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Persönlichkeitspsychologie (Subject) / 11 Beziehungen (Lesson)

Persönliche Umwelt Beziehungen - Netzwerke - Soziometrie - Bindungen - Unterstützung - Partnerschaft

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  • 1. Persönliche Umwelt Definition: Persönliche Umwelt Situationen Situationsdefinition Dazu Sarason et al. 1987: Einsamkeit-> Beziehungen,als unterstützend erlebte Beziehung, Zufriedenheit der Unterstützung in Beziehungen Setting Persönliche Umwelt= überdauernde Umweltbedingungen, die mit Persönlichkeit in Wechselwirkung stehen Situation= AKTUELLE Umweltbedingunge einer Person Situationsexposition: Häufigkeit oder Dauer, mit der eine Person Situationen eines bestimmten Typs ausgesetzt ist, abhängig von Persönlichkeit und Umwelt Situationsdefinition: personenabhängig: Peersönlichkeitsabhängige Umweltdefinitionen führen zu Korrelation zwischen Persönlichkeits und Umwelteigenschaften dazu Sarason et al- 1978: Selbstbeurteilte Einsamkeit korrelierte -.28 mit Zahl der Beziehungen -.53 mit Zahl der als unterstützend erlebten Bez. -.63 mit Zufriedenheit mit der Unterstützung   Setting: obejtkiver Situationsanteil, unabhängig von Person definiert, kann aber Auskunfrt über sie geben--> Gosling et al 2002
  • 1.1 Persönliche Umwelt Gosling et al. 2002 Übereinstimmung Burteilerübereinstimmung Korrealtion mit Big FIVE des Bewohners: Allgemein, bezogen auf Verträglichkeit und Offenheit -> Was sagt Setting über Person aus-> Inwieweit gibt das Schlafzimmer im Wohnheim Auskunft über Studenten? Studenten,die Bewohner nicht kennen, Bewohner in BIG FIVE beurteilen lassen Beurteilerübereinstimmung für Big Five des Bewohners ca. .50; Korrelationen mit Big Five desBewohners (Selbst- und Fremdurteile) substanziell: .20 (Verträglichkeit) bis .65 (Offenheit) --> Setting gibt Auskunf über Persönlichkeit, weil Person Einfluss auf Auswahl und Herstellung des Settings hat
  • 2 Messverfahren retrospektive Einschätzung-> Zuverlässigkeit Tagebuch, Logbuch-> Problem Piepsertechnik-> Vorteile direkte Beobachtung -Retrospektive Einschätung: bezüglich wie oft/wie lange man sich in interessierenden Situationen aufgehalten hat  :( unzuverlässig wenn Abstand Befragung und Situation >1 Tag     -Tagebuch, Logbuch:  Situation unmittelbar nach Abschluss beurteilen über 2-4 Wochen hinweg, Internet wichtig zur Kontrolle des Aufzeichnungszeitpunktes Problem: Erinnerungsverzerrung (wir sehen uns so, wie wir uns sehen wollen) und Repräsentativität    -Piepsertechnik: 6-10 Tage Situation unmittelbar nach Abschluss beurteilen in randomisierten Abständen --> weniger Verzerrung, weil unerwartet, repräsentative Sitchprobe von Alltagssituationen direkte Beobachtung:Protokollierung durch Beobachter oder kontinuierliche Verhaltensmessung) --> erlauben zuverässige Kontrolle, wenn Beobachter genug Zeit für Erhebung und Auswertung
  • 2 Messverfahren Beispiel Tagebuch (Asendorpf & Wilpers 1999) Reliabilittäsbestimmung Bestimmung der zeitlichen Stabilität Variation zwischen Teilnehmern Reliabilität Tagebuchstudie mit 144 Erstsemestern über 3 Wochen Alle Interaktionen die mindestens 10 min lang/emotional bedeutsam direkt vor Schlafengehen/spätestens am nächsten Morgen dokumentieren Zur Bestimmung der Reliabilität: Daten für gerade und ungerade Tage getrennt bestimmt und korreliert, Reliabilität des Gesamtzeitraums nach Spearman-Brown Formel geschätzt  Zur Bestimmung der zeitlichen Stabilität Studie 6 Monate später wiederholt enorme Variation zwischen Teilnehmern: Gesamtheit Interaktion 7-73 Prozent Reliabilität bezüglich qualtitativer und quantitativer Eigenschaften der Situationen:romantische Interaktionen .77 bis  .97 -> Expositionsvariable verbrachte Zeit mit Peers   
