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Phytomedizin (Subject) / Einführung/ Symptomatologie/Schadfaktoren (Lesson)
- 1. Definieren Sie die Begriffe Krankheit, Schadorganismus, Parasit, Pathogen, Pathogenität, Pathogenese, Aggressivität, Virulenz, Symptom, Syndrom Krankheit: jede Abweichung vom normalen Verlauf der Lebensvorgänge bei Pflanze, Tier und Mensch, die mit einer Schwächung des betreffenden Organismus oder seiner Teile verbunden ist und unter Umständen zum Tod führen kann. Schaderreger/-organismus: Sammelbegriff für die (biotischen) Ursachen wirtschaftlicher Schäden an Nutzpflanzen, Nutzpflanzenbeständen und Erntegütern. Neben Mikroorganismen und Viren als Erreger von Krankheiten zählen dazu im weiteren Sinn auch Schadtiere und Schadpflanzen. Parasit: Organismus, der an oder in einem Wirt lebt, Energie und Substanzen für Wachstum und Entwicklung ohne eine gleichwertige Gegenleistung von ihm bezieht. Pathogen: krankheitsverursachender Organismus oder Virus Pathogenität: genetisch fixierte Fähigkeit eines Pathogen, eine Erkrankung auszulösen. Pathogenese: Entstehung und Verlauf einer Erkrankung; die Prozessfolge im Verlaufe einer Krankheitsentwicklung vom Initialkontakt zwischen einem Pathogen und seinem Wirt, im Allgemeinen bis zur Entstehung neuer Vermehrungseinheiten. Aggressivität: Die Fähigkeit eines Organismus, eine Pflanze (einen anderen Organismus) zu befallen, anzugreifen, ihren (seinen) Widerstand zu überwinden, sie (ihn) für seine Zwecke (insbesondere hinsichtlich seiner Ernährung) zu nutzen und sich in oder auf ihr (ihm) zu vermehren à Gegenteil von Pathogenität Virulenz: Fähigkeit von Erregergenotypen, Sorten mit definierten Resistenzgenen zu befallen und sich an ihnen zu vermehren. Virulenz bezeichnet also die Fähigkeit, genetisch definierte Resistenz zu überwinden. Erregergenotypen, die dazu nicht in der Lage sind, werden als avirulent bezeichnet à Gegenteil von Virus Symptom: sichtbare Veränderungen an Pflanzen, die durch Schadorganismen verursacht wurden Syndrom: Gruppe verschiedener, aber zusammengehöriger Symptome, die ein Krankheitsbild charakterisieren
- 2. Was versteht man unter abiotischen und biotischen Schadursachen? Abiotische Ursachen sind/haben: - Nicht lebende Faktoren, welche Schäden an Pflanze hervorrufen - Hohes Schadpotential, insbesondere Witterung (Stürme, Frost, Hagel…) und können nur wenig vom Menschen beeinflusst werden. Eine Übertragung auf andere Pflanzen ist nicht möglich. - Weitere abiotische Ursachen: Nährstoffmangel/- überschuss (hat Einfluss auf die Anfälligkeit für Schädlinge), pH-Wert (ruft bestimmte Pfkanzenkrankheiten wie Kartoffelschorf ↑ oder Fusarium ↓ hervor), toxische Stoffe in Luft (NH3, SO2…) u. im Boden (Salze, Herbiszide), Agrartechniken (Verletzungen, Verdichtungen) Biotische Faktoren: - Lebende Faktoren, welche Schäden an Pflanze hervorrufen - Dazu zählen Viren, Bakterien, Pilze Anthropoden, Nematoden, Schnecken, Wirbeltiere, Unkräuter
- 3. Nennen Sie fünf Kategorien von Symptomausprägungen mit jeweils einem Schadorganismus, der diese verursacht. 1) Farbveränderungen -> abiotische Faktoren, Viren (BYDV)2) Dürren -> abiotische Faktoren, Viren, Pilze 3) Nekrosen -> Viren, Pilze, Bakterien 4) Nass-/ Trockenfäulen -> Pilze, Bakterien5) Welken -> Pilze, Bakterien, Milben6) Formveränderungen -> Phytoplasmen, Nematoden, Viren
- 4. Auf welche Weise beeinflussen Nährstoffmangel oder –überschuss das Auftreten von Pflanzenkrankheiten? - Nährstoffmangel oder –überschuss beeinflussen den Stoffwechsel der Pflanze u. damit Förderung / Hemmung eines Schaderregerbefalls Nährstoffmangel: - wirkt förderlich auf perthotrophe Erreger -Wachstumseinbußen u. krankhafte Veränderungen (z.B. Kümmerwuchs, Blattfall, andere Mangelkrankheiten)- Gelbfärbung (Chlorophyll fehlt)- Widerstandsfähigkeit, Standfestigkeit vermindert Nährstoffüberschuss: - Förderung von Schädlingen (insbesondere saugende Insekten) -> entzieht Pflanze Nährstoffe- Führt zur Versauerung des Bodens -> pH-Wert ist niedrig -> fördert Fusarium/ Kohlhernie Nährstoffmangel/ -überschuss haben auch Einfluss auf Bestandesklima, Pflanzenphysiologie u. - morphologie
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