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Arbeitsmedizin (Subject) / Arbeitsmedizin (Lesson)

Fürs Examen

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  • Blei Einsatz: Batterieherstellung, Rostschutz Im Organismus greift Blei in die Häm-Synthese, ins Nervensystem und an der glatten Muskulatur (sog. Bleikoliken) ein. Kl: Bleikoliken (Obstipation), Polyneuropathie, Schwäche, Enzephalopathie, blauschwarze Verfärbung des Zahfleischrandes Chronische Vergiftung: Ablagerung von Blei im Knochen Mentale Retardierung von Kindern bleibelasteter Frauen (strengere Grenzwerte als bei Männern) Di: Störung der Hämsynthese (basophil getüpfelte Erys), hypochrome Anämie, δ -Aminolävulinsäure im Urin, Koproporphyrin-Urie, Bleigehalt im Blut Th: D-Penicillamin, Di-Na-Ca-Ethylen-Diamin-tetraacetat → Bleitetraätyl: nur zentrale Symptome, keine Radialislähmung
  • Quecksilber Verwendet in: Metallindustrie, chem. Industrie, Zahmnmedizin, Pyrotechnik Klinik: Übelkeit, Erbrechen, blutige Diarrhoe, Stomatitis, Quecksilbersaum am Zahnfleischrand. Polyurie mit Proteinurie, periphere Neuropathie, Schwäche, Tremor, psych. Auffälligkeiten, Sprachstörungen, teratogen Screening: Quecksilber im Harn
  • Chrom In Galvanik u. Gerbereiindustrie, Lack- u. Farbherstellung → in Lederhandschuhen für Gärtner Klinik: Dermatitiden, Ekzeme, Nasenscheidulzerationen, Hämorrhagische Nephritis Entstehung von Ulcera auf der Basis von Bagatellverletzungen Keine Polyneuropathien Malignom: Bronchial-CA
  • Cadmium In Galvanik, Zinkverarbeitung, Elektrotechnik Klinik: gelbliche Zahnhälse u. osteomalazie, Lungenödem, Emphysem , Proteinurie, Nierenschädigung (tubulär→ α1- u. β1-Mikroglobulin im Urin) u. Leberschädigung bei chron. Vergiftung  „physiologisch“ über Nahrungsmittel
  • Mangan Metallindustrie, Bergbau Klinik: Parkinsonismus
  • Thallium Epithel- u. Nervengift, reichert sich in Haut, Haaren, Nägeln u. Niere an. Klinik:burning feet, Polyneuropathie, Haarausfall, Abgeschlagenheit, dementielle Entwicklung, helle Querstreifen an Fuß-/Fingernägeln (Mees-Nagelbänder) Antidot: Berliner Blau (Eisen-III-hexacyanoferrat)
  • Vanadium Klinik: Augenbrennen, Niesen, Schleimhautreizung, Bronchitiden, Hautekzem, Grünverfärbung der Zunge u. Zigarettenstummel
  • Arsen Klinik: Atemnot, Kopf- u. Bauchschmerzen und massive Gastroenteritis, Schleimhautläsionen, Arsenmelanose, Methämoglobinurie mit Atemnot u. Hämolyse Chronisch: Mees-Nagelbänder Malignom: Bronchial-CA, Hautkrebs (multiple Basaliome)
  • Hartmetalllunge Durch inhalative Aufnahme von hochschmelzenden Metallkarbiden
  • Nickel Anwendung: Schweißer, Nickelraffinerie Kontaktallergie Malignom: Plattenepithel-CA der Nase, Bronchial-CA
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  • Aluminium bei Exposition gegenüber hohen Mengen sklerotischen Skelettveränderungen mit Gelenkschmerzen u. Bewegungseinschränkung. Spontanpneumothorax, Lungenfibrose Ursache:Einlagerung von Fluor in die Knochensubstanz → Skelett-Fluorose
