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Sozialpsychologie (Subject) / Theorie des vernünftigen Handelns14.11. (Lesson)
von Fisher & Ajzen, Voraussage und Erklärung von Verhalten, konkrete Verhaltensweisen/Verhaltenskategorien - Unterschied; bester Verhaltensprädiktor: Intention, ABER: Höhe Korr. zw. Intention und Verhalten hängt ab von wichtigen Aspekten: Zeit, Kontext, Ziel, Handlung. STABILITÄT der Intension abhängig von verstrichener Zeit; 2 Ursachen für Intention: Einstellung zum Verhalten, subjektive Norm
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- 1) Von wem ist die Theorie des vernünftigen Handelns? Was ist Gegenstand der Theorie? 14.11./ Antwort: Die Theorie des vernünftigen Handelns stammt von Fishbein und AJZEN. Gegenstand der Theorie: Voraussage und Erklärung von Verhalten, nicht aber Ergebnisse. Obwohl auch Ergebnisse vorhergesagt werden könnten, wenn die meisten Verhaltensweisen und andere ergebnisabhängige Faktoren erfasst werden.
- 1a) Erkläre die Theorie des vernünftigen Handelns am Beispiel Gewichtsabnahme?14.11. Antwort: Das Ergebnis wäre die tatsächliche Gewichtsabnahme; diese ist zu unterscheiden vom Verhalten, das zur Gewichtsabnhame führt: wenig Bier trinken, ungezuckerten Kaffee, wenig Eis essen usw. Ergebnisse wären dann vorhersagbar, wenn nahezu alle Verhaltensweisen, die zu Gewichtsabnahme führen erfasst würden und sämtliche andere Faktoren, die für das Körpergewicht relevant sind.
- 2). Warum wird in der Theorie von Fishbein & Ajzen zwischen konkretem Verhalten und Verhaltenskategorien unterschieden?14.11. Antwort: weil nur konkretes Verhalten beobachtbar ist, nicht aber Verhaltenskategorien (wie z.B. Umweltschutz). Beobachtbar ist z.B. Müll trennen
- 3). Was ist in der Theorie des vernünftigen Handelns der beste Verhaltensprädiktor und warum? Wovon hängen die Korrelationen zwischen Intentionen und Verhalten ab?14.11./ Die Intention; sie sind ein Spezialfall von Meinungen über das eigene Verhalten, subjektive Wahrscheinlichkeiten über das Auftreten bestimmter Verhaltensweisen. Sie werden mittels Ratingskalen (Endpunkte: sehr wahrscheinlich..... sehr unwahrscheinlich) erfasst.Korrelationen zwischen Intentionen und Verhaltensweisen können trotzdem sehr unterschiedlich sein. Nur wenn die Intentionen in Bezug auf die Aspekte Handlung, Zeit, Kontext, Ziel mit dem vorauszusagenden Verhalten genau übereinstimmen sind sie gute Verhaltensprädiktoren.Beispielsweise kann aus der allgmeinen Hilfsbereitschaft eines Menschen kaum vorhergesagt werden, was er im konkreten Fall tun wird. ... Frage müßte lauten: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie morgen um ... Uhr bei der Kirche helfen werden Suppe an Unterstandslose auszuschenken?
- 4) .Welche Rolle spielt die Stabilität in der Theorie des vernünftigen Handelns? Welche Ursachen haben Intentionen?14.11. Es ist wichtig, WANN die Intention erhoben wird, da sich viele Verhaltensabsichten mit der Zeit ändern können. Eine Frage, die sich auf ein Verhalten in nächster Zeit bezieht, wird das Verhalten besser vorhersagen können als eine, die sich auf die nächsten 3 Jahre bezieht (z.B. bei einem Autokauf). Intentionen haben zwei Ursachen: sie hängen von der Einstellung zum Verhalten und von der subjektiven Norm ab. Die subjektive Norm zeigt sich im wahrgenommenen sozialen Druck. Sie zeigt sich in zwei Komponenten: vermeintliche Verhaltensvorschriften wichtiger Personen und die Motivation, diese zu befolgen. Die relativen Stärken dieser beiden Konponenten müssen immer empirisch (durch Regressionsanalysen) ermittelt werden.Je nachdem, was stärker ist - Einstellung oder Norm - bestimmt dann das Verhalten. Wenn Einstellung und Norm widersprüchlich sind, haben die Gewichte von Norm und Einstellung besondere Bedeutung. Beispielsweise: Selbst hat man eine sehr positive Einstellung zum Autokauf, (vermeintlich) wichtige Personen sind dagegen. Dann wird das Kaufverhalten entsprechend der Gewichte der beiden Komponenten Einstellung und Norm erfolgen.In zahlreichen Untersuchungen: Einstellungen stärker als Norm
