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Softwarekonstruktion (Subject) / Softwarekonstruktion (Lesson)
Softwarekonstruktion
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- Was versteht man unter Softwarequalität? Was ist problematisch daran und wie steht der Begriff Softwarezwecktauglichkeit damit in Zusammenhang? Softwarequalität bezieht sich auf (funktionale und nicht-funktionale) Anforderungen. Dabei bedeutet Qualität vereinfacht, dass das Produkt seine Spezifikation erfüllen sollte. Für Software-Systeme ist dies allerdings problematisch, da es Qualitätsanforderungen von unterschiedlichen Beteiligten (Kunden, Entwickler) gibt, die sich z.T. widersprechen. Auch sind Softwarespezifikationen oft unvollständig und zum Teil widersprüchlich. Statt nun die Konformität der Software mit ihrer Spezifikation zu betrachten, könnte man den Fokus auf ihre Zwecktauglichkeit legen. D.h. die Aspekte Zuverlässigkeit im Betrieb, akzeptable Leistungsfähigkeit für den vorgesehenen Gebrauch, Nutzbarkeit und gute Strukturierung und leichte Verständlichkeit betrachten. (siehe T1.0 F6-9)
- Worin besteht der Unterschied zwischen inneren und äußeren Qualitätsmerkmalen? Außere Qualitätsmerkmale sind für den Benutzer des Systems wichtig, innere sind für das Wartungspersonal des Systems wichtig. Für den Auftraggeber sind beide Qualitätsmerkmale wichtig, da sich beide auf die operationalen Kosten auswirken.
- Nennen Sie die in der Vorlesung besprochenen inneren und äußeren Qualitätsmerkmale. Änderbarkeit (I) : Merkmale, die sich auf den Aufwand für die Durchführung vorgegebener Änderungen beziehen. Benutzbarkeit (A) : Merkmale, die sich auf den zur Benutzung erforderlichen Aufwand beziehen und auf die individuelle Bewertung einer solchen Benutzung durch eine festgelegte oder vorausgesetzte Gruppe von Benutzern. Effizienz (A) : Merkmale, die sich auf das Verhältnis zwischen dem Leistungsniveau der Software und dem Umfang der eingesetzten Betriebsmittel unter festgelegten Bedingungen beziehen. Funktionalität (A) : Vorhandensein von Funktionen mit festgelegten Eigenschaften. Diese Funktionen erfüllen die festgelegten oder vorausgesetzten Anforderungen. Übertragbarkeit (I) : Merkmale, die sich auf die Eignung der Software beziehen, von einer Umgebung in eine andere übertragen zu werden. Zuverlässigkeit (A) : Merkmale, die sich auf die Fähigkeit der Software beziehen, ihr Leistungsniveau unter festgelegten Bedingungen über einen festgelegten Zeitraum zu bewahren. (siehe T1.0 F14-21)
- Geben Sie zwei Beispiele für Qualitätsmerkmale, die dabei miteinander in Konflikt stehen können. Begründen Sie den Konflikt. z.B.• Robustheit ⇔ Performance• Sicherheit ⇔ Benutzbarkeit• Sicherheit ⇔ Effizienz• Anpassungsfähigkeit ⇔ Wiederverwendbarkeit• ...
- Was sind die Hauptanliegen des Qualitätsmanagements, auf welche Ebene finden sie statt? Die Hauptanliegen von Qualitätsmanagement sind: Organisatorische Ebene: die Schaffung eines Rahmens für organisatorische Prozesse und Standards, die zu qualitativ hochwertiger Software führen. Projektebene: Anwendung bestimmter Qualitätsprozesse und die Uberprüfung ihrer Einhaltung Projektebene: Festlegung eines Qualiätsmanagement-Plans. Dieser definiert Qualiätsziele und welche Prozesse und Standards verwendet werden. (T1.0 F26)
- Wie hängt das Qualitätsmanagement von der Systemgröße ab? Qualitätsmanagement ist insbesondere für große und komplexe Systeme wichtig. Dabei wird bei großen Systemen das Qualitätsmanagement durch die Qualitätsdokumentation unterstützt, die Fortschritte aufzeichnet und die Kontinuität der Entwicklung untersützt.Bei kleineren Systemen konzentriert sich Qualitätsmanagement weniger auf die Dokumentation als auf die Einführung einer Qualitätsmanagementkultur. (T1.0 F27)
- Wie steht der Qualitätsplan in Zusammenhang zum Qualitätsmanagement? Was sollte ein Qualitätsplan enthalten? Was ist beim Umfang des Qualitätsplans zu beachten? Der Qualitätsplan ist Teil des Qualitätsmanagements. Er ist projektbezogen.• Produkt-Einführung• Produkt-Pläne• Prozessbeschreibungen• Qualitätsziele• Risiken und Risikomanagement• verwendete Prozesse und Standards Der Qualitätsplan sollte kurz und prägnant sein, sonst wird ihn niemand lesen!(T1.0 F26,32)
- Welche zwei grundlegenden Arten von Softwarestandards gibt es? Erklären Sie diese kurz. Produktstandards: definieren Charakteristiken, die alle Softwarekomponenten aufweisen müssen z.B. ein gemeinsamer Programmierstil. Prozessstandards: definieren die Durchführung des Softwareprozesses.(T1.0, F41)
- Kann man mit der ISO 9001 die Qualität eines Softwareprodukts zertifizieren? Nein, ein ISO 9001 Zertifikat besagt nur das das Qualitätsmanagement der Firma der ISO 9001 entspricht.
- Was versteht man unter ISO9001 und CMMI? Welche Ziele verfolgen sie? ISO 9001 ist ein Prozessqualitätsstandard und beschreibt ganz allgemein Modelle zur Darlegung der Qualitätssicherung in Entwicklung, Produktion, Montage und Kundendienst. Das Capability Maturity Model Integrated gibt Hilfestellung bei der Bewertung und Verbesserung des Qualitätsmanagements.
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- Wo uberschneiden sich ISO9001 und CMMI und wo liegen Unterschiede? ̈ Können sich die beiden Standards ergänzen? CMMI:• Definition von Standards• Einführung von Techniken ISO 9001:• Abnahmekriterien für jede Phase des Entwurfs und der Entwicklung• Lenkung der Dokumente und Daten• Lenkung von Qualitätsaufzeichnungen• Festlegung von Verantwortungsbereichen• Bewertung von Unterauftragnehmern, beigestellten Produkten beide:• Unabhängige Audits der Entwicklungsaktivitäten• Korrigierende Aktionen• Mitarbeitertraining• Definition des Prozess- und Lebenszyklus Ist CMMI Reifegrad 3 erreicht, ist wahrscheinlich noch einiges zu tun, um ISO 9001 abzudecken, da einige Bereiche durch CMMI nicht abgedeckt werden.Ist ISO 9001 erfüllt, dann gibt CMMI zusätzlich Hilfestellung inbesondere auf den Gebieten der Technik, Prozessdefinition und Metriken. (siehe auch T1.1 F 27)
- Welchen der beiden Standards würden Sie für 1) Dokumentation, Uberprüfbarkeit oder Transparenz von bestehenden Qualitätsprozessen 2) die Bewertung oder Verbesserung des Qualitätsmanagements nutzen? 1) ISO 9001 2) CMMI