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Entwicklungspsychologie SoSe 13 (Subject) / 7. Entwicklung im Erwachsenenalter und Alter (Lesson)
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- Alterstruktur zunehmende Langlebigkeit, Rückgang der Geburten (Bevölkerungs-pyramide) Ausweitung des biologischen Erwachsenenalters - Verengung des sozial definierten Erwachsenenalters
- biolog. Perspektive genet. Basis der maximalen Lebenserwartung einer Spezies Zelltheorien (Altern = Altern der Zellen): Verlust der Teilungsfähigkeit, zunehmend anfällig für externe Schädigung > zunehmende Beeinträchtigung des Organismus physiologische Theorien: Verlust der Überwachungsfunktion des Immunsystems, neuroendokrinologische Veränderungen > sukzessive Erhöhung der WSK tödlicher Erkrankungen Konsequenzen: Beeinträchtigung der visuellen Wahrnehmung, abnehmende Leitungsgeschwindigkeit ZNS > Reaktionszeit, IV; kardiovaskuläre Veränderung biolog. Altern: reduzierte Effektivität der Anpassung des Organismus, keine 1:1 Beziehung zu psychischem Altern
- sozial-historische und psychologische Perspektive Kohortenzugehörigkeit, altersnormative Faktoren (Pensionierung), nicht-normative Faktoren: Übergänge und krit. Lebensereignisse altersabhängige Veränderungen im Verhalten und Erleben: interindividuelle Unterschied, Multidimensionalität, Multidirektionalität
- strukturierende Altersfunktion Evolutionsgewinn wird niedriger: Selektion nimmt nach reproduktiver Phase ab, evolutionär relevante Zeiträumen waren nur wenige M alt Zunahme des Kulturbedarfs für Entwicklungsgewinne, Abnahme der Effizienz, mit der Entwicklungsgewinne von Kultur geschöpft werden können
- Veränderung in der relativen Ressourcenallokation zunehmendes Alter: weniger Ressourcen für Funktionszunahmen, mehr Ressourcen für den Erhalt des Funktionsniveaus und der Regulation von Verlusten SOK-Modell (selektive Optimierung mit Kompensation): erfolgreiche Ent- wicklung (Gewinnmax., Verlustmin.) durch Zusammenspiel vonSelektion: Funktionsbereiche, auf die sich Ressourcen beziehenOptimierung: Erwerb/Verfeinerung/Anwendung von Ressourcen zum Erreichen von EntwicklungszielenKompensation: Aufrechterhaltung des Funktionsniveaus bei Verlusten (Erwerb/Verfeinerung/Anwendung von Ressourcen, die Verlusten entgegenwirken) Handlungstheoretische Perspektive: Altern > Folge eigener Handlungen und Planungen, Individuum produziert eigene Entwicklung (Entscheidungen, Umwelt, spez. Kontexte)
- Ursachen differentiellen Alterns genet. Unterschiede, kritische Lebensereignisse Lebensstil: physische (körperl. Fitness, Gesundheit), soziale und intellektuelle Aktivität als Prädiktoren für erfolgreiches Altern
- Altersdefizite und Kompetenzen im kognitiven Bereich Altersdemenz: Alzheimer (Hirnschrumpfung, Neurone verlieren Kontakte)zunahme dementieller Erkrankungen im 8./9. Jahrzehnt (60-65: 1%, ü85: 20%, ü90: 40-50%) Altersstereotype: alte Leute schätzen Fähigkeiten von alten Leuten höher ein als jüngere, ihre eigenen Fähigkeiten höher als die von anderen alten Leuten
- alterungsanfällige vs. alterungsresistente Fähigkeiten (auch Baltes) fluide Intelligenz (steigt bis 30 an, nimmt dann ab): Basisprozesse, Grundmechanik kogn. IV/Denkens, wissensfreie Mechanik der Kognition > biolog. Einfluss auf intellektuelle Entwicklung, Kindheit: Aufbau interaktiver neuronaler Strukturen, Alter: altersbezogene Dysfunktion kristalline Intelligenz (steigt bis 70J an, später kann auf erworbenes Wissen nicht zugegriffen werden): inhaltl. Ausgestaltung d. Denkens/Wissens, kultur- und intelligenzbezogene Lebenserfahrung, wissensbasierte Pragmatik der Kognition > funktionale Bedeutung kulturgebundenen Wissens (Gedächtnis/Bücher), Allgemeinwissen, personenspezifisches pragmatisches Wissen sensorische Merkmale (Sehen, Hören, GG) hängen mit Wahrnehmungs-geschwindigkeit, soziobiographische Merkmale (Bildung, Schicht) mit Wissen zusammen