  • 2 Messverfahren Beispiel direkte Beobachtung Asendorpf u. Meier (1993)-> Aufnahme, Protokollierung durch Beobachter  Asendorpf u. Meier (1993)  soziale Interaktionen operationalisiert durch Sprechverhalten von 2. Klässlern( den ganzen Tag lang aufgezeichnet, Sprechen ja/nein, nicht Inhalt interessiert)  ->zusätzlich zur automatischen Verhaltensregistrierung tägliche Protokollierung der sozialen Interaktionen der Kinder durch Eltern  -->98 Prozent der registrierten Sprechphasen konnten Protokollierung im elterlichen Protokoll zugewiesen werden
  • 2 Messverfahren Beispiel Logbuch (Perrez & Reicherts 1989) Computergestütztes Erfassungs-System COMES zur Erfassung von Bewältigungsstilen: Personal einer Krankenhausstation beantwortet zwei Wochen lang möglichst direkt nach definierten Belastungen Fragen zu Bewältigungsverhalten und dessen Erfolg in verzweigter Programmstruktur-> Computer stellt Fragen in Abhängigkeit von bereits gegebenen Antworten ->auch komplexe Verhaltens-Reaktions- Sequenzen sind erfassbar
  • 3 Soziale Beziehungen Definition stabile Interaktionsmuster Rollenbeziehungen Persönliche Beziehungenen--> kognitives Bezeiehungsschema Bezieungsentwicklung Soziale Beziehungen= Beziehung zwischen 2 Bezugspersone, charakterisieren DYADEN -charakterisiert durch stabiles Interaktionsmuster --> Regelmäßigkeiten der Interaktion, durch soziale Normeh reguliert-> ritualisiert Rollenbeziehungen: aufgrund sozialer Normen sind unabhängig von Persönlichkeit Persönliche Beziehungen->abhängig von Persönlichkeit  stabiles Interaktionsmuster +Kognitives Beziehungsschema--> BEZIeHUNGSABHÄNGIG, oft  bei beiden Personen unterschiedlich      - Bild eigener Person in Beziehung       - Bild der Bezugsperson      -  Interaktionsskript= eigene Sicht des tpyischen                          Interaktionsmusters      Beziehungsentwicklung =dynamische Wechselwirkung zwischen zwei Persönlichkeiten+ Interaktionsgeschichte Beziehung =f( Persönlichkeit 1,Persönlichkeit 2, Interaktionsgeschichte)
  • 4 Beziehungen- Netzwerke egozentriertes Netzwerk, Beziehungsmatrix Beziehungsstatus-> Stabilität, dazu: Asendorpf & Wilpers 1998-> Stabilität der Merkmale über 3/ 18 Monate im Vergleich mit Big Five Stabilität EGOZENTRIERTES NETZWERK= Individuelles Netzwertk aller Beziehungen einer Person beschrieben durch BEZIEHUNGSMATRIX BEZIEHUNGSMATRIX: bildet ab, wie Person Beziehung einschätzt--> Bezugsperson X Beziehungsqualität  Vorgehen: Erst alle Personen abgeben mit denen man Kontakt hat, objektive Merkmale, dann Qualität angeben, durch Mittelung der Qualität der einzelnen Beziehungen individualtypischen Beziehungsstatus ermittelt BEZIEHUNGSSTATUS: individualtypisches Merkmal einer Person, die ihre Beziehungsqualität über mehrere Beziehungen hinweg beschreibt Stabilität des Beziehungsstatus geringer als die der Persönlichkeit -> weil die Beziehungsqualität wenigerstabil ist und die Bezugspersonen z.T. wechseln. Asendorpf & Wilpers 1998: 132 Studenten, Merkmale des Beziehungsstatu 7 mal im Abstand von je 3 Monaten gemessen (Anfang 1. -Anfang 4. Semester gemessen) Merkmale des Beziehungsstatus (Alter, Kontakt, Konflikt, Nähe, Wichtigkeit, Sex,emotionale Unterstützung) Stabilität der Merkmale: .73 über 3 Monate, aber nur .35 über 18 Moante Vergleich: Big Five Stabilität über 18 Monate .75
