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Parasitologie (Subject) / Fragen (Lesson)

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  • Mit welchen Methoden kann man Dirofilaria-Larven (sogenannte Mikrofilarien) im Blut voneinander unterscheiden? KNOTT-Test: genaue, Computer-gestütze Längenmessung der fixierten Mikrofilarien histochemische Untersuchung aus der Verteilung der sauren Phosphatase im Larvenkörper → D. immitis: Exkretionsporus und Analporus; D. repens: Analporus und z.T. auch Innenkörper Differenzierung mit molekularbiologischen Techniken Länge: D. immitis →  Ø302 D. repens →  Ø369 Vorderende/ Hinterende: D. immitis → konisch/ gerade D. repens → stumpf/ hakenförmig  
  • Mit welchen Methoden erkennt man Sarkoptes? von Oben rund Hinterbeine überragen den Körper nicht lange, unsegmentierte Haftstiele (Prätarsus) mit kleiner Haftglocke dreieckige Schuppen auf der Dorsalfläche
  • Wie entsteht eine Antihelmintika-resistente Nematodenpopulation? Wodurch wird diese Entwicklung verzögert? gefördert durch: Unterdosierung Langzeitapplikation Anwendung bei hoher Wurmbörde Anwendung ohne Konzept verringert/ verzögert druch: korrekte Dosierung (anhand des schwersten Tieres in der Herde) frühzeitige, strategische Behandlung zusätzlicher Abtötung exogener Stadien Schaffung von Reservoirs empfänglicher Wurmpopulationen Erfolgskontrolle Refugien → keine Selektion resistenter Populationen
  • Nennen Sie drei Zoonose-Erreger, die durch den Kot von Hunden oder Katzen auf den Menschen übetragen werden (Bitte Hund, Katze oder beides mit angeben) Toxocara canis →Hund Toxocara cati → Katze Echinoccocus granulosus → Hund Toxoplasma gondii → Katze
  • Wodurch sichern sich Geohelminthen ihr Überleben in der Umwelt? mehrschichtige oder dicke Schale bei Eiern Infektionslarve bleibt im Ei → hohe Resistenzen gegen Umwelteinflüsse, Chemikalien bescheidete Larven, z.B.: Gr. Lungenwürmer L2 1 Scheide, L3 2 Scheiden bewegen sich weg vom Kot, um wieder durch Wirt aufgenommen zu werden (Transportvehikel: Stiefel, Pilze, Vögel, Überschwemmungen)
  • Wie unterscheiden sich die (Gewebe-) Zysten von Sarcocystis von denen von Toxoplasma? Toxoplasma/ Neospora: ungekammerte Mikrozysten (100 μm) dünne Wand (Neospora etw. dicker) ohne Fortsätze Cystozoiten ca. 7μm; sichelförmig voneinander nur immunhistochem./ molekularbiolog. Methoden zu unterscheiden Sarcocystis: gekammerte Mikro- und Makrozysten (100-2000 μm) deutliche Wand mit Fortsätzen Cystozoiten ca. 15μm; bananenförmig Artdifferenzierung anhand der Fortsätze
  • Nennen Sie drei Nematoden, die eine Körperwanderung vollziehen, Ihren Hauptwirt und den Ansiedlungsort der Adulten. 1. Großer Lungenwurm: Bsp.:Dictyocaulus viviparus Rind Lunge 2. Spulwurm: Bsp.: Ascaris suum Schwein Lumen des Jejunums 3. Große Strongyliden: Bsp.: Strongylus Vulgaris Pferd Darmlumen
  • Was sind Reservoirwirte? Wie wirkt sich das Vorhandensein von Ihnen auf die Bekämpfung von Parasiten aus? Nennen Sie 3 Beispiele. Wirte, in denen sich der Parasit lange aufhalten kann. Schlecht für die Bekämpfung, da Parasiten lange überleben. Wenn der Endwirt behandelt wurde kann er sich erneut anstecken. Der Zyklus wird nicht unterbrochen. Leishmannia → Hund Babesia → Zecke Trichinen → Fuchs
