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Management Basics SS13 (Subject) / Aufbau der KLR (Lesson)

3.2.1

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  • Ziele und Fragestellung der KLR 1.Kostentransparenz2.Kostenbewusstsein3.Darstellung von Leistungen nach Außen und Innen4.Verbesserung der Argumentationsbasis gegenüber Drittmittelgebern5.Schaffung der Möglichkeit für eine transparente Querverrechnung von Leistungen zwischen Fachbereichen und zentralen Einrichtungen6.(Verwaltungs-) Gebührenermittlung, Kostenermittlung7.Make-Or-Buy Entscheidungen
  • Aufbau der KLR Rechnungsstufen der Kostenrechnung Kostenartenrechnung• Welche Kosten sind entstanden?Kostenstellenrechnung• Wo sind die Kosten entstanden?Kostenträgerrechnung• Wofür sind die Kosten entstanden?
  • Kostenartenrechnung Dient: •Erfassung und Systematisierung aller Kostenarten •Innerhalb der betreffenden Abrechnungsperiode •Quelle: z.B. Finanzbuchhaltung oder Lohn- und Gehaltsbuchhaltung
  • Kostenstellenrechnung Dient: • Die angefallenen Kosten werden hier auf die gebildeten Kostenstellen (häufig in Anlehnung an die Aufbauorganisation) verteilt • Ziel ist die Zuordnung zum Verantwortungsbereich der Führungskräfte • Verbessert die Kalkulation der Endprodukte, wenn eine direkte Kostenzurechnung schwierig ist
  • Kostenträgerrechnung Dient: •Letzte Stufe des Abrechnungsvorganges der Kostenrechnung •Die angefallenen Kosten werden jetzt nicht mehr herkunftsbezogen sondern verwendungsbezogen den Endprodukten (=Kostenträger) zugerechnet. Glieder sich in:1.Kostenträgerstückrechnung2.Kostenträgerzeitrechnung
  • Zusammenhang zwischen den Phasen der Kostenrechnung Kostenartenrechnung Erfassung der Kosten nach Arten und Aufteilung in Einzel- und Gemeinkosten.Kostenstellenrechnung Gemeinkosten werden Kostenstellen zugeordnet.KostenträgerrechnungZurechnung der Kosten auf ein bestimmtes Produkt.
  • Grundbegriffe - Einzahlung: Wert zugegangener Zahlungsmittel
  • Grundbegriffe - Einnahmen: Wert veräußerter Güter
  • Grundbegriffe - Ertrag: Wert entstandener Güter
  • Grundbegriffe - Leistung: Wert der aus der betrieblichen Tätigkeit heraus entstandenen Güter
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  • Grundbegriffe - Auszahlung: Wert abgegangener Zahlungsmittel
  • Grundbegriffe - Ausgabe: Wert zugegangener Güter
  • Grundbegriffe - Aufwand: Wert verzehrter Güter
  • Grundbegriffe - Kosten: Wert der aufgrund der betrieblichen Tätigkeit verzehrten Güter
  • Grundbegriffe - Zahlungsmittelbestand (bzw. liquide Mittel) Bargeld und Buchgeld
  • Grundbegriffe - Geldvermögen Zahlungsmittelbestand + Forderungen – Verbindlichkeiten
  • Grundbegriffe - Gesamtvermögen (bzw. Reinvermögen) Geldvermögen + Sachvermögen
  • Grundbegriffe - Betriebsnotwendiges Vermögen Immaterielles Anlagevermögen + Sachanlagevermögen + Vorräte (abzgl. Anzahlungen) + Kundenforderungen – Lieferverbindlichkeiten = Betriebsnotwendiges Vermögen
  • Gliederung der Kostenarten - Nach Verbrauch der Produktionsfaktoren 1.Personalkosten2.Materialkosten3.Dienstleistungskosten4.Kapitalkosten5.Raumkosten6.Kalkulatorische Kosten (z.B. Unternehmerlohn)  
