10
Päda (Subject) / 10. Schulleistungsstudien (Lesson)
Schulleistungsstudien
This lesson was created by pinkpunkpanther.
This lesson is not released for learning.
- Was versteht man unter Schulleistungsstudien? - Gehen der Frage nach, wie (erfolgreich) Schülerinnen in D lernen - international vergleichend, bsp. PISA
- Welche möglichen Probleme können bei Schulleistungsstudien auftreten? Politik: Unterschiedliche Lehrpläne in den Staaten Unterschiedlich repräsentative Stichproben in den Staaten (in Bezug auf Schülern, Bundesländern, Schulformen oder Schulen) Einfluss der Politik auf die Veröffentlichung der Ergebnisse Sprache: Verzerrende Übersetzung der Tests in Landessprachen Kulturell sensitive Testaufgaben Schule: Teaching to the Test Testleitereffekte Schüler: Altersunterschiede in nationalen Schullaufbahnen (Einschulungsalter, Sitzenbleiber etc.) Dauer der Schulzeit (schlechte Schüler könnten Schule zum schon verlassen haben Konfundierung von Schulleistung mit Schulform, sozialer Schicht, Intelligenz, Motivation, Testangst usw. Erklärung: Wie soll ein 3-Stunden langer Test den Erfolg von 9 Jahren Schule vollständig erfassen? Fehlendes Wissen über die Ursachen hoher oder niedriger Schulleistung bestimmter Staaten Unklare prädiktive Validität der Schulleistung für ein gelingendes Leben (soziale Kompetenz etc.) Methodik: Mögliche Bedeutungslosigkeit der Werte (Ist 484 viel oder wenig?) Messungen sind nicht unabhängig voneinander (Voraussetzungen wichtiger statistischer Tests) „Vom Wiegen wird das Schwein nicht fetter.“
- Beschreibe die Untersuchungsmethoden der PISA Studie - 65 Staaten - 3 Themenbereiche: Mathematikleistung, Leseleistung, Scienceleistung, wobei alle 3 Jahre jeweils 1 vertiefend getetestet wird - zusätzlich weitere Fähigkeiten, z.B. Diskussionen in Kleingruppen, die als relevante korrelative Faktoren erfasst werden: Problemsolvingskills Schülerfragebogen zur Schul-und Unterrichtswahrnehmung, Lernstrategien, Motivation, Emotion, Anstrengung (0.5 h, Kurzskalen) Schulleiterfragebogen (Elternfragebogen, Lehrerfragebogen)
- Was testet PISA? PISA testet nicht Lehrplaninhalte einer bestimmten Jahrgangsstufe, sondern versucht, die alltagsrelevante Grundbildung am Ende der Pflichtschulzeit (15.J.) zu fassen alltagsrelevante Grundbildung wird als Literacy definiert und damit wird versucht, die mangelnde Validität der Lehrpläne auszugleichen Unabhängig von Nationalität und Lehrplan wichtig: •Handyverträge und eigenes Budget vergleichen •Wahlergebnisse in Form von Tortendiagrammen verstehen •Busfahrplan lesen „Reading-Literacy is defined as understanding, using, reflecting on and engaging with written texts, in order to achieve one’s goals, to develop one’s knowledge and potential, and to participate in society.” -->auffällig: allgemein gehalten, aber auffällig hier die breite Anwendung, denn normalerweise ist Verstehen als Ziel
- Was testet PISA? PISA testet nicht Lehrplaninhalte einer bestimmten Jahrgangsstufe, sondern versucht, die alltagsrelevante Grundbildung am Ende der Pflichtschulzeit (15.J.) zu fassen alltagsrelevante Grundbildung wird als Literacy definiert und damit wird versucht, die mangelnde Validität der Lehrpläne auszugleichen Unabhängig von Nationalität und Lehrplan wichtig: •Handyverträge und eigenes Budget vergleichen •Wahlergebnisse in Form von Tortendiagrammen verstehen •Busfahrplan lesen „Reading-Literacy is defined as understanding, using, reflecting on and engaging with written texts, in order to achieve one’s goals, to develop one’s knowledge and potential, and to participate in society.” -->auffällig: allgemein gehalten, aber auffällig hier die breite Anwendung, denn normalerweise ist Verstehen als Ziel
