EU Management (Subject) / Problemfelder (Lesson)
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- Globale Diversität Politische Risiken - Definition, Ebenen und aktuelle Felder Definition: staatliche Aktivitäten, die die langfristige Rentabilität eines Unternehmens nachteilig beeinflussen können Ebenen: Makropolitische Risikoereignisse: Inflation, Sturz einer Regierung Mikropolitische Risikoereignisse (creeping expropriation - schleichende Enteignung): Erhöhung Tabaksteuer (betrifft nicht alle U -> mikro) Felder (ab 2001ff): Verstaatlichung (nationalization), Enteignung (expropriation), Konfiszierung Terrorismus Handelsrestriktionen (Neoprotektionismus) Diebstahl geistigen Eigentums; Produktpiraterie (China)
- Globale Diversität Risikomanagement 1. Informationsgewinnung: Nutzung externer Expertise und Beratung (vgl. Länderauswahl, BERI-Index) Ausbau In-House Kapazitäten (Bsp. Dow Chemical) 2. Strategien im Umgang mit politischen Risiken Vermeidung, Desinvestition (z.B. Standortverlagerung) Adaptierung Equity Share (Joint Ventures): Netzwerk mit lokalen U Partizipatives Management: lokale Manager Lokalisierung der Aktivitäten: Anpassung an lokale Gegebenheiten (Landessprache) Entwicklungshilfeaktivitäten: Verbesserung Reputation, Image Dependency (Schaffen von Abhängigkeiten): Input-, Markt-, Positionenkontrolle (Verträge, langfristige Verbesserungen versprechen) Hedging (Deckelung/Absicherung von Risiken): Versicherung (Bsp. OPIC, FCIA), Aufnahme lokales Kapital
- Globale Diversität Rechtssysteme / Rechtskreise 1. Common Law stützt sich auf Präzedenzfälle: Fallrecht Weiterbildung durch richterliche Auslegung : Richterrecht v.a. englischsprachige Länder (USA, 26 weitere) 2. Civil Law durch jeweiligen Gesetzgeber kodifizierte Gesetze Richterrecht spielt untergeordnete Rolle v.a. nicht-englischsprachige Länder (70, u.a. Japan) 3. Islamisches Recht keine klare Trennung von Religion und Recht, jedoch: starke Unterschiede in den einzelnen Ländern verbreitet in islamisch geprägten Ländern (27)
- Globale Diversität GLOBE-Studie (House) Identifikation von 10 kulturellen Clustern (Gupta), z.B: Germanic Europe (maskulin, durchsetzungsstark, individualistisch, ergebnisorientiert) Latin Europe (Leben nehmen wie es kommt, nicht über Ergebnisse nachdenken) Anglo Arab South Asia
- Globale Diversität Nationalkulturen-Konzept (Hofstede) Ausgangspunkt: Bedeutung, Einfluss nationaler Kulturen auf Unternehmensführung und -handeln -> Differenzierung verschiedener Kulturen Fünf Kulturdimensionen: 1. Machtdistanz (power distance): gibt an, inwieweit weniger mächtige Individuen eine ungleiche Verteilung von Macht akzeptieren und erwarten niedrige Machtdistanz: Österreich, Israel, Dänemark, Neuseeland hohe Machtdistanz: Malaysia, Slowakei 2. Individualismus und Kollektivismus: Nähe zur Leistungsorientierung Individualismus: USA Kollektivismus: Lateinamerika (solidarisch, gegenseitig unterstützend) 3. Maskulinität versus Feminität maskulin: Leistungsorientierung, Prestige, Reichtum -> Japan, Slowakei feminin: Beziehungsorientierung, Lebensqualität -> Schweden 4. Unsicherheitsvermeidung hoch: Mittelmeerländer, Lateinamerika, Japan 5. Lang- oder kurzfristige Ausrichtung Zukunftsorientierung Lang: China, Japan, asiatische Staaten Kurz: westliche Industrieländer, z.T. Entwicklungsländer