  • Dezibel (dB) Schalldruckpegel Zur Beurteilung von Schall für den Mebschen dB(A)-Skala → entsprechen der Frequenzempfindlichkeit des menschlichen Ohrs gewertet >120 dB Schalltrauma, Lärmschwerhörigkeit:Schädigung hoher Frequenzen Bei überwiegend geistigen Tätigkeiten: maximal 55dB Umgebungslärm logarrithmische Charakeristika: Erhöhung des Schalldruckpegels um 3dB→ Verdopplung der Schallintensität Erhöhung um 10 dB → Verzehnfachung
  • Vibration 20-1000Hz periphere Durchblutungsstörung Schädigungen an Ellenbogen-, Schulter- u. Handgelenken durch erschütterung (Arbeit mit Druckluftwerkzeugen) Schäden an WS u. Bandscheiben (Osteochondrose)  im LWK-Bereich (Sitzen auf Arbeitsmachinen → vertikale Ganzkörperschwingunegn) Ablatio retinae Innenohrschäden
  • Schwefelwasserstoff entsteht bei Fäulnisprozessen Blockierung der intrazellulären Atmung, akuter Verlust der Riechfunktion
  • Kohlenmonoxid Heizanlagen, Kokereien, Hochöfe, offenen Feuerstellen... Innere Erstickung durch starke Affinität zu Hb Kein Reizgas! → Erstickungsgas Kl.: Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel, Rosafäbung der Haut, Bewusstlosigkeit Diagnose: Analyse einer venösen Blutprobe, CO-Bestimmung in Ausatemluft  60% CO-Hb führt zu rascher Bewusslosigkeit  Konzentration unter 1% sind bereits nach wenigen Minuten tödlich
  • Benzol Einsatz: Lösungsmittel, Chemielabor Schädigung des Knochenmarks mit Störung der Erythro-, Granulo- und Thrombozytopoese. In der Folge können aplastische Anämien, Agranulozytosen und/oder Thrombozytopenien entstehen. Klinik: Müdigkeit, Panzytopenie (hämatotoxisch), Nasenbluten, Purpura, nicht hepatotoxisch Di.: aplastische Anämie, Heinz-Innenkörperchen  Malignom:Leukämie
  • Benzol was im Urin? Phenol
  • Ethylenbenzol / Styrol was im Urin? Mandelsäure
  • Toluol was im Urin? Hippursäure "tolle Hippies"
  • Anilin p-Aminophenol (Methämoglobinbildner)
  • Was machen Chlorphenole? akneartige Hautveränderungen
  • Nitro-/Aminoverbindungen Methämoglobinbildner (Heinzsche Innenkörper)
  • Akute Styrolexposition Reizung von Haut und Schleimhäuten
  • Aromatische Amine Benzidin, Naphzylamin, 4-Aminodiphenyl Urothel-CA
  • Vinylchlorid Kl.: Leberschädigung, Splenomegalie, Akroosteolysen an den Endphalangen der Finger Di: Thiodiglykolsäure im Urin Assoziierte Erkrankungen: Sklerodermie, Akroosteolyse, Raynaud-Syndrom
  • Methanol Lösungsmittel, in unzureichend destilliertem Alkohol wird durch Alkoholdehydrogenase zu den tox. Metaboliten Formaldehyd und Ameisensäure metabolisiert Kl.: im Verlauf metabolische Azidose → Tachypnoe, Hirn- u. Lungenödem, Optikusneuropathie Th.: schnelle Magenentleerung, Gabe von Ethanol (höhere Affinität zur Alkoholdehydrogenase → Methanol kann vermehrt abgeatmet werden)
  • Brennwert Ethanol 1g = 30 kJ (7,2 kcal)
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB) in PBC-haltigen Deckenplatten, Anstrichen u. Dichtungsmassen Kl: Chlorakne
  • p-t-Butylphenol Kl: vitiligoartige Depigmentierung, Leberschäden, Struma diffusa
  • Benzochinon Klinik: Braunverfärbung der Bindehaut und Hornhaut
