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Anatomie und Physiologie (Teil1) ENB5 (Subject) / Dickdarm (Lesson)

Einiges über Aufbau und Funktionen sowie häufige Störungen

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  • welche Funktion hat der Dickdarm Dickdarm = Kolon entzieht dem Nahrungsbrei die restliche Flüssigkeit und dickt ihn ein. Neben der Flüssigkeit resorbiert der Dickdarm auch Mineralstoffe und Vitamine
  • Wie heißen die verschiedenen Abschnitte des Dickarms Rechte Seite = aufsteigende Kolon = Colon ascendens Oben = Querkolon = Colo transversum Linke Seite = absteigende Kolon = Colon desendens unter dem Absteigenden Kolon = Sigma = Colon sigmoideum letzter Abschnitt = Mastdarm = Rektum 
  • Wie ist die Beschaffenheit des Dickdarms Der Dickdarm besitzt keine Darmzotten wie der Dünndarm, sondern nur tiefe Schleimhauteinstülpungen = Krypten. Hier sind schleimbildende Drüsen = Becherzellen eingelagert, die einen Gleitschleim produzieren und den Weitertransport des eingedickten Nahrungsbreis erleichtern. Der Bürstensaum = Mikrovilli sorgt ähnlich wie beim Dünndarm für eine vergrößerung der Oberfläche und dient der Resorption von Flüssigkeit.
  • Wie heißt die ventilartige Klappe und welchen Zweck erfüllt sie Die ventilartige Klappe am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm = die Ileozäkalklappe. Die verhindert , daß der bakterienhaltige Dickdarminhalt in den beinahe keimfreien Dünndarm zurückfließt. An der Einmündungsstelle liegt ein blind endender Darmabschnitt, der Blinddarm = Zäkum. An diesem mündet der bleistiftdicke Wurmfortsatz = Appendix vermiformis, der von Mensch zu Mensch in Lage und Größe sehr variiert (3-20 cm)
  • Wie ist die Beschaffenheit und Funktion der Darmmuskeln Die Muskelschicht = Muscularis des Dickdarms besteht aus längs und ringförmig verlaufende Muskeln. Die Ringmuskeln schnüren den Darm rhythmisch ein . Der Inhalt wird dadurch durchgemischt und die dabei entstehende Aussackungen = Hausten bremsen einen zu schnellen Weiterfluß des Darminhalts. Die Längsmuskeln umfassen nicht den ganzen Darm, sondern bilden drei bandförmige Muskelstreifen = Tänien, die für den Weitertransport sorgen.  
  • Wie entsteht Stuhldrang Drei bis viermal täglich, meist nach dem Aufstehen, oder nach Mahlzeiten kommt es zu einer stärkeren Kontraktionswelle. Das vegetative = autonome Nervensystem steuert diese unwillkürlichen Darmbewegungen durch eine in der Darmmuskulatur angelegtes Nervengeflecht = Auerbach-Plexus. In der Ampulle des Mastdarms sitzen Dehnungsrezeptoren (=Fühler), die die Füllung mit Stuhl an ein Reflexzentrum im Kreuzbein weiterleiten. Daraufhin kommt es reflexartig zum Stuhldrang. Die Stuhlentleerung können wir mithilfe des äüßeren, bewußt beeinflußbaren Schließmuskels für eine kurze Zeit verhindern
  • Warum sind Bakterien im Dickdarm und welche Aufgaben erfüllen sie Darmbakterien bauen die Nahrungsreste durch Gärung und Fäulnis weiter ab sie erfüllen eine Barrierefunktion, da sie teilweise das unerwünschte Eindringen von Fremdstoffen in die Darmwand verhindern sie regen die Darmbewegung an sie stimulieren das Immunsystem
  • Was ist der Sigma(darm) und welche Funktion hat er Der Sigmadarm ist der vierte und letzte Teil des Dickdarms. Seine Funktion ist die Weiterverdauung und die Portionierung der auszuscheidenden Nahrungsreste, bevor sie in den Mastdarm weitertransportiert werden
  • was ist für eine problemlose Verdauung wichtig Für eine problemlose Verdauung ist eine gesunde Zusammensetzung der Darmbakterien = Symbiose erforderlich. Bei einer Besiedlung mit krankhaften Keimen und Pilzen kann es zu Blähungen, Verstopfung und Durchfall kommen
  • Welche Aufgabe und welche Beschaffenheit hat der Mastdarm Der eingedickte Speisebrei gelangt vom Dickdarm zum Mastdarm = Rektum.  Er dient als Sammelbehälter,in dem der Stuhl für mehrere Stunden bis zu drei Tage lang gespeichert wird Der Mastdarm hat eine geschlossene Längsmuskelschicht, die den Darm überzieht. Er mündet in den After = Anus
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  • was ist eine peristaltische Bewegung peristaltische Bewegungen = rhythmische Kontraktionswellen von (meist mit glatter Muskulatur ausgestatteten) Hohlorganen. Sie werden durch Muskelkontraktionen bewirkt, die entlang des im Querschnitt flexiblen muskulösen Hohlorgans (Rohr) verlaufen, und zwar derart, dass jede Kontraktionswelle der Längs-, Ring- oder/und queren Muskulatur von einer Phase der Erschlaffung gefolgt wird