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HP für Psychotherapie (Subject) / Psychopathologie (Lesson)

Definitionen etc.

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  • Holy Seven Neurodermitis Rheumatoide Arthritis Essentielle Hypertonie Asthma Bronchiale Schilddrüsenüberfunktion Magen- und Zwölffingerdarmentzündung Dickdarmentzündung
  • Einteilung psychosomatischer Erkrankungen Psychosomatosen - organische Veränderungen, körperliche Reaktion auf anhaltende vegetative Spannungszustände, sympathische Aktivierung, Holy Seven Konversionsneurosen - keine organischen Veränderungen, Symptome legen neurologische Gründe für Bestehen nahe, Übertragung des unbewussten und unverarbeiteten Problems in körperliche Beschwerden Somatoforme Störungen - keine organische Veränderungen, jedoch körperliche Symptome, die dafür sprechen, unbewusste und unverarbeitete Probleme als Ursache, auslösende Faktoren in erster Linie sozialer Natur, Durchfall, Verstopfung, Impotenz, Atembeschwerden  Sekundär psychosomatische Krankheiten - keine organischen Veränderungen, Beschwerden sind Resultat der Auseinandersetzung mit einer zuvor bestandenen Krankheit, erhöhte Aufmerksamkeit
  • Psychosomatische Störungen / Diagnostik: Wie lautet die Leitfrage? Weshalb bekommt diese Person mit diesen Dispositionen und dieser Vergangenheit in dieser Lebenssituation diese Symptome?
  • Psychosomatische Störungen / Diagnostik: Nenne drei weitere mögliche Fragestellungen. Welche aktuellen Belastungen liegen vor? Welche Ressourcen haben den Patienten bis jetzt gesund erhalten? Welche Funktion hat das Symptom (Krankheitsgewinn?)? Wieso kommt er jetzt zu mir? Wie reagiere ich auf selbst auf die Situation?  
  • Patienten mit psychosomatischen Störungen reagieren auf Psychotherapie häufig… empfindlich. Sie sehen häufig körperliche Ursachen für ihre Symptome, möchten nicht als "verrückt" gelten. Außerdem würden sie die Symptome häufig vorzugsweise mit Medikamenten behandeln. 
  • Was gilt es vor der Behandlung einer psychosomatischen Störung unbedingt abzuklären? Dass es keine körperlichen Ursachen für das Vorliegen der Symptome gibt.
  • Elemente des psychiatrischen Erstgesprächs sind UNSTRUKTURIERT: 1. Gesprächsführung mit offenen Fragen in vertrauensfördernder Atmosphäre (offenes Berichten über Beschwerden, Sorgen, Kummer) 2. Beobachtung (Äußerlichkeiten, Körperhaltung, Ernährungszustand, Kleidung) STRUKTURIERT: 3. Psychopathologischer Befund (Aufmerksamkeit, Konzentration, Orientierung, formales Denken, Affektivität, Zirkadiane Rhythmik, Suizidalität (!!!))  4.  Persönliche und biografische Anamnese (Aufnahme der wichtigsten persönlichen und biografischen Daten) 5. Anamnese (frühere körperliche und seelische Beschwerden, aktuelle Beschwerden, Familienanamnese, ev. Fremdbefragung)
  • Elemente des psychotherapeutischen Erstgesprächs: Ausbildungsabhängig, einig in: 1. Exploration (exaktes Herausarbeiten des Problems und des realistischen und messbaren Therapieziels, Zielformulierungen werden hierbei vom Patienten selbst formuliert) 2.  Aufklärung über das Vorgehen (Strategie zur Erreichung des Zielzustands) 3. Klärung der Rahmenbedingungen (Kosten, Termine)
  • Ausschluss neurologischer Erkrankungen erfolgt bestenfalls durch… bildgebende Verfahren wie  Röntgendiagnostik  Computertomografie (CT) Kernspintomografie, Magnetresonanztherapie (MRT) Emissions-Computertomographie  
  • Standardisierte Untersuchungsverfahren sind neben Selbstbeurteilungsverfahren… Fremdbeurteilungsverfahren, Objektive Tests, Projektive Tests.
