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Vl

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  • Einführung ·      Psychiatrie ist kein Randgebiet    Ca. 10% aller Notarzteinsätze erfolgt wegen psychiatrischer Notfälle, 10.000 Suizide jährlich, Suizidversuchsrate 10-20x höher, 12-Monatsprävalenz 32.1% ·          Arbeitsunfähigkeit durch psychische Erkrankung stark gestiegen (an 4. Stelle) ·          Ursachen psychischer Störungen sind nicht nur in der Psyche des Menschen zu suchen ·          Multifaktorielle Genese psychische Störungen: Integratives bio-psycho-soziales  Modell Werden nicht nur mit Medikamenten ruhiggestellt, Psychotherapie spielt keine untergeordnete Rolle
  • Psychopathologischer Befund 1.Basale psychische Funktionen Emotionalität Motivation Sozialität 2. Basale kognitive Ebene Bewusstsein Orientierung Gedächtnisstörungen 3. Komplexe kognitive Funktionen Formale Denkstörungen Inhaltliche Denkstörungen Wahrnehmungsstörungen Ich-Störungen
  • Emotionalität ·          Affekt   o    Affektverflachung (Verarmung der Affekte, verminderte Schwingungsfähigkeit) o    Parathymie (Gefühlsausdruck und berichteter Erlebnisinhalt stimmen nicht überein ) o    Ambivalenz (Koexistenz widersprüchlicher Gefühl, Wünsche; oft quälend erlebt ) o    Affektlabilität (Schneller Stimmungswechsel, spontan oder auf Anstoß von außen)   ·          Angst   o    Phobie, generalisiert, Panik  
  • Motivation Antriebsarmut, mangel, hemmung Antriebssteigerung, enthemmung Katatone Symptome: Hypo- Störungen (Stupor), Hyperkinetische Störungen (Manierismen)  
  • Sozialität -Selbstbild (wie schätzt er sich ein?) o    Kontaktbedürfnis, Misstrauen, Soziale Ängstlichkeit -Fremdbild (wie erleben andere ihn?) o    Distanz, Aggression, Distinktion  
  • Bewusstsein -Ansprechbarkeit, Klarheit und Zielgerichtetheit in der Zuwendung zur Umwelt, Reagibilität auf Umweltreize -Qualitativ          o    Delir, Dämmerzustand -Quantitativ         o    Benommenheit, Somnolenz, Koma, Apallisches Syndrom    
  • Orientierung ·          zeitlich - örtlich - situativ - zur Person
  • Gedächtnisstörungen ·          Hypermnesie, Hypomnesie, Amnesie ·          Langzeit, Kurzzeit, Ultrakurz
  • Formale Denkstörungen Veränderung der Geschwindigkeit, Kohärenz und Stringenz des Gedankenablaufes, zeigen sich meist in der Sprache: -Gehemmt, verlangsamt, beschleunigt, ideenflüchtig (Manie) -Denkzerfahrenheit (Inkohärenz: Logischer Zusammenhang nicht mehr vorhanden)       o    Verdichtung: Zusammenziehen mehrerer Ideen in einer        o    Sprunghaftes Denken   Plötzlicher Abbruch sonst flüssigen Gedankenganges      o    vom Patienten erlebt (Gedankenabreißen)      o    vom Interviewer beobachtet (Sperrung) -Vorbeireden (geht nicht auf die Frage ein), Neologismen, Konkretismus: Abstrakte Begriffe konkret interpretiert  
  • Inhaltliche Denkstörungen   Wahn: Fehlbeurteilung der Realität, unerschütterliche Überzeugung ohne ausreichende Begründung, Unkorrigierbarkeit durch andersartige Erfahrungen oder Argumente anderer Wahnstimmung (Vorstufe des Wahns) o    Nicht nachvollziehbares Gefühl der Unheimlichkeit, des Verändertseins, der Bedrohung Wahnwahrnehmung o    Reale Sinneswahrnehmungen erhalten eine abnorme Bedeutung Wahneinfall, Wahngedanken o    Meist plötzliches gedankliches Auftreten von wahnhaften Vorstellungen Systematisierter Wahn o    Verknüpfung verschiedener Wahninhalte zu einem Wahnsystem Bizarrer Wahn/ Nicht-bizarrer Wahn Typische Wahninhalte: Beziehungswahn (Dinge, die nichts mit ihnen zu tun haben), Verfolgungswahn, Religiöser Wahn, Größenwahn, Schuldwahn  
