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Allgemeine Fachoffene Didaktik (Subject) / 2.3 Entscheidungsmodell - Entscheidungsfelder (Lesson)

Entscheidungsmodell

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  • Abduktion der Entscheidungsfelder norm: Lehr-Lern-Ziele sollten instrumentell auf die ausgewählten Lerhintentionenn l der Klasse L ausgerichtet sein (Lehrintention/Unterrichtsziel) rule: Alle Lerh-Lern-Ziele der Zielklasse G sind unter dem Syndrom E (Thema/Aspekt/Methode) geeignet (instrumentelle Regel/Theorie) case: Lehr-Lern-Ziele sollten im speziellen aus der Zielklasse G stammen (Lehr-Lern-Ziel) Spezifikation durch Inhaltstruktur als Normativensatz, z.B. Ich möchte erreichen, dass Schüler einen Aufsatz schreiben Spezifikation durch Handlungsstruktur, z.B. Ich möchte erreichen, dass die Schüler Buchstaben schreiben können (Inhalt an Verhalten gebunden)
  • Welche Grundidee steht hinter den Entscheidungsfeldern? Berliner Modell (Heimann), Kölner Modell (Jongebloed) Thema: Bezüge zur Lebenswelt vs. Bezüge zur Theorie Aspekt: Fasslichkeit vs. Reduktion, Transfer vs. Negreduktion Methode: Formen der Erarbeitung vs. Formen der Darstellung  
  • Das Themenfeld Spannung von lebensweltlichen und theoretischen Bezügen Thema als I*V-Konstrukt (Inhalt und Verhalten) Zeit als weiteres Spannungsfeld: Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft  
  • Was ist unter den Bezügen zur Lebenswelt im Themenfeld zu verstehen? Bezüge zur Lebenswelt (kultureller Wirkungsraum): Enkulturation (und auch Sozialisation) allgemeine und spezielle / berufliche und außerberufliche Bildung Verwendbarkeit eigene und geliehene Legitimation Tradition und Folkore, Pfadgebundenheit Aufdeckung und Entsorgung didaktischen Ballasts
  • Was ist unter den Bezügen zur Theorie im Themenfeld zu verstehen? Bezüge zu Theorie (Systematik): geliehene Legitimation lebensweltlicher Verwertungszusammenhang Fachsystematik (Ästhetik allein reicht nicht) didaktischer Ballast und zukünftige Entwicklungen  
  • Das Aspektfeld Spannung zwischen Fasslichkeit (Reduktion, Transformation, Rekontextualisierung) und Anwendbarkeit (Transfer, Negreduktion) Ausschnitt aus einem Thema das Wesentliche/das nötigste zeitliche Begrenzung allgemeine Merkmale/konkretes Beispiel Fasslichkeit und Reduktion Fasslichkeit: Anschlussfähigkeit des zu Lernenden an das bereits vorhandene Wissen (Lernpsychologie) Ausgangspunkt didaktischer Reduktion: wissenschaftlich Sätze (Analyse des Informationsgehalt und systemtheoretische Überlegungen)
  • Durch was kann der Informationsgehalt abgebaut werden? (Aspektfeld) Abbau von Bestimmtheit (Hering) Abbau von Allgemeinheit (Grüner) Kombination der Verfahren (Jongebloed) Pfadgebundenheit?
