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Modul 1 - 03402 Wissenschaftliches Arbeiten (Subject) / Kapitel 7 - Wissenschaftliches Schreiben (Lesson)

Psychologisches Modell des Schreibens, Standards und Richtlinien, Stilfragen, Schreibblockaden

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  • Schreiben (Tätigkeit) Tätigkeit, die über das Verhalten hinaus sowohl kognitive als auch emotionale Anteile besitzt Vier Komponenten: Zielsetzung, Verhalten, Emotion, Kognition
  • Rahmenbedingungen des Schreibens Zeitlich Sozial Physikalisch
  • Zielsetzung beim Schreiben Zieldefinition, entweder extern (Bachelorarbeit) oder intern  (Lernplan) Zielübernahme - definiertes Ziel wird als persönliches Ziel akzeptiert Zielhierarchie: Zerlegen in untergeordnete, leichter zu erreichende Ziele
  • Kognition Def.: Denken als bewusste Aufnahme von Informationen und deren Verarbeitung Weites Verständnis: Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Planen, Orientierung, Wille, Überzeugungen einer Person
  • Aufmerksamkeit Fähigkeit, einzelne kognitive Leistungen zu erbringen, z.B. Konzentration Konzentration: Auseinandersetzung mit einem Gegenstand unter Vernachlässigung irrelevanter Informationen Begrenzte Ressource
  • Emotionen Anstrebung positiver Emotionen, Vermeiden negativer Emotionen Ängste durch falsche Vorbilder vermeiden
  • Themensuche Ideen-Buch (1. Datum, 2. Inhalt in mehreren Worten ausgeführt, 3. Quellen) Literatur-Recherche Fallstudien Introspektion Sprichwörter / Alltagsweisheiten Übertragungen / Analogien Konfliktbehaftete Theorien
  • Vorbereitung des Schreibprozesses Zeiträume verschaffen Arbeitsplatz einrichten PC-Einstellungen (Ordner, Citavi, Datensicherung) Freunde/Familie vorbereiten Zeitplan erstellen
  • Zeitplan 15%: Literaturzusammenstellung 20%: Verarbeitung 40%: Schreiben 10%: Überarbeitung (Rechtschr., Grammatik, Stilistik) 15%: Nebenarbeiten
  • Gliederung So früh wie möglich Titelblatt 1. Einleitung 2. Theorie und Forschungsstand (Theoretischer/empirischer Hintergrund, Fragestellung und Hypothesen) 3. Methode (Untersuchungsdesign, Instrumente und Messgeräte, Stichprobenbeschreibung, Durchführung, Datenanalyse) 4. Ergebnisse und weitere Befunde 5. Diskussion 6. Literatur Anhang
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  • Titelblatt kurzer, prägnanter Titel - 6-12 Wörter Nennung des Verfassers und der Institution Matrikelnummer und Gutachter
  • Inhaltsverzeichnis Gliederung bis auf die 3. Ebene Linksbündige Verzeichniseinträge und rechtsbündige Seitenangaben
  • Zusammenfassung knapper Überblick über die Arbeit wichtige Theorien, Referenzen etc., Fragestellung, Hypothesen, Stichprobe und Methode, Ergebnisse und Schlussfolgerungen bis zu 120 Wörtern Kriterien: Vollständigkeit, Genauigkeit, Objektivität, Kürze, Verständlichkeit
  • Einleitung Relevanz des Themas Formulierung von Fragen, aktuelle Ereigniss o.Ä. als Einstieg Wecken der Neugier des Lesers
  • Theoretischer Teil Erläuterung in welchen Punkten eine Theorie sich auf die eigene Untersuchung anwenden lässt Aktueller Forschungsstand an Hand von Untersuchungen Explizierung der Fragestellung Formulierung von Hypothesen
  • Methodenteil Bennenung der Forschungsstrategie und des Untersuchungsdesigns Erläuterung der Stichprobenkonstruktion (Darstellung der Stichprobe und konkrete Stichprobengewinnung) Benennung der verwendeten Instrumente und Datenanalyseverfahren
  • Ergebnisteil Ergebnisse der Überprüfung der Voraussetzungen der Testpersonen, Instrumente und statistische Verfahren Angabe der hypothesentestenden Berechnungen: t-Test, F-Test, oder χ2-Test-Wert, Anzahl der zu Grunde liegenden Versuchspersonen, Freiheitsgrade, etc. Zu numerischen Ergebnissen die jeweiligen Interpretationen Publication Manual (APA 2009)
  • Diskussion Bewertung der Ergebnisse Kritische Auseinandersetzung mit der empirischen Arbeit (methodische Stärken und Schwächen, Auswirkungen auf die versch. Validitätsformen)
  • Literaturverzeichnis / Anhang LV nach allgemeinen Standards Im Anhang Materialien, die zu detailliert oder umfangreich für den Hauptteil sind (z.B. Fragebögen, Rohdaten)
  • Standards & Richtlinien Deutsche  Gesellschaft  für  Psychologie  (Hrsg.).  (2007).  Richtlinien  zur  Manuskriptgestaltung. Göttingen: Hogrefe American Psychological Association. (2009). Publication manual of the American Psychological Association. Washington, DC: Author