  • 4.1 Beziehungsnetzwerke- Beziehungsstatus Warum korreliert Beziehungsstatus mit Persönlichkeit? Asendorpf & Wilpers 1998: Der Beziehungsstatus korreliert mit der Persönlichkeit, weil - er persönlichkeitsabhängig definiert ist - die Persönlichkeit Beziehungen beeinflusst - Beziehungen die Persönlichkeit beeinflussen (eher im Jungen Alter) Asendorpf & Wilpers 1998: Persönlichkeit beeinflusste Beziehungen, nicht umgekehrt, z.B. wuchs Peer-Netzwerk bei Schüchternen langsamer als bei Nichtschüchternen nach Eintritt in Universität Korrelationen zwischen Persönlichkeit und Beziehungsstatus sind allerdings gering, da Beziehungsqualitäten nicht so stabil sind
  • 5 Soziometrischer Status Soziogramm Soziometrischer Status Beliebtheit- Unbeliebtheit Soziogramm: bildet Beziehungen zwischen Gruppenmitgliedern grafisch ab, beruht auf postitiven negativen Wahlen  kann für einzelne Gruppenmitglieder auf den soziometrischen Status reduziert werden->relativ stabiles Merkmal ihrer Umwelt Beliebtheit und Unbeliebtheit korelieren nur mäßig miteinander, weil: Personen, die weder beliebt, noch unbeliebt; kontroverse->polarisierend in 2dimensionalem Modell eingeordnet →Beliebtheit   ↑Unbeliebtheit können Eigenschaften Typen zugeordnet werden: Ignoriert, Abgelehnt, Kontrovers (aggressiv, unverträglich, aber mit ähnlicher Gruppe umgeben), beliebt(Extraversion, sozial kompetent, physisch Attraktiv)
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  • 6 Bindungen Definition: Bindungen, Bindungsstile Wiederholung-> Bowlby Bindungen= Besonders enge, emotional bedeutsame Beziehungen, stabile Unterschiede in ihrer Qualität= Bindungsstile   Wiederholung: Sigmund Freud->Objektbeziehungstheorien->Bowlby: Erfahrung mit frühehen Bindungen:Inneres Arbeitsmodell, verworfen zugunsten: dynamisch-interaktionistische Sichtweise:Dynamische Wechselwirkung zwischen Arbeitsmodellebn für Beziehungen und Beziehungserfahrungen
  • 6.1 Bindungen Ainsworth et al 1978 Fremde Situationen Test Phasen Bindungsstile und Häufigkeiten Main & Solomon 1986 Beobachtung von Bindungsstilen bei 12-18 Monate alten Kindern (hier Bindungssystem besonders aktiv, weil Laufen Lernen und Gefahr Nähe und Schutz zu Bezugspersonen zu verlieren) im Fremde-Situation-Test: Phasen: Versuchsleiter, Mutter, Kind-> VL zeigt Raum und verlässt ihn Mutter , Kind: Mutter und Kind spielen, Mutter bringt Kind zum Alleinspiel Mutter,Kind,Fremde: Fremde kommt rein, sagt 1 min nichts, spricht dann mit Mutter, spricht Kind an, Mutter geht ohne Verabschiedung Fremde, Kind: Fremde reagiert auf Kind Mutter,Kind: Wiedervereinigung: Mutter begrüßt Kind, bringt es zum Alleinspiel und verlässt Raum Bei Wiedervereinung äußert sich Bindungsstil: B: sicher :Keine Vermeidung des Kontaktes und der Nähe zur Mutter, Kind freut sich, wenn Mutter zurück (50% in Risikoumgebungen, 65% in Mittelklasse) A: vermeidend Ignorieren oder aktives Vermeiden der Mutter 25% C: ängstlich-ambivalent Zeichen eines Annäherungs- Vermeidungs-Konflikts gegenüber der Mutter Main & Solomon 1986: Erweiterung auf D: desorganisiert-desorientiert: Kind muss Schutz vor Person suchen, vor der es eigentlich Angst hat, in klinischen Stichproben 2-3 mal so oft, wie in normalen (hier 15%)
