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Entwicklungspschologie WiSe 12/13 (Subject) / 1. Theorien und Modelle (Lesson)
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- Betrachtungsweisen der kindlichen Entwicklung (Freud, Erikson, Watson, Skinner, Bandura, Piaget) Freuds lustbetontes Kind Eriksons identitätssuchendes Kind Watsons konditioniertes Kind Skinners mechanisches Kind Banduras nachahmendes Kind Piagets denkendes Kind
- Endogenistisches Modell Subjekt: nicht aktiv, Umwelt: nicht aktiv biolog. Reifungsprozesse (Entfaltung eines angelegten Plans)
- exogenistisches (mechanistisches) Modell Subjekt: nicht aktiv, Umwelt: aktiv Entwicklung aufgrund externer Einflüsse Entwicklung ist kausal erklärbar
- aktionales und konstruktivistisches Modell Subjekt: aktiv, Umwelt: nicht aktiv Piaget: Entwicklung als Äquilibration (Aufhebung eines inneren Spannungszustandes)
- interaktionistisches, transaktionales und systemisches Modell Subjekt: aktiv, Umwelt: aktiv Person UND Umwelt beeinflussen die Entwicklung Transaktionales Modell (Sameroff) ökologisches Modell (Bronfenbrenner)
- Anlage-Umwelt-Modelle nach Sameroff Haupteffektmodell (Anlage/Umwelt): behavioristisch Interaktionsmodell: additiv Transaktionsmodell: dynamisch
- Gen > Umwelt - Modell (Scarr) passive Gen-Umwelt-Korrelation Anlage- und Umwelteinflüsse mit Eltern gemeinsam pssive Vererbung: Umwelt, die zu ihrer genetischen Ausstattung passt evokative (reaktive) Gen-Umwelt-Korrelation genetische Anlagen (z.B. schwieriges Temperament) rufen spezifische Reaktionen anderer Menschen hervor (z.B. Ärger) aktive Gen-Umwelt-Korrelation Auswahl/Schaffung von Umweltbedingungen, die zur genetischen Ausstattung des Kindes passen
- Co-Actionsmodell (Gottlieb) Co-Action von Genen, Zellen, Organen und Umwelt (Einfluss der Umwelt bestimmt, welches genetische Programm gewählt wird) Bi-direktionalität (Gleichbedeutung von Anlage und Umwelt) Kanalisierung (Einschränkung alternativer Phänotypen auf ein oder wenige Ergebnisse)): hoher Grad der Kanalisierung > einige Entwiklungsaspekte universell, große Bereiche an Umweltereignissen haben geringe bis keine Einflüsse auf Entwicklung des Phänotyps
- Bronfenbrenners ökologisches Modell Mikro-System: Beziehungsgefüge zwischen der Person und ihrer direkten sozialen und physischen Umwelt Meso-System: verschiedene Umwelten, zu denen sich die Person zu bestimmten Entwicklungszeitpunkten befindet (Familie, Schule) Exo-System: soz. und gesellschaftl. Strukturen, die Mikro-/Meso-Systeme umfassen, Person ist nicht Teil dieser Systeme (Schulaufsicht) Makro-System: kulturelle Grundlagen einer Gesellschaft (Gesetze, Überzeugungen, Normen, Werte)
- Testing-the-Limits Erkundung der Grenzen von Entwicklungsmöglichkeiten und individuellen Leistungsgrenzen Ausgangsreserve: einem Individuum zu einem Zeitpunkt verfügbaren Verbesserungsmöglichkeiten (Verwendung hilfreicher Strategien) Entwicklungsreserve: Entwicklungsmöglichkeiten durch gezieltes Training/Üben
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- Veränderung intraindividuelle Veränderung des Verhaltens/Erlebens im Lebenslauf und deren individuellen und sozialen Grundlagen quantitaive Veränderung, z.B. Intelligenzwachstum qualitative Veränderung, z.B. Stufen der kognitiven Intelligenz nach Piaget Veränderung im Sinne komplexer Aufbauentwicklung, z.B. Leistungsmotiventwicklung
- allgemeine Entwicklung vs. individuelle Entwicklungsabläufe Entwicklungsfunktion (intraindividuelle Veränderungen über das Alter hinweg) Entwicklungsnorm interindividuelle Unterschiede als Fehlervarianz vs. Unterschiede im Endniveau individuelle Verläufe
- absolute Stabilität keine Veränderung abhängig vom Messniveau
- Positionsstabilität (relative Stabilität) Stabilität von individuellen Unterschieden Abweichung vom Mittelwert bleibt stabil z.B. IQ im Grundschulalter
- homotype vs. heterotype Stabilität homotyp: Verwendung gleichartiger Messinstrumente (Persönlichkeit > Fragebögen) hereotyp: interessanter Merkmal wird in unterschiedlichem Alter durch unterschiedliche, altersadäquate Messverfahren erfasst (Bindungsunterschiede)
- zwei Modelle zu Entwicklungsübergängen Schwellenmodell (deterministisch): plötzliche Veränderung kontinuierliches Übergangsmodell (probabilistisch)
- Querschnittuntersuchung Vergleich von altersspezifischen Stichproben ökonomisch Konfundierung von Alter und Kohorte Veränderungen nicht erfasst (keine Bestimmung einer Entwicklungsfunktion möglich)
- Längsschnittuntersuchung (auch Nachteile) Untersuchung einer Stichprobe zu unterschiedlichen Alterszeitpunkten Erfassung von altersabhängigen Veränderungen (+ Determinanten) zeitlich und organisatorisch aufwändig (Forscher + Vpn) systematischer Drop-Out (abhängig von der Studie, nicht-zufällig, mangelnde Generalisierbarkeit, da nur motivierte/gebildete Vpn länger mitmachen) Konfundierung von Alter und Testzeitpunt > keine Kohortenkontrolle: kohortenspezfische Befunde
- Sequenzmodelle Kombination von Längs- und Querschnittdesign: V=F(Alter, Kohorte, Time) Kohorten-Sequenzanalyse: Schätzung von Alterseffekten unter Kontrolle der Kohorte (Längsschnittdaten für verschiedene Kohorten) Testzeit-Sequenzanalyse: Schätzung von Alterseffekten unter Kontrolle der Testzeit (n Altersstufen in m aufeinanderfolgenden Zeitpunkten)
- Entwicklungspsychologie Lehre vom Verhalten und Erleben des Menschen (Beschreibung, Erklärung von Vorhersage) Veränderungen über das Alter hinweg > Lebensspanne (Konzeption - Tod) qualitative/quantitative, allgemeine/individuelle Veränderungen Grundlagen der Entwicklung: Reifungsprozesse, soz./kulturelle Einflüsse Stabilität und Wandel