- Studie Schaie Kohortensequenzmodell: Veränderungen kristalline - fluide Intelligenz (Längsschnitte für verschiedene Kohorten, Abstand zwischen und innerhalb Kohorten 7 Jahre) fluide Intelligenz kristallisierte Inteligenz: Querschnitt > Absinken der Intelligenz (mit dem Alter), Längsschnitt > gleich bleibende/ansteigende Intelligenz (bei späteren Kohorten) fluide Intelligenz: nimmt sowohl im Quer- als auch im Längsschnitt ab (geringere Leistungen mit höherem Alter/spätere Kohorten) zunehmende intellektuelle Leistungsfähigkeit
- historische Plastizität Kohorteneffekte (Flynneffekt): zeitlich stabile Unterschiede zwischen Personen verschiedene Kohorten Periodeneffekte: Einfluss histor. Ereignisse (alle Altersgruppen) gesellschaftl. Wandel: generell veränderte Umweltbedingungen (betrifft ges. Gesellschaft/Folgegenerationen) Verbalteil eines Intelligenztests: Abfall in Unterschicht mit dem Alter besonders stark |_Handlungsteil: Abfall in Oberschicht nicht so stark feststellbar -|
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- ontogenetische Plastizität Akivierung des Lernpotentials durch Interventionen kogn. Plastizität bei geistig gesunden älteren M ins hohe Alter vorhanden (fluide Intelligenz > Training: Reaktivierung, kein Neuerlernen, keine Generlaisierung auf alle Bereiche) Altersunterschiede zwischen jpngeren/älteren Erwachsenen besonders an Leistungsobergrenzen (Testing-the-Limits) Koordination mehrerer Wahrnehmungs- und Leistungsstränge schwierig > Änderungen eher auf der Ebene von Fertigkeiten als von Fähigkeiten
- Determinanten der mechanischen Entwicklung Ressourcenorientierung: Verarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeits- gedächtnis (Effizienz), Inhibition (störende Faktoren abschalten) kogn. Neurowissenschaften: Veränderung des Stirnhirns (Regulation/ Koordination von Verhalten), Abnahme von Dopaminrezptoren (Leistungsfähigkeit des Gehirns)
- Hypothesen über kogn. Alterskompetenzen trotz Defizite hohe Leistungsfähigit im 6./7. Jahrzehnt: pragmatisch-kristalline Intelligenz, kognitive Alterskompetenzen Weisheit - dialektisches Denken (baltes): alte/weise Leute verfügen über viel Fakten-/Handlungswissen, hochautomatisierte Routinen im Verhalten, Kontextgebundenheit, Kultur- und Wertrelativität von Urteilen, Erkenntnis: Unvollständigkeit bei Problemanalysen, Realtivität des Wissens,
- Persönlichkeitsentwicklung "Big Five" (Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit) > Entwicklungsstabilität (Struktur-, Positions-, Niveau- und Profilstabilität) Altersdepressivität: Depressivität in Alterhseimen (30%), ansonsten 10% (unwesentl. höher als bei jüngeren Erwachsenen), erhöhtes Risiko bei körperl. Krankheiten Selbstkonzept: wenn > positive Veränderung des Selbstwerts, Ziel- verschiebung (Beruf, Familie, Freunde > Familie, Beruf, Freunde), soz. und temporäre Vergleichsprozesse (Zufriedenheitsparadox), Emotion (kaum Veränderung in Intensität, Zunahme Selbstregulation/Kontrolle), Bewältigungsverhalten assimilativ (problemorientiert)/akkomodativ (Veränderung von Zielen/Anspruchsniveau)
- Verarbeitung un Bewältigung von Altersveränderungen subjektives Wohlbefinden wesentlich (psychische/physische Gesundheit, prinzipielle Zufriedenheit mit vergangenem Leben) soziale Unterstützung (Nutzlosigkeit vs. Stärkung der Eigeninitiative) Lazarus: problem- (4./5.JZ) vs. emotionsorientierte Strategien (7.JZ) Trainingsprogramme