- Wie sieht ein Aufgabenraster fürs Lesen in der PISA Studie aus? Wissensbereiche •Kontinuierliche Texte (Erzählung, Diskussion) •Nichtkontinuierliche Texte (Listen, Webseiten, Formulare) Kompetenzen •Informationen ermitteln •Textbezogenes Interpretieren •Reflektieren und Bewerten Kontext •Privat (persönlicher Brief) •Öffentlich (amtliche Dokumente) •Beruflich (Berichte) •Bildungsbezogen (Schulbücher)
- Wie sah das Design und die Übersetzung der PISA Studie aus? Es wurde im Multimatrix Design getestet und es gab 4 Aufgabenblöcke, wobei einer davon als Ankerblock galt und von den 3 weiteren möglichen jeweils 1 im booklet enthalten war. So haben Testpersonen nur 2 Aufgabenblöcke bearbeitet und die Lösungsraten der nicht bearbeiten Aufgaben wurden über die Ankeritems geschätzt. -->So konnten viele Stoffgebiete getestet werden, ohne, dass einzelne Schüler zu viele Aufgaben bearbeiten mussten - Übersetzung durch 3sprachige Übersetzer, aus zb englischer und französischer Testversion wurden deutsche versionen erstellt und diese dann zusammengeführt
- Wie sah die Stichprobe der PISA Studie aus und wie wurde mit der Gewichtung der Fälle umgegangen? - 470.000 Schülerinnen / mind 5000 pro Staat, Aufallquote nur 2,5% - Fälle wurden stratifiziert, dh. zb. Verhältnis Junge und Mädchen so umgewichtet, dass es dem Verhältnis in der Population entspricht - je nach Staat wurde die Stratifizierte Gewichtung auch für weitere Faktoren wie Schulform und Bundesland durchgeführt
- Wie wird die PISA Studie- SKALA interpretiert? Tests normiert auf einen OECD-Mittelwert von 500 und einen SD von 100 66% der Schüler innerhalb der OECD erzielen 400 bis 600 Punkte Ein Schuljahr entspricht im OECD-Mittel einem Leistungszuwachs von 38 Punkten (in Science) Abstand zwischen bestem und schlechtestem Land: ca. 240 Punkte 335 -407 OberflächlichesVerständnis einfacher Texte 408 -480 Herstellen einfacher Verknüpfungen 481 -552 Integrationvon Textelementen und Schlussfolgerungen 553 -625 Detailliertes Verständnis komplexer Texte über 625 Flexible Nutzung unvertrauter, komplexer Texte
- Wie sah die Veränderung über die Zeit in D aus in der PISA Studie aus und wie hat sie die Leseleistung verändert? Bei Teilnahmebeginn 2000 erzielte D in allen 3 Fächern unterdurchschnittliche Leistungen im Bereich von 480 Punkten. In 2003 kam der Wendepunkt, wo erstmals in den Fächern Mathe und Nawi der Durchschnittswert erreicht wurde, die Deutschleistungen aber auf 490 stiegen. Sietdem steigen die Leistungen in allen 3 Fächern stetig, wobei Deutsch die geringste Zuwachsrate hat. Erstaunlich hierbei: man sagt, dass Erträge sich erst in 10 Jahren zeigen, hier sind die aber schon nach 3 Jahren zu sehen. Verbesserung der Leseleistung in D: Signifikante Verbesserung in nur 7 OECD-Staaten, darunter Deutschland Veränderung von unter OECD-Durchschnitt zu OECD-Durchschnitt Kaum Veränderungen in der Spitzengruppe Deutliche Verkleinerung der Risikogruppe Noch immer sind 18.5 % der SchülerInnen auf oder unter der untersten Kompetenzstufe (= können auch einfachsten Texten keine Informationen entnehmen) Insgesamt gibt es keine Hinweise darauf, dass es kulturelle Unterschiede gibt, denn es gibt genauso viele Staaten, die mit ihren kulturell bevorzugten Fragen bessere und schlechtere Leistungen erzielten.
Advertisement