  • Gliederung der Kostenarten - Nach betrieblichen Funktionen 1.Beschaffungskosten2.Fertigungskosten3.Vertriebskosten4.Verwaltungskosten
  • Gliederung der Kostenarten - Nach Art der Kostenerfassung: 1.Aufwandsgleiche Kosten (pagatorische Kosten)2.Kalkulatorische Kosten
  • Gliederung der Kostenarten - Nach der Herkunft der Kostengüter: 1.Primäre Kosten (z.B. Lohnkosten)2.Sekundäre Kosten (geldmäßiges Äquivalent des Verbrauches an innerbetrieblichen Leistungen z.B. selbsterstellter Strom)
  • Gliederung der Kostenarten - Nach der Zurechenbarkeit 1.Einzelkosten (auch direkte Kosten oder Kostenträgereinzelkosten) können direkt den einzelnen betrieblichen Leistungen zugeordnet werden (z.B. Holz bei der Möbelherstellung)2.Gemeinkosten (auch indirekte Kosten oder Kostenträgergemeinkosten) sind den einzelnen Kostenträgern nur indirekt zurechenbar, indem sie in der Kostenstellenrechnung über Schlüsselgrößen an Kostenstellen verteilt werden (z. B. Gehälter der Geschäfts- und Betriebsleitung, Feuerversicherung für die Produktionsgebäude). Man unterscheidet zwischen echten und unechten Gemeinkosten: echte Gemeinkosten können nur über Schlüsselgrößen verteilt werden unechte Gemeinkosten sind zwar eigentlich Einzelkosten und ließen sich den einzelnen Kostenträgern direkt zurechnen, werden aus Gründen der abrechnungstechnischen Vereinfachung aber wie Gemeinkosten gehandhabt  
  • Gliederung der Kostenarten - Nach Schwankungsgraden •fixe Kosten sind in ihrer Höhe unabhängig vom Beschäftigungsgrad (z.B. Miete für Lagerhallen)•sprung- bzw. intervallfixe Kosten sind auf bestimmten Intervallen des Beschäftigungsgrades konstant und ändern sich beim Überschreiten bestimmter Grenzen sprunghaft (z.B. Kosten für Maschinen, die bis zu einem gewissen Grad intensiver arbeiten können, ab einem bestimmten Grad aber neue Maschinen beschafft werden müssen)•variable Kosten sind in ihrer Höhe direkt vom Beschäftigungsgrad abhängig (z.B. Materialkosten, Transportversicherungen), man unterscheidet zwischen folgenden Arten von variablen Kosten:•progressive variable Kosten steigen schneller als der Beschäftigungsgrad(z.B. durch Überstunden  Nachtzuschläge)•degressive variable Kosten steigen langsamer als der Beschäftigungsgrad (z.B. durch Preisnachlässe bei größerem Materialeinkauf)•proportionale variable Kosten steigen proportional zum Beschäftigungsgrad•regressive variable Kosten fallen mit steigendem Beschäftigungsgrad(z.B. Heizkosten in Veranstaltungsräumen bei steigender Besucherzahl)•Mischkosten beinhalten sowohl variable als auch fixe Kosten (z.B. Telefonkosten, Energiekosten, Abschreibungen, Gehälter mit Leistungslohn)
  • Grundsätze der Kostenartenrechnung •Eindeutigkeit: Bei der Zuordnung der Kosten zu ihren Kostenarten darf es keine Zweifel geben. •Einheitlichkeit: Die Kosten sollen in jeder Abrechnungsperiode auch den selben Kostenarten zugeordnet werden. •Vollständigkeit: Es müssen alle Kosten berücksichtigt werden. •Wirtschaftlichkeit: Die Kostenarteneinteilung sollte unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen.
