Klinische Psychologie (Subject) / 4.1 Agoraphobie und Panikstörung (Lesson)
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ICD 10 Unterscheidung Agoraphobie vs. Panikstörung Genetische und kognitive Faktoren Störungstheorie von Agoraphobie Das psychophysiologische Modell Teufelskreis der Angst
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- Das Ganze wurde immer schlimmer und hat sich zugespitzt, dass ich gar nicht mehr aus dem Haus gegangen bin. Mein Hausarzt diagnostizierte niedrigen Blutdruck. Ich war in einer stark bevölkerten Einkaufstraße, als es plötzlich anfing: Innerhalb v 1. Agoraphobie 2. Panikstörung
- ICD 10 Kriterien: Agoraphobie Furcht oder Vermeidung in mindestens 2 SituationenMenschenmengen, öffentl. Plätzen, alleine Reisen, weite Entf. von zu Hause In der gefürchteten Situation mind. 2 Angstsymptome (davon mindest. 1 vegetatives Symptom)Herzrasen, Schweißausbruch, Mundtrockenheit, Tremor;Gefühl des Schwindel, der Schwäche, der BenommenheitAngst Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden, zu sterbenDespersonalisation, DesrealisationHitzewallungen/Kälteschauer Deutliche Emotionale Belastung durch Vermeidung und FurchtEinsicht, dass es übertrieben ist Symptome ausschließlich in der gefürchteten Situation/Objekt Organische psychische Störungen oder andere psych. Störungen können ausgeschlossen werden;
- ICD 10: Kriterien einer Panikstörung und Schweregrad Wiederholte Panikattacken- Situationsunspezfisch oder objektunspezifisch- Spontanes Auftreten Charakteristische Merkmale:- Einzelne Episoden intensiver Angst- abrupter Beginn- Innerhalb weniger Minuten wird Maximum an Angst erreicht, dauert einige Minuten an- mindestens 4 Angstsymptome -Herzrasen, Schweißausbruch, Mundtrockenheit, Tremor- Angst zu Sterben (Ersticken, Schlaganfall, Hirntumor, ernsthafte Erkrankung, Lähmung)Gefühl des Schwindes, der Schwäche, der Benommenheit- Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden- Hitzewallungen/Kälte- Depersonalisierung, Derealisierung Ausschluss: Vermeidung und Furcht nicht durch anderer psychischer Krankheiten (organische psych. Störungen, affektive Störungen, Wahn und Schizophrenie, Zwangstörungen) Schweregrad: - Mittel: 4 mal innerhalb 4 Wochen- Schwer: 4 Mal innerhalb 1 Woche bei einem Zeitraum von 1 Monat
- DSM-IV vs. ICD 10: Wie unterscheiden die beiden Panikstörung und Agoraphobie? (Unterschied) DSM-IV: betrachtet die Panikstörung als primäre Störung betrachtet Agoraphobie als sekundäre Störung: Panikstörung kann mit oder ohne Agoraphobie auftreten Meist zuerst Panikanfall, dann Agoraphobie Tritt Agora ohne Panikstörung auf heißt es: "Agoraphobie ohne Panikstörung in der Vorgeschichte ICD 10 betrachtet Agoraphobie und Panikstörung als eigenständigen Diagnosen Agoraphobie mit oder ohne Panikstörung Panikstörung
- Agoraphobie und Panikstörung: Ätiologie Nenne - Genetische Risiko Faktoren - Kognitive Risiko Faktoren Genetische Faktoren: - Familäre Häufungen von Panikstörungen- Mithilfe Zwillingsstudien konnte gezeigt werden, dass Agoraphobien, soziale Phobien, spezifische Phobien genetisch bedingt sind.- Bedeutsamkeit der Umweltfaktoren- Es gibt noch keine überzeugende Gen x Umwelt Interaktion
- Agoraphobien und Panikstörung genetische Faktoren: Behavioural Inhibition (Vermeidungsverhalten) Temperamentmerkmal wird genetisch weitervererbt, wie man auf neue Situationen und Personen zugeht und reagiert zurückgezogenes, schüchternes Verhalten prädisponiert für eine Entwicklung einer Angststörung Behavioural Inhibition als Risikofaktor für Angststörung
- Agoraphobien und Panikstörungen kognitive Faktoren: Angstsensivität Studienergebnisse Angstsensivität: Trait-Merkmal zur Erklärung von Angststörungen Die Überzeugung, dass Angst und die Angstsymptome zu einer schädigenden körperlichen, psych, sozialen Konsequenz führt, die über das Unbehagen einer Panikattacke hinausgeht Studienergebnisse "Angstsensivität" signfi Prädi für Panikanfälle, aber nicht für Major Depression guter Indikator für Angststörungen bei Kindern (8Jahre)
- Agoraphobien und Panikstörunge:Informationsverarbeitung ("cognitive bias") Nenne die 3 Arten Information bias: Neigung angstrelevante Reize als bedrohlich zu interpretieren Attention bias: Neigung, die Aufmerksamkeit selektiv auf bedrohliche Reize zu lenken Memory bias: Neigung, sich nur an bedrohliche Reize besser zu erinnern.
- Agoraphobie und Panikstörungen: - Elterliche Modelle - Krankheitserfahrungen in jungen Kinderjahren - Trennungsangsthypothese -Vorhersagbarkeit von agoraphobische und depressive Symptome Elterliche Modelle Kinder von Panikpatienten beobachten Panikanfälle und erfahren, dass körperliche Symptome lebensbedrohlich sind übernehmen den Beurteilungsstil (kognitives Schema), ohne jemals eine Panikattacke gehabt zu haben Krankheitserfahrungen: Kinder erlebten schwere Krankheiten und lernen, dass diese lebensbedrohlich sind Studie Atemwegserkrankung während Kindheit:Junge Erwachsene mit Kindheitserfahrungen entwickelten signifikant häufiger eine Panikstörung Trennungshypothese: Kinder mit frühen Trennungs-, Verlusterfahrungen nicht empirisch belegt, uneindeutige Lage Vorhersagbarkeit von Agoraphobien und Depression Die Schwere der ersten Panikattacke sagt agoraphobische und depressive Symptome voher
- Wie kann eine eine Agoraphobie entstehen? 2 Faktoren Theorie (Mowrer) KK: ein vorher neutraler Reiz (Schwindel), wird mit einem zentralen, motivationalen Angstzustand assoziert OP: Durch das Vermeidungsverhalten vor dem angstauslösenden Reiz wird die Vermeidung und die Furcht vor den angstauslösenden Reizen verstärkt Prepairedness-Annahme es leichter bestimmte Reiz Reaktionsschematas zu erlernen, da diese biologisch vorbereitet sind Mangelnde Äquipotentialität: Nicht alle Reize tauchen mit gleicher Wahrscheinlichkeit als phobische Objekte/Situationen auf Bsp. Kind, Schlange, Autotür
- ggg jj
- Erkläre das psychophysiologische Modell der Panikstörung Grundannahme: Während eines Panikanfalls findet ein Aufschaukelprozess (Teufelkreis der Angst) zwischen körperlichen und psychologischen Veränderungen statt Ablauf des Aufschaukelprozesses: interner/externer Reiz (Stressor) Körperliche oder psych Veränderungen Wahrnehmung der Veränderung Assoziation der Veränderung mit Gefahr Angst/Panik Moderierende Faktoren:individuelle PrädispositionSituation
- Zeichne den Teufelskreis der Angst auf Interner/Externer Reiz Wahrnehmung der Veränderung Gedanken (Gefahr) Angst physiologische Veränderungen stärker Körperliches Empfinden
