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Modul 2D (Subject) / Einführung in die Sozialstrukturanalyse (Lesson)
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- Rössel leitet den Begriff der Sozialstruktur aus der Theorie des rationalen Handelns und der Handlungstheorie von Parson ab. Bestimmen sie die Bedeutung der Begriffe "Handlungsmittel", "Handlungsbedingungen" und "Handlungsziele" und geben sie ein Bei Handlungsmittel: sind die Ressourcen, die dem Handelnden zur Zielerreichung zur Verfügung stehen. Bsp: Geld für den Kauf eines Autos Handlungbedingungen: sind externe Faktoren, die die Zielerreichung einschränken. Sie sind vom Handelnden nicht zu beeinflussen. Bsp: Preis für das Auto Handlungsziele: sind häufig kulturell oder sozial geprägt. Handlungsbedingungen und Mittel sind Vorraussetzung zur Zielerreichung. Bsp. der Wille ein Auto zu kaufen
- Leiten sie aus diesen Begriffen die definition voon Sozialstruktur und sozialer Ungleichheit ab. Sozialstruktur: Beschreibt die Verteilung der 4 Handlungsdeterminanten innerhalb der Bevölkerung: Handlungsmittel, Handlungsbedingungen, Handlungsziele und Handlungspartner. soziale Ungleichheit: entsteht durch die ungleiche Verteilung der Determinenten Handlungsmittel und Handlungsbedingungen
- Bestimmen sie die Bedeutung der Begriffe "Macht" und "Prestige". In welchen Verhältnis stehen sie zur Ressourcenverteillung in einer GEsellschaft? Prestige: Resultat aus Wahrnehmung und Bewertung einer Person durch Ressourccecaustattungsmerkmale MAcht: nicht nur die Wahrnehmung, sondern die tatsächliche Macht durch die Ressourcenausstattung Macht & Prestige sind Folge von sozialer Ungleichheit
- Auf welche Weise lassen sich die verschiedenen Kapitalien nach Bourdieu ineinander konvertieren und welche Risiken können dabei auftreten? ökonomisches in soziales Kapital (Klubbeiträge) ökonomisches in kulturelles Kapital (Kauf Gemälde/Bücher) soziales innerhalb der Familie, bedingt über BEziehungen in ökonomisches & kulturelles Kapital kulturelles in ökonomisches Kapital (Verkauf v. Gemählde/Bücher) Risiken:Fehlinvestition ökonimisches - Unechtes Kunstwerk soziales - Beziehungfalle (keine geben und nehmen, nur nehmen) kulturelles - Viel Zeit ür institutionales investiert, aber kein Wert mehr
- Welches sind die wichtigsten (institutionellen) Bereiche, in denen die Ressourcen "Wissen/Bildung" und "Einkommen" in modernen Gesellschaften verteilt werden. Wissen/Bildung: Bildungssystem, aber auch durch Familien und Freunde Einkommen: Arbeitsmarkt, Kapital- und Immobilenmarkt und Wohslfahrtsstaat
- Erläutern sie den Begriff des Humankapitals Humankapital basiert auf den Hauptdeterminantend er Produktivität: Wissen und Fähigkeit. Je mehr Humankapital, desto besser die Bezahlung
- In welcher Weise wird durch das Humankapital, die "neoklassische Arbeitsmarkttheorie" erweitert? Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie geht auf Angebot und Nachfrage auf dem Makrt ein. Sie geht von : - perfekten Märkten, - völlig flexiblen Preisen, - völlig flexiblenTeilnehmern und - das alle Akteure den Nutzen maximieren wollen, aus. Allerdings betrachtet sie nicht die Entlohnung. Um diese Entlohnung erweitert das Humankapital die neoklassische Arbeitsmarkttheorie
- In welcher Beziehung steht das Humankapital zur Produktion sozialer Ungleichheit? Humankapital basiert auf Wissen und Fähigkeit. Um sich Wissen und Fähigkeit anzueignen braucht mal finanzielle Mittel. Verfügt man nicht über ökonomische KApital, kann man sich kein Humankapital aneignen und ist z.B auf dem Arbeitsmarkt benachteilet als soziale Ungleichheit.
- Definieren Sie möglichst kanpp sie Begriffe "Soziale Schliessung", "Diskriminierung" und "Ausbeutung"! Soziale Schließung: subjektive Wahlmöglichkeiten sind gegeben, können aber auf Grund von Zwängen nicht genutz werden. Bsp. Neuer Golfplatz, kann ihn aber wegen Geldmagels nicht nutzen. Diskriminierung: ungleicher Behandlung auf Grund von unabänderlicher Gegebenheiten Bsp. Hautfarbe Ausbeutung: spezialfall von sozialer Schließung. Bsp. Reichtum des einen liegt inder Armut des anderen
- Golthorpe: EGP Schema Nach welchen 4 Kriterien werden die Klassen differenziert? - Grad der Selbständigkeit - Sektoren - Arbeitsbezihungen - Qualifikation
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- In Bezug auf welche Merkmale unterscheidet sich die Dienstklasse von den Routineangestellten udn beide von den Arbeitern? Dienstklasse braucht eine höhere Qualifikation als der Routineangestellte, der wiederum eine höhere als der Arbeiter. Außerdem sind die Dienstklasse und die Routineangestellten schwerer zu kontrollieren, als die Arbeiter.