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  • Wahrnehmungsstörungen Intensität, Quantität, Halluzination Optische Halluzinationen, Akustische Halluzinationen, Leibhalluzinationen (mit dem „Charakter des von außen Gemachten“), Geruchs- und Geschmackshalluzinationen Illusion: Umdeutung einer realen Wahrnehmung Coenästhesien: Qualitativ eigenartige Leibesmissempfindungen ohne den Charakter des von außen Gemachten  
  • Ich-Störungen Gemacht: Psychotisch, Störungen der Ich-Umwelt-Grenze o    Gedankenausbreitung o    Gedankenentzug o    Gedankeneingebung o    Willensbeeinflussung Nicht gemacht: Dissoziativ o    Depersonalisations- Derealisationserleben  
  • Sonstiges Psychopathologischer Befund Eigen- und Fremdgefährdung, Suizidalität, Aggressivität, Selbstverletzungen (nicht in suizidaler Absicht)
  • 1. Die Symptome des Delirs kennen Störung von o    Bewusstsein, Aufmerksamkeit, Psychomotorik (Hyper- oder Hypoaktivität (Wechsel) o    Schlaf/Wachrhythmus (Nächtliche Verschlimmerung Symptomatik), Affekt o    Wahrnehmung, Kognition: -  Wahrnehmungsstörungen (Sehen kleine Tiere-> optische Halluzination) -  Inhaltliche Denkstörungen (Wahn), Merkfähigkeit, Desorientiertheit o    neurologische und vegetative Symptome in Abhängigkeit von der Ätiologie o    Schwitzen, grobschlägiger Tremor  
  • Verlauf Delir akuter Beginn Symptomatik fluktuiert im Tagesverlauf idR reversibel (wenn zugrunde liegende Ursache rasch behoben wird oder spontan endet)  
  • 2. Mögliche Ursachen und Risikofaktoren eines Delirs kennen     - Hinweise auf eine organische Verursachung o    Demenz o    Substanzen (Nebenwirkungen, Intoxikation, Entzug)  
  • Pathogenese : Vulnerabilitäts-Stress-Modell des Delirs  Prädisponierende Faktoren o    Höheres Alter (> 65 J.) o    Kognitive Einbußen (Demenz u.a.) o    Chronische internistische Erkrankungen (Komorbidität)   Stressfaktoren o    Akute körperliche Faktoren o    Psychische Stressoren o    Substanzen (Nebenwirkungen von Medikamenten)  
  • 3. Wissen, welche diagnostischen Maßnahmen bei einem Delir notwendig sind Anamnese und Fremdanamnese o    Erkrankungen (z.B. Demenz) o    Medikamente (z.B. anticholinerge Medikamente) o    Suchtanamnese (Alkohol, Benzodiazepine) Körperliche Untersuchung  
  • Differenzialdiagnose des Delirs -Demenz      o    keine Bewusstseinsstörung, meist kein Wahn, Halluzinationen, psychomotorische Störungen      o    schleichend, chronisch -Schizophrenie       o    nicht fluktuierend      o    systematisierter Wahn           keine Desorientiertheit/ Bewusstseinsstörung       o    akustische Halluzinationen  
  • 4. Wissen, wie ein Delir behandelt wird Kausale Behandlung zugrunde liegender Ursachen Spezifische Therapie der deliranten Symptomatik       o    Pharmakologische Therapie: Antipsychotika (Haloperidol gut belegt), Benzodiazepine zusätzlich bei starker Agitation, außer Alkoholentzugsdelir (Sedativum Clomethiazol) -/Benzodiazepinentzugsdelir (Entzug)    o    Nicht-pharmakologische Maßnahmen: Beobachtung, Vertrautheit der Umgebung fördern, Reorientierung und Aufklärung, Ernährung, Flüssigkeitsbilanz  
  • F00 Alzheimer- Demenz Risikofaktoren -Vorgeschichte leer, kein Hinweis auf andere Erkrankung, schleichender Verlauf -Geringer Teil genetisch: manifestiert sich früh <60Jahre, Mutationen in Präsenilin-Genen verursachen die familiäre Alzheimerkrankheit (= Eiweißvorstufe) -Beginn i.d.R. ab 70. LJ o    Cholesterin ↑ , Übergewicht,   Bewegungsmangel,  Ausbildung/ geistige Aktivität ↓  
