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Klinische Psychologie- & Psychopathologie (Subject) / Angststörungen (Lesson)

Angststörungen

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  • Wie viele Prozent der Schweizer Bevölkerung leidet laut der Medsana (Gesundheitsportal) an einer Angststörung? 10%, Frauen sind stärker betroffen
  • Definition von Angst Angst ist ein subjektiv empfundnener emotionaler Zustand, der durch Furcht, Beengung, Erregung oder durch ein Gefühl der Bedrohung hervorgerufen wird.
  • Was bezeichnet man als Angststörung? ist ein krankhafter Zustand bei dem starke Ängste od. Panikattacken grundlos und unangemessen auftreten und nicht die Folge einer körperlichen Erkrankung od. eines Suchtmittelmissbrauchs sind.
  • Um was für Ängste handelt es sich bei einer Angststörung? Es geht nicht um Ängste vor echten Bedrohungen, wie Unfälle, Krieg, Terrosismus, Liebeskummer, Arbeitsplatzverlust, Krankheit...sondern um unagemessene, unrealistische oder übertriebende Ängste vor denen andere Menschen normalerweise keine Angst haben.
  • Welche sind die körperlichen Anzeichen einer Angststörung? - Herzklopfen oder -rasen - Schwindel - Übelkeit - Hitzewallungen - Verdauungsprobleme - "Knoten im Hals"
  • Unter welchen zwei Formen der Angst ist zu unterscheiden? - Die vorübergehende Angst als Zustand (State-Angst od. Zustandsangst) - Die permanente Angst als Eigenschaft (Trait-Angst od. Eigenschaftsangst) ist chronisch und beeinträchtigt das soziale Leben des Betroffenen.
  • Was ist eine Panikattacke ? Eine Panikattacke ist der Prototyp des akuten, intensiven und zeitlich begrenzten Angstanfalls. Sie kann bei allen Angststörungen auftreten.
  • Um was handelt es sich bei einer Panikattacke? Um plötzliche Krisen, die jederzeit ohne besonderen Anlass eintreten können. Intensität der Angst erreicht innert Sekunden od. Minute ihren Höhenpunkt und klinkt danach langsam ab ( einige Minuten bis Stunden)
  • Auf welchen drei Ebenen wirkt sich die Panikattacke aus? - Psyche - Körper - Verhalten
  • Psychische Auswirkungen bei einer Panikattacke? Der Betroffene wird von der Angst ergriffen verrückt zu werden, zu sterben oder etwas Unkontrolliertes zu tun. Er empfindet seine Umwelt als verändert, fremdartig und unwahr.
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  • Körperliche Auswirkungen einer Panikattacke? Es treten Herz- und Kreilaufprobleme auf, die der Betroffene als Erstickungsgefühl und Herzklopfen wahrnimmt. Auch Schwindelanfälle, Hitzewallungen, Schüttelfrost, Zittern und Übelkeit können auftreten.
  • Auswirkungen auf das Verhalten bei Panikattacken? Der Betroffene kann durch die intensive Angst wie gelähmt sein oder sich stark erregen und versuchen, dem Angstzustand zu entkommen indem er an einen sicheren Ort zu fliehen versucht.
  • Wann spricht man von einer Panikstörung? Wenn die Panikattacken zu einer chronischen Erkrankung werden.
  • Wie viel % der Schweizer Bevölkerung leidet an einer Panikstörung? ca. 3 %, Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer
  • Zu was kann eine unbehandelte Panikstörung führen? Dies kann zu einer Agoraphobie führen, mit einer übermässigen und irrationalen Angst davor, sich in öffentlichen Orten aufzuhalten.Situation wird vermieden und der Betroffene geht selten aus dem Haus
  • Definition von Phobien Phobien sind Störungen, bei denen Angst ausschliesslich oder überwiegend durch eindeutig definierte, im Allgemeinen ungefährliche Situationen oder Objekte hervorgerufen wird.
  • Was sind die Gemeinsamkeiten unter den Phobien? Sie sind: - langandauernd - durch Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten gekennzeichnet - und können sozial stark beeinträchtigend sein Den Betroffenen ist es bewusst, dass die Ängste übertrieben sind, trotzdem können sie diese nicht unterdrücken
  • Welche ist die am häufigsten auftretende Angststörung? Die Phobie Bei 12.5% der Männer und 28.9% der Frauen tritt im Laufe des Lebens einmal eine Phobie auf
  • Durch was ist die Sozialphobie (häufigste Phobie) gekennzeichnet? Durch die übertriebende Angst von anderen beobachtet oder kritisiert zu werden. Angst: - vor Menschen zu sprechen - in der Öffentlichkeit befragt zu werden - in der Öffentlichkeit zu erröten - nicht antworten zu können - in der Öffentlichkeit zu essen - körperliche Probleme zu haben
  • Was leidet unter einer Sozialphobie? - das Selbstgefühl - die Selbstsicherheit - das Netz der Sozialkontakte wird verringert
  • Wie viel % der Schweizer Bevölkerung leidet an allgemeinen Angstzustände? 4 - 5 % Männer und Frauen sind gleich betroffen
  • Was sind die Anzeichen einer generalisierten Angst? - ständige grundlose Befürchtungen - körperliche Anspannung mit Zittern, Gliederschmerzen, Asthenie - Reizbarkeit - Hyperaktivität - Schlaflosigkeit
  • Definition von Zwangsstörung Zwangsstörung ist eine spezielle Form der Angststörung, die von Zwangsgedanken und -handlungen begleitet wird
  • Was sind Zwangsgedanken? Sind wiederholende Gedanken und Vorstellungen, die das Bewusstsein des Betroffenen überfluten. Der Zwangsgedanke reicht aus, um die Angst auszulösen, dieses Angstgefühl wird vom Betroffenen bekämpft.