  • Erklären sie den Begriff Endwirt mit drei Beispielen. Im Endwirt erlangt der Parasit seine geschlechtsfeire Form und vermehrt sich (findet die geschlechtliche Differenzierung und Erzeugung von Fortpflanzungsprodukten statt). Dirofilaria immitis → Hund, Kaninchen, Wildcarnivoren Echinoccocus granulosus → Hund Echinoccocus multicularis → Fuchs Neospora caninum → Hund Toxoplasma gondii → Katzenartige Paramphistomum spp. → Wiederkäuer Babesia spp. und Theileria spp. → Zecken
  • Erklären Sie den Bgriff Fehlwirt mit 3 Beispielen für den Menschen als Fehlwirt mit Infektionsweg und befallenem Organ. Wirt in dem die parasitäre Entwicklung nicht abgeschlossen werden kann. Normalerweise stirbt der Parasit im Fehlwirt ab. Oft mit abbaranter (falsch verlaufender) Wanderung und Besiedlung (falsche Organlokalisation) Trichobilharzia: über die Haut im Wasser → Haut Ancylostoma caninum: perkutan → Haut (Larva migrans) Dirofilaria immitis: inokulativ → Auge Toxocara canis: oral → Auge/ innere Organe (Lunge, Leber) Echinoccocus multicularis: oral- kontaminativ → Leber
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  • Stapelwirt mit Beispielen Im Stapelwirt hält sich der Parasit auf ohne sich zu Vermehren. Oft Mehrfachinfektionen und dadurch Anhäufungen des Parasiten. Regenwurm → Heterakis Maus → Isospora Maus → Toxocara Pferd für Sarcocystis neurona
  • Welche Arthropoden saugen nur als adulte Weibchen Blut? Mücken, die Weibchen brauchen Blut für die Eiproduktion (z.B.: Aedes)
  • Wie unterscheidet man Piroplasmen voneinander? Form: große Babesien → Doppelformen, meist Birnenförmig; kleien Babesien + Theilerien → Doppel- oder Vierfachteilung, rund, Siegelring- oder Malteserkreuzförmig Lage in den Erys: Gr.B.→ zentral; kl.B. + T. peripher Länge: Gr.B. → > 3μ; kl.B.+T. → < 3μ Teilungswinkel: Gr.B.: spitz; kl.B.+T. → stumpf
  • Welche Merkmale werden zur Unterscheidung der Stadien im Kot (Eier, Oozysten,...) herangezogen? Helmintheneier: Größe, Gestalt, Farbe, Schale, Inhalt Kokzidien Oozysten: Anzahl der Sporozysten und Sporozoiten → Eimeria: 4 Sporozysten mit je 2 Sporozoiten → Isospora: 2 Sporozysten mit je 4 Sporozoiten
  • Warum ist es ungünstig eine Parasitenform erst in der Patenz zu behandeln? Patenz: Zeit in der der Parasit sich vermehrt und der Wirt die Nachkommensstadien ausscheidet und infektiös ist. Ungünstig erst dann zu behandeln, da alle Nachkommensstadien auch behandelt werden müssen, um die Wiederansteckung zu vermeiden und den Parasiten zu eliminieren (örtlich)
  • Nennen Sie drei Zoonoseerreger, die bei der Untersuchung von Schlachttieren erfasst werden können. Taenia saginata → Rinderfinnenbandwurm Taenia solium → Schweinefinnenbandwurm Trichinella spiralis (Ecchinoccocus granulosus)
  • Welche Schadwirkung können durch Parasiten allgemein entstehen? Nennen Sie je ein Beispiel. Juckreiz → Raubmilbe (Cheyletiella), Haarling, Federling, Laus, Floh,... Durchfall → Giardien, Cryptosporidien Zerstörung von Gewebe → mech. Zerstörung durch Mundwerkzeuge von Helminthen (Hakenwurm, Spulwurm, Lungenwurm) oder Athropoden (Zecken) Verlegung des Darms → Massenbefall mit Spulwürmern Entzug und Verlust von Blut → Haemonchus, Hakenwurm, Zecken, Flöhe oder bei der Schädigung der Gallengänge (Fasciola) oder des Darms (Eimeria) Leistungsminderung → Trichostrongylus (Milchkuh), Trichomonas gallinae (Taube) Respiratorische Symptome → Gr. Lungenwurm-Dictyocaulus viviparus, Pararscaris equorum (bei Lungenwanderung) ZNS-Symptome → ZW T.multiceps (ov) "Drehkrankheit",Meerschweinchen bei Haarlingen Fruchtbarkeitsstörungen →Tritrichomonas foetus (bo)
