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GB Studien (Subject) / 1-5 (Lesson)
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- Integration Wales (4) Normannen: englischem König unterstellt aber nicht beherrscht (erst ab Heinrich dem VIII) Act of Union 1536 Anglisierung vollständige institutionelle und administrative Integration
- Integration Schottland (4) Union of the Crowns 1603: schottischer Jacob I wurde König, da Tudors keinen Thronfolger hatten Union of the Parliaments 1707: freiwillig -> UK Gründe: gemeinsamer Markt (wirtschaftlich), keine Grenzwidrigkeiten, Konflikte mit Frankreich (sicherheitspoltisch) drei Säulen erhalten: Kirk, Rechtswesen, Bildungswesen
- Integration Irland (6) katholische Bevölkerung gegen protestantischen Herrscher (Heinrich VIII) britische Kolonie im 18. Jh. Act of Union 1801: UK of Great Britain and Ireland keine Identifizierung mit UK (außer bei nordirischen Protestanten) 1919-21 Unabhängigkeitskrieg -> Teilung in Republik Irland und Nordirland UK of GB and Northern Ireland
- Zusammenhalt des UK, Erfolg Integration (5) wirtschaftlicher Erfolg Stabilität, Kontinutität des politischen Systems Protestantismus einigende Phasen, Wks Wohlfahrstsstaat
- Empire (2+5) im 16/17 Jh. noch kein Empire, sondern privates Anliegen von Kaufleuten -> Handel Landnahme in Nordamerika um Christentum zu verbreiten, nicht um Empire aufzubauen Umbau zum Empire UK setzt sich für Fortschritt weltweit ein (Verbot Sklaverei, Protestantismus) Industrialisierung -> Expansionspolitik 1808 Kontrolle des atlantischen Subkontinents Siedlerkolonialismus in Australien, Neuseeland Mitte des 19. Jh. Weltmacht
- Eigenschaften des Empire (3) weltweite Verbreitung britischer Bildung stärkste Flotte neue Weltordnung, die auf freiem Handel basiert
- Commonwealth (6+3+1) white settler colonies: eigene Innenpolitik später Dominion-Status: eigene Gesetze mit Zustimmung des UK Mitglieder im Völkerbund selbstständige Nationalstaaten ab Mitte 19. Jh. (Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika) 1931 Westminster Statut: Gleichberechtigung -> Commonwealth Entkolonialisierung Effekte: Verbreitung der englischen Sprache Vorstellung des Rechtsstaats UK als Einwanderungsland heute: 54 Staaten auf freiwilliger Basis
- 3-Kreise-Konzept (Churchill) (3, 2) neue Weltordnung: Supermächte USA und SU weltpolitische Sonderrolle GBs: mit allen drei Kreisen verwoben (USA, Europa, Commonwealth) anglo-amerikanischer Kreis: kulturelle Wurzeln, Kultur-/Wertegemeinschaft, Irakkrieg verbreitender Amerikanismus Gefahr für britische Kultur?
