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Medizin (Subject) / Ortho/Unfall (Lesson)

kl

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  • Klassifikationen Hüftfrakturen Bei der Pauwels-Klassifikation wird der Winkel zwischen Frakturlinie und Horizontalen berücksichtigt   Pauwels-Klassifikation der medialen Oberschenkelhalsfraktur Grad I Winkel <30°   Grad II Winkel 30°-50° Grad III Winkel >50°   Die Einteilung nach Garden orientiert sich an der Dislokation der Fragmente   Garden-Klassifikation Stadium I Inkomplette, eingestauchte Fraktur mit Valgusstellung, ohne Dislokation Stadium II Vollständige Fraktur ohne Dislokation Stadium III Vollständige Fraktur mit teilweiser Dislokation   Stadium IV Vollständige Fraktur mit kompletter Dislokation    
  • Galeazzi/Monteggia Galeazzi: Radiusschaftfraktur mit Luxation der intakten Ulna & Riss der Membrana interossea Monteggia: Ulnarschaftfraktur mit Luxation des intakten Radiusköpfchens
  • Osteosynthesen Kirschner: distale Radiusfraktur Schraubenosteosynthese: eine Schraube+Kirschner oder mehrere Schrauben alleine, bei Sprunggelenksfrakturen Plattenosteosynthese: Nachteil ist das Freilegen und dann Anliegen des Materials am Periost -> schlechtere Durchblutung -> neuere VArianten liegen nur ncoh partiell an (LCDC-Platten) Humerusfraktur, Mehrfragmentbrüche, Sternumfraktur, Klavikula (oft +andere Synthesen wie Zuggurtung etc.) Dynamische Hüftschraube: Oberschenkelhalsfraktur bei jungen Patienten winkelstabil: zusätzliches Gewinde um Platten zu verankern überbrückend: Schraubenwerden frakturfern eingesetzt -> bessere Durchblutung Zuggurtungsosteosynthese: flexible Drähte + Kirschner-Drähte (z.B. Patellafraktur, Olekranonfraktur) Marknagelung: Verriegelung des Nagels mit Schrauben am Ende -> bessere Rotationsstabilität, an langen Röhrenknochen Fixatuer externe: vorübergehende perkutane Drähte bis zur endgültigen Versorgung, bei ausgeprägten Weichteilschäden oder komplexen Frakturen Fixatuer interne: Schrauben in Wirbelkörper, Verbindung mit Stangen
  • Belastungsbegriffe in der Reha lagerungsstabil: nur Lagerung ist möglich, keine Belastung -> Frakturen mit Kirschner-Drähten, müssen ruhiggestellt werden mit Gips zusätzlich bewegungsstabil: aktive oder passive Bewegung, keine Belastung -> Frakturen mit Plattenosteosynthesen belastungsstabil: Bewegungen gegen einen Widerstand im Rahmen der physiologischen Belastbarkeit -> Belastung möglich traininsstabil: wiederholte Übungen gegen Widerstand möglich Gehen Entlastung: z.B. Krücken minimale Belastung: durch Eigengewicht des Beines beim Sitzen/Stehen, darf abgestellt werden Teilbelastung: vorgegebene Bleastung in kg uner Verwendung von Hilfsmitteln Vollbelastung: normal
