom
  • Was ist das Hoffa Kastert Syndrom? eine Hypertrophie des Corpus adiposum infrapatellare. Häufig ist dieser Symptomkomplex die Folge von entzündlichen Prozessen im KG. Auch Störungen der Mechanik kommen als Ursache in Frage. Symptome: Der hypertrophe Fettkörper wird bei plötzlichen Flex zwischen Tibia und Femur eingeklemmt. Dabei kommt es zu starken Schmerzen im Kniegelenk, welche die Beweglichkeit stark einschränken. Beugungen des Kniegelenkes verursachen erhebliche Spannungsschmerzen. Häufig tritt eine begleitende Schwellung des Gelenkes ein.
  • Wo liegt der Hoffa`sche Fettkörper? in einem Dreieck Patella, Kondylen und der Tibia Gelenkfläche zwischen Membrana fibrosa und Membana synovialis
  • Aufbau des Hoffa`schen Fettkörpers Fettzellen, lockerem Bindegewebe Schleim produzierenden Synoviazellen er ist stark vaskularisiert hat einen hohen Anteil an Monocyten (größte Zellen des zirkulierenden Blutes. Gehören zu den Leukozyten. Außerhalb des Blutes werden sie Makrophagen)  => Immunreaktionen er ist stark innerviert schnelle C-Fasern (sind für die Schmerzwahrnehmung verantwortlich, freie Enden nennt man Nozizeptoren), dadr. regulatorische Funktion
  • Welche Bandstruktur entspringt vom Hoffa`schen Fettkörper? die Plica synovialis infrapatellaris, sie zieht frei dr. die Gelenkhöhle auf ihrer Oberfläche ragen Fettfalten in Rg der Gelenkhöhle vor
  • Recessi des KG R. subpopliteus = kleine Aussackung nach posterolateral. Liegt zwischen Meniscus lateralis und der Sehne des M. popliteus R. suprapatellaris = größter Recessus, liegt zwischen dem distalen Ende des Femurs sowie dem M. quadriceps femoris und dessen Sehne. Die Spitze des Recessus setzt am M. articularis genus an, der den Recessus während der Ext. nach kranial zieht R. parapatellaris = zwischen Femur und Patellaseitenfläche R. subtendinea gastrocnemii = zwischen Gastrocnemiusköpfen und den Kondylen des Femurs (Polkappen)
  • Bursen des KG Bursa suprapatellaris = Recessus suprapatellaris Bursa subcutanea prepatellaris = subcutan und ventral der Patella Bursa infrapatellaris profunda = unterhalb des Lig. patellae Bursa subcutanea infrapatellaris = oberhalb des Lig. patellae Bursa subcutanea tuberositis tibiae
  • Fixationen und Kontakte des med. Meniscus Lig. patellomeniscalia -> Vorderhorn zur Seitenfläche der Patella Lig. meniscotibiale posterior -> Hinterhorn an Area intercondylaris posterior Lig. meniscotibiale anterior -> Vorderhorn an Area intercondylaris anterior Lig. collaterale mediale Sehne des M. semimembranosus -> am Hinterhorn Kapselzüge von kranial und kaudal kommend an die Meniskusbasis VKB -> ventrale Anteile des VKB mit dem Lig. meniscotibiale anterius
  • Fixationen und Kontakte des lat. Meniscus Lig. meniscotibiale anterius -> Vorderhorn an die Area intercondylaris anterior Lig. meniscotibiale posterius -> Hinterhorn an Area intercondylaris posterior Kapselzüge von kaudal und kranial kommend an die Meniscusbasis Lig. meniscofemorale -> Hinterhorn zur Innenseite des med. Kondylus. Es verläuft parallel zum hinteren Kreuzband M. popliteus -> zum Hinterhorn
  • Ernährung der Meniscen -> 2/3 (1/3) des Meniscus (innerer Anteil) werden dr. die Synoviaflüssigkeit mithilfe der Diffusion ernährt, dieser Bereich ist gefäßfrei -> Meniskusbasis ist mit der Kapsel verwachsen und wird über Gefäße, die aus der Membrana fibrosa kommen ernährt. Sie dringen bis zum mittleren 1/3 in de Meniscus vor (A. media genus, Aa. inferiores genus) -> zentrale Meniscusanteile liegen am weitesten entfernt von der Ernährungsquelle und haben damit die schlechteste Ernährungslage. Deshalb treten dort die meisten Störungen auf
  • Rezeptoren in den Meniscen im basisnahen Drittel und an den Vorder- und Hinterhörnern befinden sich Propriozeptoren und freie Nervenendigungen. Eine hohe Dichte von Propriozeptoren tritt vor allem in den Hinterhörnern auf. Vater-Pacini-Körperchen = nehmen schnell Informationen auf und leiten sie weiter, z.B. wenn Bew. verzögert oder beschleunigt wird Golgi-Organe = weiterleiten von Spannungsänderungen freie Nervenendigungen nehmen chemische Reize war (Entzündung)
  • Welche Muskeln haben Einfluß auf die Menisken bei Bewegung? Flex: M. semimembranosus auf medialen und M. popliteus auf lateralen Meniscus
  • Was ist eine schmerzhafte Streckhemmung? = häufigstes Symptom bei Meniscusverletzungen. ein abgerissenes Meniskusteil klemmt sich im femorotibialen Gelenkspalt ein und verursacht eine Gelenksperre. eine andere Ursache kann auch am M. semimembranosus oder M. popliteus sein. Sie müssen nachgeben, damit sich die Meniscen nach ventral schieben können
  • Was ist ein Meniscusganglion? = ein ganglionähnliches Gebilde, was aufgrund von Ernährungsstörungen oder Überbeanspruchung sich an der Meniskusbasis bilden und nach außen wachsen und palpiert werden kann. Der laterale ist häufiger betroffen
  • Ursprungsbereich des VKB dorsaler innerer Condylus lateralis femoris 1,5-2 cm lang oval
  • Verlauf des VKB prox dorsal lateral nach distal medial ventral Parallel zum Dach der Fossa intercondylaris wird zum Ansatz immer breiter und dreieckiger
  • Ansatz des VKB dreieckig kurz vor Tuberculum intercondylaris medialis der Area intercondylaris tibialis anterior
  • Faserzüge des VKB funktionell werden 2 Faserzüge unterschieden 1. anteromediale Bündel = entspringt am weitesten  kranial und inseriert ventral medial am Tibiaplateau 2. posterolaterale Bündel = entspringt kaudal und inseriert dorsal, sie sind kürzer => sie sind miteinander verwachsen und verwringen sich umeinander ventrale Anteile verbinden sich mit dem Lig. meniscotibiale anterius des med. Meniskus