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Bauen im Bestand (Subject) / Bauen im Bestand Fragen (Lesson)
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- 14 Weshalb sind gipshaltige Putze für Altbau-Keller MW ungeeignet? -Hohe Feuchtigkeit: Löslichkeit von Gips und Transport in Ionenform und Auskristallisation in Oberflächennähe -> Gipsfaulen
- 15. Nach WTA-Merkblatt sollten Sanierputze u.a. folgende Festmörteleigenschaften haben: 1. Trockenrohdichte < 1400kg/m3 -> ausreichend Porenraum 2. Druckfestigkeit 1,5 < ßa < 5 N/mm² -> Kohäsionsfestigkeit 3. Wassereindringtiefe <= 5mm/24h -> damit kein Salz durchkommt 4. µ-wert < 12 -> dampfdurchlässiger Putz
- 16.Nennen Sie 4 Verfahren der sogenannten mechanische Mauerwerksabdichtung. Beschreiben Sie dazu je eine Mauerwerkssituation, bei der Sie das jeweilige Verfahren einsetzen würden. Begründen Sie ihre Entscheidung. - Mauerwerksunterfangung - Mauerwerksaustausch - Mauerwerkstrennung - Kombination Unterfangung und Austausch
- 17. a) Welche Aufgaben und Kompetenzen hat die unter Denkmalbehörde z.B. eines Landkreises und welche hat ein Gebietsreferent eines Landesamtes für Denkmalpflege? - Untere Denkmalbehörde erteilt oder versagt Genehmigungen - Gebietsreferent hat beratende Funktion
- 17. b) Wie können Sie feststellen, ob ein Bauwerk unter Denkmalschutz steht? - Eigentümer fragen - Genehmigungsbehörde fragen (mit Vollmacht zur Einsicht)
- 17. c) Für Baumaßnahmen im Denkmalbereich eingesetzte Bau- und Hilfsstoffe sollen „denkmalgerecht“ und „reversibel“ sein. Was ist darunter zu verstehen? (Erläutern Sie dies anhand von 2 Beispielen). - Reversibel: Umkehrbar, Möglichkeit zum zurückbauen - Denkmalgerecht: Art der Materialien müssen zum Gebäude passen
- 18. Was ist Hydratationsdruck? Was sind die Folgen? - Einbau von Wasser in Kristallgitter -> Volumenzunahme beim Übergang eines Salzes in eine höhere Hydratstufe, Druckaufbau -> Absprengungen
- 19. Erläutern Sie a) Bodenfeuchtigkeit: - Kapillarfeuchte und Haftwasser im Boden
- 19. Erläutern Sie b) Aufsteigende Feuchtigkeit b) Aufsteigende Feuchtigkeit
- 19. Erläutern Sie c) Durchfeuchtungsgrad: - DFGgex = Fg/Fx
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- 19. Erläutern Sie d) Salzgradient - der unterschiedliche Salzgehalt (der Salzgradient) zweier Lösungen, die dazu tendieren, ihre Konzentrationen anzunähern
- 19. Erläutern Sie e) Kristallisationsdruck - Salze fallen aus übersättigter Lösung als Festkörper aus (Kristallisation) -> Volumenzunahme -> Kristallisationsdruck
- 19. Erläutern Sie f) Hygroskopizität - Eigenschaft eines Baustoffes (Luft-)Feuchtigkeit aufzunehmen und zu binden
- 20. Charakterisieren Sie den Begriff „Kapillarporen“ nach folgenden Kriterien: a) Ursache der Entstehung in Ziegeln und Mörteln. - Durch Trocknungsvorgänge wird Wasser ausgetrieben und es entstehen Hohlräume
- 20. Charakterisieren Sie den Begriff „Kapillarporen“ nach folgenden Kriterien: b) Einfluss auf Baustoffeigenschaften (welche Eigenschaften werden wie beeinflusst). - Festigkeit - Wärmeleitung - Feuchtetransport
- 20. Charakterisieren Sie den Begriff „Kapillarporen“ nach folgenden Kriterien: c) Enthalten Sanierputze auch Kapillarporen? Wenn ja, wie sind diese beschaffen? - Ja. Sie sind hydrophobiert und sehr häufig durch Luftporen unterbrochen
- 21. Durch welche Eigenschaften sind bauschädigende Salze und deren Wirkung? - Hygroskopisch - reagieren mit Mauerwerksbestandteilen -> lösende und treibende Angriffe
- 22. Nennen Sie 3 bauschädigende Salze und deren Wirkung. - Sulfate: Treibend - Nitrate: Hygroskopisch - Chloride: beides, Sehr gefährlich gegenüber Stahl/Eisen - Carbonate: können Hygroskopisch sein
- 23. Was versteht man unter Salzbehandlung, welche Methoden gibt es und welche Methode würde sie bevorzugen? - Alles Maßnahmen, die ihren schädlichen Charakter zerstören - Mechanisch: Putz abschlagen, Fugen auskratzen, Mauerwerkstausch (zu bevorzugen) - Chemisch: Umwandlung leicht löslicher Salze in schwer- oder unlösliche Salze oder Verringerung der kapillaren Transportkapazität des Porenraumes durch Hydrophobierende Grundierung - Kompressen: Verlagerung der Verdunstungszone vor die Mauerwerksoberfläche -> Einwanderung von Salzen in eine Kompressionsschicht (Opferschicht) infolge des Konzentrationsgefälles# - Elektrolyse: Ionentransport
