Management Basics SS13 (Subject) / Risikomanagement (Lesson)

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  • Grundkonflikt der Unternehmensethik Moral <=> Gewinn Beispiele: Menschenrechtsverletzungen Kinderarbeit Umweltverschmutzung Korruption Bilanzverschleierung Insider-Trading Vernachlässigung von Sicherheitsstandards Rüstungsexporte in Spannungsgebiete Geldwäsche Hohe Preise für lebensnotwendige Medikamente  
  • Eine zentrale Aufgabe unternehmerischer Entscheidungsträger: = Die zielgerichtete Gestaltung unternehmerischer Zahlungsströme In der Realität: Prognosen mit Unsicherheit behaftet (Umwelt, Zhalungsströme) Höchstens Wahrscheinlichkeitsverteilung von Zahlungen möglich neben Zahlungskonsequenzen sollte Risiko berücksichtigt werden  
  • Definition - Risiko Unsicherheit bzgl. des Eintritts verschiedener, künftiger Umweltzustände. Eintrittswahrscheinlichkeiten der möglichen Zustände sicher und objektiv bekannt.
  • Wie ist Risiko zu beurteilen? Individuen, die Risiko• negativ beurteilen, verhalten sich risikoavers,• positiv beurteilen, verhalten sich risikofreudig,• in ihrer Entscheidungsfindung nicht berücksichtigen, verhalten sich risikoneutral.
  • Damit grundsätzliches unternehmerisches Ziel: Senkung unternehmerischer Risiken bei simultaner Erhöhung der erwarteten Zahlungen
  • Definition - Risikomanagement Messung und zielgerichtete Einflussnahme auf das unternehmerische ökonomische Risiko. Einflussnahme  nur dann möglich, wenn einzelne Risikoquellen identifiziert wurden
  • Grundsätzliche Unterscheidungsmöglichkeit: Endogene                    = griech. „im Inneren“                   RisikenExogene                      = griech. „von Außen“
  • Risiko- Management- Prozess 1. Risikoidentifikation-Bestimmung des Beobachtungsbereichs-Identifikation der wesentlichen Strategie- und Leistungsrisiken 2. Risikobewertung-Bewertung nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit-Wesentliche/bestandsgefährdende Risiken (Risikoportfolio) 3. Risikoaggregation-Aussagen zur Verteilung und Korrelation der Risiken-Bestimmung der Gesamtrisiko-position 4. Risikobewältigung-Präventive und reaktive Maßnahmen-Ad-hoc-Maßnahmen 5. Risikoüberwachung-Beschreibung der Ablauf- & Aufbauorganisation (Verant-wortlichkeiten)-Messgrößen, Indikatoren, Limit (Berichtswesen) 6. Externes Berichtswesen-Inhalte der Berichterstattung an die Stakeholder
  • Potentielle Risikoquellen Marktrisiken1. Aktienkurse 2. Indexstände (z.B. Dax) 3. Güterpreise 4. Marktzinssätze 5. Wechselkurse Rechtliche Risiken Politische Risiken 1. Enteignungsrisiken z.B. Bolivien 2. Transferrisiken Kreditrisiken Liquiditätsrisiken
  • Risikopolitische Gegenmaßnahmen 1) Risiken vermeiden Ausstieg aus riskantem Geschäftsfeld Verzicht auf bestimmte Technologien 2) Risiken vermindern Substitution fixer durch variable Kosten organisatorische Regelungen redundante Auslegung von Ressourcen 3) Risiken überwälzen Optimierung von Verträgen Optimierung des Versicherungsschutzes Risikotransfer über Kapitalmärkte (Wetter) 4) Risiken selbst tragen Ermittlung des Eigenkapitalbedarfs Optimierung der Eigenkapitalallokation Berechnung von Kapitalkosten ZIEL: Steigerung des Unternehmenswertes  
  • Instrumentarium Risikocontrolling 1.Break-Even-Analyse2.Return on Investment (RoI) / Du - Pont Kennzahlensystem3.Leverage Effekt / Return on Equity / Kurs-Gewinn-Verhältnis4.Cash Flow Return on Investment5.Liquiditätskennzahlen6.Economic Value Added (EVA)7.Balanced Scorecard8.SWOT – Analyse / Benchmarking