  • Knochenzement - Eigenschaften, wann Hüfte zementieren, wann nicht? Freisetzung kardiotoxischer Substanzen möglich -> Narkosezwischenfälle (kann auch durch's Einhämmern eine Fettembolie o.ä. sein) verminderte Strahelntransparenz im Rx Nicht-zementierte Hüfte: bei jüngeren Patienten, Prothese in intaktem Knochengewebe gut zu befestigen, es muss weniger Knochen entfernt werden, die Prothese ist leichter zu wechseln Zementierte Hüfte: nötig bei osteoporotischem Knochen oder anderen, wo keine stabile Verankerung möglich ist
  • Früh- & Spätinfekt von Knochen & Weichteilen Frühinfekte: unmittelbar postopmit Fieber, Schwellung, Rötung Hämtomausräumung, Spülsaug-Drainge frühzeitige und gezielte Antibiotikatherapie Spätinfekte: nach Jahren belastungsabhängige Gelenkschmerzen, ähneln einer Implantatlockerung (sind radiologisch nicht abgrenzbar) radikale Entfernung des künstlichen Geenks, Zements und Nekrosen -> erneuter Einsatz einer Endoprothese oder zweizeitiges Vorgehn mit antibiotikahaltigem Spacer dazwischen Anitbiotika: Levofloxacin (gegen Staphylos und Streptos) Rifampicin (gegen Biofilme auf Prothesen)
  • Komplikationen nach künstlichem Gelenkersatz Frühinfekt Spätinfekt Abrieb periartikuläre Weichteilverkalkung: unklare Ursache, prophylaktische Bestrahlung mit 7 Gy möglich zur Osteoblastenhemmung Materialermüdung Implantatlockerung: z.B. durch Infektionen, szintigrafische Darstellung am besten da vermehrte Anreicherung durch Umbauvorgänge, Klinik: lokale und ausstrahleden Schmerzen im Prothesenbereich
  • Salter-Harris/Aitken SHI/A0: Epiphysenlösung ohne Knochenbeteiligung SHII/A1: Epiphysenlösung mit metaphysärem Fragment -> konservativ mit Gips, nur bei starker Dislokation OP wie bei A2 SHIII/A2: Epipysenfugenlösung und Fraktur durch den Epiphysenkern SH IV/A3: Fraktur durch Epi- und Metaphyse -> Drahtspickung oder Zuggurtungsosteosynthese, dann Gips SH V/A4: Kompressionsverletzung der Epiphysenfuge, Crush-Verletzung -> konservativ mit Gips, oft Wachstumshemmung, schlechte Prognose
  • Osteoporose T-Score aus DXA-Osteodensitometrie:   Standardabweichung von der maximalen Knochendichte, Mittelwert 30jähriger -1 bis -2,5 -> Osteopenie > -2,5 -> Osteoporose Labor: nur bei sekundären Formen auffällig und zum Ausschluss Osetomalazie, Calcium, AP, Phosphat Therapie: akut: NSAR, Analgetika, Physiotherapie 500-1000mg Calcium 500-1000IE Vitamin D high-turnover: Bisphosphonate wie Aldendronat zur Osteoklastenhemmung Östrogenrezeptormodulator Raloxifen (Cave Thromboseneigung) Strontium-Ranelat wirkt antiresorptiv und stimuliert Knochenformation Fluoride oder PTH stimulieren Knochenanbau (Teriparatid) Donesumab: hemmt Osteoklastendifferenzierung, bei postmenopausaler From mit erhöhten Frakturrisiko oder Männern unter Hormontherapie bei Prostata-Ca, CAVE vorher Hypokalzämie korrigieren wenn vorhanden! Thiaziddiuretika: sparen Calcium, wenn Diueratika nötig dann diese wählen! OP: zur Schmerztherapie und Mobilisierung bei Wirbelfrakturen, Zementeinbringung von dorsal mit/ohne Ballon (Kypho-/Vertebroplastie) -> nicht bei kaputter Wirbelhinterwand, sonst läuft's in den Spinalkanal!  