  • Aufgaben der Kostenstellenrechnung •Verteilung der nach Kostenarten aufgegliederten Gemeinkosten auf die Kostenstellen, wo sie angefallen sind (Verursachungsprinzip) •Leistungsverrechnung zwischen den Kostenstellen (innerbetriebliche Leistungsverrechnung), um die Gemeinkosten richtig zu verteilen. •Berechnung der Zuschlagssätze für die Material-, Fertigungs-, Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten, um sie mit Hilfe dieser Zuschlagssätze auf die Kostenträger (unfertige und fertige Erzeugnisse) verteilen zu können.
  • Arten der Kostenstellen Nach der Bedeutung für die Leistungserstellung Hauptkostenstellen Nebenkostenstellen Hilfskostenstellen Nach Art der Weiterverrechnung Vorkostenstellen Endkostenstellen Nach der betrieblichen Funktion Allgemeine Kostenstellen F&E-Kostenstellen Materialkostenstellen Fertigungskostenstellen Verwaltungskostenstellen Vertriebskostenstellen In der Praxis: Haupt-/Nebenkostenstellen = Endkostenstellen                        Hilfskostenstellen = Vorkostenstellen
  • Typen von Kostenstellen 1. Hauptkostenstellen = Hauptkostenstellen sind Kostenstellen, die überwiegend und unmittelbar mit den zum Verkauf bestimmten Leistungen (Hauptleistungen) beschäftigt sind. 2. Nebenkostenstellen = In Nebenkostenstellen werden Leistungen an solchen Produkten erbracht, die nicht zum eigentlichen Produktionsprogramm gehören, z.B. Abfallgüter 3. Hilfskostenstellen = Bei Hilfskostenstellen lassen sich zwei Arten unterscheiden:1. Allgemeine Hilfskostenstellen erbringen innerbetriebliche Leistungen für alle Betriebsbereiche (z.B. Betriebsfeuerwehr)2. Fertigungskostenstellen übernehmen Hilfsfunktionen für die Fertigung der Kostenträger (z.B. Arbeitsvorbereitung) 4.Vorkostenstellen = Kosten der Vorkostenstellen werden durch Umlage, entsprechend der Inanspruchnahme, auf andere Vor- bzw. Endkostenstellen weiterverrechnet 5.Endkostenstellen = Kosten der Endkostenstellen werden unmittelbar auf die Kostenträger zugeschlagen.
  • Kostenallokation in der Kostenstellenrechnung •Einzelkosten sind einem Kostenträger direkt zurechenbar und umlaufen deshalb die Kostenstellenrechnung. Gemeinkosten werden mittels eines Betriebsabrechnungsbogens den zugehörigen Kostenstellen zugeordnet und von dort mit sekundärer Kostenverrechnung auf die Kostenstellen und Kostenträger weiterrechnet, die in der Wertschöpfungskette nachgelagert sind. •Die Aufteilung der primären Gemeinkosten erfolgt direkt oder indirekt (Verteilung mit Hilfe von Umlageschlüsseln) auf die jeweiligen Empfängerkostenstellen. •Wenn eine Kostenstelle die Leistung einer anderen Kostenstelle verbraucht (= sekundäre Gemeinkosten), wird diese von der Senderkostenstelle als innerbetriebliche Leistung auf die Empfängerkostenstellen verrechnet.