  • Was ist Hypobiose? In welchem Stadium findet Sie statt? Welche Nematoden sind dazu fähig? Was löst eine Hypobiose aus? Welche Auswirkungen kann Hypobiose auf die Wirkung von Antihelmintika haben? Def.: Ruhepause, in der die definitive Entwicklung der Nematoden sistiert ("arrested development") Induktion durch: exogene Einflüsse: Wetter → Ostertagia, Dictyocaulus Behandlung endogene Einflüsse: Überbevölkerung → Cyathostominae Parasitenstamm → Dictyocaulus Immunität des Wirtes → Ancylostoma weitere Nematoden die zur Hypobiose fähig sind: Strongyloides → L3 bis Laktation statt findet (laktogen) kleine Strongyliden → L3 in Darmwand Trichostrongyliden → L3 oder L4 Ancylostomatidae (Hakenwurm) → L3 bis Laktation (laktogen) Dictyocaulus → 
  • Was ist Hypobiose? In welchem Stadium findet Sie statt? Welche Nematoden sind dazu fähig? Was löst eine Hypobiose aus? Welche Auswirkungen kann Hypobiose auf die Wirkung von Antihelmintika haben? Def.: Ruhepause, in der die definitive Entwicklung der Nematoden sistiert ("arrested development") Induktion durch: exogene Einflüsse: Wetter → Ostertagia, Dictyocaulus Behandlung endogene Einflüsse: Überbevölkerung → Cyathostominae Parasitenstamm → Dictyocaulus Immunität des Wirtes → Ancylostoma weitere Nematoden die zur Hypobiose fähig sind: Strongyloides → L3 bis Laktation statt findet (laktogen) kleine Strongyliden → L3 in Darmwand Trichostrongyliden → L3 oder L4 Ancylostomatidae (Hakenwurm) → L3 bis Laktation (laktogen) Dictyocaulus → Auswirkungen:
  • Wie können sich Parasiten gegen die Wirtsangriffe wehren? Nennen Sie je ein Beispiel. 1. Ansiedlung in wenig immunreaktiven oder schlecht zugänglichen Geweben → ZNS, Bsp.: (Encephalitozoonose cuniculi) Coenurus cerebralis (=Finne im Kopfbereich) bei Taenia multiceps 2. intrazelluläre Lage: hemmen Apoptose → T.cruzi, Eimeria bovis, T.gondii; Plasmodium, Piroplasmen → Erys Trypanosoma cruzi, Theileria sp. → Auswanderung uns Zytoplasma Encystierung (=Bildung einer Zyste) bei Toxoplasma, Neospora, Sarcocystis, Trichinella, Echinoccocus 3. Störung von Effektormechanismen: Antigenvarianz → Trypanosoma, Giardia, Plasmodium falciparum, Babesien Abstossung von Immunkomplexen ("Antigen shedding" = Parasit hat Oberflächenproteine, die sich nach AK-Bindung abstreifen) → Fasciola hepatica, Toxocara canis 4. Immunmodulation: Freisetzung immunmodulierender Komponenten (Hemmung der AG-Präsentation oder der Lymphozytenproliferation) → zahlreiche Helminthen, z.B.: Schistosomen, Echinoccocen, Ascariden, Filarien
  • Wie unterscheidet man Schild- und Lederzecken? SZ: hat Schild, LZ: lederartige Oberfläche Mundwerkzeug → Schildzecke (SZ): dors. sichtbar, Lederzecke (LZ) nicht sichtbar Geschlechtsdimorphismus → SZ: deutlich, LZ: wenig SZ: jedes Stadium saugt 1x Blut, LZ: jedes Stadium suagt mehrfach Hungerperiode → SZ: 1 Jahr, LZ: Adulte 5-7 J SZ: lange Saugphase, LZ: nur kurz
  • Nennen Sie typische Merkmale der Microspora, die sie von anderen Protozoen unterschieden. primitive Protozoen ohne Geißeln, Mitochondrien, Golgi-Apparat gehören eigentlich zu den Pilzen Verbreitung durch Sporen
  • Erklären sie wie die Schaffung von Parasitenreservoirs der Bildung von Antiheminthika-Resistenzen entgegenwirken kann. klinisch gesundes (älteres) Tier, das unbehandelt bleibt und geringe Zahl von Parasitenstadien ausscheidet Parasitenstadien in der Umgebung → In beiden Fällen sind die Parasiten nicht dem Selektionsdruck einer Behandlung ausgesetzt, bleiben daher empfänglich gegen Antihelminthika und bilden einen Teil der Gesamtparasitenpopulation der durch Behandlung angreifbar ist.