  • Return on Investment Der Return on Investment stellt das Jahresergebnis bezogenauf das eingesetzte Kapital dar: ROI =G/GK* 100
  • Du – Pont - Zahlensystem Darstellung zwischen Gewinn und Ø-eingesetzes KapitalsBei der Berechnung werden folgende Einflüsse eliminiert:- vermögenspolitische- kapitalstrukturbedingte- kapitalmarktbedingte so wird die ökonomische Tätigkeit im Zeitablauf gleichartig dargestellt
  • Du Pont-Kennzahlensystem - Vorteile Trägt dem Rentabilitätsziel Rechnung Ermöglicht Planung, Kontrolle und Steuerung Enge Verzahnung und Kompatibilität des operativen und strategischen Controllinginstrumentariums Es enthält die bedeutendsten Kennzahlen aus allen Bereichen Besitzt gute Frühwarneigenschaften zur Schwachstellenanalyse Übersichtlichkeit bei Informationsoptimierung
  • Du Pont-Kennzahlensystem – Nachteile Innovationshemmend Übergreifende, ganzheitliche, wertsystemorientierte Untersuchungs- und Führungsperspektive nicht möglich
  • Vorteile der BSC hilft kritische Erfolgsfaktoren auf allen Ebenen eines Unternehmens an einer Strategie auszurichten für Management ein umfassendes Bild der Geschäftstätigkeit. vereinfacht die Kommunikation und das Verständnis von Geschäftszielen und Strategien auf allen Ebenen einer Organisation. ermöglicht strategisches Feedback und Lernen. geht über einseitige Betrachtung des Du-Pont-Kennzahlensystems hinaus.
  • Nachteile der BSC Umfassende Marktkenntnisse sind erforderlich. Umfangreiche Überzeugungsarbeit ist im Vorfeld notwendig. Hochmotivierte, zukunftsorientierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind eine Voraussetzung. Das mittlere Management  qualifiziert, als Aufgabe die Vermittlung der Visionen und Strategien an die Mitarbeiter. Der qualitative Aspekt ist nicht angemessen berücksichtigt.
  • Leverage Effekt Kapitaltheoretisch geht man nur von reinen Rentabilitätsüberlegungen aus Grundlegender Ansatz ist die Bestimmung des optimalen Verschuldungsgrades. Soll eine höhere Verschuldung angestrebt werden, um die Eigenkapitalrentabilität zu erhöhen? Hierbei geht es um das optimale Verhältnis zwischen EK und FK Keine Gliederung nach Kapitalfristigkeit Lösungsansatz = leverage effect Leverage effect:Die Eigenkapitalrendite nimmt bei steigender Verschuldung zu, solange die Gesamtkapitalrendite größer ist als der Fremdkapitalzinssatz.
  • Leverage- Risiko Eigenkapitalrentabilität sinkt jedoch, wenn die Bedingungen nicht mehr erfüllt sind Die große Gefahr dabei ist, dass das Unternehmen stückweise durch den Kapitaldienst aufgezehrt wird. Dies kann zu Überschuldung und Insolvenz führen.  
  • Leverage Effekt x = Jahresüberschuss inkl. ZinsenV = Verschuldungsgradi = Zinssatz für FremdkapitalrEK = EigenkapitalrenditerGK = GesamtkapitalrenditerGK = x : Gesamtkapital (GK = EK+FK) x 100rEK = (x - (i*FK)): Eigenkapital x 100
  • Balanced Scorecard 1. Version definierenWelches Leitbild hat Unternehmen? 2. Stratzegie definierenWelche Startegie soll verfolgt werden? Auf welche Bereiche muss man sich konzentrieren? 3. Perspektiven u. kritische Erfolgsfaktoren festlegenWas muss man in jeder Perspektive gut können? 4. Kennzahlen definierenWas muss gemessen werden? 5. Scorecard auswertenWie wertet man die Scorecard aus? 6. Aktivitätspläne erstellenWelche Aktivitäten müssen eingeleitet werden um Ziele zu erreichen? 7. Management und Weiterentwicklung der ScorecardWir wird BSC aktualisiert, gepflegt u. entwickelt?