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Fertigungstechnik (Subject) / 3b Kunststofftechnik (Lesson)
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- Eigenschaften von Thermoplasten schmelzbar, warm umformbar löslich, quellbar schweißbar
- Eigenschaften Elastomere Elastomere (schwach vernetzt, ge-sättigt (keine Doppelbindungen) oder ungesät-tigt(Doppelbindungen)) o gummieelastisch o nicht warm umformbar o nicht schweißbar
- Eigenschaften Duroplaste Duroplaste (stark vernetzt, Vernet-zung unter hohem (in geschlosse-nen Werkzeugen) oder niedrigem Druck(in offenen Formen)) o nicht schmelz- und schweißbar o temperaturfest o unlöslich, schwach quellbar
- Erläutern Extrudieren + Nennung Kunststoff kontinuierliche Herstellung von Halbzeugen Pressen durch Matrize pulver- oder granulatförmige Ausgangsmasse Werkstoff: grundsätzlich alle Thermoplaste
- 2 Arten von extrudermaschinen + gegenseitige vorteile Einschneckenextruder (schlechte Mischwirkung) Doppelschneckenextruder (bessere Durchmischung, Selbstreinigungseffket)
- Erläutern Kalibrierung fixiert in Form und Abmessung kühlt soweit ab, dass Extrudat in Kühlstrecke formstabil bleibt
- Erläutern Kalandrieren Kalandrieren kontinuierlicher Prozess Anschlussprozess an Extrusion Werkstoff: Elastomere und Thermoplaste (meist amorph) Führung des WS durch ein Walzensystems zur Bearbeitung
- Spritzgießen erläutern + WS nennen Injektion von dosierter Menge aufgeschmolzenen Kunststoffs in ein Werkzeug diskontinuierlicher Prozess geeignet für Massenproduktion häufigstes eingesetztes Verarbeitungsverfahren zum vollautomatischen Herstellen von Kunststoffteilen Werkstoff: je nach Ausrüstung der Anlage Thermoplaste, Duroplaste oder Elastomere
- Varianten des Mehrkomponenten-Spritzgießen + Motivation Motivation: o Funktionstrennung o Erzielung optischer Effekte o Reduktion von Logistik- und Montageaufwand Varianten o Zwei- oder Mehrfarben-Spritzguss o Sandwich-Spritzguss (Varianten: Außenhaut/Kern: kompakt/geschäumt) o 2K-Spritzguss
- Vorteile / Nachteile Mehrkomponenten Spritzguss wirtschaftliche Herstellung von Verbund-Bauteilen Kern aus Recyclingmaterial möglich Formteile mit hoher Oberflächenqualität Durchbrüche, Aussparungen, Versteifungsrippen Anguss nicht sortenrein -> nicht wiederverwertbar verschiedene Schmelz- und Schwindungstemperatur der Kunststoffe
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- 3 Komponenten einer Spritzgießmaschine Spritzeinheit Einziehen, Fördern, Plastifizieren, Dosieren Schließeinheit Spritzwerkzeug aufnehmen, öffnen und schließen, Werkzeugzuhaltekraft aufbringen, Entformungsvorgang durchführen Maschinenbett: nimmt einzelnen Bauelemente auf, sorgt für stabile Halterung
- Anforderungen an das Spritzgießwerkzeug o Naturgetreue Abformung des Spritzlings o Leichte Entformung o Selbsttätige Entformung o Keine/wenig Nacharbeit o Unempfindlichkeit gegen hohen Druck
- Blasformen erläutern und WS nennen diskontinuierlicher Prozess Unterscheidung zwischen Extrusionsblasformen und Spritzblasformen kombiniertes Verfahren aus Urformen und anschließender Umformung Werkstoffe: Thermoplaste
- Vorteile / Nachteile Spritzsteckblasformen im vgl. zu Extrusionsblasformen Vergleich zum Extrusionsblasformen: o nahezu nahtlose Formen herstellbar o Erhöhung der Festigkeiten in allen beanspruchten Richtungen durch das Verstrecken o erhöhte Dichtigkeiten gegen Gas- und Flüssigkeitspermeation o auf rotationssymmetrischen Hohlkörper beschränkt
- Spritzpressen erläutern pulverförmige oder tablettierte Formmasse wird unter Wärme und Druck plastifiziert (entweder in Formkammer: Spritzpressen; in Form: Pressen) ggf. Drücken der Masse in Form Polymerisation findet direkt in Form statt diskontinuierlicher Prozess
- Unterscheidungskriterien von Composites o Faserlänge o Faserorientierung o Faseranteil o Herstellverfahren o Faserwerkstoff
- Verfahren zur Herstellung von Stückgütern aus FVk nennen manuelle / teilautomatisierte Verfahren: Handlaminieren maschinelle Verfahren Pultrusion Schleuderverfahren Wickelverfahren
- Erläuterung Wickelverfahren hochautomatisiertes Verfahren Ablegen von getränkten Endlosfasern auf einen rotierenden Kern Ergebnis: Hohlkörper mit meist rotationssymmetrischer Form (Rohre, Antennenmasten) Werkstoff: o Matrix: Duroplast Zeit: gering Kosten: kostengünstige Ausgangsstoffe, einfache Werkzeugtechnik höhere Investitionskosten beim Wickeln mit Robotern Qualität: raue Oberflächen, hohe Genauigkeit & Reproduzierbarkeit bei konvexen Hohlkörperstrukturen konkave/offene Strukturen schlecht/gar nicht herstellbare (Gießharze)
- Erläuterung SMC-Formmassen Sheet Moulding Compound kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Prepregs (vorimprägnierte Verstär-kungsmaterialien) als Halbwerkzeuge Prepregs anschließend in Pressvorgängen zu Formteilen formen Ergebnis: Halbzeug, aufgewickelte Harzmatten; Verfahren für Großserie Werkstoff: o Matrix: Duroplaste (Gießharze) Zeit: durch hohen Automatisierungsgrad: Harzmatten für Großserie herstellbar Kosten: Trennung von Imprägnierung und Pressen -> kostengünstig für Großserie, hohe Anlagenkosten Qualität: lackierbare KFZ-teile in Außenhautqualität Problem von Lunkern/Poren noch nicht beherrscht Verbesserung der Oberflächenqualität durch „In Mould Coating“ Lagerung des Halbzeugs unter definierten Bedingungen
- Einflussbereiche dauf Formteilmaßabweichungen nennen Werkstoff o Viskosität o Termperaturleitfähigkeit Prozess o Einspritzgeschwindigkeit o Kühlzeit Fromteil-Geometrie o Materialanhäufungen o Ecken Werkzeug o Verschleiß o Toleranzen
- 3 Mechanismen bei der Kunststofftechnik mit Einfluss auf Qualität Schwindung o Unterschied zwischen Werkzeug und Formteil o genaue Vorhersage bis heute nicht möglich o wird durch viele Prozessparameter beeinflusst Nachschwindung o tritt besonders bei teilkristallinen Thermoplasten auf bei höheren Lager- oder Anwendungstemperaturen Wasseraufnahme Verzug o maßgebliche Abweichungen, die bei Kunststoffteilen auftreten o in Folge von asymmetrischer Schwindung -> Verbiegen, Verformen