- Durch welches Merkmal werden in Goldthorpes Klassenschema die Dienstklasse, Routineangestellten unddie Arbeiter diefferenziert und welche Unterkassen ergeben sich daraus? Die kassen werden durch Qualität und Kontrolle differenziert. Unterklassen obere und untere Dienstklasse obere und untere Routinangestellten Vorarbeiter, Facharbeiter, uns- und angelernte Arbeiter
- Wodurch zeichnet sich das Konzept der "sozialen Lage" bei Hradil aus? Um welche Aspekte wird es gegenüber einem einseitig ökonomischen difinierten Modell sozialer Ungleichheit erweitert? Soziale Lagen: sind typische Handlungskontexte, die entweder gute oder schlechte Chancen zur Befriedigung anerkannter Bedürfnisse gewähren. Es wird vor allem durch wohlfahrtstaatliche Ziele (Sicherheit, Entlastung) und soziale Bedürfnisse (Ausgrenzung/Integration von Ausländern) erweitert.
- Was versteht man unter dem Begriff der "Bildungsexpansion"? Wie ist die Bildungsexpansion nach dem 2. WK verlaufen? Alles was mit Bildung zu tun hat, hat sich gesteigert. Bildungsniveau Bildungsangebote Steigerung der Nachfrage nach hohen Bildungsabschlüssen
- Welche Ungleichheiten hinsichtlich formaler Bildungsabschlüsse und Bildungsbeteiligung bestehen in Bezug auf folgende Merkmale von Personen: Geschlecht: Mädchen meist höhere Abschluss, länger im Bildungssystem Jungs früher in Ausbildung, niedrigeren Schulabschluss Arbeitsmarkt Segregation; Mädchen sozialen/vollschulischer Bereich Jungs im wirtschaftlichen/dualen Bereich Ethnie: hohe Zahl der Abgänger ohne Schulabschluss und ohne Ausbildung bei Ausländern Weiblicher Ausländer noch mehr benachteiligt Fremde Ethnie häufig in niedrigen Klassen. Wenig Geld. Bildung braucht Geld soziale Herkunft: wirkt sich eindeutig auf Bildungsabschlüsse aus. Bildungsabschlüsse der Eltern wichtig
- Was versteht man unter "primärem" und "sekundärem" Effekt bezüglich Bildungschancen von Kindern. Primärer Herkunftseffekt: Bessere/Schlechtere Leistung durch Eltern direkt beeinflusst. Unterschiedliche Ressourcenausstattung spielt ne wesentliche Rolle. (Nachhilfe) Sekundärer Herkunftseffekt: Trotz gleicher Leistung, empfehlen Lehrer unterschiedliche Schulform für Kinder aus unterschiedlichen Klassenlagen. Bildungsaspiration
- Wie erklärt Rössel den Effekt, dass Eltern aus Haushalten mit geringerem Einkommen ihre Kinder mit niedriger Warscheinlichkeit auf eine höhere Schule schicken, auch wenn die scchulische Leistung dies zulassen würde. Da geht es um die Kosten der Ausbildung und die Opportunitätskosten. Die Kinder könnten schon arbeiten gehen und Geld verdienen, anstatt noch in der Schule zu sitzen. Bsp. Realschulabschluss ist für einen Arbeiter scchon ein Aufstieg, für einen Akademiker ein Abstieg. Kinder von Akademikern werden auch einen hohen Abschluss erzielen. Bildungsaspiration
- Was versteht man unter Bildungsinflation? Bildungsinflation ist die Annahme Bildung lohne sich nicht mehr, weil der (tausch)wert geringer werden kann. schnelle Zunahem an Bildungszertifikaten bringt zu viel überqualifizierte Bewerber, aber es gibt keine adäquaten Stellen.
- Wie hat sich die Struktur der Erwerbstätigen im Hinblick auf berufliche Stellung seit 1950 entwickelt? Rückgang der Selbstständigen und Familienmitarbeitern Rückgang der Arbeiter starke Zunahme der Angestellten Zunahme der Beamten
- Was versteht man unter einem äquivalenzgewichtetem Nettohaushaltseinkommen? Nettohaushalteinkommen: alle Einkommen, inkl. Transferleitungen und Renten, abzügl. Steuern und Sozialabgaben. Um ein Pro-Kopf-Einkommen berechnen zu können macht man eine äquivalenzgewichtung anhand der OECD Skala. Die Gewichtung richtit sich nach Anzahl und Alter der im Haushalt lebenden Personen.
