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2. Heft (Subject) / BWL Heft 2 (Lesson)

Zusammenfassung

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  • Nennen Sie die grundsätzlichen Wissenschaftsziele   Kognition (Erkenntnis) à Ursachenforschung/Grundlagenforschung – kein unmittelbarer Forschungszweck - nur Erkenntnis; keine unmittelbare Anwendung der Ergebnisse geplant Deskription (Beschreibung) à Beschreibung von beobachteten Phänomenen; dient letztendlich dem Verstehen von Sachverhalten; Pragmatik (Beratung) à Praxisbezug; anwendungsbezogene Forschung; will zukünftige Entscheidungen eines Unternehmens beeinflussen  
  • Was sind Forschungsmethoden und welches sind die 3 wesentlichen Anforderungen   Forschungsmethoden à Art + Weise wie bei Problemlösung vorgegangen wird (systematisches Vorgehen!!) Anforderungen: Valididität (Gültigkeit) Reliabilität (Verlässlichkeit) Objektivität (Unabhängigkeit von dem Forschungssubjekt)      
  • Welche Einzelschritte nehmen Sie beim Kontingenzansatz (situativer Ansatz) vor Bsp: Gewinnsteigerung 10 % der Spielwaren   1. Ziel festlegen 2 Massnahmen festlegen 3. Die Massnahmen den situativen Bedingungen gegenüberstellen 4. Einfluss der situativen Bedingungen auf Massnahmen bewerten 5. Rückschlüsse auf Zielerreichung machen 6. Vergleich zwischen Ziel und FIT 7. Massnahmen zu Zielerreichung anpassen 8. Iteration, bis FIT zwischen Ziel und erwarteter Zielerreichung erreicht wird.
  • Grafische Darstellung des situativen Ansatzes Metaziel = Soll     IST     Box WIRD   FIT Situativen Bedingungen   Angestrebte Metaziele (Wirkungen) des Betriebes = Soll Gestaltung des Betriebes (Aktionsparameter) = IST FIT Situative Bedingungen = Restriktionen der Gestaltung Erwartete bzw. vermutete Zielrealisierung = WIRD
  • Zeigen Sie tabellarisch die wichtigsten Ansätze der modernen BWL auf Produktions- Betrieb als Kombination orientierter Ansatz Erich Gutenberg von PF   Entscheidungsansatz Edmund Heinen Betrieb als Ort zielorien- tierter Entscheidungen Systemansatz Hans Ulrich Betrieb als soziotechn. System mit Elementen und Beziehungen Verhaltensansatz Günther Schanz Betrieb als Summe des Verhaltens von Individuen in Institutionen AOEWL Gewerkschaften Betrieb als soziales Gebilde zur Befriedig. v. Arbeiterzielen Kontingenzansatz Alfred Kieser Betrieb als Ergebnis v. Umfeldeinflüssen (Situation) Marketingansatz Heribert Meffert Betrieb zur Markt- anteilsmaximierung Oekologieansatz Reinhard Pfriem Betrieb als Veranstaltung zLösung ökologischer Probleme Evolutionsansatz Werner Kirsch Betrieb als permanente Anpassung an veränd. Rahmendaten
  • Nennen Sie die 4 wichtigsten Forschungsmethoden 1. Sprachanalyse   2 Empirie   3. Phänomenologie   4. Hermeneutik   5. Dialektik
  • Erläutern Sie die Sprachanalyse Sprachanalyse à beschäftigt sich mit der Abbildung der objektiven Wirklichkeit mittels Aussagen + Begriffen Es lassen sich 3 Aussageklassen unterscheiden: -   logische Schlussfolgerung (MA von Unternehmen ist größer als der von Unternehmen B); diese Aussagen lassen sich verknüpfen (mit einer Negation = Verneinung, mit einer Konjunktion = UND-Verknüpfung , einer Disjunktion = ODER-Verknüpfung, einer Subjunktion = WENN-DANN-Verknüpfung oder einer Bisubjuktion = WENN-DANN-UND UMGEKEHRT); es wird versucht der Wahrheitsgehalt komplexer Aussagen wissenschaftlich zu prüfen -   faktische Aussagen beschreiben bzw. erklären reale Sachverhalte. Müssen an der Realität überprüfbar sein (IST-Beschreibungen) bei normativen Aussagen handelt es sich um Vorschriften, Regeln usw. wie die künftige Realität sein soll. Werden Empfehlungen ausgesprochen (SOLL-Beschreibung), nennt man diese auch präskriptiv. Werden Mittel zur Erreichung dieses Zustandes genannt, wird der Aussagetyp als technologisch bezeichnet