  • 6.1 Bindungen Bindungsstile Konsistenz der Bindungsstile von Kindern an Eltern Persönlichkeit der Bezugsperson: Einfühlsamkeit Vorhersage des Verhaltens durch Bindungsstil im Alter von 12 Monaten Stabilität des Bindungsstiles von Kindern an Eltern variiert stark, besonders bei instabiler sozialer Umwelt Bei Sicherheit-Unsicherheit: Beziehung abhängig von Persönlichkeit von Mutter und Kind, Beziehungsstil f(Kind, Bezugsperson)->kein Merkmal des Kindes, deswegen BEZIEHUNGSSPEZIFISCH Bei Unsicherheit: Form der Unsicherheit  (Typ A, C und D)über Beziehungen hinweg konsistent, weil mir Persönlichkeit des Kindes zusammenhängend   Die Inkonsistenz des Bindungsstils für sicher --> Bindungssicherheit von der Persönlichkeit der Bezugsperson abhängig  Bindungssicherheit des Kindes mit korreliert mit der Einfühlsamkeit der Bezugsperson in die kindlichen Bedüfnisse (um .25)  sicherer Bindungsstil zur Mutter im Alter von 12 Monaten-->  sozial kompetentes Verhalten mit Gleichaltrigen bis zum Jugendalter  Vermeidendend-->Aggressivität, ängstlich-ambivalent-->Schüchternheit und Ängstlichkeit 
  • 6.2 Bindungsstile im Erwachsenenalter Untersuchungsmethoden George et al. 1985: Adult Attachment Interview (AAI): Vorgehen, Auswertung, Zeitaufwand, Klassifikation primäre Bezugsperson in Erwachsenenalter meist Partner zwei völlig verschiedenen Untersuchungsmethoden  - Interviewmethode (AAI) - Selbstbeurteilung prototypischer Bindungsstile     George et al. 1985: Adult Attachment Interview (AAI):   1)Erwachsene beschreiben Beziehung zu Mutter und Vater in der Kindheit durch 5 Adjektive  2)Belegung durch konkrete Erfahrungen --> Auf Idealisierung, Widersprüche in Erzählung, mangelhafte Konkretsierung geprüft Interpretation Positive, nicht konkret belegbare Beziehungsbeschreibungen und Widersprüche--> UNSICHERE BINDUNG Schilderung widersprüchlicher, unangenehmer Gefühle gegenüber Eltern, aber widerspruchslos und offen geschildert --> SICHERE BINDUNG Extrem aufwändiges Verfahren: 1-2 Std. Interview +8 Std. pro Interview Transkription+Auswertung   Klassifikation: autonom-sicher unsicher-distanziert, unsicher-verwickelt, unverarbeitet, entspricht Ainsworth-Main-Typen B, A, C, D
  • 6.2 Bindungsstile im Erwachsenenalter AAI Validität Transmissionslücke Zeitliche Stabilität Gute Validität: AAI-Bindungstyp der Mutter VOR der Geburt des Kindes sagt die Bindung des eigenen Kindes im Alter von 12-18 Monaten gut vorher   Nur teilweise auf mütterliche Einfühlsamkeit zurückzuführen--> Transmissionslücke Genetische Merkmale scheiden aus, weil die Validität des AAI bei Adoptivkindern nicht niedriger ist   Langfristige Stabilität des Bindungsstils ist gering Längsschnittstudien von früher Kindheit (Fremde- Situation-Test) bis zum frühen Erwachsenenalter (AAI) fanden nur geringe oder keine Stabilität der Bindungsstile Stabilität höher in stabilen Familien als in instabilen
  • 6.3 Bindungsstile im Erwachsenenalter- Selbstbeurteilung prototypischer Bindungsstile Prototypen-Ansatz von Hazan & Shaver 1987 Warum nur geringe Korrelation mit AAI? Prototypen-Ansatz von Hazan & Shaver 1987: „Liebes-Quiz“  in Zeitung durch Beurteilung prototypischer Bindungsstile an Liebespartner: ängstlich-ambivalent, vermeidend, sicher  Beurteilung nach Likert Skala 56% Sicher: korreliert mit Vertrauen in Partner 25% Vermeidend: korreliert mit Furcht vor Nähr 19% Ängstlich-Ambivalent: korreliert mit Eifersucht   KORRELIERT NUR GERINGFÜGIG MIT AAI WEIL: misst Beziehung zu Partner, nicht zu Eltern klassifiziert idealisierte Beziehung als sicher (Schwäche der ökonomischen Selbstbeurteilung
