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WSFP - Großhandel (Subject) / 5. Fragen für die Lehrabschlussprüfung - Betriebskennziffern (Lesson)

Fragenkatalog für die Lehrabschlussprüfung

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  • Was sind betriebswirtschaftliche Kennzahlen und welche Bedeutung haben sie für die Unternehmensleitung? Betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind Zahlen (z. B. absolute Zahlen, Verhältniszahlen, Durchschnittswerte), die eine konzentrierte Aussagekraft über wichtige Unternehmensbereiche besitzen. Sie sind jedoch nur dann aussagekräftig, wenn Vergleichsmöglichkeiten (Vorjahresdaten) vorhanden sind. Ihre Bedeutung liegt vor allem in der * Betriebskontrolle und in der * Lieferung von Unterlagen für betriebliche Entscheidungen.
  • Welche Vergleichsmöglichkeiten für Betriebskennziffen kennen Sie? * Zeitvergleich: Die ermittelten Kennzahlen werden mit Kennzahlen von Vorperioden (des Vormonats, des Vorjahres, usw.) verglichen. * Betriebsvergleich: Die ermittelten Kennzahlen werden mit Kennzahlen von Betrieben der gleichen Branche (und ungefähr der gleichen Betriebsgröße) oder mit Branchendurchschnittskennzahlen verglichen. * Soll-Ist-Vergleich: Die ermittelten Ist-Kennzahlen (tatsächlichen Kennzahlen) werden mit Soll-Kennzahlen (geplanten Kennzahlen verglichen.
  • Nennen Sie die Grundlagen, aus denen aussagekräftige Kennziffern ermittelt werden können! Grundlage zur Ermittlung von Kennzifffern sind u. a. die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Kostenrechnung, betriebsstatische Unterlagen.
  • Welche Informationen können durch die Kennziffern der Bilanz gewonnen werden? Nennen Sie Beispiele und Berechnungsformeln für einige Bilanzziffern! Bilanzkennziffern liefern u. a. Informationen über A: die Vermögens- und Kapitalstruktur, B: Beziehungen zwischen Vermögen und Kapital. Beispiele für Bilanzkennziffernsind : A: Verschuldungsgrad = Framdkapitalx100/Eigenkapital, Anspannungskoeffizient = Fremdkapitalx100/Gesamtkapital, Anlagenintensität = Anlagevermögenx100/Gesamtkapital, Liquidität (1.Grades) = Zahlungsmittelx100/kurzfristige Verbindlichkeiten. Die Liquidität gibt Auskunft über die Zahlungsfähigkeit.
  • Welche Aussagekraft besitzen Kennziffern, die aus der Gewinn- und Verlustrechnung gebildet werden? Nennen Sie einige Beispiele und die Berechnungsformeln solcher Kennziffern! Die Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung geben Auskunft über: die Aufwandsstruktur = Aufwandsartx100 (z. B. Löhne)/Gesamtaufwand, die Ertragsstruktur = Ertragsartx100 (z. B. Handelswarenerlöse)/ Gesamterträge, den buchmäßigen Erfolg, z. B. Erfolgskoeffizient = Gewinn/Erträge, betriebliche Teilbereiche, wie z. B. das Personalwesen. Anteil des Personalaufwandes am Umsatz = Personalaufwandx100/Umsatz
  • Beschreiben Sie die Aussagekraft und die Berechnung des Cashflow! Der Cashflow ( Kassenzufluss) ist eine Kennziffer, die zeigt, in welchem Ausmaß sich ein Unternehmen aus eigener Kraft finanziert.  " Praktiker- Formel" : Bilanzgewinn (-verlust) + Abschreibungen +/- Veränderungen der Rücklagen und langfristigen Rückstellungen = Cashflow
  • Nennen Sie Kennzahlen aus der Kostenrechnung! Wirtschaftlichkeit = Leistung/Kosten, Produktivität = Leistung (Menge in Stk, kg, m) / Einsatz (Materialmenge, Arbeitszeit…)
  • Nennen Sie Kennzahlen und deren Berechnungsformeln, die aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gebildet werden! Aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden u. a. folgende Kennziffern gebildet: Eigenkapitalrentabilität = Gewinnx100/Eigenkapital, Gesamtkapitalrentabilität = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) x 100 / Gesamtkapital, Umsatzrentabilität = Gewinn x 100 / Umsatz
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