  • Erläutern Sie Empirie und beschreiben Sie, welche Methoden es zur Durchführung einer empirischen Untersuchung gibt Empirie à Entdeckungszusammenhang – Beschreibung vom Anlass der Forschung (konkretes Problem) à Begründungszusammenhang – Beschreibung der Forschungsmethode Es gibt verschiedene Methoden zur Durchführung einer empirischen Untersuchung:   Experiment = wiederholte Durchführung eines Versuchs (selten in der BWL) Dokumentenanalyse = z. B. Inhaltsanalyse von Geschäftsberichten oder Bilanzen Beobachtung – z. B. im Produktionsbereich Befragung – mündlich (Interview) oder schriftlich (Fragebogen); es ist auf eine sachliche Fragestellung, die Antworten nicht suggeriert zu achten Diskussion  
  • Was bedeutet Phänomenologie Phänomenologie à es handelt sich um ein Forschen durch ganzheitliches Verstehen vor dem Hintergrund erfahrener Lebenssituationen (Übertragung der eigenen Erfahrungen) Bsp. Soll die Kostensteigerung in einem Betrieb erklärt werden, beschreibt die Phänomenologie diese Entwicklung mit Hilfe eigener Erfahrungen bzw. bereits beobachteter Kostenentwicklungen  
  • Was ist die Lehre der Hermeneutik Hermeneutik (= Auslegung) à Lehre vom nachfühlenden Verstehen à strittig, ob die Erfassung von Sinneszusammenhängen im Gegensatz zur Erklärung von Wirkungszusammenhängen für die BWL geeignet ist Es soll durch verstehendes Erfassen von geschichtlichen Hintergründen eine Erklärung für aktuelle Ereignisse geliefert werden. Das bedeutet, dass die BWL von denjenigen lernen sollte, die schon sehr lange Betriebe geleitet haben.
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  • Beschreiben Sie die Dialektik Dialektik (Gegensätzlichkeit) à These + Antithese sollen zu einer Aussagensynthese führen
  • Unterscheiden Sie induktive und deduktive Schlussfolgerungen Umgang mit den gewonnenen Erfahrungen induktiv = vom Einzelnen zum Allgemeinen à nach Karl Popper kann allerdings eine Induktion keine Gesetzmäßigkeiten begründen (problematisch!!)   deduktiv = vom Allgemeinen zum Einzelnen à ob dies tatsächlich auf den Einzelfall zutrifft, muss nachträglich geprüft werden
  • Leitideen/Ansatz/Hauptvertreter der Ansätze moderner BWL seit Gutenberg   Leitidee Bezeichnung des Ansatzes Hauptvertreter Optimale Kombination der Produktionsfaktoren Faktortheoretischer Ansatz Gutenberg Optimale Vorbereitung von konstitutiven + laufenden Entscheidungen Entscheidungstheoretischer Ansatz Heinen Denken in kybernetischen Systemzusammenhängen Systemansatz Ulrich Sozialwissenschaftliche Öffnung der Betriebeswirtschaft Verhaltensansatz Schanz Orientierung an den Arbeitnehmerinteressen Arbeitsorientierte Einzelwirtschaftslehre Gewerkschaften Kontextfaktoren als Determinanten des Erfolgs Situativer Ansatz Kieser/Kubicek   Steuerung eines Unternehmens vom Markt her Marketingansatz Meffert/Nieschlag Ökonomisches Wirtschaften Ökologieansatz Pfriem Prozessorientierung Evolutionsansatz Kirsch
  • Erläutern Sie den Faktortheoretischen Ansatz von Gutenberg   Gutenberg – faktortheoretischer Ansatz   3 Bände Werk „Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre“. Betrieb ist eine produzierende Einheit. Für ihn stand die Frage nach optimalen Produktionsfunktionen, d. h. die mathematische Verknüpfung von Einsatzfaktoren + Ausbringungsmenge im Vordergrund. Wichtig sind die Kombination der Produktionsfaktoren, das Wirtschaftslichkeitsprinzip und das finanzielle Gleichgewicht (Liquiditätserhalt).  