- Beschaffung, Produktion, Marketing Beschaffung: Einflussfaktoren 1. Mögliche Beschaffungsquellen: lokaler Markt: Kostenersparnis durch Vertrauen, Kenntnis, keine sprachlichen Unterschiede Drittländer: Länder in denen U nicht vertreten ist Beschaffung aus dem Konzernverbund: Tochterunternehmen als Zulieferer 2. Frage: wovon hängt die Entscheidung für eine der Quellen ab? Beschaffungskosten (Preis/Währungsrisiken, Transportkosten, Zölle, Beschaffungszeiten) quantitative, qualitative und zeitliche Zuverlässigkeit Versorgungssicherheit (Streiks, Demonstrationen) Lokale Vorschriften technische, logistische und finanzielle Proble der Lieferanten
- Beschaffung, Produktion, Marketing Beschaffung: Gestaltungsalternativen Arbeitsteilung und Koordination zwischen Muttergesellschaft und Tochtergesellschaft(en): 1. Ethnozentrisches Beschaffungsmanagement MG übernimmt Verhandlungen mit Lieferanten , TG übernimmt operative Aufgaben der Beschaffung Vorteile: Marktmacht, Einheitlichkeit, Know-How Nachteile: lange Informationswege, Trägheit, hoher Abstimmungsbedarf 2. Polyentrisches Beschaffungsmanagement TG übernimmt weitgehend Verhandlungen mit Lieferanten Vorteile: Flexibilität Nachteile: Einheitlichkeit und Nachfragemacht gefährdet 3. Geozentrisches Beschaffungsmanagement Beschaffung ist nach Hauptbedarfsträgern im Konzern gegliedert Vorteile: Nachfragemacht bleibt erhalten, Abstimmungsprobleme gering Nachteile: Diskussion um Verrechnungspreise
- Beschaffung, Produktion, Marketing Bedeutung des Teilbereichs Produktion 1. Standortentscheidung (vgl. makroökonomische Theorien) 2. Hoher Ressourceneinsatz 3. Entscheidung über Produktionsstandort hat zentralen Einfluss auf andere Teilbereiche 4. Politische Bedeutung -> Wohlstands- und Beschäftigungsziele Industriepolitische Motive (restriktive) Gesetzgebung
- Beschaffung, Produktion, Marketing Grundansätze der Produktionsorganisation Fordismus: ab Beginn 20. Jhd (Massenproduktion mit hoher Fehlertoleranz) Lean Production: ab 1980er (schlanke Produktion: Abbau von Fixkosten; keine Fehlertoleranz; Toyota) Volvoismus: ab 1980er (Massenproduktion mit stärkerer Eigenverantwortung; geringe Fehlertoleranz)
- Beschaffung, Produktion, Marketing Produktion: Fertigungstiefe Frage: welche Bereiche der betrieblichen Leistungerstellung soll das Unternehmen selbst machen, welche auslagern (outsourcen), also kaufen/zuliefern lassen mögliche Vorteile der Auslagerung: Kostensenkung Qualitätsvorteile Nachteile der Auslagerung: Preis- und Währungsrisiken Abstimmungsbedarf Lieferprobleme (just-in-time) politische Probleme
- Beschaffung, Produktion, Marketing Marketing: Kommunikationspolitik 1. Besonderheiten, Barrieren der internationalen Kommunikationspolitik Sprachunterschiede Staatliche Regelungen Verfügbarkeit von Medien Ökonomische Unterschiede (Kaufkraft) 2. Strategien Standardisierung Differenzierung Mischform (Dachkampagnen) 3. Instrumente Werbung (Medien, Werbemittel) Personal Selling Messen und Ausstellungen Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations)
- Beschaffung, Produktion, Marketing Marketing: Distributionspolitik umfasst alle Entscheidungen und Maßnahmen, die den Weg der Unternehmensleistung (Produkte, DL) an die Abnehmer betreffen-> abhängig von Markteintrittsstrategie 1. Absatzwege direkte oder indirekte Distribution Adaption (Nutzung vorhandener Absatzwege) Modifikation (Veränderung vorhandener Absatzwege) Innovation (neue Absatzwege) 2. Auswahl der Absatzmittler Handelsvertreter, Makler, Kommissionäre Niederlassungen,Exporthändler abhängig von Art des Produkts (Verderblichkeit, Erklärungsbedürftigkeit)