  • Erklären sie warum das "Dose-and-Move" -System (also Behandlung mit anschließendem Umtrieb) bei der Entwurmung von Schafen die Resistenzbildung bei MD-Nematoden fördert. Da nach jeder Behandlung einige resistente Parasiten im Wirt verbleiben, bilden die ausgeschiedenen Nachkommen einen viel höheren Anteil der infektösen Parasitären Stadien auf der neuen Weide.
  • Was sind Entwicklungshemmer und wogegen werden sie in der Vetmed. eingesetzt? Entwicklungshemmer sind Medikamente die die Weiterentwicklung von exogenen Stadien von Parasiten verhindern. Eingesetzt werden sie gegen Fliegenlarven (Chitinsynthesehemmer) oder für die Flohbekämpfung am Tier und in der Umgebung (Tötung der Eier, Larven und Puppen)
  • Nennen sie drei typische Merkmale der Rollschwänze (Spirurina), die sie von Nematoden unterscheidet. alle vektorübertragen Hinterende der Männchen ist aufgerollt keine Hypobiose
  • Die akute Sarcoptose des Hundes ist gekennzeichnet durch... ...starken Juckreiz und papulöse Hautveränderungen.
  • Die akute Dirofilariose des Hundes ist gekennzeichnet durch... ... Herzinsuffiziens, Niereninsuffiziens und Abgeschlagenheit.
  • Die akute Toxocarose des Hundes ist gekennzeichnet durch... ...struppiges Fell, aufgetriebenen Bauch, Abmagerung.
  • Was bedeutet "Generationswechsel"? Für welche Gruppe von Einzellern ist dies typisch? Eine Form der Fortpflanzung in der die geschlechtliche (Gamogonie) und die ungeschlechtliche (Agamogonie) Fortpflanzung von Generation zu Generation abwechselnd auftreten. Bei jedem Wirtswechsel gibt es einen Generationswechsel, aber nicht jeder Generationswechsel geht mit einem Wirtswechsel einher. Apicomplexa: Kokzidien (Cryptosporidium spp., Eimeridae, Adeleida) Haematozoea (Haemosporida, Piroplasmida)
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  • Nennen Sie drei Nachweismethoden für den Befall mit Babesien. direkt → Blutausstrich PCR (Differenzierung) indirekt → serologische Tests
  • Nennen Sie drei Merkmale, die zur Differenzierung von Räudemilben herangezogen werden können. Körperform → oval oder rund letztes Beinpaar → überragt oder überragt nicht den Körper Haftstiele → gegliedert oder ungegliedert
  • Nennen Sie 2 Parasiten gegen die eine kommerzielle Vakzine erhältlich ist. Um welchen Typ von Vakzine handelt es sich? Große Lungenwürmer- Dictyocaulus viviparus (Rind) → attenuierte Lebendvakzine Eimeria (Huhn) → attenuierte Lebenvakzine Babesia canis canis (Hund) → Totvakzine aus Parasitenhomogenat
  • Nennen Sie drei charakteristische Merkmale von Flöhen sehr lange Sprungbeine seitlich abgeflachter Körper kammartige Gebilde (Differenzierung) Blutsauger Larven in der Umgebung, ernähren sich von Kot der Adulten