  • Erläutern Sie den entscheidungstheoretischen Ansatz von Heinen Er hat erstmals eine Entscheidungssituation in ihren vielfältigen Dimensionen dargestellt + eine logische Abfolge im Entscheidungsprozess (von der Zielbildung bis zur Alternativen Bewertung + Entscheidung) untersucht hat. Rollenbedürfnisse + Gründe für das Zustandekommen einer Entscheidung werden miteinbezogen. Im Mittelpunkt stehen sachnologische Erwägungen, nach denen der Entscheidungsprozess in Einzelschritte zu zerlegen ist. Nach Heinen sind die Ziele in einem Betrieb als gegeben anzusehen + lediglich die Wege bzw. Alternativen zu ihrer Erfüllung zu suchen. Es geht also um die Art + Weise wie Entscheidungen zustande kommen. Diese Untersuchung führte auch zu einer Abkehr von dem Grundsatz jeder Unternehmer strebe nach Gewinn. Abkehr zu einem individuell entscheidenden Unternehmer. Plötzlich wurden in Untersuchungen wie Entscheidungen in Betrieben zustande kommen, psychologische, pädagogische, soziologische + politische Thesen eingebaut. 
  • Erläutern Sie den Systemansatz von Ulrich Versuch betriebswirtschaftliche Phänomene + Probleme mit Hilfe der allgemeinen Erkenntnisse der systemorientierten Kybernetik (wissenschaftliche Forschungsrichtung) zu beleuchten. Betrieb ist eine Summe aus Elementen + Beziehungen (= produktives + soziales System). Ulrich definiert ein System wie folgt: eine geordnete Gesamtheit aus Elementen zwischen denen irgendwelche Beziehungen bestehen oder hergestellt werden können. Wichtig ist, dass eine Vielzahl von Dimensionen (auch soziale + ökologische) in die Betrachtung miteinbezogen werden können. Allerdings ist es fraglich ob Betriebe mittels Steuerungs- und Regelungsvorgängen Störungen + Probleme so ausgleichen können, dass eine selbständige Rückkehr möglich ist. Dem Management wird eine Steuerungs- und Korrekturfunktion zugewiesen. Problematisch ist die These von Ulrich, das eigentliche Geschehen als „Black Box“ zu sehen + nur ergebnisorientiert zu steuern: „Wir versuchen erst gar nicht die Vorgänge im Inneren des Systems zu erfassen. Wir betrachten nur das, was wir von außen beobachten können. Das System wird als etwas Unzugängliches „Black Box“ betrachtet.“ Kritisch ist anzusehen, dass sämtliche Probleme als regelbar + steuerbar angesehen werden. Es wird übersehen, dass die Ergebnisse durch die Steuerung des Managements von Reaktionen der Mitkonkurrenten usw. abhängig sind + nicht nur vom eigenen systematischen Steuern.  
