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Steuerung und Kontrolle (Subject) / SUK (Lesson)
Abschreibung, Deckungsbeitragsrechnung, Preisuntergrenze
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- Definition Abschreibung Abschreibungen sollen die Wertminderung erfassen, die durch technischen Fortschritt, Abnutzung oder wirtschaftlicher Entwertung bei abnutzbaren Anlagegütern entstehen. Abschreibungen stellen Aufwand dar, deshalb vermindern sie den Gewinn eines UN und damit auch die gewinnabhängigen Steuern.
- Unterscheidung bestimmter Abschreibungsformen Planmäßige Abschreibung Außerplanmäßige Abschreibung
- Was plänmäßige Abschreibungen sind... Abnutzbare Anlagegüter werden planmäßig (Ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer) linear, degressiv oder auch nach Leistungseinheiten abgeschrieben AfA-Tabellen weisen die Nutzungsdauer aus.
- Was außerplanmäßige Abschreibungen sind... Sind Fälle von außergewöhnlichen Wertminderungen Bsp.: Plötzlich auftretende Schäden, wirtschaftliche Entwertung
- Was muss man beachten, wenn man eine degressive Abschreibung unternehmen will? Degressiv abschreiben kann man nur Anlagegüter die: vor dem 01. Januar 2008 oder zwischen den 01.01.2009 bis 31.12.2010 angeschafft worden sind
- Kontenklasse Abschreibung Kontenklasse 2 = Abgrenzungskonten Konto: Bilanzmäßige Abschreibung Buchungssatz: Bilanzm. Abschreibung an Anlagekonto (0) Soll = erhöht den Aufwand GuV Haben = vermindert den Buchbestand
- Was passiert bei nicht abnutzbaren Anlagegütern? z.B. Grundstücke werden nur mit ihren Anschaffungskosten in die Jahresbilanz eingetragen. Abschreibungen nur außerplanmäßig.
- Gründe für Abschreibungen das erfassen von Wertminderungen durch Abnutzung technischen Fortschritt wirtschaftl. Entwertung
- Wirkung der Abschreibung stellt Aufwand in der GuV dar mindert den Gewinn mindert die gewinnabhängigen Steuern
- lineare Abschreibung Abschreibung von beweglichen und unbeweglichen abnutzbaren Anlagegütern wird planmäßig in gleichen Beträgen pro Jahr abgeschrieben gleichbleibender Prozentsatz AfA-Betrag = Anschaffungskosten÷Nutzungsdauer AfA-Prozentsatz = 100%÷Nutzungsdauer
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- degressive Abschreibung Abschreibung bei beweglichen abnutzbaren Anlagegütern nur möglich bei Anschaffungen vor dem 01.01.2008 oder zwischen 01.01.09-31.12.10 abgeschrieben wird mit gleichbleibenden Prozentsatz vom jeweiligen Buchwert AfA-Betrag fällt von Jahr zu Jahr "degressiv" AfA-Prozentsatz; das 2,5-fache des linearen Satzes, max. 25%
- Vorteile und die daraus resultierende Folge von degressiven Abschreibungen führt in den ersten Nutzungsjahren zu höheren Abschreibungsbeträgen als die lineare, wenn Nutzungsdauer 4 Jahre oder mehr beträgt Folge: - stärkere Minderung des steuerpflichtigen Gewinns - dadurch höhere Liquidität des Unternehmens
- Abschreibungsbasis linear immer Anschaffungskosten
- Berechnung Prozentsatz linear 100%÷Nutzungsdauer
- Buchwert Ende der Nutzungsdauer linear 0,00€ (vollständige Abschreibung) oder: 1€ Erinnerungswert, falls das Anlagegut weiterhin genutzt wird
- Gewinnminderung in den Ersten Nutzungsjahreb linear geringer
- Abschreibungsbasis degressiv immer Buchwert
- Berechnung Prozentsatz degressiv linearer Prozentsatz×2,5; max. 25%
- Buchwert Ende der Nutzungsdauer degressiv Restwert; wird nie völlständig abgeschrieben
- Gewinnminderung in den ersten Nutzungsjahren höher
- Wechsel von degressiv auf linear empfohlen wenn: am Ende der Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben linearer Abschreibungsbetrag vom Zeitpunkt des Wechsels an höher als degressiv ist
- Gliederung des Rechnungswesens Aufgaben der Geschäftsbuchführung Interne und externe Adressaten Chronologische Erfassung aller Geschäftsvorfälle auf Bestands- und Erfolgskonten Erstellung des Jahresüberschusses Rechenschaftslegung un Information für das Finanzamt, Kreditgeber, Öffentlichkeit, Unternehmer und Gesellschafter Vorschriften: HGB, EStG
- Gliederung des Rechnungswesens Aufgaben Kosten- und Leistungsrechnung Interner Adressat; Keine Vorschriften, da lediglich für interne Zwecke! Erfassung sämtlicher Kosten Gegenüberstellung von Kosten und Leistungen Ermittlung von Preisuntergrenzen Kontrolle der Kostenentwicklung Ertragsverbesserung durch Kostensenkung Rechenschaftslegung für den Unternehmer
- Womit beschäftigt sich die KLR? Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) wird als internes Rechnungswesen bezeichnet, da Sie der Hoheit des UN obliegt Die KLR ermittelt den Betriegsgewinn bzw. -velust des UN. Die KLR beschäftigt sich nur mit den Aufwendungen und Eträgen, die Zusammenhang mit dem betrieblichen Leistungsprozessen haben (Kerngeschäft).
- Worin unterscheidet sich die Geschäftsbuchführung mit der KLR? In der Geschäftsbuchführung - sprich Fibu - werden alle Aufwendungen und Erträge des UN erfasst, um somit ein Gesamtgewinn bzw. verlust zu ermitteln.