  • Pathologie der Alzheimer-Erkrankung -Ergebnis der zunehmenden Neuronendegeneration (Degeneration= Gewebezurückgang)mit entsprechendem Synapsenverlust -Besonders betroffen: kortikale Neurone (frontal, parietal, temporal, incl. Hippocampus) -An Synapsen bilden sich krankhafte Eiweiße,die die Reizweiterleitung hemmen       o    Amyloid-Plaques außerhalb der Nervenzellen, intrazellulären Neurofibrillären Bündel.      o    Abnahme Acetylcholin-Transferase, Glutamat  
  • Symptome Alzheimer: Störung von.. o    Gedächtnis, emotionale Kontrolle,Sozialverhalten, Denken, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Orientierung, Auffassung, Urteilsvermögen o    OHNE qualitative Bewusstseinstörungen
  • Verhaltensauffälligkeiten Alzheimer Halluzinationen, psychomotorische Unruhe, zielloses Umherwandern  
  • Mini-Mental-Status Test, DemTect Alzheimer -Mini-Mental nicht für Frühdiagnostik geeignet -DemTect: Schwerpunkt episodisches Gedächtnis (Wörter merken) o    Keine Wörter wissen-> Alzheimer, andere Demenzen Gedächtnisstörung nicht im Vordergrund -Ausschluss anderer Ursachen für kognitive Störung!  
  • Verlauf, Therapie Alzheimer Verlauf: 8 Jahre, Spannbreite 2 – 15 Jahre -Kann man nur symptomatisch behandeln, Benötigen vertraute Umgebung -Behandlungsziele: o    Verbesserung oder Nicht-Verschlechterung von Kognition und Alltagsaktivitäten und der Wahrscheinlichkeit des  Auftretens von Verhaltenssymptomen - Medikamentöse Therapie o    Acetylcholinesterase-Hemmer -> erhöht im ZNS Glutamat/Acetylcholin, Krankheitsverlauf kann 1-2 Jahre nach hinten verschoben werden  
  • Differenzialdiagnosen Alzheimer   -Demenz = Risikofaktor für Delir o    Demenzdiagnose nicht im Delir stellen, halbes Jahr warten -> dann wäre Delir eigentlich vorbei -Altersdepression: eigentlich nur Aufmerksamkeit betroffen, Alzheimer im ersten Stadium nicht so -Depression: weniger Gedächtnis -Fehlende Krankheitseinsicht  
  • F02.0 Frontotemporale Demenz (Morbus Pick) frühe, langsam fortschreitende Persönlichkeitsänderung (jung ~40 50) Frontalhirnsymptome: Euphorie, Enthemmung, Ruhelosigkeit Vordergrund Verhaltensänderung, (aggressiv, lässt sich nichts sagen), Affektverflachung, reduzierte Schwingungsfähigkeit, risikofreudig gefolgt von Beeinträchtigungen von Intellekt, Gedächtnis und Sprachfunktionen Pick-Körper: Antikörper gegen Neurofilamente  
  • F01 Vaskuläre Demenz -Rein vaskulär nicht so häufig, Spezifische Vorgeschichte (Schlaganfall, Diabetes) -Plötzlicher Beginn, stufenweise Verschlechterung -Verlauf viel länger, ~20 Jahre, Persönlichkeit relativ lange gut erhalten --Gedächtnis nicht im Vordergrund, Psychomotorik -Vaskulär: Störung der Durchblutung      o    idR durch Gefäßverkalkung ( mangelhafte Ernährung, zu viel Fett, zu wenig Bewegung) -Man kann Durchblutung verbessern, Blutfluss verdünnen, Versorgung besser  
  • Lewy-Body Demenz -Rascher als Alzheimerdemenz, Mischung Parkinson + Alzheimer -Optische Halluzinationen Frühsymptom (bei Alzheimer kommt das  nicht vor)           o    Interessieren sich nicht besonders für Halluzinationen ·          Affekt + Sprache gestört ·          Serotoninmangel-> SSRI, Symptome etwas besser  
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  • Aktive Immunisierung Alzheimer   Ø  Plaques reduzieren-> bringt nix (zu spät?), fängt schon 10-15Jahre früher an, die das nicht haben bekommen eher keine Demenz  