  • Erläutern Sie den verhaltenstheoretischen Ansatz von Schanz Enge Verwandtschaft mit dem Systemansatz. BWL wird erstmals deutlich als Sozialwissenschaft mit dem Schwerpunkt menschlicher Verhaltensforschung dargestellt. Erstmals war das individuelle Streben nach menschlicher Bedürfnisbefriedigung (nach der Bedürfnispyramide von Maslow) im Blickfeld der Betriebswirtschaftslehre. Im Vordergrund stand das Ziel die Bedürfnisse der Arbeitnehmer zu decken. Denn die Aussicht auf Bedürfnisbefriedigung wirkt motivierend. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse nach Einkommen, Arbeit, Selbstbestimmung, Kommunikation + Partizipation bei Entscheidungen schlug sich in Thesen zu Führungsstil, Macht-, Motivations- und Kommunikationsfragen nieder. Obwohl dies als gescheitert angesehen werden kann, waren die damaligen Erkenntnisse von großer Bedeutung für die moderne BWL. Denn seitdem werden die Betriebe werden nicht nur nach Gutenberg als Produktionseinheiten, sondern als soziales Gebilde betrachtet (Mensch wird als kreatives Wesen angesehen). Der Individualismus als Leitidee führt zur Formulierung praktischer Empfehlungen wie die Bedürfnisse Einzelner im Betrieb möglichst optimal erfüllt werden können. Aus diesen Grundüberlegungen leiten sich heute die neue Institutionenlehre + die sog. Principal-Agent-Theorien ab. Diese untersuchen wie Institutionen, Organisationen usw. individuell genutzt werden, um als Mittel der eigenen Bedürfnisbefriedigung zu dienen. Menschen leisten nur dann Beiträge, wenn sie auch Anreize in mindestens demselben Ausmaß erhalten. 
  • Erläutern Sie die AEOWL der Gewerkschaften Basierend auf dem Verhaltensansatz entstand Ende der 70er Jahre im Rahmen eines Projektes der Gewerkschaften, der Ansatz mit dem Namen arbeitsorientierte Einzelwirtschaftslehre, kurz AOEWL. Ursprünglich war er als Gegenkonzept zur damaligen, als kapitalistisch bezeichneten Betriebswirtschaftslehre gedacht. Nach Meinung der Gewerkschaften wurden nämlich die Arbeitnehmerinteressen zu wenig beachtet. Also erstellte die Projektgruppe ein Konzept zur Verbesserung der Wirtschaft unter Berücksichtigung der Arbeitnehmerinteressen. Es wurde ein Konzept entwickelt, in dem die Interessen der Konsumenten denen der Arbeiternehmer untergeordnet wurden. Im Mittelpunkt steht die angestrebte Selbstverwirklichung der Arbeiter. Beispielsweise wurde gefordert, Arbeitsplatzgarantien auf Lebenszeit auszustellen. Im Vergleich zu den damals geltenden Grundsätzen, war dieser Ansatz durchaus revolutionär. Inzwischen wurde einige damalige Vorschläge realisiert, da Arbeitnehmer nicht mehr nur als Produktionsfaktor gesehen werden. Erwähnenswert ist es, dass in dem ganzen Konzept keine Begriffe wie Gewinn oder Ertrag als betriebswirtschaftliche Ziele genannt werden. Es ist allerdings fraglich wie ein Betrieb ohne Gewinn langfristig bestehen und somit Arbeitsplätze sichern kann.
  • Erläutern Sie den Marketingansatz   Meffert/Nieschlag – Marketingansatz   Die Situationsorientierung wurde von der sog. Marketingorientierung abgelöst. Alle Bereiche eines Unternehmens sollen nur noch vom Markt her gesteuert werden. Dies drückt sich in Begriffen wie Beschaffungs-, Personal- und Finanzmarketing aus.  