  • Morbus Paget = Osteodystrophie deformans Klinik: meist asympotmatisch, lokalisierte Schmerzen, Größenzunahme des Kopfes (Hut passt nicht mehr), Verbiegungen und Deformierungen der Röhrenknochen, Schwerhörigkeit (Felsenbein betroffen) Komplikationen: Frakturen, Sekundärarthrosen, Nierensteine, Wurzelkompressions-Syndrom Diagnostik: hohe AP im Blut -> Verlaufsparameter/Erfolgskontrolle Hydroxyprolin im Urin -> unspezifisch, Verlaufsparameter Szinti Rx mit verdickter Kortikalis, Vergöberten und sklerotischen Trabekeln, aufgefaserter Kompakta, selten Beckenkammbiopsie Therapie: Bisphosphonate (-dronat), Analgetika
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  • Aseptische Knochennekrosen/Ostechondronekrosen Idiopathischer Verschluss eines versorgenden Gefäßes, v.a. an Epi-/Metaphysen langer Röhrenknochen oder Fuß-/Handwurzelknochen Meist im Wachstumsalter und häufiger bei Frauen Leitsymptom Belastungsschmerz, Bewegungseinschränkung Klinik: Gelenkergüsse, Schwellung, später Einklemmung und Gelenkblockierung   Calvé: Wirbelkörper, meist Kinder Scheuermann: Deck-/Grundplatte WK, Kinder -> Hyperkyphose, Hyperlordose, Schmorl-Knötchen im Rx Panner: Capitulum humeri, Kinder -> gute Prognose Kienböck: Os lunatum, junge Erwachsene Perthes-Legg-Calvé: Hüftkopf, Kinder Ahlbäck: mediale Femurkondyle, ältere Frauen Blount: mediale Tibiakopfmetaphyse, Kinder, O-Beine Osgood-Schlatter: Tuberositas tibiae extraartikulär, sportliche Kinder, gute Prognose bei konserv. Therapie Sinding-Larsen-Johansson: distaler Patellapool, Kinder Sever-Haglund: Fersenbein, Kinder Köhler I. Os naviculare pedis Köhler II: Mittelfußköpfchen (oft II, aber auch III-IV), mehr Mädchen Aseptische Hüftkopfnekrose bei Erwachsenen Osteochondrosis dissecans durch mechanische Belastung   Therapie: NSAR, Sportverzicht, Physio, Kühlung, je nach Stadium und Lokalisation Knochen-Knorpel-Tx, Anbohrung zur Revitalisierung, Entfernung des freien Dissektats  
  • Ätiopathogenese der Arthrose Verlust der Elastizität und Festigkeit des Knorpels -> subchondrale Sklerosierung als Kompensation unter stark belasteten Stellen -> faserartige Umwandlung des hyalinen Knorpels -> Aufrauung der Knorpeloberfläche -> Risse im Knorpelgewebe durch Belastung -> Knochenglatze durch Freilegung des Knochens = verschmälerter Gelenkspalt im Rx -> Brutkapseln aus kompensatorisch sich vermehrenden Chondrozyten, erreichen jedoch keine Defektdeckung -> Entzündungsreaktion, sobal Knorpel sich löst und auf Synovialmembran trifft -> Abplattung des Knochens -> Osteophyten als wulstartige Anbauten -> Knochenabbau an Belastungsstellen -> Geröllzysten mit Synovia und Detritus
  • Chondrokalzinose =Pseudogicht akute, idiopathische Gelenkentzüdnung durch Ablagerung von Calciumpysophosphatkristallen Knie-, Hüft-, Schulter- oder Handgelenk meist milder als Gichtanfall, nicht mit aktivierter Arthrose verwechseln Rx: streifenförmige Verkalkungen im Knorpel und an Mensici Nachweis der Kristalle im Gelenkpunktat NSAR, intraartikuläre Injektion von Glukokortikoiden im Anfall
  • Gelenkchondromatose Idioptahische Bildung von Knorpelgewebe und multipler, freier Gelenkkörper durch Metaplasie der Synovialis 30.-50. LJ, Männer häufiger kann alle Gelenke betreffen, oft Knie, seltener Hüfte, obere Sprunggelenk geschwollenes Gelenk mit Erguss und Blockierungen/Einklemmungserscheinungen kann maligne entarten -> Chondrosarkom MRT, ev. Rx (erst bei Verkalkung) arthroskopische oder offene Resektion der freien Gelenkkörper und Synovia, da hohe Rezidivneigung  
