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Motivationspsychologie (Subject) / Motivation (Lesson)

WS12/13

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  • Freuds Handlungs - und Denkmodelle der Motivation Primärmodell Handlung: ES-->Handlung-->Befriedigung (=Reflexbogen) Primärmodell Denken: ES-->Objekt abwesend-->Halluzination-->Befriedigung (=Phantasietätigkeit als Wunscherfüllung) Sekundärmodell Handlung: ES-->Ich-->Umweghandlung-->Befriedigung (Ich verhindert unmittelbare Triebbefriedigung) Sekundärmodell Denken: ES-->Ich-->Pläne-->(Ersatz-)Befriedigung (Kognitionen helfen bei Zielereichung) Primärmodell kommt ohne Ich aus (S-R)Sekundärreflex meist mit C (Ich)
  • Gemeinsamkeiten Hulls Behaviorismus mit Freuds Psychoanalyse Determinismus Hedonismus Homöostase keine interindividuellen Unterschiede Wichtigkeit des Triebkonstruktes
  • Triebkonzept bei Hull Triebe als motivationale Komponente physiologischer Bedürfnisse Triebe als aktuelle und interne Stimuli, die durch externe Stimuli operationalisiert werden können Versuchsparadigma: Columbia Obstruction Box (Startbox - Hindernis (el. Gitter) - Zielbox)
  • Hulls behaviorisitsche Theorie der Motivation Grenzen Verhalten = Trieb x Habit x Anreiz Habit = Gewohnheit - richten der Energie - Anzahl der LerndurchgängeTrieb = Triebstärke - Motor des Verhaltens - DeprivationAnreiz = Charakteristika eines Zielobjekts & erlernte Anreizwerte - Menge/Qualität des dargebotenen Futters kein Nachweis von sekundären Trieben mit aufsuchendem Charakter spontaner Reaktionswechsel
  • Aktivationstheorie von D.E.Berlyne Anwendungsbeispiele Zusammenhang Aktivation und Attraktivität je attraktiver, desto weniger Aktivation (linear) Zusammenhang Aktivation und Stimuluskomplexität bei mittlerer Stimuluskomplexität am wenigsten aktiviert (Parabel) bei niedriger und hoher Komplexität stark aktiviert Zusammenhang Attraktivität und Stimuluskomplexität mittlere Stimuluskomplexität am attraktivsten (Parabel) niedrige und hohe Komplexität wenig attraktiv soziale Erleichterung, Integration von Daten, Schwierigkeitsgesetz der Motivation, sensorische Deprivation
  • Verstärkungs- und Bestrafungsarten nach Skinner Verstärkung, wenn Stimulus zu Erhöhung einer Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion führt positiv: positiver Stimulus folgt "positivem" Verhalten negativ: negativer Stimulus wird entfernt, nachdem "positives" Verhalten gezeigt wurde Bestrafung, wenn Stimulus zu Senkung einer Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion führt Typ 1: negativer Stimulus folgt "negativem" Verhalten Typ 2: positiver Stimulus wird entfernt, nachdem "negatives" Verhalten gezeigt wurde
  • zeitliche Merkmale des Verstärkungsprozesses kontinuierlich (nach jeder Reaktion) vs. intermittierend (nach manchen Reaktionen): Quotenverstärkung (fixiert: jede x. Reaktion wird verstärkt; variabel: im Schnitt wird jede x. Reaktion verstärkt) Intervallverstärkung (fixiert: aller x Minuten wird verstärkt; variabel: im Schnitt wird aller x Minuten verstärkt)
  • Premackprinzip Verhalten, dass für Organismus positiven Wert hat (und von ihm ausgeführt wird) kann zur Verstärkung für weniger positive (dem Organismus wertvolle) Verhaltensweisen eingesetzt werden
  • Postulate der Gestalttheorie Lewins ahistorischer Ansatz "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile": jeder schafft sich selbst subjektive Realität, jeder bewegt sich in psychologischen Feldern Untersuchungen Wertheimers zu Wahrnhemungsfehlern Untersuchungen Köhlers zu "Intelligenz beim Menschenaffen" (Problemlöseaktivität gleicht der des Menschen) es erfolgt Analyse der momentan vorhandenen Kräfte, die auf Person einwirken = phänomenologischer Ansatz