- 24. In welcher baulichen Situation würden sie eine Mauerwerksdränung vorschlagen? Welche Informationen brauchen Sie? - Bei Stauwasserbildung - Aufnahme und Ableitung von Sickerwasser
- 25. Lehm hat eine abdichtende Wirkung solange er feucht ist. Wie beurteilen Sie aktuelle Bestrebungen der Denkmalpflege, anstelle vertikaler Abdichtung sogenannte „Lehmschürzen“ anzubringen? - Wissen über Gelände, Boden, Höhenschichten, offene Fugen, Außenputz
- 26. Lastfälle DIN 18195 - nicht drückendes Wasser - drückendes Wasser - Bodenfeuchtigkeit
- 27. Welche Lastfälle bzw. Belastungen gibt es? - Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser, drückendes Wasser, hygroskopische Feuchtigkeitsaufnahme, Tauwasser, Havarieschäden, mechanische Belastungen, Belastungsänderungen, schädigende Bestandteile im Wasser und im Boden
- 28. Nennen Sie Lastfälle nach DIN 18195. Nichtstauendes Sickerwasser, aufstauendes Sickerwasser, drückendes Wasser, von innen drückendes Wasser
- 29. Welche Erscheinungsformen hat Wasser im Boden? Oberflächenwasser, Haftwasser, Kapillarwasser, Sickerwasser, Stauwasser, Schichtenwasser, Grundwasser
- 30. Was ist nichtdrückendes Wasser (Sickerwasser)? Sickerwasser; sickert im Boden ab, tritt in geschlossener Ansammlung auf, übt keinen hydrostatischen Druck aus
- 31. Was ist drückendes Wasser? Grundwasser, Stauwasser (Schichtenwasser), Schlagregen -> kann von innen und außen drücken!
- 32. Was ist Tauwasser? - Wasser, das an äußeren Oberflächen und in Baustoffen/Bauteilen (an Wandungen von Macroporen) vorhanden ist
- 33. Was ist Kapillarkondensation? - Tauwasserabscheidungen in Mikroporen -> Sorptionsfeuchte
- 34. Was ist hygroskopische Feuchte? - Auswirkung in Poren eingelagerter hygroskopischer Stoffe ( überwiegend Salze, z.B. Nitrate)
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- 35. Was ist Bodenfeuchtigkeit? - Im Erdboden vorhandenes, kapillargebundenes und durch Kapillarkräfte hochsteigendes Wasser z.B. Bodenfeuchte, Saugwasser, Haftwasser und Kapillarwasser bzw. Kapillarfeuchte, von deren Vorhandensein grundsätzlich auszugehen ist
- 36. Welche Arten von Poren gibt es? - offene, durchgehende Poren, mit mindestens 2 Öffnungen - Sackporen, mit nur einer Öffnung - geschlossene Poren, ohne Verbindung nach außen -> Luftporen
- 37. Welche Eigenschaften werden durch die Kapillarporen beeinflusst? - Festigkeit, Wärmeleitfähigkeit, Feuchtetransport
- 38. Wie kann man den Feuchtegehalt in Baustoffen messen? - Indirekte Methoden: -> Elektrische Verfahren: Elektrische Widerstandsmessung (feuchteabhängige Widerstandsänderung), Leitfähigkeit, Kapazität, Mikrowellen -> Dielektrische Verfahren (feuchteabhängige Änderung des Dielektrikums) -> Kernphysikalische Verfahren: Gamma-Strahlen-Feuchtemessverfahren (feuchteabhängige Strahlenabsorption), Röntgenstrahlen, Neutronenstrahlen, magnetische Kernresonanz -> Thermometrische Verfahren: Infrarot-Feuchtemessverfahren (Thermografie), Wärmeleitfähigkeit - Direkte Methoden -> Gravimetrische Feuchtemessung: Trocknung, Dampfdrucksenkung -> Chemische Verfahren: Calciumcarbid (CM) Methode, Karl-Fischer-Tinktur
- 39. Was sind Vor- und Nachteile der indirekten Methoden? - Vorteile: -> Zerstörungsfrei -> Relativ geringer Aufwand -Nachteile: .-> Messgrößen stehen in mehr oder weniger reproduzierbarem Zusammenhang zum Feuchtegehalt -> Häufig keine quantitative Aussage möglich -> Umfangreiche Kalibrierungen
- 40. Was sind Vor- und Nachteile von direkten Methoden? - Vorteile: -> Messgröße Feuchtigkeit wird direkt erfasst - Nachteile: -> Probeentnahme erforderlich (nicht zerstörungfrei)
- 41. Was versteht man unter Salzgradient? Lösungen mit unterschiedlichem Salzgehalt nähern ihre Konzentrationen einander an.