  • Welche Parasitosen sind besonders bekämpfungswürdig? Nennen Sie je ein Beispiel (Parasit, Wirt). Zoonosen → Ecchinoccocus granulosus (Hund), Leishmania (Hund), Trichinella ((Wild-)Schwein, Pferd) hoch pathogene Parasitosen → Fasciola hepatica (Wdk.), Taenia ovis (Schaf), Taenia multiceps (Wdk.) Parasitosen mit Bestandsproblematik → kleine Strongyliden (eq), große Strongyliden (eq), Trichostrongyliden (Wdk.), Lungenwürmer (Rd.) Anzeigepflichtige Tierseuchen → Trypanosoma equiperdum (Beschälseuche) Pferd
  • Nennen Sie drei Infektionswege von Hakenwürmern. Wie kommt der Parasit vom Infektionsort zum Ansiedlungsort der Adulten? perkutan → Körperwanderung über Blut - Lunge - Trachea - Pharynx - MaDaKanal galaktogen → über Milch (nach Hypobiose der L3) - MaDa-Kanal oral/ per os → durch Abschlucken in den MaDa-Kanal
  • Welche Entwicklungsstadien unterschiedet man bei Toxoplasma gondii und welche Bedeutung haben diese jeweils für die Infektion des ZW und EW? Oozyste (2 Sporozysten mit je 4 Sporozoiten) → Ausscheidung über Kot des EW (Katze) → Bildung einer Zyste im Gewebe des ZW Sporozoit → Tachyzoit (vertikale, diplazentare Übertragung) → Bradyzoit in Zyste (oral, phagäre Infektion des EW)
  • Nennen Sie 2 mögliche verfahren zur Inaktivierung von Anisakis-Larven heiß Räuchern Abkochen
  • Welche Formen der Demidokose (bei Demodex) gibt es? Nennen Sie die wichtigesten klinischen Merkmale. 1. lokale Form: Alopezie (milde Form) →lokalisiert, kaum Juckreiz squamöse Form → häufig, schuppendes Ekzem, Haarausfall, Erythem, Hyperkeratose, kaum Juckreiz 2. Generalisierte Form (papulöse, pustulöse Form) → derbe blutrote Knötchen in der Haut → gehen in Pusteln über, bakterielle Sek-Infektionen, Geschwürbildung, Entzündung der Haut, zunehmender Juckreiz
  • Nennen Sie mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung von Stallfliegen Klebefallen (Fliegenbänder, -schnüre) elektrische Fliegenfalle (Licht zieht Fliegen an) Biologische Bekämpfung (Schlupfwespen oder Güllefliegen)
  • Bei welchen Ektoparasiten ist eine Umgebungsbehandlung umbedingt notwendig und warum? Wie und womit wird sie durchgeführt? 1. Flöhe: Larvenstadien befinden sich in der Umgebung Larven ernähren sich vom Kot der Adulten Behandlung mit Entwicklungshemmern und/oder physikalische Reinigung (Staubsaugen,..) 2. Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) beim Nutzgeflügel, evt. Befall von Säugetieren oder Mensch möglich tagsüber im Schlupfwinkel im Stall, saugen nachts → temporär, periodisch Eiablage in Schlupfwinkel, Entwicklungsdauer 1 Woche, lange Überlebenszeit auch ohne Nahrung Adspektion der Schlupfwinkel → Reinugung, Sprühbehandlung des Stalls mit Akariziden 3. Taubenzecke (Argas reflexus) hochgradig an tauben angepasst, auf verwahrlosten Schlägen saugt nur für 20-40 Minuten Blut, zieht sich danachnin Ritzen/Spalten zurück Umgebungsbehandlung: Hygiene, Akarizide
  • Nennen Sie drei direkte Nachweisverfahren in der Koproskopie und je ein Beispiel, welche Parasiten damit nachgewiesen werden können. Flotation → z.B.:Isospora,Eimeria (außer E.leuckarti),.. Sedimanetation → Fasciola hepatica Auswanderverfahren → Lungenwürmer - z.B.: Dictyocaulus vivparus