  • Erläutern Sie den Oekologieansatz Pfriem – Ökologieansatz Eberhard Seidel + Waldemar Hopfenbeck sind als deutschsprachige Vordenker dieses Ansatzes zu nennen. Ökologische Produktinnovation, Marketing (z. B. durch Preisdifferenzierung) + Beschaffungspolitik, Recycling als Wertschöpfung sind nur einige Themen dieses Ansatzes. Neben Produktivität, Rentabilität + Wirtschaftlichkeit steht die Nachhaltigkeit im Sinne der Rohstoffschonung, der Erhaltung von Natur + Lebensqualität, Sicherung von Luft-, Wasser- + Bodenqualität im Vordergrund.   Kirsch - Evolutionsansatz
  • Erläutern Sie den Evolutionsansatz von Kirsch   Kirsch - Evolutionsansatz   Dieser Ansatz ist aus der systemtheoretischen Schule von St. Gallen hervorgegangen (Vertreter Fredmund Malik + Peter Gross). Es wird ein ganzheitliches + gleichzeitig systematisches Denken gefordert, das vor allem die Zusammenhänge zwischen den Systemelementen zu klären sucht. Der Betrieb wird als lernendes + organisiertes Wesen definiert, das in mikroskopischer Sicht von der Unternehmensumwelt beeinflusst wird. Das heute besonders wichtige Denken in Prozessen ist essentieller Bestandteil dieses Ansatzes. Auf diesem Ansatz basiert auch die amerikanische Reengineering-Philosophie sowie das aus Japan bekannte Kaizen (ständiger Verbesserungsprozess).  
  • Was sind künftige Entwicklungen der BWL à häufig werden eine zu geringe Praxisorientierung der Hochschulen + zu lange Studienzeiten kritisiert à typisch  mittelständische Betrieb in D auf dem Rückzug; dafür vermehrte Unternehmenszusammenschlüsse + Vormarsch der Grosskonzerne; andererseits sehr viele junge, innovative Unternehmen à Innovationsmanagement wird als Reaktion auf die Technisierung + den Innovationsdruck gefordert; Behauptung von J. Hauschild: nur durch bahnbrechende Innovationen kann den Umweltveränderungen begegnet werden; verschiedene Innovationsphasen – evtl. mangelnde Kreativität durch Institutionalisierung à stärkere Globalisierung durch den technischen Fortschritt im Informationssektor; Global Players = Großunternehmen, die mehrere Unternehmen unter einem Dach (Holding) zusammenfassen + als sog. strategische Familie mit strategischen Verbundsvorteilen (Synergieeffekten) operieren; Global Sourcing = zunehmende, internationale Arbeitsteilung – deutsche Unternehmen kaufen von ausländischen Zulieferern Komponenten ein, die bisher in der heimischen Industrie hergestellt wurden – das wurde durch den Abbau von Handelsbarrieren möglich; weltweit sinkende Transportkosten + eine leistungsfähige Kommunikation führen zu einer verstärkten Mobilität à Ökologisierung – ökologische Beschaffung darf nicht nur kostenorientiert sein, sondern muss auch Ressourcenschonung + Recycling beachten; in einer ökologisch ausgerichteten Produktion, sollen nur Produkte erstellt werden, die nachhaltig genutzt werden können
  • Beschreiben Sie Unternehmensethik à Unternehmensethik beschreibt Werte, Normen + Folgen eines menschenbezogenen + gesellschaftsverträglichen Wirtschaftens. Darüber können auch die Aussagen eins U-Leitbilds Auskunft geben. Eine gelebte Unternehmensethik wird als Unternehmenskultur bezeichnet  
  • Erläutern Sie das 7-S-Modell von McKinsey 7-S-Modell von Mc Kinsey à eine ganzheitliche Sicht von Strategien, Organisationsformen + Personalthemen wie auch der einzelnen Funktionsbereiche bzw. Teilsysteme wird hier dargestellt. Es wird deutlich gemacht, dass alle genannten Bereich zusammenhängen + voneinander abhängen   War zunächst als reine Visualisierung für die Beratung gedacht. Später wurden zunehmend inhaltliche Aspekte in die Darstellung eingebracht. Letztendlich entstand ein Geflecht wechselseitiger Beziehungen. Ein Unternehmensentwicklungsprozess kann ausgelöst werden, durch übergeordnete Ziele (superordinate Goals), d. h. durch „Verordnung“ von oben – wie dies bei einer typischen Bürokratie geschieht. Er kann weiterhin personalbedingt (= Staff; z. B. durch Fluktuationen, Neueinstellungen usw.), durch veränderte Fähigkeiten (= Skills, z. B. durch Aus- + Weiterbildung, Verbesserungsvorschläge usw.), durch einen neuen Führungs- oder Umgangsstil (= Style; z. B. des neuen Vorgesetzten oder neuer MA), durch Veränderungen in den übrigen Systemen (= Systems; z. B. Ressourcenverknappung, neue Eigentumsverhältnisse, Prozessinnovation) oder durch neue Strategien ausgelöst werden.   In der betrieblichen Praxis ist es nicht einfach, auf all diese Elemente des Unternehmens gleichzeitig, d. h. ganzheitlich einzugehen und somit jegliche gegenseitige Abhängigkeit im Prozessablauf zu beachten.   
