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Medizinsoziologie (Subject) / Sozialisation (Lesson)
Phasen, Definition
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- Phasen einer lebenslangen Sozialisation Primäre Sozialisation: ersten 3 Jahre, Vermittlung der grundlegenden sozialen Fertigkeiten (Bedürfnisaufschub, non- verbale und verbale Kommunikation), Instanzen: Familie, Bezugsperson Sekundäre Sozialisation: 3. Jahr bis Schulbeginn, Erweiterung der Verhaltensweisen (Kulturtechniken, Kameradschaft), Instanzen: Kindergarten, Vereine Tertiäre Sozialisation: Schule und Berufsausbildung, Aneignung von Kenntnissen und sozialen Fähigkeiten (Kooperation), Übernahme und Bildung von Werten (Fleiß, Ordnung), Instanzen: Peer group, Schule Quartiäre Sozialisation: Phase der Berufstätigkeit, Entwicklung im Erwerbsleben, Anpassung an bestehende Arbeitsabläufe, ggf. Familiengründung, Instanzen: Arbeitsplatz, Parteien, Vereine Quintäre Sozialisation: Phase nach Berufstätigkeit, Anspassung an neue Lebenssituation, Unterbringung in Pflegeheim, Instanzen: Vereine, Familie, peer group, Seniorenheim, ambulante Betreuer
- Sozialisation =Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in Abhängigkeit von der Umwelt Menschen entwickeln Fähigkeiten zum sozialen Handeln (Werte,Normen) Ausstattung mit komplexen Verhaltensrepertoire (soziale Rollen) Ausstattung mit Fähigkeiten, Fertigkeiten, kulturellen Techniken, Wissen über sich selbst Ausbildung Gewissen → lebenslanger aktiver bzw. interaktiver Prozess, bei dem sich die Persönlichkeit während des gesamten Lebenslaufs in Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen weiterentwickelt wichtig dafür: Enkulturation und Erziehung
- Klassen- oder schichtenspezifische Sozialisation = Einfluss ökonomischer Rahmenbedingungen, spezifischer elterlicher Wertevorstellungen, von Bildungshintergründen, Wohnsituation und weiteren sozialökologischen Umweltbedingungen auf die primäre und sekundäre Sozialisation meisten Menschen bleiben lebenslang in ihrer Herkunftsklasse (kulturpessimistische Sichtweise) Körperhaltung und Gesten als Ausdruck des gesellschaftlichen Stellenwerts des Einzelnen zwischen den Schichten wird auf verschiedene Werte geachtet → unterschiedliche Forderungen
- Sozialisation durch Peers =Gleichrangige Gruppe, die auf Freundschaften beruht und in der die "Anderen" in der Gruppe als relevant und signifikant für das eigene Verhalten, Einstellungen und Werte erachtet werden Merkmale: gleichaltrige Mitglieder meist geschlechtshomogene Gruppen mit regem Sozialleben intensive Sozialisationswirkung Sozialwelt mit besonderen Ausprägungen von Werten, Anstandsregeln, Weltsichten, Verhaltensmustern, die gelten und weitergegeben werden Peer- Groups bleiben meistens ein Leben lang bedeutsam
- Schule als Sozialisationsinstanz = wichtige sekundäre Sozialisationsinstanz, in der Wissen und Fertigkeiten, aber auch Werte und Verhaltensstandards vermittelt werden (heimlicher Lernplan).Einführung in unpersönliche, bürokratische Organisation Problem: Erwartungsdruck der Eltern, Kinder können Erwartung oft nicht erfüllen Vorurteile: gute Schüler→ seltener, weniger harte Bestrafungen leistungsschwache→ härtere Bestrafung, eigene Leistung hat Auswirkung auf das Selbstbild Stigma: physisches, psychisches oder soziales Merkmal, das zur sozialen Abgrenzung führt, möglicherweise Generalisierungseffekt → Mehrheit wählt taktische Anpassung, um zurecht zu kommen
- Sozialisation durch Massenmedien anerkant als hoher Sozialisationsfaktor Umgang mit Medien wichtigste und am häufigsten ausgeübte Freizeitbeschäftigung vom Selbstbild/ Weltbild abhängig + stabiles Selbst-/ Weltbild des Rezipienten→ Filterung, was nicht vereinbar - Kinder/ Jugendlich ohne ausgeprägte Selbst-/ Weltbild→ kritisch, da diese nicht filtern
- Geschlechtsspezifische Sozialisation =Prozess, in dessen Verlauf sich Jungen zu "typischen Männern" und Mädchen zu "typischen Frauen" entwickeln. Geschlechtspezifische Einstellungen sollen verinnerlicht und entsprechende Verhaltensweisen aufgebaut werden
- Symbolischer Interaktionismus =Prozess, in dem Menschen sich in ihrem Verhalten absichtsvoll auf andere beziehen und in dem sie ihrerseits bewusst auf das reagieren, was andere sagen und tun,heißt soziale Interaktion. Sie weist auf die Gegenseitigkeit des Einflusses hin, sozial bedeutet auf andere Menschen gerichtet Menschen handeln Dingen gegenüber aufgrund der Bedeutung, die diese für sie besitzen Verhalten ist das Ergebnis subjektiver Wahrnehmung und Interpretation Bedeutung wird aus Interaktionen mit anderen abgeleitet und während der Sozialisation erlernt Interpretationen und Deutungen werden fortlaufend korrigiert und reinterpretiert befasst sich mit der Entstehung sozialer Ordnung
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