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Entwicklungspschologie WiSe 12/13 (Subject) / 2. Pränatale Entwicklung (Lesson)

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  • genetische Ausstattung 46 Chromosomen, diploider Satz von 23 Chromosomenpaaren (Mann: 22 + XY, Frau: 22 + XX) Gen: spezifisches Segment auf dem Chromosom, welches durch eine spezifische chemische Instruktion definiert ist, steuern Entwicklungsprozesse
  • pränatale Entwicklung 1. Keimphase (0-2 Wochen) Zellteilung - Blastozyt (Zellklumpen) Zelldifferenzierung Einnistung in Gebärmutterschleimhaut 2. Embryonalphase (2-8 Wochen) Zelldifferenzierung und -migration, Organbildung Ausbildung des Versorgungssystems (Plazenta, Nabelschnur, Fruchtwasser) Ektoderm > Haut, Haare, Nägel, ZNS Mesoderm > Blut, Skelett, Muskeln, Kreislauf, innere Organe Endoderm > Verdauungssystem, Lunge, Drüsen 3. Fötalphase (8-40 Wochen) Wachstum und Verfeinerung der Strukturen (z.B. Weiterentwicklung der inneren Organe) Verhaltensentwicklung (Bewegungen, Berührungen) sensorische Erfahrungen Lernen
  • Konzeption = Befruchtung Spermium + Eizelle > Befruchtung erste Zellteilung nach 36 Stunden
  • Verhalten des Fötus Ausbildung von Organen und Muskeln abhängig von fötaler Aktivität ab 5./6. Woche: spontane Bewegungen (Schluckauf) 8-12 Wochen: erster Hand-Gesicht-Kontakt 12-16 Wochen: zunehmende Aktivität (Saugen, Fingerbewegungen; unterschiedliches Aktivitätsniveau > "Temperamentsunterschiede") 16-20 Wochen: viel spontane Aktivität (feine Gesichts- und Handbewegungen) circadiane Rhythmen (Tageszeitabhängig); Abnahme der Aktivität gegen Ende der Schwangerschaft (räumliche Enge) 25.-28. Woche: Greifreflex (eigenes Gewicht)
  • das Erleben des Fötus (Wahrnehmung) Berührung: sensorische Stimulation (Kontakt mit Gebärmutterwand), Umfassen der Nabelschnur, Daumen lutschen, 16.-20. Woche > Differenzierung taktile und Schmerzreize Geschmack: ab 25. Woche Schlucken des Fruchtwassers > Präferenz für Süßes (abhängig von Nahrung der Mutter) Geruch: Fruchtwasser nimmt Geruch von Nahrung der Mutter an Hören: ab 6. SSMonat > Reaktionen auf Geräusche in Form von Bewegungs- und Pulsfrequenzveränderung, "Erinnerung" an akustische Reize nach der Geburt Sehen: Reaktion auf helles Licht (jedoch wahrscheinlich unbedeutend)
  • Lernen des Fötus Habituationsreaktion ab der 32. Woche auf akustische Reize (Pulsfrequenz) längerfristiges Lernen: Unterscheidung eines bekannten und eines neuen Gedichts (letzter SSMonat) Effekte pränatalen Lernens nach der Geburt: Präferenz von Hörerfahrungen, Geruch des eigenen Fruchtwassers akustische Präferenzen (Stimme der Mutter, Muttersprache) Präferenz von Geschmacksstoffen im Alter von 5 Monaten aus der Nahrung der Mutter gegen Ende der SS
  • Fehlentwicklungen Gendefekte Chromosomenanomalien (z.B. Trisomie 21) Gen-Mutationen (z.B. Phenylketonurie)
  • Teratogene (Umwelteinflüsse) kritische Perioden durch Drogen, Alkohol, Krankheiten, Stress/psychische Faktoren, Ernährung, Alter der Mutter
  • Zustand des Neugeborenen direkt nach Geburt untersucht: Herzfrequenz, Atmung, Reflexe, Muskeltonus, Hautfarbe
  • Geburt Geburtsrisiken (medizinische, z.B. durch Sauerstoffmangel > Nabelschnur) Geburt als einschneidenes Erlebnis (Trauma?) programmierte (Einsatz von Wehenmitteln) vs. sanfte Geburt Rooming-In (bis 70er Jahre war es üblich, dass Neugeborene und Mütter getrennt waren)
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  • Verhaltensausstattung des Neugeborenen Sinnesorgane: Hören (vollständig), Sehen (eingeschränkt), Berührungs- und Schmerzreize, Geschmacks- und Geruchssinn Motorik - Reflexe (> Funktion des ZNS) Saugen: Nahrungsaufnahme, Beruhigungssaugen (Emotionsregulation)Wirkung > taktile motorische Stimulation Verhaltensorganisation: Orientierung (Kopfwenden > Wahrnehmungsprozesse, sensumotorische Entwicklung), Hbituationsfähigkeit (> Lernen, Gedächtnis), Beruhigbarkeit, Nachahmung (spontan, Mimik, Mundstellung, "Spiegel-Neuronen") Verhaltenssysteme: Bindungsverhaltens- und Explorationssystem Vorangepasstheit  
  • Verhaltensausstattung des Neugeborernen: Als und Brazelton Entwicklung ist Differenzierung, Stabilisierung und hierarchische Integration von Teilsystemen des Verhaltens physiologisches System: Atmung, Kreislauf, Körpertemperatur, Verdauung motorisches System: Körperhaltung, Tonus, Bewegungskoordination Zustandsregulation: Verfügbarkeit unterschiedlicher Schlaf-/Wachzustände > (non-)REM Schlaf Orientierungssystem Unterstützung durch Erwachsene