  • Grundlegende Begriffe der Feldtheorie Lebensraum: V=f(P,U) --> Bezug auf Person- und Umweltkonzepte Personenkonstrukte:strukturell (stabil, überdauernd): Bereiche der Person, Grenzwände zwischen Bereichen, unterschiedliche Durchlässigkeit dieser Grenzwände, Nachbarschaft der Bereiche dynamisch (sich verändernd):Spannung (=Personenvariable), Bedürfnis, Quasibedürfnis Umweltkonstrukte:strukturell: analog zu Personenkonstrukten, mit Grenzwänden als Hindernissen, bzw. Teilbereichen einer Handlung dynamisch: Valenz = Spannung x Merkmale eines Zielobjekts (=Umweltvariable)Kraft = Valenz:Entfernung (subjektiv; =Lernvariable) Taxanomie des Verhaltens: konsumatorisch und Fluchtverhalten (ein Bereich) instrumentelle Annäherung und Vermeidung (mehrere Bereiche)
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  • Konflikte Annäherung-Annäherungs-Konflikt:schnelle Lösung, sobald sich psychologische Entfernung, Valenz, MM oder Spannung ändern Vermeidung-Vermeidungs-Konflikt:schwer zu lösen, denn es gibt 2 Handlungsalternativen mit jeweils negativer Valenz - mit Annäherung an eine Alternative vergrößert sich Kraft, die davon wegführt und Kraft, die von anderen Alternative wegführt wird kleiner Vermeidungs-Annäherungs-Konflikt: Millers-Shuttle-BoxBereich in Umwelt mit positiver als auch negativer Valenz einer Handlungsalternative
  • Faktoren, die die Wiederaufnahme beeinflussen Dauer der Unterbrechung (je länger, desto niedriger WAT) Zeitpunkt der Unterbrechung (je näher am Ziel, desto höher WAT) Art der unterbrochenen Aufgabe (mit definierter Lösung/Endzustand - höhere WAT) Valenz (hohe WAT, wenn subjektive Verpflichtung zur Erledigung vorhanden) äußere Anreize (Großteil der WAT erfolgt ohne sichtbare äußere Anreize) innere Einstellung zur Handlung und Personenmerkmale (ehrgeizige VP mit höherer WAT)
  • Theorie der resultierenden Valenz - Lewin resultierende Kraft = k(e) + k(m) = Va(e) x W(e) - Va(m) x W(m)
  • Theorie der resultierenden Valenz - Atkinson Tr = Te + Tm = Me x We x Ae + Mm x Wm x Am Ae = 1-WeAm (immer negativ) = 1-WmWe = Wahrscheinlichkeit Erfolg (subjektiv)Wm = Wahrscheinlichkeit Misserfolg; alles Situations-Determinanten Me = Erfolgsmotiv (Stolz)Mm = Misserfolgsmotiv (Scham), beides Personenvariablen Ergebnis von Stärke des Erfolgs-/Misserfolgsmotives abhängig!
  • Alternativerklärung für Aufgabenwahl Trope und Brickman Diagnostizität - Informationen über eigene Fähigkeiten können am ehesten aus mittelschweren Aufgaben gezogen werden, da leichte und schwere Aufgaben keine Informationen über die Fähigkeit der Individuen liefern es sind also nicht hedonistische Bestrebungen, sondern die Suche nach Informationen, die leistungsmotivierend sind
  • Menschenbild der Attributionstheorien Mensch als naiver Wissenschaftler, der Umwelt verstehen und vorhersagen will es zählen subjektive Tatsachen Menschen stellen sich Frage, warum Ereignisse eintreten, denn das ermöglicht verstehen, erklären und die zukünftige Kontrolle des Ereignisses
  • Naive Handlungsanalyse Handlungsergebnis = Personenkraft + Umweltkraft = Personenkraft (internal) = Motivation(variabel) x Macht (Fähigkeiten-->stabil) Umweltkräfte (external) = Schwierigkeit (stabil), Zufall, Gelegnheit (variabel) Können = Macht - (Schwierigkeit, Zufall) Ergebnis = Motivation x Können   Handlungsergebnis = Motivation x Macht - Schwierigkeit, Zufall
  • phänomenale Kausalität wir neigen dazu, auch schematische Darstellungen von Bewegungen als Ausdruck von Intentionen und Handlungen von Personen zu interpretieren
  • Differenzmethode Die Gegebenheit wird für einen Effekt verantwortlich gemacht, die vorhanden ist, wenn der Effekt vorhanden ist, und die nicht vorhanden ist, wenn der Effekt nicht vorhanden ist. Fritz freut sich --> schönes Wetterschlechtes Wetter-->Fritz freut sich nicht
  • Kalkulation von Anstrengung und Inferenzen über eigene (und die anderer Personen) Fähigkeit vor Aufgabe: Anstrengung = Schwierigkeit : Fähigkeit nachher: Fähigkeit = Schwierigkeit : Anstrengung
  • Grenzen des Menschenbildes vom naiven Wissenschaftler Selbstwertdienlichkeit von Attributionen Motivationale Gründe vs. Merkmale der Informationsverarbeitung Mitgeteilte Attributionen = "wahre" (gewusste) Attributionen von Personen?