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Chirurgie AF (Subject) / Tibiakopffraktur (Lesson)
- 1. Tibiakopffraktur - Ursache Ursache: Stauchungsmechanismen → lockerer, spongiöser Tibiaknochen kann Stauchung von Femurcondylen nicht standhalten. Einwirken von Scherkräften Meistens bestehen Begleitverletzungen des Kapsel-Band-Apparates des KG und der Menisci + evtl. Schädigung des N. Peroneus. Durch die physiologische Valgusstellung ist laterales Plateau häufiger betroffen.
- 2. Tibiakopffraktur - Einteilung Einteilung: Typ A: extraartikuläre Fraktur Typ B: laterale oder mediale Gelenkfraktur Typ C: laterale und mediale Gelenkfraktur
- 3. Tibiakopffraktur - Klinik Klinik: Schmerzen Schwellung sichtbare Deformität des KG
- 4. Tibiakopffraktur - Diagnosen Diagnosen: Röntgen CT (um Gelenkflächen und mögliche Defektzonen zu beurteilen) Nervenleitungsgeschwindigkeit zum Ausschluß von Schädigungen des N. Peroneus
- 5. Tibiakopffraktur - Therapie - konservativ Therapie: Konservativ: Wenn keine oder nur minimale Dislokation ohne Gelenkstufenbildung
- 6. Tibiakopffraktur - Therapie - operativ Therapie: Operativ: Bei allen dislozierten Tibiakopffrakturen → Wiederherstellung des Gelenkflächenniveaus Bei Spongiosadefekten → Auffüllen mit körpereigener Spongiosa (Spongiosaplastik) → Stabilisierung mit Zugschrauben evtl. Kombination mit speziellen Abstützplatten.
- 7. Tibiakopffraktur - Nachbehandlung Nachbehandlung: Konservativ: Lagerung auf Schiene für wenige Tage (bis zur knöchernen Verfestigung der Fraktur = Konsolidierung) Operativ versorgte Frakturen Typ A + B: → Frühfunktionelle Therapie unter Entlastung manchmal TB mit 20 kg Steigerung der Belastung ab 6. Woche möglich Vollbelastung nach 12 Wochen Frakturen Typ C haben deutlich längere Zeiträume Spongiosaplastik: Mechanische Beanspruchung erst, wenn frei transplantiertes Knochengewebe revaskularisiert ist = ca. nach 8 - 12 Wochen → bis dahin passive Bewegung durch PT → anschließend Motorschiene → nach 2 Wo. sollte Beweglichkeit EXT/ FLEX (0/0/90) erreicht sein
- 8. Tibiakopffraktur - Komplikationen Komplikationen: tiefe Beinvenenthrombose Kompartment-Syndrom Wundheilungsstörungen durch dünnen Weichteilmantel Knieinstabilität und Arthrosen als Spätfolge
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