- Britain in Europe (6) kein Verfechter europäischer Integration, sondern strategische Entscheidung Europa beizutreten (1973) Überlegenheit der Westminster Democracy von großer Bedeutung nach und nach verschoben wegen Krise in Ägypten, Haltung USA, Wirtschaftswachstum in Europa akward partner: Nachverhandlungen (Britischer Rabatt) Ausstiegsklauseln (bspw. eigene Währung) unter Blair (Labour) konstruktivere Politik (Osterweiterung, Europäische Sozialcharta) Cameron: Verbleib in der EU fraglich -> Referndum 2017
- Phasen der Nachkriegspolitik - retroperspektiv (4) 1945 - 60er: Postwar Consensus Mitte 60er - 70er: British Disease 80er - 90er: Thatcherism ab 90er: New Labour, New Britain
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- Konsensuale Planung FÜR die Nachkriegszeit (6) 1949-45 Kriegkoalition: Aussetzung der Wahlen, Regierung aus allen Parteien -> Burgfrieden bis 42: Planung und Organisation der Kriegswirtschaft nach 42: wie soll die Gesellschaft nach Kriegsende aussehen Merkmale der Kriegswirtschaft: keine Arbeitslosigkeit, keine freien Kapazitäten, staatliche Interventionen Überlegungen zur Nachkriegsordnung (Beveridge Report): nationales Gesundheitssystem, Sozialversicherungen, Ziel der Vollbeschäftigung
- Festigung und Etablierung des Konsensus IN der Nachkriegszeit (8) 1945-50 erste Wahl 45 nach Kriegsende (seit 35) L und C lehnen sich beide an Beveridge-Report an, L stärker Wahlsieg Ls 50 -> erste alleinige Labour-Regierung Umsetzung des Wohlfahrsstaats -> Umsetzung des Konsensus Verstaatlichung von Schlüsselindustrien (Bank, Kohleindustrie, Bahn, Elektrizität) umfassende Wirtschafts- und Sozialgesetzgebung (freie Gesundheitsvorsorge, Kindergeld Grundlagen des Postwar Settlements sind gelegt
- Hauptelemente des Postwar Consensus (4) alle drei Dimensionen der Politik: polity: Institutioneller und Konstitutioneller Rahmen der Politik politics: politischer Prozess/Wettbewerb policy: Inhalte, Programme polity: Allgemeiner Konsens, Einheitsstaat, Monarchie, Verfassungsordnung bleibt politics: Labour als Regierungspartei, 2-Parteiensystem mit Regierungsalternation, Anerkennung der Gewerkschaften als Sozialpartner policy: Mixed Economy (verstaatlichte Kernindustrien, ansonsten Marktwirtschaft), Wellfare State, Vollbeschäftigung, Dekolonisierung und 3-Kreise-Konzept
- Der Begriff des Thatcherismus (2,3,4) 1. politischer/persönlicher Führungsstil hart, unnachgiebig nationalistisch 2. starke Stellung in der britischen Politik primeministerial governement T reizte ihre Stellung und Macht stark aus große Entscheidungsgewalt (keine Länderkammern, richterliche Kontrolle) 3. konkrete politische Maßnahmen Abkehr vom Postwar Consensus Liberalisierung der Wirtschaft, Privatisierung von Schlüsselindustrien Abbau von Sozialleistungen Kampf gegen Gewerkschaften
- Vom Postwar Consensus zum Thatcherismus (5) T wurde 1975 Parteichefin der Konservativen Kampfansage an Gewerkschaften, Labour Party, eigene Partei Vorsitz nicht wegen ihrer Programms, bündelte Gegner des Postwar Konsensus (bspw. Neoliberale) erhielt durch Zuspitzung der Wirtschaftskrise (Ende 70er) mehr Zustimmung 1979: Wahlsieg Konservative (Labour isn't working)
- Grundargumente des Thatcherismus (8) Ausgangspunkt: winter of discontent Krisenelemente: ökonomische Dauerkrise gesellschaftliche Polarisierung Gewerkschaftsfrage Krisenursache: creeping socialism social democracy Krisenausgangspunkt: Postwar Consensus Grundvoraussetzung der Krisenlösung: Abkehr vom Nachrkriegskonsens Die Alternative: Eigenverantwortlichkeit free economy and strong state Krisenlösung: Gewerkschaftsmacht brechen Wirtschaft in Ordnung bringen radikale Reform der britischen Gesellschaft Aufschwung und Wohlstand popular capitalism enterprise culture
- Stadien des Thatcherismus (6) 1. 1960er-75: Pre-Thatcherismus eine Neue Rechte als Reaktion auf den Wahlsieg Labours 2. 1975-79: Herausbildung des Thatcherismus Aufkündigung des Postwar Consensus Formulierung der Gewerkschaftsfrage 3. 1979-82/83: Konsolidierung des Thatcherismus innerhalb der Konservativen Partei Durchschlagskraft des thatcherischen Diskurses in der gesellschaftspolitischen Diskussion 4. 1982/83-86/87: Radikalisierung des konsolidierten Thatcherismus 5. 1986/87-90er: a programme of radical reform leading Britain into the 1990s and -who knows- beyond 6. Thatcherism without Thatcher?