  • Was sind die systemtheoretischen Überlegungen zur Reduktion? (Aspektfeld) Merkmals-/Elementenreichtum Relationsschwierigkeit Reduktion durch Abbau von Elementen oder Vereinfachung von Relationen
  • Reduktion als Abbau von Bestimmtheit (Hering) Vereinfachung lässt sich auf dreifache Weise erreichen: Tilgung untergeordneter Teilaussagen (auf einen Kern) Indizierte Tilgung nebengeordneter Teilaussagen (eine Teilaussage mit allgemeinen Bestandteilen mit Hinweis das es noch andere gibt) Indizierte Verallgemeinerung (Allgemeine Aussage mit Hinweis das es auch für andere gilt)
  • Didaktische Reduktion nach Kirschner Systemtheoretischer Zusammenhang Abbau von Elementenreichtum (Kompliziertheit; bei Hering Tilgung untergeordneter Teilaussagen) Abbau von Relationen (Komplexität; bei Hering Indizierte Tilgung nebengeordneter Teilaussagen)
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  • Vereinfachungsverfahren nach Grüner Expertenniveau und Verständlichkeitsniveau vertikale Reduktion mit abnehmenden Gültigkeitsumfang horizontale "Reduktion" mit gleichbleibendem Gültigkeitsumfang Beispiel Reduktion des Hebelgesetzes Kritik: Reduktionsstufen sind nicht richtig zugewiesen und es gibt sprachliche Mängel Horizontale Reduktion eher eine Transformation/Rekontextualisierung
  • Was ist das Grundproblem didaktischer Vereinfachung? Wie wird eine wissenschaftliche Aussage unter Einhaltung von Wissenschaftlichkeit UND Fasslichkeit für die Unterrichtspraxis zweckentsprechend vereinfacht? Wissenschaftsprinzip: Unterricht muss sich am Aussagengefüge der Wissenschaft orientieren Fasslichkeitsprinzip: Unterricht muss sich Bildungsstand der Lernenden orientieren
  • Nenne den Hauptsatz didaktischer Vereinfachung! (Aspektfeld) Die didaktische Vereinfachung einer wissenschaftlichen Aussage ist der Übergang von einer ... ... differenzierten Aussage (sich auf die besonderen Merkmale des Gegenstands beziehend) ... zu einer nur das Allgemeine aufbewahrenden Aussage (gleichen Gültigkeitsumfang über den gleichen Gegenstand unter gleichen Aspekten)
  • Was ist das Didaktische Vereinfachungsfeld? Reduktion: Abbau von Informationen mittels Abbau von Bestimmtheit (durch Abbau von Elementenreichtum oder Relationschwierigkeit) mittels Abbau von Allgemeinheit Transformation: Umformung von Informationen mittels Transposition: symbolische Darstellung, schematische Darstellung, ikonische Darstellung (Abbildung), quasirealistische Darstellung (Modell) mittels Translation (Übersetzung) → um sich in kognitive Rezeptoren besser einzupassen Rekontextualisierung: Methaphern, Analogie, Gleichnisse
  • Was ist ein Lerntransfer? ist die Begünstigung von Lernprozessen durch andere (vorgelagerte) Lernprozesse je größer die Transferlücke zwischen Lernfeld und Funktionsfeld, Schule und Welt, umso größer der Lerntransferleistung Lerntranfer ein kreativer Prozess
  • Was ist Negreduktion? ist die didaktisch begleitete Verringerung des Transferabstandes durch Rückbau der Reduktion
  • Das Methodenfeld Formen der Darstellung vs. Formen der Erarbeitung Anleitung vs. Entdeckung
  • Was sind die Formen der Darstellung? (Methodenfeld) Präsentation: Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit vor Ort get out/bring in "for show and tell" hands on experiments Einsatz von Geräten/Materialien Repräsentation: Vermittlung unter Einsatz von Medien
  • Einteilung von Medien nach Hartmut von Hettik (Methodenfeld - Repräsentation) Medien erster ebene: Hilfsmittel (Tafel, technischer Rahmen, Medien nicht festgelegt) Medien zweiter Ebene: gestaltete Inhaltsträger (Funktionsrahmen, Gestallung von Inhalt und Form) Medien dritter Ebende: materalisierte Form (formalisierte Medien z.B. nach Montessuri) Kritik: Referenzrahmenwechsel nach dritter Ebene zur Kategorisierung zwei unabhängige Kriterien  
  • Einteilung von Medien nach Bank :) (Methodenfeld - Repräsentation) Entscheidung für oder gegen ein Medium kann nur situationsspezifisch erfolgen Einteilung in vier Quadranten durch vier Dimensionen (methodisch Abstrak vs. realweltliche Konkretion; spontan Gestalltbar vs. Vorgeformtheit) Beipiele: Quadrant 1 (spontan Gestaltbar + realwetliche Konkretion): Laborratte Quadrant 2 (spontan Gestaltbar + methodische Abstraktion): Tafel, OHP Quadrant 3 (Vorgeformtheit + methodische Abstraktion): Bild, Lehrbuch Quadrant 4 (Vorgeformtheit + realweltliche Konkretion): ausgestopfte Ratte
  • Was sind die Formen der Erarbeitung? (Methodenfeld) Aktionsformen: verbale und nonverbale Erscheinungsformen der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden oder zwischen verschiedenen Lernenden im Unterricht (z.B. Vortrag, Vorführung, Impuls) Sozialfomrn: Organisationsformen der Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden oder zwischen verschiedenen Lernenden im Unterricht lehrerzentriet (frontal Klassenunterricht): viele Schüler werden erreicht, Pertubationsintensität gering (binnen)-differenziert: Arbeitsaufteilung (Gruppen, Partner, Einzeln) nach leistungdifferenziert, arbeitsteilig, arbeitgleich →Plenum oder Messemodell muss Folgen, damit alle auf dem gleichem stand sind