  • Was ist ein Brodi-Abszess? Bei guter Abwehrlage kapselt sich eine Osteomyelitis ab -> muss dann operativ saniert werden
  • Osteomyelitis/Osteitis Hämatogene Verschleppung nach Infekten v.a. bei Kindern, bei Erwachsenen eher chronisch nach offenen Traumata, Fremdmaterialeinbringung oder Substanzabusus, Immunschwäche, DM Akut: AZ schlecht, Fieber, Schüttelfrost, lokale & Druckschmerzen, teigige Weichteilschwellung Chronisch: wenig AZ-Beschwerden, lokale Fistelung und Eiterabsonderung möglich, Schmerzen&Verdickung des Knochens Lokalisation: Säuglinge mit Übertritt ins Gelenk da keine Epiphysenfuge, Kinder nur lange Röhrenknochen, Erwachsene lange Röhrenknochen&WK (s. Spondylitis-Karte) Diagnostik: Blut: Leukozytose mit Linksv., CRP und BSG stark erhöht Mikrobiologie: Blutkulturen, ggf. Punktion/intraop. Abstriche Sono, Rx (kann früh unauffällig sein), MRT Skelettszinti, Leukozytenscanszinti Therapie: endogen: Schonung, Breitband-AB Abszesse, Sequester, Fisteln: radikales Débridement, Schaffung vitaler Verhältnisse, iv-Antibiose, Spülung, Drainage Fremdkörper: vollständige Materialentfernung, Anlage eines Fixatuer externe Komplikationen: Kinder -> Wachstumsstörungen, Abszess- &Sequesterbildung, Destruktion, pathologische Frakturen und Pseudarthrosen, noch nach Jahren Rezidive möglich    
  • Spondylitis/Spondylodiszitis Unspezifisch   Entzündung eines Wirbelkörpers, kann sich auf Bandscheibe ausbreiten -> Spondylodiszitis meist hämatogen durch Staph. aureus Klinik: sehr kranker Patient mit hohem Fieber, starken Rückenschmerzen, Schmerzexazerbation nachts und bei Belastung, Schonhaltung, reflektorische Muskeltonuserhöhung -> Strecksteife Diagnostik: Klopfschmerz Goldstandard MRT mit KM: WK-Grenzen nicht mehr sichtbar, Verschmelzung der WK mit Bandscheiben, KM-Enhancement Rx: zunächst Verschmälerung des Zwischenwirbelraumes, Sklerose der Deck- und Grundplatte, im Verlauf Kyphosierung, Blockwirbelbildung CT-gesteuerte Punktion mit Erregernachweis Therapie: absolute Bettruhe Antibiose über Wochen bis Monate OP bei Sepsis, Instabilität, neurologischen Ausfällen, intraspinaler Raumforderung, unklarer Genese mit Tumorverdacht, Nichtansprechen auf konservative Therapie, nicht-beherrschbarem Schmerz Komplikationen: HWS -> prävertebraler Abszess mit Einengung  der Trachea & d. Ösophagus -> Hals-, Schluckschmerzen, Ateminsuffizienz -> Intubation nötig; Querschnitt Spezifische durch Tuberkulose der WS, andere Erreger wie Treponema pallidum, Brucella, Salmonellen eher selten meist mehrere WK-Segmente betroffen am thorakolumbalen Übergang schleichender Verlauf, subfebrile Temperaturen, dumpfe Schmerzen absolute Bettruhe, Tuberkulostatika über Monate wie bei normaler Tuberkulose-Therapie Komplikationen: Psoas-Senkungsabszess, Blockwirbelbildung, Pott-Trias = Psoas-Abszess, Hyperkyphose=Buckel, Paresen (heute eher selten da Therapie)    