  • Innerbetriebliche Leistungsverrechnung Die grundlegende Problematik ist, daß dieselbe Kostenstelle, die von einer anderen Kostenstelle Leistungen als sekundäre Gemeinkosten erhält, selbst auch Leistungen abgeben kann. Solche simultanen Leistungsverrechnungen können nur mit anspruchsvollen mathematischen Verfahren korrekt abgebildet werden. Wegen des großen Aufwands dieser Verfahren gibt es alternative Nährungsverfahren: Das Anbauverfahren berücksichtigt keine innerbetriebliche Leistungsverrechnung, es ist daher ein sehr grobes Verfahren. Es sollte möglichst nicht zur Anwendung kommen, da das Ergebnis nicht die tatsächlichen Gegebenheiten widerspiegelt. Das Stufenleiterverfahren (bzw. Treppenverfahren) ermittelt eine Nährungslösung. Die Hilfskostenstellen sollten möglichst so angeordnet werden, daß sie keine oder wenige innerbetriebliche Güter an vorangestellte Hilfskostenstellen liefern. Danach werden die Kosten über Verrechnungssätze übertragen. Die Qualität der Nährungslösung hängt sehr stark von der Anordnung der Hilfskostenstellen ab. Das Gleichungsverfahren ist das exakteste Verfahren. Die innerbetrieblichen Verflechtungen werden mit Hilfe eines linearen Gleichungssystems oder einer Iteration mathematisch korrekt ermittelt.
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  • Definition - Kostenträgerrechnung Unter einem Kostenträger versteht man jede selbständige Leistungs- bzw. Produkteinheit, deren Erstellung die Kosten verursacht hat.
  • Kostenträger Bestimmung der GüterAbsatzgüter, bei denen Außenaufträge vorliegen, z.B.1. Kundenaufträge, die bei der Fertigung bereits vorhanden sind2. Lageraufträge, die für einen anonymen Markt gefertigt werdenInnerbetriebliche Leistungen aufgrund interner Aufträge.1. Zu aktivierende Eigenleistungen, wenn sie über mehrere Rechungsperioden nutzbar sind2. Nicht zu aktivierende Eigenleistungen, wenn sie in der Rechungsperiode ihrer Erstellung verbraucht werden Art der Güter• Materielle Güter• Immaterielle Güter Fertigungsstufe der GüterZwischenerzeugnisse, die eine bestimmte Fertigungsstufe erreicht haben, aber noch nicht absatzreif sind. Ferner Fertigungserzeugnisse, die absatzreif sind. Verbundenheit der Güter• Unverbundene Erzeugnisse, fertigungstechnisch kein Zusammenhang• Kuppelerzeugnisse, ergeben sich zwangsläufig (z.B. Abwärme)
  • Aufgaben der Kostenträgerrechnung 1)Ermittlung der Herstell- und Selbstkosten der Kostenträger, stück- und zeitbezogen 2)Ermittlung des Erfolges der Kostenträger, stück- und zeitbezogen 3)Bereitstellung von Informationen für die Preispolitik zum Zwecke der Feststellung von Angebotspreisen und Preisuntergrenzen 4)Bereitstellung von Informationen für die Programmpolitik 5)Bereitstellung von Informationen für die Beschaffungspolitik um Preisobergrenzen festzustellen und über Eigenfertigung oder Fremdbezug entscheiden zu können 6) Bereitstellung von Informationen für die Bestandsbewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse
  • Gliederung der KLR Kostenträgerzeitrechnung Ermittelt den leistungsbezogenen Erfolg des Unternehmens 1. Gesamtkosten-verfahrenBei diesem Verfahren werden die gesamten Kosten der Rechnungs- periode den gesamten betrieblichen Erträgen gegenübergestellt. 2.Umsatzkosten-verfahrenDen Umsatzerlösen werden die Kosten der verkauften Produkte gegenübergestellt. KostenträgerstückrechnungErmittelt die Selbstkosten für eine Kostenträgereinheit VorkalkulationSie wird vor der Leistungs- erstellung durchgeführt. Sie wird auch als Angebots- kalkualtion bezeichnet. ZwischenkalkulationSie liegt zwischen der Vorkalkulation und dem Herstellungsende eines Erzeugnisses. Soll die Kostenent-wicklung überwachen und Angaben zur Bilanzierung liefern. NachkalkulationSie wird nach der Erstellung des Erzeugnisses durchgeführt und enthält die angefallenen Kosten in ihrer tatsächlichen Höhe. Sie legt die Abweichung zwischen Sollkosten und der Vorkalkulation und den tatsächlichen entstandenen Kosten offen.