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Medizinsoziologie (Subject) / Gesellschaft (Lesson)

Ebenen, Rollentheorie

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  • Ebenen der Gesellschaft Mikro-Ebene= Interaktionsebene Individuum Paar Familie Gruppe Meso-Ebene= Organisationsebene Organisation Institution Makro-Ebene= Gesellschaftsebene (Gesamtkomplex)   →Abgrenzung der Ebenen rein analytisch,soziale Interaktionen auf allen Ebenen und allen gesellschaftlichen Strukturen
  • Werte Leitlinien, Vorgaben, Wünschenswertes, kulturelle und religiöse, ethische und soziale Leitbilder
  • Definition Gesellschaft umfassende Ganzheit eines dauerhaft geordneten, strukturierten Zusammenlebens von Menschen innerhalb eines bestimmten räumlichen Bereichs bildet Grundlage auf der das jeweilige staatliche Gebilde aufgebaut zur Gesellschaft gehört auch die jeweilige Wirtschaftsform zur Gesellschaft gehören alle Menschen, die in Deutschland wohnen
  • Definition Staat Staat ist die politische Herschaftsform der Gesellschaft
  • Normen Standarts des Sozialverhaltens, Verhaltensregeln, wichtigste Normen gesetzlich festgelegt Ausgesprochene oder unausgesprochene soziale Übereinkünfte, in denen die Erwartungen an das Verhalten der Mitglieder einer sozialen Gemeinschaft formuliert sind, heißen soziale Normen.
  • Rolle Die Verhaltenserwartungen, die mit der Position verbunden sind, die jemand einnimmt Bündel von Verhaltensweisen, die von der Person erwartet werden
  • Mikro-Ebene= Interaktionsebene behandelt zwischenmenschliche Beziehungen in kleinen sozialen Einheiten Untersuchung von sozialem Rollenverhalten, Sanktionen und Ritualen, auch gruppendynamischen Prozessen
  • Meso-Ebene= Organisationsebene thematisiert Institutionen und Organisationen, z.B. Krankenhaus, Pflegeheim, Kirche, Verein →Legitimation, normative Regelung und dauerhafte Strukturierung von Sinn- und Wertbezügen Vermittlungsinstanzen zwischen Individuen und Gesellschaft (hier wird Alltag konkret erlebt)
  • Makro-Ebene= Gesellschaftsebene thematisiert gesellschaftliche Großaggregate (u.a. Schichten, Bildungssystem, Gesundheitssystem) Überprüfung der zugrunde liegenden sozialen Strukturen, Ideologie und Deutungsmuster sowie auf sozialen Wandel  
  • Individuum einzelner Mensch
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  • Paar enge Beziehung von langer Dauer, gemeinsame Interessen
  • Familie (Ehe-)Paar und Kinder, mindestens 3 Personen →Kindererziehung, ohne die die Gesellschaft keine Zukunft hätte Keimzelle des Staates
  • Gruppe mindestens 3 bis ca. 30 Mitglieder direkte Kommunikation möglich gemeinsame Interessen& Aufgaben Wir- Gefühl, Gruppenbewusstsein Strukturierung Zielorientierung Aufgabenverteilung gemeinsame Verhaltensmaßstäbe (Gruppennormen)
  • Gruppenarten Primärgruppe und Sekundärgruppe Eigengruppe und Fremdgruppe Formelle und informelle Gruppe (Form der Festlegung) Mitgliedsgruppe und Bezugsgruppe (Art der Anteilnahme, Integrationswille)
  • Gruppenphasen nache Bruce W. Tuckman Forming Storming Norming Performing Adjouring
  • Forming Kennenlern- und Experimentierphase auf Interaktionsebene durch Fremdheit gekennzeichnet Kontakte verlaufen vorwiegend über einen Gruppenleiter eher formale und unpersönliche Beziehungen oft gekennzeichnet durch Verhaltensunsicherheit, aber auch Neugier und Freude
  • Storming sozusagen Konfliktphase, auch Auseinandersetzungs- und Kampfphase Vorstellungen, Erwartungen, Bedürfnisse und Werthaltungen der Gruppenmitglieder treffen aufeinander Persönlichkeitstypen: α- Typ= Anführertyp, β- Typ= Zuarbeitertyp, Ω- Typ= Buhmann, schwarzes Schaf Bildung kleiner informeller Gruppen→ Problem: Mobbing, wichtig: möglichst faire Auseinandersetzung zur Klärung verschiedener Standpunkte
  • Norming Konsolidierungsphase gekennzeichnet durch Kompromissbereitschaft und Streben nach Einigung Definition gemeinsamer Ziele und Koordination der Aktivitäten Normeneinhaltung wird von der Gruppe kontrolliert und sanktioniert Phase, in der größte Vertrautheit aufkommt, Wir- Gefühl
  • Performing sozusagen Arbeitsphase Phase der Konformität schweißt Mitglieder noch enger zusammen Festigung von Binnenstrukturen und Arbeitsabläufen
  • Adjourning Auflösungsphase Aufgaben sind abgeschlossen Gruppenbeziehungen werden wieder gelockert eventuel Trauer über Beendigung bei erfolgreichen Gruppen die Gruppe fällt auseinander
