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Entwicklungspsychologie SoSe 13 (Subject) / 6. Entwicklung im Jugendalter (Lesson)

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  • Begriff Jugendalter Übergangsperiode/Zwischenstellung zwischen Kindheit - Erwachsensein Zusammenspiel biologischer, kognitiver und sozialer Veränderungen Jugend in verschiedenen Zeiten/Kulturen anders Fortschrittt (Erweiterung d. Möglk.) - Risiko (Verlassen d. Sicherheit)
  • Theorien der Adoleszenz biogenet. Ansätze (evolutionär geformt), Umwelttheorien (kulturabh., lerntheoretisch), Coping-Ansätze, interaktionistische Ansätze (Erikson) Entwicklungsaufgaben im Jugendalter: physische Reifung, gesellschaftl. Erwartungen, individ. Zielsetzungen und Werte, Kohortenabhängige Veränderungen
  • hormonelle Veränderungen Wachstumshormone Jungen: gonadotrope Hormone > Zellenwachstum > Spermatozoen; Hypophyse regelt Testosteronproduktion > sex. Entwicklung Mädchen: Östrogenproduktion in Eierstöcken > sekund. Geschlechts-merkmale, Progesteron (Menstruation, Empfängnisbereitschaft)
  • Körperliche Entwicklung Jungen 12-13: Hoden, Penis 13-16: glatte Schamhaare, Stimmbruch, Hoden, Penis, 1. Samen-erguss, gelockte Schamhaare, größter Körperwachstum 16-18: Achselhaare, Bart, markanter Stimmwechsel Mädchen 10-11: Rundung d. Hüften, Fettablagerungen,  Brüste 11-14: glatte Schamhaare, tiefere Stimme, Eierstöcke, Vagina, Gebärmutter, Schamlippen, gelockte Schamhaare, größter Körperwachstum, Brustwarzen, Menstruation 14-16: Achselhaare, sekundäres Bruststadium
  • Akzeleration und Retardation Eintritt der Pubertät zu einem relativ frühen oder relativ spätem Zeitpunkt säkulare A. (Absinken des Menarche-Alters): Verbesserung allgemeiner Umweltbedingungen und med. Versorgung, kalorienreiche Ernährung biolog. Akzeleration, jedoch hinaugezögertes psychosziales Erwachsen-werden > Kluft zwischen biolog. und psychosoz. Erwachsenwerden  
  • individelle Akzeleration und Retardation - Einflussfaktoren, Folgen bereichsspezifische Entwicklungsgeschwindigkeit Einflussfaktoren: genet. (Korrelation d. Menarchealters Mutter-Tochter), Belastungen (depressiv > erhöhtes Körperfett; erhöhte Cortisol > erhöhte Konzentration Gonadenhormone) Abweichungshypothese: frühe/späte Reifung > Anpassungsproblemen erhöhte Belastung durch frühe Reifung: externalisierendes/internalis. Problemverhalten, Hänseln, frühe Autonomie, langfristig besondere Kompetenz (konventioneller/reifer vs. impulsiver/kreativer > pos./neg.?) Folgen körperl. Veränderungen:<>zentralnanervöse Aspekte Erleben/Verh.<>hormon. Veränd. > sek. Geschlechtsmm > ext./int. Problemverh.<> soz. Erfahrungen >
  • neuronale und kognitive Entwicklung neuronal: Veränderung der Gehirnstruktur (Myelinisierung) > effizientere Infoverarbeitung; Reorganisation von Neurotransmittersystemen kognitiv: Intelligenzzuwachs, formales/logisches Denken (Gehirnent-wicklung PFC), zunehmende Selbstregulation (zentrale, übergeordnete EA), Verbesserung der IV-Geschwindigkeit endokrin. Prozesse, Entwicklungsaufgaben durch soz. Erwartungen
  • Entwicklungskontexte - allgemein und Familie Spannungsfeld verschiedener Umwelten: Identität > Familie, Peers, Partnerschaft, Schule, Beruf, Kultur Familie: zunhemend Zeit in anderen Kontexten, Aufrechterhaltung der Beziehungen in der Familie, Anstieg im Vertrauen in die Beziehung, Zunahme von Konflikten (später wieder Abnahme) Ablösung von Familie vs. Bezogenheit/Kommunikation: emotionale Ablösung, Umbruchstendenz (Autonomie), Interdependenz (wechselseitige Abhängigkeit > Balance Bindung - Trennung) Ablösungsmodi: Distanzierung ohne Erlaubnis (zunehmende Entfremdung), Konfliktvermeidung > instrumentelle Harmonisierung, Distanzierung mit Erlaubnis (wachsendes gegens. Vertrauen) Hypothese der emotionalen Distanzierung > AutonomieHypothese der Belastungsdämpfung durch Bindung > Schutzfaktor
