Entwicklung und Funktionen menschlichen Denkens und Wissens

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  • Defizitmodelle des Alterns gehen davon aus (3)   - menschliche Leistungsfähigkeit nimmt bis etwa zum dritten Lebensjahrzehnt zu   - nimmt nach kurzer Phase der Stabilität kontinuierlich, unaufhaltsam und unumkehrbar ab   - Abbau betrifft intellektuelle, affektive und körperliche Leistungen  
  • Aktuelle Forschungsergebnisse und theoretische Modellbildungen betonen: - Entwicklung = lebenslanger Prozess - Altern = multikausal bedingter plastischer Prozess -> sowohl Abbau- als auch Aufbauprozesse   --> Lebensspannenperspektive  
  • Theoretische Grundsätze der Lebensspannenperspektive SOK-Modell Baltes & Baltes (1990) erfolgreiche Entwicklung entsteht durch Zusammenspiel von: - Selektion - Optimierung - Kompensation
  • Selektion: - bezeichnet Auswahl von Funktionsbereichen und Zielen, auf die sich die zu jedem Zeitpunkt begrenzten Ressourcen konzentrieren --> ermöglicht Spezialisierung  
  • Optimierung:   - dient Produktion von Entwicklungsgewinnen - bezieht sich auf Erwerb, Verfeinerung, Anwendung von Ressourcen zum Erreichen von Entwicklungszielen  
  • Kompensation:   - dient Aufrechterhalten des Funktionsniveaus bei Verlusten - bezeichnet Erwerb, Verfeinerung, Anwendung von Ressourcen, die diesen Verlusten entgegenwirken  
  • Kognitives Stufenmodell nach K.W. Schaie 1. Kindheit und Adoleszenz 2. Frühes Erwachsenenalter 3. Mittleres Erwachsenenalter 4. Spätes Erwachsenenalter
  • Kindheit und Adoleszenz: das auf Wissenserwerb gerichtete Stadium
  • Frühes Erwachsenenalter: - „ausführendes“ Stadium - Wissen wird im täglichen Leben angewendet -> Veränderungen in der Denkstruktur -> Fachwissen und Kreativität
  • Mittleres Erwachsenenalter: Stadium der Verantwortlichkeit
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  • Spätes Erwachsenenalter: - reintegratives Stadium - Untersuchen und integrieren der eigenen Interessen
  • Veränderungen in der Denkstruktur Piaget: Formal-operationale Phase als Abschluss der kognitiven Entwicklung Kritik: zu rigides, unflexibles System
  • Dualistisches Denken: - Informationen und Werte werden in richtig und falsch, gut und schlecht getrennt - Glaube an absolute Wahrheit
  • Relativistisches Denken: - Bewusstsein über Verschiedenheit von Meinungen - verschiedene Wahrheiten
  • Heranwachsende operieren... ...innerhalb einer Welt von Möglichkeiten.
  • Was dominiert im Erwachsenenalter? (3) - Bewusstsein für verschiedene Wahrheiten - Verbindung von Logik und Realität - Toleranz für Lücke zwischen Ideal und Wirklichkeit
  • Worauf hat Fachwissen einen tief greifenden Einfluss? Informationsverarbeitung
  • Experten... (2) ...urteilen schneller und wirksamer ...sind durch Wissen und Erfahrung besser im Lösen von Problemen
  • Wofür ist Fachwissen auch notwendig? Kreativität
  • Mittleres und höheres Erwachsenenalter: - Methodische Schwierigkeiten der Messung - Altersbedingte Verlangsamung: Erklärung über die Processing-Speed theory - Altersbedingte Veränderungen
  • Was verändert sich mit dem Alter? (4)   - Verarbeitungsgeschwindigkeit - Kristalline und fluide Intelligenz - Gedächtnis - Exekutive Funktionen  
  • Methodische Schwierigkeiten altersbedingte Veränderungen zu messen: (4) - Auswahl der Stichprobe - Notwendigkeit der Abklärung dementieller Erkrankungen  - Art der Messung: Querschnitt- vs. Längsschnittuntersuchung   --> Kohorteneffekt  
  • Auswahl der Stichprobe beinhaltet: (3)   - Auswahl wird mit zunehmendem Alter der Probanden selektiver - krankheitsbedingte vs. altersbedingte Veränderungen - „Terminal decline“  
  • Zentrale Annahme der Processing-Speed theory: - kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit verringert sich im Alter - Folge: Einbußen in Performanz in verschiedenen kognitiven Aufgaben 
  • Alterungsanfällig: kognitive Leistungen, die Schnelligkeit, Genauigkeit und Koordination verschiedener Prozesse benötigen  
  • Alterungsresistent: - kognitive Leistungen, die den Umfang von Wissen betreffen
  • Mechanismus der begrenzten Zeit: - Relevante kognitive Operationen werden zu langsam ausgeführt, um in verfügbarer Zeit erfolgreich abgeschlossen werden zu können
  • Mechanismus der Gleichzeitigkeit: Informationsverlust: Langsame Verarbeitung reduziert die Menge der gleichzeitig verfügbaren Information für komplexe Prozesse