  • Benigne Knochentumoren Osteom: v.a. Männer um das 45. LJ, v.a. an Nasennebenhöhlen und plattem Gesichtschädel, wachsen langsam -> beschwerdefrei, falls mulitpel und zusammen mit intestinalen Polypen -> Gardner-Syndrom, Rö zeigt homogene rundliche Strukturen, Therapie ist normalerweise nicht nötig Osteoidosteom: bis 2cm, v.a. beim weiblichen Geschlecht zwischen 5.-25. LJ, v.a. an proximalen Enden von Tibia und Femur, typisch sind nächtliche Schmerzen, die gut auf ASS ansprechen Rö zeigt ovale Aufhellungszone mit charakteristischer umgebender Sklerose, CT nötig da 1/4 nicht im Rö sichtbar, kleine Herde besser in der Skelettszinti sichtbar, MRT bei geringer Sklerosierung hilfreich Minimalinvasive, CT-gesteuerte, komplette Resektion Osteoblastom: ähnlich dem Osteoidosteom aber größer, 2-10cm, in spongiösen Knochen, v.a. an WS (Wirbelbogen), v.a. beim männlichen Geschlecht 5.-35. LJ mit langwierigen Ruheschmerzen zystische ovale Aufhellung = Nidus mit geringer Randsklerose im Rö Kürrettage mit Spongiosaplastik, falls nicht operabel Radiatio Osteochondrom: relativ häufiger Tumor, 2. Jahrzehnt, nahe der Metaphyse, Knorpelkappe, solitär oder multipel tastbar als kugelige, derbe Struktur, schnappende Sehnen, Schmerzen, Rö: breitbasig oder gestielt, pilzartig, Szinti zur Einschätzung der Dignität Resektion bei Fuktionseinschränkungen Chondrom/Enchondrom: ausgehend von Epiphysenfuge, aus hyalinem Knorpel, häufig, in allen Altersstufen vorwiegend an kurzen Röhrenknochen der Hand, seltener Meta- oder Diaphyse langer Röhrenknochen, auch Rippen -> Knochen verformt sich im Verlauf, Kinder entwickeln Wachstumsstörungen multipel -> Enchondromatose, wenn eine Körperhälfte betont -> M. Ollier, gesamtes Skelett -> Mafucci-Syndrom können entarten zu Chondrosarkomen, v.a. multiple oder in langen Röhrenknochen meist Zufallsbefund, wachsen sehr langsam, Spontanfrakturen Rö: Finger -> Osteolysen, aufgetriebener Knochen mit verdünnter Kortikalis; zentrale Verkalkungen mit ring- oder bogenförmiger Struktur; MRT mit KM: Septierungen Malignitätszeichen: unscharfe Begrenzung, rasches Wachstum, >5cm Therapie bei Malignität oder Frakturen: Saugkürrettage mit Spongiosafüllung des Defekts Chondroblastom = Codman-Tumor: selten, v.a. Männer um 20. LJ, in Epiphysenfugen langer Röhrenknochen, schmerzhafte Bewegungseinschränkung, Rö mit zentraler Osteolyse und umgebender Sklerosierung, wächst langsam, kann aber Gelenk destruieren -> Saugkürrettage mit Spongiosaplastik Chondromyxoidfibrom: Kinder & Jugendliche, sehr selten, wächst langsam -> Resektion & Defektplastik Riesenzelltumor = Osteoklastom:   lokal aggressiv, gutartig bis semimaligne, 2.-4. Jahrzehnt, v.a Epi- & Metaphysen der langen Röhrenknochen Schmerzen, Schwellung Rö: geografische Osteolysen, exzentrisch, scharf begrenzt -> Dignität nicht beurteilbar, deshalb radikale en-bloc-Resektion mit Defektfüllung nach einem rezidivfreien Jahr Pigmentierte villonoduläre Synovialitis = benignes Synovialom: lokalisierte Proliferation der Synovia mit Knochenarrosion -> degenerative Veränderungen v.a. an Hüfte & Knien, Rö: verschmälerter Gekenkspalt, zahlreiche gelenknahe Osteolysen, Histo zur Sicherung, Synovialektomie + Saugkürrettage    
  • Maligne Knochentumoren allgemein Kindes- & Jugendalter (v.a. Ewing) sowie nach 50. LJ Klinik: frühzeitiges Auftreten von Schmerzen, v.a. nachts, später Dauerschmerz, Schwellung Lokalisation: Osteosarkome nahe Epiphysenfugen (stärkstes Wachstum), Fibrome zwischen Dia- & Metaphyse (intraossäres Bindegewebe) Diagnostik: alle länger anhaltenden Knochenschmerzen und Schwellungen ohne vorangehendes Trauma radiologisch abklären! Rö: mottenfraßähnliche Osteolysen, unscharfe Begrenzung, Codman-Dreieck = Periostlamelle, zwiebelschalenartiges Periost, Spiculae = senkrecht zur Knochenstruktur wachsende Knochenstrahlen MRT & CT (Ausbreitung, Metastasen, Stabilität) Skelettszinti (Metastasen) CT-Thx (Metastasen in Lu als häufigster Ort) Biopsie erhöhte AP, auch als Verlaufsparameter Therapie: Chodnrosarkome: OP Ewing- & Osteosarkome: neoadjuvante Chemo -> OP (weite oder radikale Resektion), ev. Amputation -> ev. Rekonstruktion Umkehrplastik nach Borggreve: Amputation inkl. Knie -> Replantation des um 180° gedrehter Unterschenkelstumpf -> Sprunggelenk fungiert als Kniegelenk