- Was ist der Gini Koeefizient, zwischen welchenr Werten variiert er und was bedeutet es , wenne ine Gesellschaft einen hohen bzw einen niedrigen Gini Koeffizienten aufweist? Gini Koeffizient ist ein statistisches Maß zur Darstellung von Ungleichheit Er variiert zwischen 0 (Absolute GLeichheit) und +1 (Absolute Ungleichheitsverteilung)
- Welche Hauptursachen lassen sich für die Unterschiede im Einkommen zwischen Männern und Frauen ausmachen? kulturelle Geschlechterrollen (Frauen =Kindererziehung) Arbeitsmaktsegregation Zunahme Ungleichheit im Einkommen (gleicher Beruf, unterschiedliche Bezahlung)
- Was versteht man unter "absoluter Armut" und "relativer Armut"? absolute Armut: Leben am Existenminimmum relative Armut: Orientiert sich sozialkulturellem Standard der jeweiligen Gesellschaft
- Wie ist der Begriff der Einkommensarmut definiert? Haushalte werden monetär verglichen. Mittelwert wird gezogen. Wer dann eine bestimmte Prozentzahl unter dem Mittelwert ist, den bezeichnet man als einkommenarm
- Bei wievile Prozent liegt der Niedrigeinkommensbereich, die Armut und die strenge Armut? 60 % Niedrigeinkommen 50 % Armut 40% strenge Armut Bsp. 1500 Euro 900 euro = 60% = Niedrigeinkommen 750 Euro = 50% = Armut 600 Euro = 40% = strenge Armut
- Wie hat sich die Armut in der BRD seit den 70er Jahren entwickelt? Zahl der Einkommenarmen nimmt zu
- Welche gesellschaftlichen TEilgruppen sind im besonderen Maße von Einkommensarmut in Deutschland betroffen? - Arbeitslose - Kinder und Jugendliche - Alleinerziehende und Familien mit minderjährigen Kindern - Personen ohne Abschluss - ungelernte & angelernte Arbeiter - Ausländer
- Was versteht man unster sozialer Mobilität? Bewegung der Positionen im der Sozialstruktur.
- Was bezeichnen die Begriffe"intergenerationale" und "intragenerationele" Mobilität? Intergenerationale Mobilität: Wechsel der Positionen inder Sozialstruktur über GEnerationen Intragenerationale Mobilität: Wechsel der Position in der Sozialstruktur innerhlab des Lebenslauf
- Stellen sie anhand eines Beispiel den Unterschied zwischen Zirkulations- und struktureller Mobilität dar! Strukturelle Mobilität: Positionswechsel aufgrund der veränderten Sozialstruktur nötig sind, z.B. einWitschaftssektor schrumpft Zirkulationsmobilität: Positionaswechsel, die aufgrund der Durchlässigkeit der Gesellschaft möglich sind und genutzt werden
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- Wie lassen sich die Reproduktionsraten der jeweiligen Berufsklassen erklären? - durch Ressourcen, die die Zugehörigkeit zu bestimmten Klassen bestimmt - Kinder aus unterschiedlcihen KLasssen haben unterschiedliche Bildungsaspirationen - Wahrnehmung der Mobilitätschancen/risiken ist je Klassse unterschiedlich
- Welche Ressourcen sind im enem , welche im anderen Fall entscheidend? Landwirte: ökonomisches Kapital obere Dienstklasse: kulturelles & soziales, aber auch ökonomiscches Kapital, das die Möglichkeit zur Nutzung besserer Bildungsangebote beinhaltet.
- Wie definiert Rössel "Lebensstile" und "kulturelle Präferenzen"? Lebensstile: Typische Verhaltensweisen in Bezug auf Freizeit und Konsum Kultrelle Präferenz: Handlungsziele (subjektiv) Lebenstil resultiert aus kultureller Präferenz
- Durch welche Merkmale lässt sich die Lebensstilforschung von der klassischen Sozialstrukturforschung abgrenzen? - Lebensstile sind nicht auf ungleiche Ausstattung fokussiert, sondern auf die tatsächliche Nutzung der Ressourcen -Es wird davon ausgegangen, das Individuen auf Grundlage subjektiver Präferenzen und nicht nur auf Grund sozialer Zwänge handeln - die Entwicklung von Lebenstilen ist nicht unbedingt auf ökonomischer BAsis zurückzuführen, sondern auch auf kuturelle Erfahrung
- Was versteht man unter "kulturellen Allesfresser2 Hypothese? - früher an Hochkultur orientiert - heute kuturelle Vielfalt - KOmbination aus Hochkultur und Spannungsschema
- Was versteht man unter dem Begriff der Gentrifizierung? ist die soziale und bauliche Aufwertung von Stadtvierteln. Durch Gentrifizierung drängen sich neue Bewohner in ein Viertel. Erst kommen Künstler und Studenten, dann besserverdienende mit neuen Lebensstilen
- Durch welche zwei zentrale Merkmale lassen sich soziale Millieus definieren? Typische Existenformen und erhöhte Binnenkommunikation
- Inwiefern unterscheidet sich die relationale Definition von der klassischen Def. sozialer Millieus? klassische Definition: objektiver Ressourcen sind ausschlaggebend gleiche Ausstattung führt zu gleichen verhaltensweisen relationale Definition: von Vielzahl an Prinzipien begründet berücksichtigt Beziehungsmuster zw. Handlungspartnern