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Definitionen (Subject) / Definitionen (Lesson)
- Was sind Panikattacken? Ursachen und Therapie Panikattacken sind Angstzustände, die meist überfallartig auftreten und mit starken körperlichen Symptomen (Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag, Schwitzen, Zittern, Brustschmerzen, Erstickungsgefühle, Schwindel, Übelkeit, Hitzewallungen oder Entfremdungsgefühle. Damit gehen oft Befürchtungen einher, die Kontrolle zu verlieren, zu sterben oder verrückt zu werden) verbunden sind. Von einer Panikstörung spricht man, wenn sich Panikattacken ohne reale Bedrohung dauerhaft wiederholen und eine „Angst vor der Angst“ entsteht. „Platzangst“ („Agoraphobie“) ist die Angst sowohl vor engen Situationen als auch vor weiten Plätzen und großen Menschenmengen. Erkrankte meiden solche Situationen. In der Alltagssprache wird Platzangst häufig anders verstanden. Dort ist nur die Angst vor engen Räumen gemeint. Ursachen und Risikofaktoren Bei der Entstehung von Angststörungen wirken mehrere Faktoren zusammen: Genetische Faktoren: Studien mit Zwillingen weisen darauf hin, dass es Erbanlagen gibt, welche die Entwicklung einer Angststörung wahrscheinlicher machen. Der genetische Einfluss ist jedoch nicht so groß wie z. B. bei Schizophrenien. Psychische Belastungen: Rund 80 Prozent der Erkrankten hatten kurz vor dem erstmaligen Auftreten der Angststörung belastende Lebensereignisse zu bewältigen, wie z. B. der Tod oder die schwere Erkrankung nahestehender Personen, Trennung oder Geburt. Ungünstige Lernerfahrungen: Nach verhaltenstherapeutischen Theorien haben viele der betroffenen Menschen beim Aufwachsen die Erfahrung gemacht, schwierige Situationen nicht alleine meistern zu können, beispielsweise durch einen überbehütenden Erziehungsstil der Eltern. Auch die Beobachtung ängstlicher Eltern kann eine Rolle spielen. Unbewusste Konflikte: Nach psychodynamischen Theorien treten die Ängste erstmalig in einer Situation auf, welche die Patienten unbewusst an eine konflikthafte Situation aus der Kindheit erinnert. Typischerweise liegen bei Angststörungen so genannte „Abhängigkeits-/Unabhängigkeitskonflikte“ vor. Weitere Risikofaktoren: Krankheitserfahrungen (z. B. Asthma) in der Kindheit, Rauchen. Therapie Verhaltenstherapie: Der Patient lernt, sich mit den angstauslösenden Situationen zu konfrontieren. Ihm wird Mut gemacht, sich der Situation zu stellen und die Erfahrung zu machen, dass die Angst nach kurzer Zeit nachlässt, wenn er nicht mehr ausweicht. Übertriebene Befürchtungen, z. B. die Erwartung, durch eine Panikattacke zu sterben, werden überprüft. Psychodynamische Therapie: Der Patient lernt, die Konflikte zu erkennen, die den Ängsten zugrundeliegen. Er versteht, wie seine Ängste durch frühe Beziehungen geprägt sind. Der psychische Konflikt, der sowohl der Grund für seine Angst ist als auch seine aktuellen Beziehungen prägt, wird mittels der Beziehung zum Psychotherapeuten bearbeitet. Medikamentöse Therapie: Zugelassen sind vor allem Antidepressiva. Ungeeignet sind angstlösende Mittel oder Beruhigungsmittel, da hier die Gefahr sehr groß ist, von diesen Substanzen abhängig zu werden.