  • Peergruppe und Subkultur neue Bezugspersonen, neue Beziehungsform (Gleichheit) > Autonomie, gleichzeitig Unabhängigkeit und wechselseitige Abhängigkeit Entwicklungsfunktion: Orientierung, Stabilisierug, emot. Geborgenheit, soz. Freiraum, unterstützt Ablösung von Eltern/Identitätsfindung Stützsystem und Risikokontext Subkultur: eigenes Orientierungs- und Normsystem, abweichendes Lebensstil (Sprache, Musik, Markenkultur, Drogenkonsum)
  • Meso-System (Familie-Peergruppe) Situationshypothese: Entscheidung für Eltern bei Zukunft, Entscheidung für Peers bei augenblicklichen Status-/Identifikationskonflikten Interaktionshypothese: Zusammenhang gute Elternbeziehung und pos. Peerkontakte, Bindungsforschung > harmonischere Freundschaftsbez. bei sicher gebundenen Jugendlichen
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  • romantische Beziehungen sexuelle Bedürfnisse bei Jugendlichen Peergruppe als Referenzpunkt für Entstehung von romant. Beziehungen: Initation (Einlassen), Status (Bewertung durch Peers), Affection (romant. Beziehung, unabhängig von Peers), Bonding (dauerhafte Beziehung - gemeinsame Pläne) Bedeutung familiärer Beziehungserfahrungen
  • Probleme im Jugendalter Alkohol- und Drogengebrauch (1/3 illegale Drogen, 5% Missbrauch/ substanzabhängig, 40% gesundheitsschädigender Alkoholkonsum) > Bewältigungsstrategie (Festigung des Status, Unbhängigkeit von Eltern, Anbahnen romant. Beziehungen) Risikofaktoren: genetisch, Probleme bei Selbststeuerung, familiäre Risiken, problem. Peerkontexte Schutzfaktoren: soz./individ. Verhaltenskontrolle, pos. Normorientierung/Familienbeziehung, hohe Bindung an Schule, imkompatible Aktivitäten > Sport typischer Verlauf: steiler Anstieg im Jugendalter, ausgeprägter Abfall im frühen Erwachsenenalter, Moffit: adolescence-limited (aufs Jugendalter beschränkt) vs. life course-persistent (lebenslang), Gebrauch vs. Missbrauch
  • Identität - Allgemein, Marcia Identität: Definition einer Person als einmalig un unverwechselbar durch soz. Umgebung und Individuum Person, für die man sich hält (persönl./private Identität) vs. Person, für die andere einen halten (soz./öffentl. Identität) Identitätsformen nach Marcia: Ausmaß an Krise (Unsicherheit/Beunruhigung/Rebellion), Verpflichtung (Engagement, Bindung) und Exploration (Erkundung > bessere Orientierung/Entscheidungsfindung) in verschiedenen Bereichen (Beruf, Religion, Politik)
  • Identitätsentwicklung progressive Verläufe > Moratorium (Auseinandersetzung) > ararbeitete I. regressive Verläufe > diffuse I. (keine Festlegung) stagnierende Verläufe > übernommene/diffuse I. Zunahme erarbeiteter Identität > Selbstwertsteigerung, wachsende Kontrollerzeugung Formen diffuser Identität: Entwicklungsd. (Übergang), sorgenfreie D. (angepasst, kontaktfreudig, jedoch oberflächlich/kurz), Störungsd. (Folge unbewältiger Lebensereignisse), kulturell-adaptive D. (multikulturell, Unverbindlichkeit, Offenheit, Flexibilität)
  • pos. Jugendentwicklung Indikatoren für pos. Entwicklung: inter- und intrapersonale Kompetenzen, Charakter (Regeln, moral. Orientierung), Vertrauen in Fähigkeiten/Wert d. eigenen Person, pos. Beziehungen zu Menschen/Institutionen, um andere kümmern