  • Was sind Zwangshandlungen? Sind Handlungen, die streng ritualisiert und gleichförmig immer wieder vollzogen werden. Sie sind das Gegenstück der Zwangsgedanken. Dem Betroffenen gelingt es nicht , die Zwangshandlung zu unterlassen, obwohl er ihre Sinnlosigkeit erkennt.
  • Wie viel % sind von einer Zwangsstörung betroffen? 1,5 - 2,5% Männer und Frauen gleich betroffen Die Störung setzt meistens im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter ein.
  • Durch welche zwei Arten von Symptomen äussert sich eine Zwangsstörung? - Zwangsgedanken, z. B. Vorstellungen (Kontrollzwang) Impulse (Angst) Phobien (Themenbereich Sauberkeit) - Zwangshandlungen, z.B einfache Handlungen als Beschwörungsritual komplexere Handlungen wie streng ritualisiertes Händewaschen stereotype innerliche, geistige Vorgänge, z.B. Aufsagen von Worten, Zahlenreihen, Gebeten
  • Definition von posttraumatische Belastungsstörung ist ein pathologischer Zustand, der durch eine starke emotionale Erschütterung hervorgerufen wird.Tritt Tage oder auch Jahre nach einem schrecklich und bedrohlich empfundener Ereignis im eigenen Leben oder im Leben eines nahe stehenden Menschen auf. z.B. Überfall, Naturkatastrophe, Verkehrsunfall, Krieg...
  • Was ist im Gegensatz zu anderen Angststörungen die posttraumatische Belastungsstörung? Ist die Folge eines konkreten Schock-Erlebnisses. Der Betroffene empfindet  das Ereignis als Bruch in seinem Leben, das er unterteilt ein ein Leben vor und eines nach dem Trauma
  • Was ist typisch für die posttraumatische Belastungsstörung und welches Verhalten zeigt der Betroffene? Das ständige Wiedererleben des traumatischen Ereignisses: Immer wieder mit hoher emotionaler Intensität dringt es in die Gedanken und (Alp)-träume ein. - er ist immer auf der Haut - zeigt übertriebene Schreckreaktionen  - er ist in Erregung  - er hat aggressive Impulse - er hat emotionale Krisen  -er hat mentale Probleme   
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  • Wie müssen Angststörungen behandelt werden? meistens mehrgleisig und mit Medikamenten wie Anxiolytikum und Antidepressiva
  • Welche Formen der Therapien bei Angststörungen gibt es? - Entspannungstherapie - Verhaltenstherapie - Kognitive Therapie
  • Ziel der Entspannungstherapie? Ziel ist, jegliche Verknüpfung zwischen der phobieauslösenden Sache oder Situation und dem vom Pat. angenommenen Verhalten aufzulösen. Pat. lernt Entspannungstechnicken und setzt sich dann in seiner Vorstellung dem Phobieauslöser aus. Erste Versuche, sind mit Einsetzen intensiver Angst begleitet. Mit der Zeit wird die Angst erträglicher und der Druck der Angst nimmt ab.
  • Ziel der Verhaltenstherapie? Ziel ist, durch Desensibilisierung, Selbstbestätigung uns soziales Lernen die angeeignete Angstreaktion abzulegen
  • Auf welche Weise erfolgt die Sensibilisierung bei der Verhaltenstherapie? - Systematische Desensibilisierung in Ergänzung zur Entspannungstherapie. Pat. setzt sich graduell in seiner Vorstellung dem Angstauslöser aus. - In-Vivo-Desensibilisierung: Pat. enstspannt sich und setzt sich schrittweise der echten angstauslösenden Situation aus. - Graduelle In-Vivo-Exposition: Pat. setzt sich ohne Entspannung seinem Anstauslöser aus.
  • Was nutzt die Selbstbestätigung und das soziale Lernen bei der Verhaltenstherapie aus? Die Technik des Rollenspiels anhand von Situationen aus dem täglichen Leben. Die in den Sitzungen erlernten Techniken verwendet der Pat. anschliessend im Alltag wieder.
  • Ziel der Kognitiven Therapie?  Ziel ist, die sogenannten "Denkfehler" des Pat. abzustellen, die bei ihm schmerzhafte Emotionen und unpassende Verhaltensweisen auslösen. Während der angstauslösender Situation, fordert der Therapeut dem Pat. auf, er soll seinen inneren Zustand kommentieren. Wird in der Regel ergänzend zur Verhaltendstherapie angewendet.