  • Mild Cognitive Impairment, MCI - Normales kognitives Altern -„Fluide Intelligenz“ hängt wesentlich von Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit ab     o     Unterliegt physiologischem alterskorrelierten Abbau. -„Kristalline Intelligenz“ : in hohem Maße bildungs-, erfahrungs-und sozialisationsabhängig o    Kann bis ins hohe Lebensalter stabil bleiben oder sogar gesteigert werden.  „normalen Neurodegeneration“ : Volumen ↓Strukturelle Konnektivität ↓Zerebrovaskuläre Läsionen ↑  
  • Mild Cognitive Impairment, MCI - Verminderte kognitive Leistungsfähigkeit - bzgl. eigener Vorleistungen, nicht Altersnorm!) -organische Ursache (z.B. hepatische Enzephalopathie), kein Demenz, Delir,( DD Depression)     o    verbale Gedächtnisleistung ≤ 1,5 SD der Alters- und Bildungsnorm      o    unbeeinträchtigte Alltagsaktivitäten -nicht-amnestisches MCI, „amnestisch-plus“ MCI-> 50 % entwickeln Alzheimer innerhalb von 3 Jahren -Hippocampus-Atrophie ist prädiktiv für die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz innerhalb von 2-3 Jahren
  • F12 Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide 1. Cannabiseffekte beschreiben können, Entzugssymptome Psychotrope Wirkung durch Tetrahydrocannabinol Marihuana: Blätter , 1-5% THC, Haschisch: 10% THC Wirkdauer: 2 bis 4 Stunden, Kognitive Effekte können 5-12 Stunden anhalten Euphorie,  Zeitverlangsamung, kognitive Störungen, paranoid-halluzinatorische Symptome, Anxiogen Entzug: psychisch, Craving, Appetitminderung, Schlafstörungen: 7-21  
  • 2. Eigenschaften Opiate, Komplikation und Folgen einer Opiatintoxikation und des Opiatentzugs zu kennen Heroin (90% der konsumierten Opiate) Eigenschaften: Beruhigt, Löst Schmerzen, Glücksgefühle Heroinintoxikation: Sedierung, Bewusstlosigkeit, Atemdepression Komplikationen: Ersticken an Erbrochenem, Letale Überdosis Folgen: Körperlich (Leberschäden, Zahnausfall) + Sozial (Geldbedarf, Beschaffungskriminalität, Prostitution) Entzugssyndrom: grippeartige Symptomatik, Übelkeit, Bauchkrämpfe, Muskelkrämpfe  
  • 3. Methoden zur Behandlung der Opiatabhängigkeit zu kennen   1.         Ohne Medikation („kalte Entgiftung“) 2.         Clonidin gestützte Entgiftungsbehandlung („nicht Opiat-gestützte Entgiftung“) 3.         Opiat-gestützte Entgiftungsbehandlung („warme Entgiftung“) mit Methadon, (am wirksamsten) o    Substitutionstherapie: verbessert Therapietreue, Lebenserwartung, psychosoziale Situation  
  • 4. Amphetamineffekte und Amphetamin assoziierte psychische Beschwerden beschreiben zu können Speed: langwirksam, Freisetzung von Dopamin/ Noradrenalin aus präsynaptischen Vesikeln Wirkung: Euphorisierend, Leistungssteigernd, Hunger/Müdigkeit ↓ Entzug: 1.starkes Verlangen, 2. Abgeschlagenheit, 3. Depressiv/ ängstliche Symptomatik          o    Mehrere Wochen, Venlafaxin (SSNRI)  
  • 5. Ecstasyeffekte und –komplikationen beschreiben zu können MDMA Wirkung: entaktogen (intensivere Wahrnehmung eigener Emotionen), empathogen, Euphorie, Mitteilungsbedürfnis -Physiologische Wirkung/Nebenwirkungen: Hunger/Durst ↓, Hypertonie, Dehydrierung -Überdosierung: Muskelkrämpfe, Kreislaufstörungen, Todesfälle  
  • F17 Tabak 1. Epidemiologische Zahlen zum Tabakkonsum und Nikotinabhängigkeit zu kennen.     32 % der Gesamtbevölkerung raucht, nimmt mit Alter ab, 12% der Gesamtmortalität  
  • 2. Typische Folgeerkrankungen des Tabakkonsums zu kennen. Bronchialkarzinome, Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Kardiovaskuläre Erkrankungen  