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  • Nenne drei Selbstbeurteilungsverfahren: Freiburger Persönlichkeits-Inventar (FPI) Beck Depressions-Inventar (BDI) State-Trait-Angstinventar (STAI) NEO-Fünf-Faktoren-Inventar Hamburger Zwangsinventar (HZI)
  • Bei objektiven Tests handelt es sich vor allem um welche Art von Tests? Leistungstests. Beispiele: Hamburg Wechsler Intelligentest für Erwachsene (HAWIE) Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar (FAIR)  
  • Mit welcher Intention wurde die ICD-10 verfasst? Klassifikation von Erkrankungen Stellung von Diagnosen Internationale Kommunikation  
  • ICD-10: Kapitel F von 0-9. F0 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen F1 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen F2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen F3 Affektive Störungen F4 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen F5 Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit körperlichen Störungen und Faktoren F6 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen F7 Intelligenzminderung F8 Entwicklungsstörungen F9 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend
  • F0 Organische, einschließlich Symptome psychischer Störungen
  • F1 Psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
  • F9 Verhaltensstörungen und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend
  • F2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
  • F3 Affektive Störungen
  • F4 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • F8 Entwicklungsstörungen
  • F7 Intelligenzminderung
  • F6 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • F5 Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit körperlichen Störungen
  • DSM-IV: Achsen Achse I: klinische Störungen und andere klinisch relevante Probleme Achse II: Persönlichkeitsstörungen und geistige Behinderung Achse III: medizinische Krankheitsfaktoren Achse IV: psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme Achse V: globale Erfassung des Funktionsniveaus
  • Kritik an Klassikfikationssystemen Stigmatisierung Gleichsetzung der Klassifikation und der Diagnose führt zu Vernachlässigung vieler Einzelinformationen Sinn zweier parallel existierender Klassifikationssysteme muss hinterfragt werden
  • Welche Arten von Bewusstseinsstörungen gibt es? Quantitative Bewusstseinsstörungen Qualitative Bewusstseinsstörungen
  • Welche quantitativen Bewusstseinsstörungen werden unterschieden? Benommenheit < Somnolenz < Sopor < Koma Benommenheit: verlangsamtes Denken, reduzierte Auffassungsgabe Somnolenz: Patient wirkt schläfrig und müde, ist aber leicht weckbar, Orientierung ist vorhanden Sopor: schlafähnlicher Zustand, Patient ist nur schwer zu wecken, keine volle Orientierung, Reflexe vorhanden Koma: tiefe Bewusstlosigkeit, keine Reflexe, vegetative Störungen
  • Welche Formen der qualitativen Bewusstseinsstörungen werden unterschieden? Bewusstseinstrübung < Bewusstseinseinengung < Bewusstseinsverschiebung Bewusstseinstrübung: Verwirrtheit, einige Aspekte werden nicht verstanden, Ablenkbarkeit, schlechte Auffassungsgabe Bewusstseinseinengung: Fokussierung des Bewusstseins auf bestimmte Erlebensinhalte, verminderte Ansprechbarkeit auf Außenreize Bewusstseinsverschiebung: überhöhte Wahrnehmung der Intensität von Reizen, Wachheit, Erweiterung des Bewusstseins
  • Wann kommen qualitative Bewusstseinsstörungen vor? Bewusstseinstrübung: organische Ursachen (Tumor, Stoffwechsel, Infekte), organisch bedingte psychische Störungen (Demenz), paranoide Schizophrenie Bewusstseinseinengung: infolge exogener Psychosen (Delir, Rauschzustände, Epilepsie) Bewusstseinsverschiebung: Drogen, beginnende Manie, beginnende Schizophrenie
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  • Welche Arten von Orientierungsstörungen gibt es? Örtliche Orientierungsstörungen Orientierungsstörungen in Bezug auf die eigene Person Situative Orientierungsstörungen Zeitliche Orientierungsstörungen
  • Woraus resultieren Orientierungsstörungen meist? O. sind meist das Resultat organisch bedingter psychischer Störungen: Delir, Korsakow-Syndrom, Demenz, Hirnkrankheiten Sie können auch Hinweis auf Wahn sein.  