  • Maligne Knochentumoren - Arten Osteosarkom: 16.-25. LJ, mehr Männer, primär = unklar, sekundär = M. Paget, Myositis ossificans, gehäuft mit Retinoblastom keine Frühsymptome, spät Schwellung & Schmerz meist Kniegelenksnah, metastasiert hämatogen in Lunge -> Skelett Rö: Osteolyse neben Osteosklerose, Malignitätszeichen Histo: "Maschendrahtosteoid" als primitiver Faserknochen, Subtyp Paraossales Osteosarkom als in umliegende Weichteile einwachsender, gestielter Tumor mit Verbindun zur Knochenoberfläche Neoadjuvante Cx -> Histo zur Bestimmung der Tumorregression und ggf. Wechsel des Zytostatikums -> radikale Resektion Strahlenresistent!!! Ewing-Sarkom: 5.-15. LJ, mehr Mädchen Schmerzen, Schwellung, Überwärmung, Fieber -> Osteomyelitis ausschließen Diaphysen langer Röhrenknochen (Femur, Tibia), Metastasierung in Lu & Knochen Rö: Zwiebelschalen-Periost, BSG, CRP, Leukos hoch Neoadjuvante Cx -> radikale Resektion, falls nicht möglich dann Cx (auch kurativ) Chondrosarkom: knorpelbildender Tumor, kann aus Enchondrom hervorgehen meist Erwachsene, wächst langsam infiltrierend -> späte Diagnosestellung Becken, proximaler Femur, seltener Rippen, prox. Humerus Rö: Verkalkungen, Mottenfraß-Osteolysen, Durchbrechen der Kortikalis mit Weichteilinfiltration MRT: bogenförmige KM-Anreicherung Histo: Grad I (lokal) bis Grad IV (entdifferenziert), knotenförmiger Aufbau typisch für Knorpeltumore Radikale Resektion, nicht strahlenempfindlich, keine Cx Rezidivneigung! Chordom: superselten, WS, nach 50. LJ, Resektion im Gesunden Multiples Myelom &Plasmozytom: siehe Hämatologie
  • Knochenmetastasen Frauen: meist aus Mamma  Männer: Prostata > Lunge > Niere auch Uterus, Magen, Haut meist an WS, Becken, langen Röhrenknochen (beste Durchblutung) v.a. bei älteren Patienten unspezifische, zunehmende Knochenschmerzen, radikuläre Symptomatik bei Wurzelkompressionssyndrom, pathologische Frakturen -> Fehlstellungen, ev. Abgeschlagenheit, subfebrile Temperaturen, B-Symptomatik osteoblastisch: Prostata osteolytisch: Niere, Kolon, Mamma gemischt: Mamma, Bronchial Rö, Skelettszinti, MRT am sensitivsten mit KM-Enhancement Therapie je nach Primarius: loakle Strahlentherapie zur Remineralisierung, Bisphosphonate, Analgesie, operative Stabilisierung  
  • M. Scheuermann Juvenile Kyphose Rö: Schmorl-Knötchen (Knorpeliges Bandscheibenmaterial, das in WK eingebrochen ist), Keilwirbel, ventrale Verkleinerung des Intervertebralraums, Vergrößerung des ventrodorsalen WK-Durchmessers v.a. Jungs, 10-13.LJ Physiotherapie, Korsett ab >50° Kyphose/80°Cobb-Winkel