  • 6.3 Beziehungen im Erwachsenenalter Validität von Selbstbewertung Simpson et al. 1992 Golfkriegsstudie von Mikulincer et al. 1993 Simpson et al. 1992: Studentinnen Angst eingejagt, sichere Bindung: Studentinnen suchen eher Schutz bei Partner, Partner bietet eher Schutz, je ängstlicher Freundin, Zusammenhang bei Vermeidenden nicht gefunden   Golfkriegsstudie von Mikulincer et al. 1993: Israelische Studierende während 1. Golfkrieges uv: Bindungsstil (durch Prototypen-Ansatz erfasst), Risiko für irakische Raketenangriffe   sicher gebundene:  mehr Suche nach Unterstützung durch andere,weniger Angst und Depression ängstlichambivalente mehr emotionsbezogene Bewältigungsversuche  vermeidend Gebundene :mehr defensive Bewältigungsversuche Zusammenhang gilt nur in Risikogebieten für Raketenangriffe-->Bindungsstil nur vorhersagekräftig, wenn Bindungssystem durch drohende Gefahr aktiviert     Dies galt aber nur in Gebieten mit hohem Risiko für irakische Raketenangriffe
  • 6.5 Bindungsstile von Erwachsenen Erweiterung Bartholomew 1990 Vermeidener Stil Ängstlich-Ambivalenter Stil 2 Dimensionales Modell Validität: Asendorpf et. al 1997 Bartholomew 1990: Erweiterung des 3-Typen-Modell von Hazan & Shaver 1987: Vermeidener Stil= Ängstlich  + Abweisend --> verschiedene Lösungen eines emotionalen Konfliktes zur Bezugsbperson:Abweisendes distanziertes Verhalten der Bezugsperson--> negatives Selbstbild/Fremdbild:   Ängstlich attribuiert Verhalten der Bezugsperson auf eigene Person, hat deswegen negatives Selbstbild, Vermeidend unterdrückt Bedürfnis nach Nähe, kann deswegen positives Selbstbild aufrecht erhalten, aber hat deswegen negatives Selbstbild Ängstlich/Ambivalenter Stil--> Besitzergreifend;  will negatives Selbstbild durch Bestätigung anderer, die psoitiv gesehen werden verbessern 2 Dimensionales Beziehungsmodell :Selbstbild und Fremdbild mit polen positiv-negativ Sicher: Positives Selbst-und Fremdbild Unsicher:  Besitzergreifend:Positives Fremdbild, negatives Selbstbild Ängstlich:Negatives Selbstbild, negatives Fremdbild Vermeidend: Positives Selbstbild, negatiives Fremdbild   Validität: Asendorpf et al. 1997: Gilt nicht für selbstbeurteilte Bindungsstile: Unsichere Bindungsstile korrelieren miteinander und negativ mit sicherem
  • 6.5 Konsistenz des Bindungsstils bei Erwachsenen Cook 2000 Furman et al. (2002) Bindungsstile sind auch im Jugend- und Erwachsenenalter stark beziehungsspezifisch: Cook 2000:  Familien mit 2 Eltern und 2 Jugendlichen, Jeder soll Bindungsstil zu allen 3 anderen Familienmitgliedern einschätzen. -->Unterschiede zwischen den Stilen beruhten primär auf der Interaktion Urteiler x Beurteilter und den Urteilern, nur sekundär auf den Beurteilten     Furman et al. (2002): Bindungsstil von Jugendlichen mit AAI und Interviews für Freunde und Partner untersucht --> Korrelation zwischen Freunden und Eltern, Freunden und Partner, aber nicht Eltern und Partner! Eltern<->Freunde<->Partner  
  • 6.5 Bindungsstil bei Erwachsenen Modell von Mikulincer & Shaver (2003) Informationsverarbeitungsmodell des Bindungsverhaltens Integriert Befunde zu Bindungsstilen in Prozessmodell der Informationsverarbeitung in Gefahrensituation --> Informationsverarbeitungsmodell des Bindungsverhaltens Gefahr-->aktiviert Bindungsytem-> Sicherheitsspendene Person verfügbar? (Muss nicht anwesend sein, reich, wenn theoretisch im Notfall helfen würde) -> Nein ->Aufsuchbar: Hyperaktivierendes Strategien: Klammern, Gefahr übertreiben...-->Hinwendung zu Gefahr und Bindungsrelevanter Reize ->Nicht aufsuchbar: Deaktivierende Strategien: Abwendung von Gefahr und Bindungsrelevanter Reize   Ja-->Adäquate Bewältigung der Gefahr, je nach Anwesenheitmit oder ohne Hilfe der Bezugsperson