  • Stellen Sie das 7-S-Modell grafisch dar
  • Erläutern Sie Prozessorientierung und KVP Prozessorientierung + kontinuierliche Verbesserung In Europa herrscht große Bürokratie + Verwaltung. Japanische Unternehmen betreiben sog. Lean Management, d. h. sie arbeiten mit flachen Strukturen + lagern jede unnötige Aufgabe aus. Bei europäischen Unternehmen wurden außerdem eine zu starke Fertigungstiefe + damit ein zu hoher Eigenfertigungsanteil bemängelt. Statt vertikale Hierarchien nun eine horizontale Organisation. Wertschöpfungsketten sollen bisherige Aufgabenabläufe ersetzen. Es gibt keine oben + unten mehr. Wichtig ist Delegation von Kompetenzen + Teamarbeit. Lösung: Zeitmanagement mit Konzentration auf die wichtigen Wertschöpfungsprozesse; Absage an die laterale Diversifikation  
  • Was meint Simulteaneous Engineering Simultanieous Engineering à gleichzeitige Entwicklung von Produkt + Produktionsmitteln Dadurch werden lange Wartezeiten durch kooperatives Verhalten ersetzt + dadurch Produktentwicklungszeiten reduziert werden (Einsparung von Entwicklungskosten); durch JIT sollen außerdem kürzere Durchlaufzeiten angestrebt werden (Einsparung von Lagerkosten)   Bisher sind die europäischen Märkte noch immer sehr stark an Machbarkeit + Design statt am Kunden orientiert. Dessen Wünsche (Preis + Qualität) haben sich der Produktentwicklung zu unterwerfen. Kunde bestimmt, denn er finanziert ein Unternehmen. Vor allem die Kostenrechnung muss kundenorientierter werden, dies wird erreicht durch die Einführung von Target Costing (Zielkostenrechnung) statt 
  • Reengineering/Kai-zen Vollkostenrechnung bei Preiskalkulationen. PREISE MÜSSEN VOM MARKT UND NICHT VOM CONTROLLER BESTIMMT WERDEN!!  Durch Total Quality Management sollen außerdem die Qualitätsansprüche der Kunden erfüllt werden. Wichtig ist eine Null-Fehler-Philosophie.   Vergleiche mit anderen Unternehmen (Benchmarking) finden immer noch zu wenig statt!!   KAIZEN à Kai = der Weg + ZEN = das Gute à sollen verbunden werden Steht für kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen. Für europäische Unternehmen oft schwierig.   In der heutigen managementorientierten BWL ist vor allem eine konsequente Kundenorientierung, Prozessorientierung + Kostenorientierung wichtig – Problemlösung statt Produkte sind gefordert. à Prozessorientierung = Denken in Prozessen anstatt in Aufgaben + Strukturen; Abbau von Spartendenken, Vereinfachung der Ablauforganisation; möglichst schnittstellenarm – die Arbeitsteilung von Adam Smith ist also rückgängig zu machen à Kostenorientierung = Einsparung bei Lagerhaltung + Entwicklung, aber auch in anderen Unternehmensbereichen; wichtig ist konsequentes Outsourcing von nichtwertschöpfenden Aktivitäten   Dieses Reengineering kann nur ganzheitlich, d. h. unter Einbezug von Menschen, Organisation + Technik (Kommunikation) erfolgen. 