  • M. Bechterew vs. M. Foresier Spondylitis ankylosans v.a. Männer, Beginn 15.-40. LJ, 90-95% HLA-B27 positiv (Chromosom 6) Klinik:  Müdigkeit, Fieber, Gewichtsverlust bei älteren Pat. v.a. ISG und WS: schleichende dumpfe Rückenschmerzen, lageunabhängig, auch nachts, besser durch Bewegung im Tagesverlauf, Morgensteifigkeit entzündliche Enthesiopathien (Achillessehne) Stammanhe Arthritis: Hüft- Schulter-, Knieglenk Iritis, Iridozyklitis, entzündliche meist asymptomatische Darmveränderungen, CDE, Prostatitis, Aortenklappeninsuff., AV-Block, IgA-Nephropathie Diagnostik: Mennel positiv Schober (LWS), Ott (BWS), Flèche-Maß (Abstand Hinterkopf/Wand), Kinn-Sternum-Abstand, Thoraxumfangsdifferenz (normal >6cm) CRP, BSG hoch ev. leichte Anämie Calcium, Phosphat, AP normal KEINE Auto-AK! Rö: "buntes Bild", Ankylosierung der ISG, Sklerosierung des WS-Bandapparats, weniger Lendenlordose, Ankylosierung der Intervertebralgelenke, Syndesmophyten -> Bambuswirbelsäule, ossifizierende Periositis bei Enthesiopathien besser MRT, da viel sensitiver und früher sichtbar Therapie: konsequente Physio, Gymnastik, NSAR, Steroide in schweren Schüben, Biologicals (TNF-alpha-Inhibitoren "Etanercept") als Reservemittel bei schweren Verläufen DD M. Forestier = Spondylosis hyperostotica: degenerativ, oft bei DM, keine HLA-B27-Assoziation, Bewegungseinschränkung, schmerzlos oder wenig schmerzhaft, Rö mit Spondylohytenbildung = zuckergussartige Sklerosierung des vorderen WS-Bandes -> Blockwirbelbildung, keine Sakroiliitis, NSAR, Physio
  • Wirbelgleiten (Spondylolyse, Spondylolisthesis) v.a. Mädchen, verstärkt durch Kunstturnen, Balett, Delphinschwimmen, Gewichtheben, Speerwerfen, Trauma -> Hyperlordose in Kindheit Spondylolyse: Spalt zwischen Wirbelbogengelenken (meist LW 4+5) Spondylolisthesis: WK gleitet nach vorne, 4 Grade nach Meyerding Spondyloptyse: vollkommenes Abrutschen des WK vom anderen nach ventral Pseudospondylolisthesis: Ventralverschiebung ohne Spaltbildung Klinik: meist asymptomatisch, belastungsabhängige Schmerzen, pseudoradikuläre Ausstrahlung in Gesäß und Oberschenkel Diagnostik: Hüftlendenstrecksteife durch Verkrampfung der ischiokruralen Muskulatur -> Schiebegang (Beckenvorschub da Bein nicht beugbar) Rö: meist Zufallsbefund, 45° Schrägaufnahme, "Hündchenfigur" -> Bruchlinie des Wirbelbogens als "Halsband der Hündchenfigur" Therapie: Physio, Sportarten meiden, Verlaufsbeobachtung, OP ab Meyerding III, neurolog. Defizit
  • Facettensyndrom Reizung der kleinen WK-Gelenke (Facettengelenke), meist nach Arthrose Therapie: Analgesie vorübergehendes Tragen eines Entlastungsmieders intraartikuläre oder periartikuläre Applikationen eines Lokalanästhetikums, meist +Glukokortikoid Elektrotherapie Physio zur Stärkung Rupfmuskulatur
  • Facettensyndrom Reizung der kleinen WK-Gelenke (Facettengelenke), meist nach Arthrose Therapie:   Analgesie vorübergehendes Tragen eines Entlastungsmieders intraartikuläre oder periartikuläre Applikationen eines Lokalanästhetikums, meist +Glukokortikoid Elektrotherapie Physio zur Stärkung Rupfmuskulatur  
  • Begleitverletzungen bei traumatischen Schulterluxationen Kapselüberdehnung Bankart-Läsion: Abriss von Labrum und Kapsel, v.a.bei ventralen L., ev. + Fraktur des Glenoids Hill-Sachs-Läsion: Impressionsfraktur am Humeruskopf, postolateral bei ventraler L. Plexus-brachialis-Läsion, Rotatorenmanschettenruptur (älterePat.), Tuberculum-majus-Abriss
  • Fingergelenksarthrose Heberden: DIP, Knötchenbildung an der Dorsalseite der DIPs, gebuegte DIPs, rezidivierende schmerzhafte Entzündungen Bouchard: PIP, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen Rhizarthrose: Daumensattelgelenk, Schmerzen, auch nachts, Bewegungseinschränkung (Greifen)
  • Distale Radiusfraktur Colles: Extensionsfraktur, auf gestrecktes Handgelenk gefallen, klappt nach palmar auf -> Bajonettstellung Smith: Flexionsfraktur, auf gebeugter, klappt zur Handrückseite hin auf