  • 3. Komorbide psychiatrische Erkrankungen der Nikotinabhängigkeit zu kennen. Andere Substanzabhängigkeit, Affektive Störungen, Schizophrenie  
  • 4. Wirksame und nichtwirksame Therapieverfahren der Raucherentwöhnung zu kennen. Wirksame o    1. Punkt-Schlussmethode, 2. Ärztliche Beratung, 3. Verhaltenstherapie,  4. Pharmakotherapie: - Nikotinersatzstoffe - Bupropion – Vareniclin Fragwürdige Methoden o    1. Akupunktur, 2. Hypnose, 3. Allan Carr-Methode  
  • 5. Grundzüge der Beratung und Behandlung abstinenzmotivierter Raucher zu kennen. -Arrangieren des „Quit-day“, Entfernung des Tabaks, Miteinbeziehen anderer, Veränderungen der Alltagsgewohnheiten, Belohnungen für Rauchverzicht, Umgang mit Entzug und Craving, Pharmakotherapie  
  • F10 Störungen durch Alkohol 1. Den Alkoholgehalt verschiedener Getränke zu kennen und eine Abschätzung des Blutalkoholspiegels vornehmen zu können.           1 Flasche Bier             0,5l                        5 Vol. %                 20 gr ·          1 Glas Wein                 0,25 l                     10 Vol. %               20 gr ·          1 Fl. Schnaps               0,7 l                       40 Vol. %               220 gr ·          Promillewert = konsumierte Alkoholmenge (g) – Resorptionsdefizit (10-20%) --------------------------------------------------------------------------------------- Körpergewicht*Reduktionsfaktor Für einen Mann mit 80 kg Gewicht: 3 Flaschen Bier, Promille = (3 X 20 g) X 0.8 / 80 kg X 0.7 = 0.86                 Abbau:0,1-0,2/ h
  • 2. Den Begriff Substanzmissbrauch definieren zu können. Körperliche/ psychische Folgen durch Substanzgebrauch, kontinuierlich über 1 Monat/ mehrfach innerhalb von 12 Kriterien der Substanzabhängigkeit sind nicht erfüllt o    Riskant: Männer > 30 g Alkohol am Tag  
  • 3. Den Begriff Substanzabhängigkeit definieren zu können. Zwang zum Konsum Kontrollverlust Toleranzentwicklung körperliche Entzugssyndrome fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen anhaltender Konsum trotz bekannter schädlicher Folgen  
  • 4. Epidemiologische Zahlen zu Alkoholkonsum und Diagnosen zu kennen. -1,6 Mio. oder 3,3 % (18 -59) betreiben Alkoholmissbrauch -Zusätzlich 1,5 Millionen Personen (3,1%) alkoholabhängig, (25% davon in Behandlung) -Erster Rausch (15-20 Jahre),Dosissteigerung teilweise erst nach Jahren -Kontrollverlustes/ Entzugserscheinungen 15 Jahre -erste Entgiftung nach weiteren 5 Jahren  
  • Typologie nach Babor/ Cloninger Alkohol ·          A/I: Später Beginn (nach 25), mildes Abhängigkeitssyndrom, Wenig Risikofaktoren in Kindheit ·          B/II: Spät, schwere körperliche Abhängigkeit, Risikofaktoren, Polysubstanzgebrauch, stressreich
  • 5. Alkoholintoxikation beschreiben zu können.   ·          Mindestens eine der folgenden Verhaltensauffälligkeiten             o    Enthemmung, Streitsucht, Aggression ·          Mindestens eines der folgenden klinischen Zeichen      o    Gangunsicherheit,  verwaschene Sprache, Sedation, (Stupor, Koma) leichte Rausch (0.5-1.5 %): psychostimulatorische Alkoholeigenschaften (Rededrang, Enthemmung) mittelschweren Rausch (1.5-2.5 ‰): impulskontrollverändernde Eigenschaften (Euphorie, Gereiztheit) schwerer Rausch (>2.5%): sedierende Alkoholeigenschaften (Bewusstseinsstörung bis zum Koma)  
  • 5. Alkoholentzugssyndrom beschreiben können. min 3 aus 10 Tremor, Schwitzen, Übelkeit, Psychomotorische Erregung, Kopfschmerzen, Vorübergehende visuelle, taktile oder auditorische Halluzinationen -> Diazepam