  • Standards & Richtlinien Allgemein weißes Papier, Laserstrahldrucker Schriftarten: Times New Roman oder Courier in 12-Punkt Seitenrand: min. 2,6 cm Doppelter Zeilenabstand (bei studentischen Arbeiten 1,5) Text linksbündig formatiert und jede erste Zeile eines neuen Absatzes nach rechts eingerückt (bei studentischen Arbeiten Blocksatz)
  • Die Benutzung von Text Fließtext, Stichwörter nur in Ausnahmefällen Kursivschrift: Buchtitel, Periodika, Mikrofilmveröffentlichungen, erstmalige Nennung von Fachbegriffen, statistische Symbole oder mathematische Variablen Abkürzungen: Einführung durch in Rundklammern gesetzte Abkürzung nach Nennung des Fachwortes, z.B: Intelligenzquotien (IQ) Anführungszeichen, doppelte: wörtliche Zitate unter 40 Wörtern, Testitems, Titeln von Buchkapiteln Klammern: Quellenangaben im Text, Aufzählungen im Text, mathematische Formelausdrücke
  • Darstellung von Zahlen Zahlen ab 10 durch Ziffern Dezimalabtrennung durch Punkt, z.B. 1.5 Tausendertrennzeichen durch Leerzeichen, z.B. 19 241 Zahlen zwischen -1 bis 1 durch 0 mit Punkt, z.B. 0.25 (Ausnahme Korrelationen wie r= .24)
  • Darstellung von Symbolen und Formeln Statistische Symbole werden nicht abgekürzt, zur Platzersparnis in Klammern abgekürzt Lateinische Buchstaben kursiv formatiert, griechische Zeichen nicht-kursiv gesetzt Formeln in neuer Zeile, durch Zahlenangaben in Klammern nummeriert
  • Überschriften Ebene 0: GROSSBUCHSTABEN UND ZENTRIERT Ebene 1: Groß- und Kleinbuchstaben zentriert Ebene 2: Groß- und Kleinbuchstaben zentriert, kursiv Ebene 3: Groß- und Kleinbuchstaben linksbündig, kursiv Ebene 4: Groß- und Kleinbuchstaben linksbündig, kursiv, eingerückt, mit einem Punkt am Ende.
  • Anwendung Ebenen Eine Ebene: 1. Ebene Zwei Ebenen: 1. und 3. Ebene Drei Ebenen: 1., 3., und 4. Ebene Vier Ebenen: 1.-4. Ebene Fünf Ebenen: 0.-4. Ebene
  • Quellenangaben im Text Name und Jahr der Veröffentlichung: (a) Quellenangabe komplett im Text eingebunden, (b) Name im Text, Jahr in Klammern, (c) Name und Jahr in Klammern Mehrere Autoren: Alle nennen, letzter getrennt durch "und" oder (falls in Klammern) durch "&" Bei drei und mehr Autoren nur der erste und dann "et al." Ab der zweiten Nennung innerhalb eines Absatzes Verzicht auf Jahreszahl
  • Literaturverzeichnis NUR Quellenangaben Bei mehreren Werken eines Autors: Erst die älteren, dann die neueren keine Abkürzungen
  • Tabellen Als Ergänzung zum Text, wesentliche Informationen der Tabelle müssen daher auch im Text vorhanden sein APA-Style: Vermeidung von Linien, Tabellenüberschrift "Tabelle Nummer Überschrift" (kursiv und ohne Punkt) Bemerkungen und Erläuterungen unter die Tabelle
  • Abbildungen Alles was weder Text noch Tabelle ist Einfaches Layout (2-D Diagramme statt 3-D) Bezeichnung als "Abbildung Nummer" Überschrift und Erläuterung UNTER der Abbildung
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  • Zitate „Die genaue Quellenangabe eines wörtlichen Zitates steht unmittel-bar nach den das Zitat abschließenden Anführungszeichen“ (DGPs, 2007, S. 81). Bei Zitaten bis 40 Wörtern Platzierung im Text Über 40 Wörtern Blockzitat Auslassung: (...) Auslassung eines oder mehrerer Sätze: (....) Einfügungen in [eckigen] Klammern [Hervorhebung v. Verf]
  • Ausdrucksformen, die vermieden werden sollten Substantive in größerer Zahl Pronomen Passiv für Verben 3. Person (statt "die versuchsleiter instruierten": "ich instruierte") Redundanzen - Streichen von Textteilen, z.B. Adjektiven und Adverbien, die keinen Inhalt transportieren Metaphern und Vergleiche - besser: Beispiele große Satzlänge
  • Techniken zum Lösen von Schreibblockaden Schreiben über Schreibprobleme Assoziationen Clustering Free Writing Schreibgruppen Journal führen
  • Assoziationstechniken Assoziationskette: von einem Wort aus wird eine Assoziation notiert, von diesem ausgehend eine nächste usw. Assoziationsdelta: Ein Startwort, dazu mehrere Assoziationen Üben gedanklicher Flexibilität
  • Clustering von Rico (1984) entwickelte Strategie zur Vermeidung von Schreibblockaden ähnlich eines Mindmaps, in der die Assoziationen geordnet werden ausgehend von einem in der Mitte des Blattes angesiedelten keyword
  • Journal = Mischung zwischen Tagebuch und Notizbuch -  Beobachtungen -  Fragen -  Definitionen -  Unklarheiten -  Spekulationen -  Zusammenhänge -  Lesekommentare -  Auseinandersetzungen mit Professoren und Kommilitonen -  Gespräche -  Biographische Inhalte
  • "Typen" von Kritikern Laie: weisen auf fehlende Klarheit hin Schriftsteller: stilistische Verbesserung Dozenten: Literaturempfehlungen Kommilitonen: Diskussion von Problemen