  • 7 Partnerschaft Krieterien für "guten Partner" Antwort abhängig von Kriterium: - Zufriedenheit mit Partnerschaft (individuell) - Partnerschaftsstabilität (dyadisch) - dyadische Passung der Persönlichkeit Partnerschaftliche Stabilität: Ob Partnerschaft nach bestimmtem Zeitraum noch besteht, oder Trennung eingeleitet/vollzigen   Zufriedenheit guter Prädiktor für Stabilität, aber nicht gleichstzbar, weil viele stabil-unzufriedene Partnerschaften   Zufriedenheit kann zwischen Partnern variieren r=.65 Bezüglich individueller Persönlichkeit ist der Neurotizismus bei Mann und Frau der beste Prädiktor für aktuelle Unzufriedenheit (.25) und künftige   Unzufriedenheit und Trennung
  • 7.1 Partnerschaft Krieterien für "guten Partner" Kelley & Conley 1987 Neurotizismus und Zufriedenheit in Partnerschaft nach 20/45 Jahren Trennung Z Werte für Zusammenhang Neurotizismus stabil zufrieden, stabil unzufrieden Verlobte Paare (Bekanntenurteile), 20 und 45 Jahre später partnerschaftliche Zufriedenheit berfragt(wenn noch zusammen)    Neurotizismus zum Zeitpunkt der Verlobungkorrelierte mit der partnerschaftlichen Zufriedenheit!!!   Korrelation Zufriedenheit und Neurotizismus20 Jahre spater:   .27 bei Männern, .26 bei Frauen 45 Jahren später sank Korrelation bei den Mannern auf .11, stieg jedoch bei den Frauen auf .31.     è     Rückwirkung einer schlechten Beziehung keinen Einfluss auf Neurotizismus è     Stabile Beziehungen bereits durch niedrigen Neurotizismus ausgelesen   N sagt für beide Geschlechter die spätere Trennung hervor (z=.32)     getrennte Analyse von stabil-unzufriedene und stabil-zufriedene Paaren: Stabil zufrieden: Mann: -.22, Frau -.18  stabil-unzufriedenen Paare Mann N .30 , Frau -.07blieben     Problem: Gründe für Scheidungen könnten sich geändert haben ( Häufigkeit hat sich seit 1987 fast verdoppelt) aber Neurotizismus immer noch wichtig! stabil.-unzufriedene Partnerschaften wurden durch Neurotizismus, Introversion und mangelnde Vertraglichkeit des Mannes gefordert, wahrend Merkmale der Frau praktisch keine Beziehung zu stabil-unzufriedenen Beziehungen aufwiesen.  
  • 7.2 Partnerschaft Ähnliche Partner besser? Ähnlichkeit welcher Eigenschaften förderlich? Gleich und gleich gesellt sich gern stimmt nicht, Ähnlichkeit meist nur, weil Partner aus gleichem Milieu Die Ähnlichkeit in Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit und manchen Einstellungen ist förderlich für Partnerschaftszufriedenheit und Partnerschaftsstabilität.    
  • 2 Messerverfahren zur sozialen Umwelt und Anwendungsbeispiele  retrospektive Einschätzung: Stimmungslage (positiv-negativ) des heutigen Tages, aufgezeichnet vor dem Schlafengehen; Tagebuch: soziale Interaktionenn und deren Qualität; Logbuch: Stresssituationen und die Reaktion darauf; Piepsertechnik::Anteil der Tageszeit, der mit bestimmten Aktivitäten verbracht wird; direkte Verhaltensbeobachtung: Verhalten von Schülern und Lehrern im Unterricht; direkte Verhaltensmessung: ambulantes Monitoring physiologischer Reaktionen  Protokollierung durch Beobachter: Aktivitäten von Kindern durch Eltern oder Erzieher.
  • Experiences in Close Relationships Scale (ECR) von Brennan et al. (1998) Skalen: Ängstlichkeit (erfasst eher besitzergreigende Bindung) und Vermeidung(erfasst eher ängstliche Bindung)