  • Nennen Sie wichtige Maßnahmen zur Verhinderung der Übertragung von Trichinella spiralis Trichinenbeschau (Verdauungsmethode, Quetschmethode) beim Schwein Inaktivierung (frieren) des Fleisches auf -25°C für 10 Tage beim Pferd Infektkettenblockierung (kein Verfüttern von rohem Fleisch oder Schlachtabfällen an lebensmittelliefernde Tiere)   Unter „blanker Unsinn“ fallen: kein Verfüttern von Schlachtabfällen an Hunde (es sei denn, die Hunde sollen anschließend roh verzehrt werden); Kläranlagen, Händewaschen, Abwasserhygiene Trichinella HAT KEINE EXOGENEN STADIEN, DIE IN DIE UMWELT GELANGEN KÖNNEN!!!! DIE INFEKTION ERFOLGT AUSSCHLIESSL. ALIMENTÄR!!!  
  • Wie bekämpft man Zecken effektiv und nachhaltig? mechanisches Absammeln der Zecken → direkt nach Spaziergang, während die Zecke noch "sucht" (nicht sehr effektiv) Zeckengebiete meiden lange Kleidung (bedingt) Zecke entfernen (während saugen) mit Zeckenzange, -karte,...     → viele Krankheitserreger werden nicht sofort übertragen Bekämpfung mit Akariziden (versch. Applikationsformen), Bsp.: Hundehalsband, Spray, Spot-on, Shampoo, Waschlösung (eq), Aufguss (bo)
  • Nennen Sie drei typische Merkmale von Spulwürmern die sie von anderen Nematoden unterscheidet. große Würmer Eier dickschalig, Larve bleibt bis zum infektiösem Stadium L2/L3 im Ei (Geohelminthen) 3 Lippen am Vorderende Männchen haben keine Bursa Körperwanderung homoxen (gilt für die meisren Arten) wenig wirtsspezifisch → z.T.: Zoonoseerreger
  • Ordnen Sie die Oozysten der folgenden Kokzidien Arten nach ihrer Größe (die kleinste zuerst) Eimeria tenella Cryptosporidium parvum Eimeria leuckarti Neospora caninum Eimeria maxima Cryptosporidium parvum → Neospora caninum → Eimeria tenella → Eimeria maxima → Eimeria leuckarti
  • Nennen Sie die drei wichtige Protozoen die bei Nutzgeflügel. Eimeria tenella → rote Kükenruhr Histomonas meleagridis → gelber Knopf Trichomonas gallinae → Schwarzkopfkrankheit
  • Nennen sie drei wichtige Maßnahmen zur Kontrolle der durch die Umwelt verursachten Umwelterreger. Abwasserhygiene (Klärbecken, Berieselungsanlage) persönliche Hygiene (Händewaschen, Obst, Gemüse reingen) Bekämpfung der Ausschiedung durch Antiparasitika (z.B.: Toxocara) Unterbrechung der Infektionskette zur Verminderung der Ausscheidung (Schlachthygiene bei Echinoccocus)
  • Wie bekämpft man Läuse effektiv und nachhaltig? Behandlung aller empfänglichen Tiere (Läuse sind sehr wirtsspezifisch) 2x im Abstand von 10 Tagen oder Verwendung eines lang wirksamen Insektizids Umgebungsbehandlung normalerweise nicht nötig (im Gegensatz zu Floh)
  • Nennen Sie drei typische Eigenscjaften der Trichostrongyliden, die Ihre Bedeutung als Infektionserreger von Wiederkäuern untermauern. Weideinfektion rasche Vermehrung mit vielen Nachkommen direkter Entwicklung ohne Körperwanderung Reservoir: Wildwiederkäuer ältere Tiere als klinisch gesunde Ausscheider