- 42. Welche Schritte erscheinen Ihnen als wichtig von Besichtigung bis Instandsetzungsplanung? 1. Orientierte Bauwerksbesichtigung -> Überblick über Untersuchungs- und Diagnoseaufwand (Voruntersuchung ?) 2. Bestands- und Schadensaufnahme / Anamnese; Visuelle Schadensbesichtigung, Bauunterlagen, Archivmaterial 3. Untersuchungsplanung; Vorgehensweise, Auswahl der Untersuchungen, Untersuchung- und Diagnosekosten, Skizzen und Aufmaß 4. Untersuchungen vor Ort und im Labor; Mauerwerksart, Abmessungen, Gefüge, Baustoffkandidaten, Feuchte- und Salzbehandlung 5. Bewertung und Diagnose 6. Instandsetzung
- 43. Wer ist in Deutschland für Bauen und Denkmalschutz zuständig? - Bundesländer, Bauordnungen der Länder und Denkmalschutzgesetze der Länder
- 44. Was sagt das bayerische Denkmalschutzgesetz? (DSchG) - Gesetz zum Schutz zur Pflege der Denkmäler - Auffordern der Denkmaleigentümer diese instand zu halten, instand zu setzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen, soweit es Ihnen zugemutet werden kann
- 45. Was sind Denkmäler im Sinne des DSchG? - Baudenkmäler, Bodendenkmäler, eingetragene bewegliche Denkmäler (Eisenbahn)
- 46. Was ist ein Baudenkmal? - nach Art. 1 Abs. 1 DSchG: „von Menschen geschaffene Sachen oder Teile davon aus vergangener Zeit, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit dienen
- 47. Welche Arten von Baudenkmälern gibt es? - Burgen, Schlösser, Sakralbauten (Kirchen, Klöster), Stadtmauern, Tore, Türme, landwirtschaftliche Bauten (Bauernhäuser, Stallungen, Scheunen), Verkehrsbauten (Brücken), Gewerbe- und Industriebauten, Sportstätten, Schulbauten, Gartenanlagen und sonstiges
- 48. Was versteht man unter Denkmaleigenschaft? - Entsteht kraft Gesetzes (Festlegung) und Eintragung in ein Verzeichnis (Denkmalliste) -> Vollzughilfe für die Denkmalbehörde -> Information der Öffentlichkeit
- 49. Was versteht man unter Denkmalschutz? - Die Erhaltung von Denkmälern abgestellte hoheitliche Maßnahmen der öffentliche Hand -> Anordnungen -> Sonstige Verfügungen -> Erlaubnisse / Genehmigungen
- 50. Was versteht man unter Denkmalpflege? - Tätigkeiten und Maßnahmen nicht hoheitlicher Art, die der Erhaltung von Denkmälern dienen -> Hilfe, fachliche Beratung
- 51. Wofür ist die Denkmalschutzbehörde zuständig? - Erteilung von Genehmigungen (Bau- bzw. Veränderungsgenehmigungen) - Erlass von Anordnungen (z.B. Erhaltungsverpflichtungen)
- 52. Wofür sind die Landesämter für Denkmalpflege (LfD) zuständig? - Staatliche Fachbehörde für alle Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege zuständig für: -> Fachliche Beratung -> Begutachtung -> Finanzierung -> Mittelbar: Mitwirkung am Vollzug des DSchG
- 53. Wie kann man die Denkmalfachbehörde kontaktieren? Wofür ist Sie zuständig? - Anfrage beim Eigentümer - Einblick in die Denkmalliste - Nachfrage beim Referat der Denkmalfachbehörde (LfD) (erteilt / versagt Genehmigungen) - Beratungstermin mit zuständigem Gebietsreferenten des LfD (beratende Funktion) -> Kosten- und Planungssicherheit -> Klärung und Ausschöpfung von Fördermöglichkeiten -> Denkmalschutzrechtliche Genehmigung -> Baugenehmigung durch die Genehmigungsbehörde, sofern die Maßnahme erforderlich ist
- 54. Was bedeutet reversibel und denkmalgerecht? - Reversibel: Umkehrbar, Möglichkeit zum zurückbauen - Denkmalgerecht: Art der Materialien müssen zum Gebäude passen