  • Was bedeutet Neue Instituionenökonomie Neue Institutionenökonomie à Ist eine Weiterentwicklung aus dem Verhaltensansatz von G. Schanz Sie beschäftigt sich mit der Frage, warum Institutionen (Unternehmen) entstehen, wie + warum sie das Verhalten der ökonomischen Akteure beeinflussen. Es lassen sich 3 zentrale Theorien nennen:
  • Beschreiben Sie die 3 zentralen Theorien der neuen Institutionenökonomie   Transaktionskostenansatz von Coase Da der Abschluss + die Aushandlung von Verträgen die Basis jedes Wirtschaftens ist + nicht kostenlos erfolgt, beschäftigt sich dieser Ansatz mit der Frage ob die anfallenden Transaktionskosten (= Beratungskosten, z. B. Gebühren, Honorare usw.). im Verhältnis zum Ertrag des Handelns hoch oder niedrig sind. Denn ein Sparer wird sein Geld auch nicht zur Bank tragen, wenn er dafür mehr Kontoführungsgebühren zahlen muss, als er Zinsen erwarten kann. Natürlich sind nicht nur die ex ante-Transaktionskosten (entstehen im Voraus) von Bedeutung, sondern auch die Folgekosten (ex post-Kosten), die z. B. bei nachträglichen Änderungen entstehen, zu berücksichtigen. Das Ziel Transaktionskosten zu minimieren führt häufig zu Unternehmenszusammenschlüssen um Verträge zu institutionalisieren.   Theorie der Verfügungsrechte (Property-Rights-Theorem) Es wird davon ausgegangen, dass nur rechtliche + institutionelle Regelungen oder Bedingungen das Verhalten von Wirtschaftssubjekten beeinflussen. So wird tatsächlich durch das Handelsrecht + dessen Vorschriften über Rechtsformen usw. das Verhalten in Unternehmen beeinflusst. Diese Verfügungsrechte werden auch als Property-Rights bezeichnet + sollen klar geregelt sein.   Principal-Agent-Theorie Auftraggeben (Principals) + Auftragnehmer (Agents) sind Akteure bei wirtschaftlichen Handlungen. Auftragsbeziehungen werden unter dem Aspekt der Informationsverteilung besprochen. Häufig sind beim Agenten als Ausführendem (z. B. Geschäftsführer) mehr Infos vorhanden, als beim Auftraggeber (z. B. Eigentümer) – hier spricht man von einer asymmetrischen Informationsverteilung, die zu Lasten des Principals vom Agenten genutzt wird. Diese Informationsvorsprünge können durch sog. „hidden charateristics“ (dem Prinicpal nicht bekannte Handlungen durch den Agenten) oder durch „hidden action“ (dem Principal nicht bekannte/abschätzbare Absichten) erzeugt werden. Es wird davon ausgegangen, dass der Agent sich zu seinen Gunsten opportunistisch verhält + dadurch für den Principal weitere Informations-, Kontroll- + Überwachungskosten (= Transaktionskosten) entstehen, die ein Geschäft als unternehmenswürdig oder unterlassungswürdig erscheinen lassen. Außerdem werden Anreizsysteme überlegt, die den Agenten motivieren sollen, sich zugunsten des Principals zu verhalten (z. B. Stock-Option-Pläne, d. h. die Aussicht auf Aktien des Unternehmens, wenn es der Geschäftsführer schafft, den Wert der Aktien im Sinne der Eigentümer zu mehreren). à wirtschaftlich handelt derjenige, der sich transaktionskostenreduzierend mit Informationsvorsprüngen zu seinen Gunsten verhält  
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  • Nennen sie die Inhalte des 7-S-Systems von McKinsey Mitte = uebergeordnete Ziele (superordinate Goals) Structure (Struktur) strategy (Strategie) Skills (Fähigkeiten) Staff (Personal) Style(Kultur) Systems (Systeme) Sytems (System)
  • Erläutern Sie, wie logische Aussagen überprüft werden Negation (nicht) Konjunktion (und) Disjunktion (oder) Subjunktion (wenn dann Bisubjunktion (wenn dann und umgekehrt)