- Organisationsstrukturen, HRM Aufbauorganisation Primärorganisation: auf Dauer angelegte, grundlegende Organisationsprinzipien Grundformen: Funktionale Organisation: Gliederung nach betrieblichen Funktionen (Einkauf, Produktion, Vertrieb) Divisionale Organisation: Gliederung nach Produktgruppen oder Absatzkriterien (Großkunden, Privatkunden; Personenfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Flugzeuge) Matrixorganisation: Gliederung nach zwei Kriterien, die gleichberechtigt nebeneinander stehen
- Organisationsstrukturen, HRM HRM: Besetzungsstrategien 1. Ethnozentrische Besetzungsstrategie Transfer von Mitarbeitern des Stammhauses ins Ausland Vorteile: einheitliche Unternehmenskultur, einfachere Kommunikation, Know-How- und Managentmentwissen-Transfer Nachteile: Demotivation im Gastland 2. Polyzentrische Besetzungsstrategie an Landesbesonderheiten angepasste Führung -> einheimische Kräfte Vorteile: Personalbedarfsdeckung, Kosten, Integration in das Gastland, Motivation Nachteile: Abstimmung, Arbeitsmarkt im Gastland, Kommunikationsprobleme 3. Geozentrische Besetzungsstrategie globale Strategie: Vermischung der kulturellen Elemente Vorteile: Personalbedarfsdeckung, Flexibilität, Austausch Nachteile: Kosten, Abstimmung, Identitätsverlust (Corporate Identity)
- Organisationsstrukturen, HRM HRM: Entsendungspolitik 1. Auswahlphase Kriterien: fachliche und persönliche Qualifikation (Anpassungsfähigkeit, Gesundheit) Auswahltechniken: Potenzialbeurteilung, psychologische Tests, Assessment-Center, Interviews 2. Vorbereitung Schulung: z.B. 7-Stufen-Plan (Kurzbesuch); Sprachausbildung, Landeskundeunterricht, Erfahrungsaustausch mit Rückkehrern Entsendungsvertrag: Einkommen, Sozialversicherungen, Steuern, Umzug, Wohnung, Heimfahrten 3. Einsatzphase Einsatzdauer: id.R. 3-5 Jahre Betreuung während des Einsatzes: z.B. Mentor in der Muttergesellschaft -> Mitarbeiter wird nicht vergessen 4. Reintegrationsphase Antizipation (Erwartungen des Mitarbeiters) Akkomodationsphase (Wahrnehmung von Unterschieden -> verschiedene Reaktionen) Adaptionsprozess Re-Entry-Position als Hauptproblem für Heimkehrer - problematische Länder (Sicht USA): China, Brasilien, Indien, Indonesien, Japan, Russland, etc.
- Standortmanagement Aufspaltung Produktionsstufen ein Land: Nationale Verbundproduktion mehrere: Internationaler Produktionsverbund Aufspaltung der Produktionsstandorte ein Land: Nationale Parallelproduktion mehrere: Internationale Parallelproduktion Zentralisierte Produktion ein Land: Weltmarktfabrik
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- Marketing: Preispolitik Einflussfaktoren (Varianten, Bestimmungsgrößen) Preisstrategie (Standardisierung, Differenzierung) Kosten (Preiskalkulation ausgehend von Kosten und Absatz) Konkurrenz (abhängig von Marktstellung: Abschöpfungspreis, Niedrigpreisstrategie) Nachfrage (Produktnutzen, Kaufkraft) Staatliche Regulierungen (Kartellgesetzgebung, Handelshemnisse)
- Organisationsstrukturen Aufmerksamkeit bei der Organisation internationaler Unternehmen va. auf: Flexibilität Anreiz-, Ressourcen-, Informationskompabilität Lernen uns Wissenstransfer Fähigkeit zur Selbststeuerung