- Bilanz des Thatcherismus (2:2+3) Kohärentes Programm/Modell? zwar Grundprinzipien, aber einzelne Politiken ad hoc try and error (Monetarismus, Sozialabbau) schmerzhafte, aber heilsame Radikalkur am Patienten GB? zwar relative decline gestoppt und BIP/Kopf erhöht aber: Phasen der Arbeitslosigkeit, Inflation, Rezession; Staatsquote erhöht; Steuern erhöht gesellschaftliche Polarisierung hat sich zugespitzt: vergrößerte Einkommensschäre; North-South Divide hohe politische Kosten: Verfassungsdiskussion; Electoral Dictatorship; Legitimationskrise
- 1997: a turning point (3,2) 92: Prognosen für Konservative schlecht, gewinnen trotzdem 97: Labour gewinnt mit großer Mehrheit (Landslide Victory) Gründe: Niedergang K: intern zerstritten; black wednesday (Austritt aus Internationalem Währungsfond); keine Wirtschaftskompetenz; Skandale/Korruptionsvorwürfe Aufstieg New Labours
- The Transformation of the Labour Party (6:2,3,1,4,1,2) 1983 Beginn: Identifikation mit Krise Linksdruck Neil Kinnock: Zurückdrängen Gewerkschaften:Ts Gesetze prüfen nicht rückgängig machen neue Organisation der Partei weniger links 1987: trotz erster Reformschritte erfolglos Programmerneuerung: Privatisierungen (Abkehr von Mixed Economy); Marktmechanismus Effizienz Wohlfahrtsstaat steigern keine Hochsteuer Partei mehr Gewerkschaftsgesetze nur abmildern, nicht rückgängig machen 1992: wieder verloren 1994: Tony Blair -> New Labour K und L nähern sich auf rechter Seite an (Deregulierung, niedrige Steuern, Liberalisierung, Unternehmensnah)
- What's new about New Labour? (4, ab 2 je 4) Third Way: weder sozialistisch, noch neoliberal (zwischen Marx und Thatcher) inhaltliche Konzepte: Aktivierungsstaat anstatt Interventionsstaat/Nachtwächterstaat: Hilfe zur Selbstshilfe kein Egalitarismus, sondern Chancengleichheit wie in den USA Abstand von Gewerkschaften Marktorientierung, aber kein ungezügelter Markt-> Gerechtigkeit, Fairness, Einzelverantwortung, Partnerschaft in der Gesellschaft parteiorganisatorische Konzepte: Verstaatlichungsklausel entfernt finanzielle Unabhängigkeit von Gewerkschaften neue Wählerschichten: Mittelstand neue Form des Wahlkampfs (Clinton) Wahlversprechen: Beibehaltung der Gewerkschaftsgesetze keine Erhöhung der Einkommenssteuer zusätzliche Gelder in Bildung, Soziales Abgrenzung Old Labour und Thatcherismus
- New Labour in the Government - Wandel? (5,3+3+3,3) Gemeinsamkeiten/Unterschiede zum Thatcherismus Gemeinsamkeiten Thatcherismus Haltung gegenüber Gewerkschaften Betonung des freien Markts keine Steuererhöhungen Sozialleistungen nur unter bestimmten Auflagen Nähe zu Unternehmen Unterschiede Thatcherismus/Third Way: Wirtschaftliches: Staat übernimmt konkrete Rolle im Arbeitsmarkt, Sozialpolitik gezieltere Sozialleistungen Wohlfahrtsstaat mit freiem Markt vereinbaren (Mindestlohn) Soziales: Bildungspolitik als zentrale Aufgabe des Staats garantierte Mindestrente Reform des National Health Service Verfassungspolitik: Europäische Sozialcharta Supreme Court etabliert Devolution -> zwar Anknüpfungen an Thatcher, aber Veränderungen-> kann nur in Verbindung verstanden werden, aber kein Produkt des Thatcherismus-> kein Bruch, aber erkennbarer Richtungswechsel/Fortentwicklung