  • Gruppenstrukturen Stern- Modell: autoritärer Führungsstil, bei leistungsorientierten Gruppen Kreis- Modell: kein Leiter, alle gleichberechtigt, bei emotional- sozialen Gruppen Mikroskop- Modell: Führung laissez-faire, Zusammenhalt nur durch gemeinsame Aufgaben
  • Gruppendruck/ Groupthink Gruppennormen bewirken grundlegende Veränderungen in unseren Überzeugungen und Verhalten.Druck größer, je größer soziale Belohnung. Gruppe unterstützt Selbstwertgefühl. Möglichkeiten, entgegen zu wirken: respektvoller Umgang Toleranz mögliche Erweiterung der Gruppe offener Führungsstil, Wechsel der Positionen Ermutigung zur eigenen Meinung Advocatus diaboli
  • Organisation auf Dauer angelegt dient der Durchsetzung von Bedürfnissen vertikal (hierarchisch) und horizontal (nebeneinander angeordnet) strukturiert z.B. Partei, Betrieb, Krankenhaus →Bürokratie als Leitsystem wichtige Aspekte: Nachvollziehbarkeit von Handlungen, Transparenz, gerechtigkeit (z.B. alle Vörgänge schriftlich festgehalten)
  • Krankenhaus Strukturierung vertikal und horizontal gegliedert →horizontal: 3 Bereiche: Ärzte- Pflege- Verwaltung →vertikal: Beispiel Pflege Pflegedienstleitung (PDL) Stellvertreter PDL Abteilungsleiter PDL Stationsleitung Stellvertretung Stationsleitung Examinierte Pflegefachkraft Krankenpflegehelfer/in Krankenpflegeschüler/innen Praktikanten Zivildienstleistende Reinigungskräfte
  • Organisationsformen Einlinien- Organisation Mehrlinien- Organisation Stab- Linien- Organisation Divisional- Organisation Matrix- Organisation Team- oder Projektorganisation
  • Krankenhausstrukturen Dienstleistungsziel: Heilung und Bewältigung von Krankheit
  • Krankenhaus Handlungssysteme Diagnosestellung Isolierung Pflege Therapie Rehabilitation
  • Krankenhaus Personengruppen medzinisches und therapeutisches Personal pflegerisches Personal Verwaltungs-, Wirtschafts- und Versorgungsbereich
  • Funktionsbereiche des Krankenhauses Pflegeeinheiten diagnostische Zentraleinheiten (z.B. Röntgen) therapeutische Zentraleinheiten/ Operationsabteilung Betreuungseinheiten (z.B. Seelsorger) Versorgungseinheiten (z.B. Küche, Apotheke) technische Einheiten Verwaltungseinheiten Informationseinheiten
  • Berufsgruppen im medizinischen Bereich/ Krankenhaus Ärzte Krankenpfleger Hebamme MTA, MTBA Ergotherapeut Versorgungspersonal Masseure Pharmazeuten Verwaltungspersonal Physiotherapeut Psychotherapeut Rettungssänitäter, Rettungsassistenten sozialer Dienst/ Sozialpädagogen Seelsorger/ Geistliche PTA medizinische Fachangestellte Orthopädietechniker →interdisziplinäre Teams
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  • Institution auf Dauer angelegt durch Werte bestimmt dient der Befriedigung und Organisation sozialer Bedürfnisse vertikal und horizontal organisiert Beispiel: Gesundheitswesen → soziales Bedürfnis Gesundheit horizontal: Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen, Rehakliniken vertikal: Bundesgesundheitsminister→ Länderebene→ Regierungspräsidenten→ Landkreise andere Institutionen: Bildungswesen→ soziales Bedürfnis Aus-/ Bildung, Rechtswesen→ soziales Bedürfnis Gerechtigkeit
  • Rollentheorie Gesellschaft         ↓ Position (der gesellschaftliche Ort,an dem ein Individuum seine Funktion ausübt)        ↑↓ Rolle (Bündel von Verhaltensweisen →Rollenverhalten     →Rollenkonflikt die von der person erwartet werden) →Rollenattribute         Intra- und Inter- Musserwartung, Sollerwartung, Kannerwartung      ↑ Sanktion (positiv oder negativ, Wohlwollen oder Ärger der Gesellschaft)
  • Rollendistanz Entwicklung von Rollendistanz möglich, Ausfüllung der Rolle abhängig von eigener Vorstellung (=Rolleninterpretation), Selbstkonzept, Abhängigkeit des Rollenträgers, eigenen Werthierarchien, Persönlichkeitsstrukturen
  • Rollenkonflikt =Tatbestand, bei dem inkompatible Rollenerwartungen bestehen, kann objektiv oder subjektiv festgestellt werden innerhalb einer Rolle: Intra- Rollenkonflikt zwischen Rollen: Inter- Rollenkonflikt Entstehungsbedingungen: sehr widersprüchliche Rollen,                                              Priorität der Rollen nicht klar Hauptursache: mehrdeutig/ unklar formulierte gesellschaftliche Erwartungen →Unsicherheit in der RollenfindungAusführung der Rolle hat Konsequenzen für andere Rollen