  • Unter Auffassungsstörungen versteht man, dass… der Patient bestimmte Inhalte in ihrer Bedeutung weder versteht, noch sinnvoll verbinden kann.  
  • Diagnostik und Vorkommen von Auffassungsstörungen: Diagnostik: z.B. Deutung eines Sprichwortes Vorkommen: organisch bedingte psychische Störungen, Alkoholmissbrauch
  • Unter Konzentrationsstörungen versteht man, dass… der Patient nicht in der Lage ist, einer Tätigkeit seine volle Aufmerksamkeit zuzuwenden. 
  • Diagnostik und Vorkommen von Konzentrationsstörungen: Diagnostik: z.B. Rechenaufgaben Vorkommen: organisch bedingte psychische Störungen, Depression, Übermüdung    
  • Unter Merkfähigkeitsstörungen versteht man, dass… ein Patient nicht in der Lage ist, neue Informationen über einen Zeitraum von 10 Minuten zu erinnern.
  • Diagnostik und Vorkommen von Merkfähigkeitsstörungen: Diagnostik: z.B. Wiedergabe von Zahlen, Behaltenstest Vorkommen: organisch bedingte psychische Störungen, Langzeitfolgen von Alkoholkonsum 
  • Unter Gedächtnisstörungen versteht man, dass… ein Patient ist nicht in der Lage, neue Inhalte über einen Zeitraum von länger als 10 Minuten zu erinnern. 
  • Diagnostik und Vorkommen von Gedächtnisstörungen: Diagnostik: z.B. Behaltenstest Vorkommen: organisch bedingte psychische Störungen, Langzeitfolgen von Alkoholismus
  • Unter einer Amnesie versteht man, dass… ein Patient unter Erinnerungslücken leidet. Retrograde Amnesie: Es fehlen Informationen, die vor einem bestimmten Ereignis stattgefunden haben Anterograde Amnesie: Es fehlen Informationen, die nach einem bestimmten Ereignis stattgefunden haben  
  • Unter Paramnesien versteht man, dass… ein Patient falsche Situationen wiedererkennt, das Gefühl hat, bestimmte Situationen schon einmal erlebt zu haben
  • Unter Konfabulationen versteht man, dass… ein Patient Erinnerungslücken mit erfundenen Inhalten füllt, die er selbst für Erinnerungen hält.
  • Diagnostik und Vorkommen von Amnesien, Konfabulationen und Paramnesien: Diagnostik: Störungen werden deutlich und schließlich aktiv erfragt Vorkommen: organisch bedingte psychische Störungen, Langzeitfolgen von Alkoholismus. Besonders Konfabulationen weisen auf ein Korsakow-Syndrom hin
  • Unter formalen Denkstörungen versteht man, dass… der Patient Veränderungen und Störungen des Denkablaufs erlebt.
  • Denkverlangsamung äußert sich darin, dass… der Patient sein Denken als schleppend und langsam erlebt.  Vorkommen: Depression, Schizophrenie
  • Denkhemmung äußert sich darin, dass… der Patient sein Denken als gehemmt und blockiert erlebt. Vorkommen bei: Depressionen
  • Umständliches Denken äußert sich darin, dass… der Patient weitschweifig in seinen Äußerungen ist. Nebensächliches wird von Hauptsächlichem nur schlecht getrennt.  Vorkommen bei: Schizophrenie, exogenen Psychosen, Manie 
  • Eingeengtes Denken äußert sich darin, dass… der Patient den Denkumfang als eingeschränkt erlebt. Verhaftet Sein an einem Thema. Vorkommen bei: Depressionen, exogenen Psychosen
  • Grübeln äußert sich darin, dass… der Patient ein Gedankenkreisen erlebt, sich ständig mit einem Thema beschäftigt, das im aktuellen Fokus des Lebensgeschehens steht. Vorkommen bei: Depressionen, exogenen Psychosen