- 5.1 Theorie des vernünftigen Verhaltens: Wie wird die Einstellung zum Verhalten gemessen? Wie wird die subjektive Norm gemessen?14.11. Einstellung zum Verhalten und subjektive Norm sind von Meinungen determiniert.Messung der Einstellung zum Verhalten:Versuchspersonen müssen Konsequenzen des jeweiligen Verhaltens (Vor- und Nachteile) angeben. Diese bewerten sie dann auf einer Ratingsskala (e.i). Auf einer zweiten Skala wird die subjektive Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Konsequenz eingeschätzt (Meinungsstärke b.i). e i x b i = Produktsumme = Maß für die Einstellung zum VerhaltenSubjektive Norm ist ebenfalls eine Produktsumme. Zunächst Angabe der wichtigen Bezugsgruppen/Personen für das untersuchte Verhalten. Für jede angegebene Person/Personengruppe muss mittels einer Ratingskala die normative Meinung b i eingeschätzt werden, wie sehr die Person X für oder gegen die Durchführung des Verhaltens ist. Danach muss für jede Bezugsperson angegeben werden, in welchem Ausmaß man bereit ist, ihren Wünschen zu entsprechen (m i = motivation to comply). Die Summe der Produkte ist das Maß der subjektiven Norm SN.Zusammenfassung:Das Verhalten entspricht in etwa der Intention I. Diese wird von der Einstellung A tiefgestellt B zum Verhalten und der subjektiven Norm SN bestimmt. Beide Komponenten sind für gewöhnlich unterschiedlich gewichtet.
- 5.2) revidierte Theorie des vernünftigen Handelns = Theorie des geplanten Handelns; welche wichtigen Kritikpunkte wurden berücksichtigt?14.11. neue Variable in dieser Theorie:wahrgenommene Kontrollierbarkeit des Verhaltens3 Ursachen der Intention: (1) Einstellung zum Verhalten (2) subjektive Norm des Verhaltens (3) subjektive Kontrolle über das Verhalten. Auch die objektive, also die tatsächliche Kontrollierbarkeit des Verhaltens stellt eine Verhaltensdeterminante dar. Determiniert werden diese 3 Intensionsursachen von verhaltensbezogenen Meinungen, normativen Meinungen und Kontrollmeinungen. Intensionsursachen beeinflussen sich gegenseitig.
- 6) Wann liegt der Spezialfall der Theorie des geplanten Verhaltens vor?14.11. A:Die Theorie des vernünftigen Handelns als Spezialfall der Theorie des geplanten Handelns liegt vor, wenn subjektive + objektive Kontrolle maximal.
- 7) Wovon wird die subjektive Kontrollierbarkeit eines Verhaltens in der Theorie des geplanten Handelns beeinflusst? Welche inneren und äußeren Faktoren beeinflussen die subjektive und objektive Kontrollierbarkeit eines Verhaltens?14.11. von früheren Erfahrungen mit dem Verhalten und von erwarteten Behinderungen.innere Faktoren: Fähigkeiten, verhaltensrelevante Informationen, Willensstärke (Handlungs- versus Lageorientierung nach KUHL),, Gefühle, Zwängeäußere Faktoren: Zeit, Gelegenheit, Mittel, Abhängigkeit von anderen Personen
- 9) Ist die Theorie des geplanten Handelns oder die Theorie des vernünftigen Handelns besser?14.11. 9) Wenige publizierte Untersuchungen zeigen klare Überlegenheit der Theorie des geplanten Handelns. Korrelationen zwischen subjektiver Verhaltenskontrolle und Intention sind so groß, dass sie die Vorhersagegenauigkeit verbessern. Multiple Korrelationen zwischen Einstellungen,Normen und Intentionen geringer als multiple Korrelationen unter Mitberücksichtigung der subjektiven Kontrolle.
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- 5.1.1 Kritik an der Theorie des vernünftigen Verhaltens14.11. Antwort: Kritik an der Theorie des vernünftigen Handelns: Einstellungen und subjektive Normen oft nicht unabhängig, beeinflussen einander In manchen Fällen beeinflussen Einstellungen – ohne Intention – Verhalten direkt Kontingenz- oder Moderatorvariablen können u.a. die Gewichte der Einstellungen/Normen beeinflussen manche Verhaltensweisen erfordern Fähigkeiten und Gelegenheiten, hängen also nicht ausschließlich von den Intentionen ab viele Verhaltensweisen, wie z.B. suchtartiges Verhalten oder Verhalten mit Reflexanteilen (Erröten beispielsweise) sind nicht willkürlich durchführbar