- Ausgaben und Einnahmen Ausgaben: stellen Geldmittelabfluss dar Bsp.: Lohnzahlungen Banküberweisungen für LKW Einnahmen: stellen Geldmittelzufluss dar Ausgaben und Einnahmen werden in der Fibu erfasst und sind Begriffe der Geldrechnung.
- Kategorisierung der Aufwendungen in der KLR Aufwendungen mindern das EK innerhalb einer Abrechnungsperiode. Unterschieden werden: Zweckaufwendungen ( = betrieblich) Kosten Neutrale Aufwendungen ( = nicht betrieblich) Betriebsfremd Sonstige Aufwendungen Periodenfremd
- Was sind Zweckaufwendungen? Zweckaufwendungen sind betriebsbezogene Aufwendungen - sprich Kosten - und dienen zur Erfüllung des Betriebszwecks. Grundlage der KLR
- Was sind neutrale Aufwendungen? Neutrale Aufwendungen sind Unternehmensbezogene Aufwendungen und müssen von den betriebsbezogenen Aufw. abgegrenzt werden, da sie für den Betriebsablauf periodemfremd oder mit der betrieblichen Leistungserstellung nicht zu tun haben Keine Berücksichtigung für die KLR
- Was sind neutrale Aufwendungen - betriebsfremd? Haben keinen Zusammenhang mit der betriebl. Leistungserstellung Beispiel: Spende
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- Was sind neutrale Aufwendungen - sonstige Aufwendungen? Stehen zwar im Zusammenhang mit dem Betriebszweck, aber wegen ihrer außergewöhnlichen bzw. schwankenden Höhe Beeinträchtigung der Aussagefähigkeit des Betriebsergebnisses Beispiel: Verkauf LKW unter Buchwert, Unwetterschäden
- Was sind neutrale Aufwendungen - periodenfremd? sind betriebsbezogen, betrifft jedoch eine frühere Periode Beispiel: Nachzahlung
- Kategorisierung der Erträge in der KLR Erträge erhöhen das EK innerhalb einer Abrechnungsperiode, egal ob betrieblich oder nicht betrieblich! Unterschieden wird: Zweckerträge ( = betrieblich) Leistung neutrale Erträge ( = nicht betrieblich)
- Was sind Zweckerträge? Zweckerträge sind betriebsbezogene Erträge - sprich Leistungen -und dienen zur Erfüllung des Betriebszwecks. Grundlage der KLR
- Die Abgrenzungsrechnung Abgrenzung der neutralen Aufwendungen und Erträgen, da sie nicht für die Betriebsergebnisrechnung mitgenommen werden darf.
- Was ist ein Deckungsbeitrag? Ist der Beitrag, den ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Deckung der fixen Kosten leistet.
- Formel einstufige Deckungsbeitragsrechnung Markterlös (E) - variable Kosten (Kv) = Deckungsbeitrag (DB) Deckungsbeitrag - fixe Kosten (Kf) = Periodenergebnis/Erfolg d. Dienstl
- Wozu dient die Deckungsbeitragsrechnung? Ist eine Teilkostenrechnung Dient zur Beurteilung einzelner Produkte bzw. Dienstleistung Dient zu Entscheidungen des Produkts- oder Dienstleistungsprogramms - Produkte mit hohen Deckungsbeiträgen könnte man fördern (z.B. Marketing) - Produkte mit negativem DB könnte man einstellen ggf. sind diese notwendig zur Abrungung der Produktpalette
- Auswirkungen von postitivem oder negativem DB? Deckungsbeitrag> fixe Kosten = Gewinn DB < fixe Kosten = Verlust in Höhe der fixen Kosten + des nicht gedeckten variablen Kosten
- Arten der Preisuntergrenze - Kurzfristige Preisuntergrenze Anwendung und Formel dort wo die variablen Kosten noch gedeckt werden (Fixkosten werden nicht gedeckt) findet bei Anwendung bei Entscheidungen über eine Auftragsannahme KPU = variable Kosten
- Arten der Preisuntergrenze - Langfristige Preisuntergrenze Anwendung und Formel gedeckt sein muss in Höhe der Gesamtkosten d.h. der Selbstkosten solange das UN das Produkt über den Selbstkosten anbietet, bedeutet das kein Betriebsverlust LPU = variable + fixe Kosten
- Was sind Kostenträger? Bei einem Kostenträger handelt es sich um eine Leistung Es kann sich dabei um eine bestimmte Ware oder eine Dienstleistung handeln
- Berechnung mehrstufiger Deckungsbeitrag Markterlös - Variable Einzelkosten (gesamte Kontenklasse 7) = Rohgewinn - variable Gemeinkosten (z.B. Personalkosten) = DB 1 - abteilungsfixe Kosten (z.B. Anteilige Abschreibung) = DB 2 - unternehmensfixe Kosten = Betriebsergebnis
- Was kann man aus dem DB1 ableiten? Ob das Unternehmen die abteilungsfixen Kosten abdeckt
- Was kann man aus dem DB2 ableiten? Ob die unternehmensfixen Kosten abgedeckt werden
- Was ist die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung? Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung ist ein Instrument zur Beurteilung, Ob eine Abteilung aus Rentabilitätsgründen geschlossen werden soll An welchenm Punkt angesetzt werden soll, um die Abteilung rentabler zu gestalten
- Welche Möglichkeiten gibt es die verlustbringende Abteilung zu verbessern? Verbesserung durch Preiserhöhungen für Abteilungsleistungen, falls durchsetzbar Reduzierung der Variablen Einzelkosten der Abteilung Reduzierung der variablen Gemeinkosten der Abteilung Reduzierung der abteilungsfixen Kosten