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BioPsychologie UNI ERLANGEN (Subject) / Allgemeine Rezeptorphysiologie (Lesson)
Rezeptortypen, Reiztransduktion, Kodierung, Adaptation
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- Wie werden Reize aufgenommen? Welche Sensortypen gibt es? - Übersetzung der Reize aus Außen- und Innenwelt in eine für das Nervensystem verständliche Sprache: AP, entweder direkt (primäre) oder durch weitere Schritte (sekundär) - bestimmte physikalische oder chemische Reize lösen durch Öffnung von Ionenkanälen eine Änderung des ruhepotentials am Sensor aus - Sensortyp wird durch adäquaten Reiz optimal erregt - Sensortypen: Photosensoren, Mechanosensoren, Thermosensoren, Chemosensoren - Sensoren können sein: freie Nervenendigungen, spezialisierte Nervenendigungen, spezialisierte Nervenzellen
- Was ist Amplituden- und was Frequenzkodierung? Amplitudenkodierung: von adäquaten Reiz asugelöste Membranerregung ist in der Hölhe der Reizstärke proportional, nimmt also mit Reizstärke zu, Depolarisation des Sensors (außer Photosensoren), graduierte Aktivierung nicht selektiver Kationenkanäle entweder unterschwellig (örtlich begrenzt) oder Bildung eines Sensorpotentials (auch durch Summation lokaler Antworten) Frequenzkodierung: Tranformation, elektrotonisch weitergeleitetes Sensorpotential wird in Folge von Aktionspotentialen umkodiert, je höher Sensorpotential, desto mehr AP pro Zeiteinheit
- Wie funktioniert die Transduktion und Transformation von Reizen? - adäquater Reiz führt zu Depolarisation -> Sensorpotential in Amplitudenkodierung - elektrotonische Ausbreitung über Sensor - Bei überschreitung des Schwellenpotential (durch hohe Intensität oder Summation) wird AP an Impulsentstehungszone (viele schnelle Na+ Kanäle) ausgelöst, Transformation durch Frequenzkodierung (je höher Potential, desto höher frequenz)
- Was sind rezeptive Felder? - Gebiet, aus dem eine einzelne Sensorzelle (sensorische afferenz) aktiviert werden kann - primäre rezeptive Felder: Sensorzelle mit peripheren Aufzweigungen (Kolleteralen) ihrer Afferenzen - sekundär rezeptive felder: Gebiet aus dem Afferenzen auf ein zentrales Neuron konvergieren - je weniger afferente Fasern auf ein Neuron konvergieren (kleines zentrales Feld) , desto besser die auflösung
- Wie unterscheiden sich primäre von Sekundären Sinneszellen? - primäre Sensorzellen sind Axon- oder Dendritenendigungen einer Afferenten nervenfasern, können selber AP ausbilden, AP wird sensornah gebildet, viele Na+ Kanäle, besipiel: Geruchssensoren, Mechanosensoren - sekundäre Sensorzellen sind spezialisierte Sensoren, generieren nicht selbst AP sondern haben Synapse am ersten afferenten Neuron, Sensorpotential bewirkt Transmitterausschüttung und EPSP an nachgeschalteten Neuron, Beispiel: Geschmackrezeptoren in Knospen, Photorezeptoren der Netzhaut und Haarzellen im Innenohr
- Es gibt eine weitere Unterteilung in Sensoren, die nicht die Intensität, sondern auch die Reizänderung messen. Welche Typen gibt es? - Proportionalsensoren (P) informieren nur über Intensität, Sensorpotential proportional zur Reizstärke -Differentialsensoren (D): Informieren über die Geschwindigkeit der Reizänderung - Proportional-Differenzialsensensoren (PD): informieren sowohl über Intensität als auch die Reizänderung
- Was ist Adaptation? - Gewöhnung an einen Dauerreiz, Impulsfrequenz nimmt ab, kann sein im ZNS oder Sensoren - großer Anteil beretis an Sensoren: durch langsame Depolarisation verschiebt sich Schwellenpotential nach oben, nachfolgende Reize bleiben leichter unterschwellig - zunehmende Inaktivierung des schnellen Na+ Systems: Akkomodation - rezeptoreigenschaften: tonisch = Adaptieren langsam (Haut, Nozizeption), Phasische sensoren: adaptieren schnell an Dauerreiz (Vater-Paccini KP) - Adaptationsverhalten ist Ursache für Differential/proportionalverhalten der Sensoren
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