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  • Organischer Phospor Klinik: Osteomyelitis, Netzhautblutung, neurotoxisch Alkylphosphat-Vergiftung: Miosis, Speichelfluss (Ptyalismus), Bronchospasmus (Th:Atropin) Di: Bestimmung der Cholinesteraseaktivität in den Erys z.B. Parathion; hohe Hautresorption
  • Pyrenthroide in Schädlingsbekämpfungsmitteln, Holzschutzmitteln, Insektensprays Di: Urinuntersuchung
  • Isocyanate Husten asthmaähnliche Atemnot retrosternales Engegefühl Symptomeintritt kurz nach Expositionsbeginn
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) Belastung mit PAK kann durch 1-Hxdroxypyren im Urin gemessen werden
  • Presslufthammer, Schleifmaschinen Klinik: Os-lunatum-Malazie, Scaphoid-Fx, Hyperostosen, Raynaud Prädisponierend: Kälte, Nikotinabusus
  • Motorsäge Klinik: C5-Senke im Audiogramm
  • LWS-Schäden Langjährige Ganzkörperschwingungen (5 Hz), extreme Rumpfbeugehaltung, Heben schwerer Lasten
  • Abriss-Fx der Wirbelfortsätze (untere HWS / obere BWS) Langjähriges Schaufeln
  • Barotrauma rascher Druckanstieg→  Schnelles Abtauchen in größere Meerestiefen Klinik: Tiefenrausch, Trommelfell-Hämorrhagien, Zahnschmerzen Prädisponierend: Grippe (Tubenverschluss), Trommelfellkrankheiten
  • Caissonkrankheit rascher Druckabfall→ Schnelles Auftauchen, Stickstoffembolien (Kumulation im FG - Symtomverzögerung) Klinik: Bends, Taucherflöhe, aseptische Knochennekrosen, ähnlich M. Menière Prädisponierend: Adipositas, Kälte während Tauchgang Th: Rekompression
  • Tierärzte Anthrax (Milzbrand), Q-Fieber, Brucellose, Erysipeloid, Leptospirose, Rickettsiose, Psittakose
  • Silikose Quarzstaublungenerkrankung Anwendung: Gießerei, Steinmetz, Bergleute, Porzellanherstellung Klinik: knötchenförmige Lungenfibrose (restriktive Ventilationsstörung) Rö: Eierschalenhili (Verkalkung der mediastinalen LK), Fleckschatten im Oberfeld Komplikation: Siliko-Tuberkulose (Berufskrankheit) Caplan-Syndrom: Silikose + chronische Polyarthritis Malignom: Bronchial-CA (wenn von silikotischer Schwiele ausgehend) Kristalline Kieselerde (Quarzstaub) führt zu Zahnschmelzdefekten
  • Beryllium Bild ähnlich der Miliartuberkulose (homogene Verschattung im Oberfeld) Interstitielle granulierende Lungenfibrose
  • Allergisierende Arbeitsstoffe Isocyanate (Schaumstoffherstellung), Holzstaub, Tulpenzwiebeln, Mehlstaub,Tierepithelien, Formaldehys
  • Toxisches Lungenödem Fluorwasserstoff Phosphorwasserstoff Phosgen Stickoxide
  • Reizgase Ammoniak Ozon Stickstoffmonoxid, -dioxid Schwefeldioxid
  • Berufserkrankung, wenn nach Ausheilen mindestens 2 Rezidive aufgetreten sind
  • Fluorverbindungen Reichern sich im Knochen an → können an Becken u. Wirbelsäule zu einer Osteosklerose führen. Schlimmstenfalls versteift die Wirbelsäule komplett.
  • Radon Folgen einer chron. Exposition: Lungememphysem, Bronchial-CA Uran → Zerfallsprodukt von Radon
  • Arbeitsstoffe die zur Wirkverstärkung von Alkohol führen Kalziumzyanamid (Kalkstickstoff) Schwefelkohlenstoff Tetramethylthiuramdisulfid Dimethylformamid n-Butylaldoxim. Auch schon bei geringen Mengen wird der Abbau von Alkohol über Azetaldehyd zu Essigsäure gestört. Die Symptome sind Flush, Übelkeit, Tachypnoe, Herzrasen und Kreislaufkollaps.