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Kiper (Subject) / Klausur MM1 Pädagogik (Lesson)
Grundlage Schule
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- • Die öffentliche Diskussion über Schule unterliegt „Moden“! Bitte greifen Sie zwei verschiedene Aspekte der öffentlichen Diskussion heraus und stellen Sie die dabei ausgetragenen Kontroversen vor! Die öffentliche Diskussion kann z.B. aus der Sicht der unterschiedlichen Generationen stattfinden (zwischen Jung und Alt).Die unterschiedlichen Generationen betrachten die Funktion der Schule aus unterschiedlichen geschichtlichen und politischen Positionen. Außerdem kann die öffentliche Diskussion auch zwischen unterschiedlichen Institutionen stattfinden, z.B. zwischen der Familie und der Schule, die sich über die Funktionalität der Schule ebenfalls nicht einig sein können.
- • Aus welchen wissenschaftlichen Perspektiven können Schultheorien verfasst werden? · Geisteswissenschaftliche Perspektive · Erziehungswissenschaftliche Perspektive (Sozialwissenschaftliche Perspektive) · Geschichtliche Perspektive · Makrosoziologische Perspektive · Politisch-öffentliche Perspektive · Wirtschaftliche Perspektive · Bildungsökonomische Überlegungen · Juristisch- administrative Perspektive · Institutionell-organisatorische Perspektive · Ökologische Perspektive · Psychoanalytische Perspektive
- • Welche Frage- und Erklärungsansätze haben verschiedene Schultheorien? · Theoriebildung zur Beschreibung, Analyse und Kritik von Ausschnitten der Schulwirklichkeit · Verbindung der Fragerichtungen mit gesellschaftlichen Interessen · Verschiedene disziplinäre Fragestellungen, Methoden, Begriffe, Theorieansätze · Suche nach einem integrativen Ansatz Beispiel: 1. Pädagogische Schultheorie (Schule als Ort der Veranstaltung von Lehr- und Lernprozessen) a. curricular-didaktische-Schultheorie b. Unterschiedliche Bestimmungen der Aufgabe der Schule c. Schule als Instanz sekundärer Sozialisation d. Schule als Ort der Hilfe für Bewältigungen von Entwicklungsaufgaben e. Schule als Entwicklungskontext der Humangenese 2. Soziologische Schultheorien a. makrosoziologische Perspektive b. Soziologie der Bildungsbeteiligung
- • Worin bestehen Ziele und Zwecke der Schule als Institution? · Weitergabe von Wissen · Aufbau von Können · Vermittlung von ethischen, moralischen, kulturellen Grundüberzeugungen, · Erzeugung eines Welt- und Selbstverständnisses · Kulturelle Initiation · Befähigung zur Weiterentwicklung von Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
- • Was ist unter der Idee der Entwicklungsaufgaben zu verstehen? Inwiefern soll die Schule ein Ort der Unterstützung der Entwicklungsaufgaben sein? Die Entwicklungsaufgabe ist eine Aufgabe im Rahmen der persönlichen Entwicklung und Reifung des Menschen, die mit ihrer Bewältigung zu einer Veränderung führt. Der Begriff bezieht sich auf die Vorstellung, dass in Entsprechung zu den inneren und äußeren Prozessen, die während des Älterwerdens ablaufen, in jedem Alter bestimmte Aufgaben gelöst werden müssen. Wenn das gelingt, wird die Persönlichkeit stabilisiert. Das Ergebnis kann von Person zu Person, aber auch beim Einzelnen von Entwicklungsstufe zu Entwicklungsstufe sehr unterschiedlich ausfallen. Entwicklungsaufgaben stellen sich das ganze Leben hindurch. Schule dient dabei als Ort der Hilfe für die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben, als Ort der Unterstützung der Identitätsentwicklung unter Verbindung von gesellschaftlichen Anforderungen und individuellen Bedürfnissen, z.B. als Instanz sekundärer Sozialisation (Wirkung durch kognitive Herausforderungen, leistungsthematische Situationen, Beharren auf Erklären und Begründen, Genauigkeit, systematisches Üben) und durch Sicherung der sozialen Voraussetzungen für den Unterricht selbst (Selbststeuerungsfähigkeit, kommunikative und kooperative Kompetenz, soziale Kompetenz)
- • In funktionalistischen Schultheorien wird in der Regel die Bedeutung der Schule für die Gesellschaft betont. Worin besteht die Wichtigkeit der Schule für den einzelnen Menschen? · Kulturelle Teilhabe und kulturelle Identität · Kompetenz; Berufsfähigkeit; Berufsrelevante Fähigkeiten · Soziale Identität · Politische Teilhabe
- • Welche Funktionen übernimmt die Schule für die Gesellschaft? Wie kann man zwei dieser Funktionen genauer erläutern? Enkulturation Qualifikation Allokation Legitimation, Integration Die Enkulturationsfunktion begreift die Ebene der Kultur und der Sinnsysteme und Symbolischer Ordnungen. Ein Individuum kann mithilfe dieser Funktion das kulturelle Teilhabe und kulturelle Identität innerhalb der Gesellschaft herausbilden. Qualifikationsfunktion zielt auf das Ökonomische System (Produktionsbereich) und fördert Kompetenz und Berufsfähigkeit (berufsrelevante Fähigkeiten). Allokationsfunktion zielt auf die Sozialstruktur und berufliches Positionssystem und fördert die soziale Identität. Integrationsfunktion begreift die Ebene des Politischen Systems und damit die Herrschaftsform und ermöglicht die politische Teilhabe.
- • Inwiefern ist die Gesellschaft zur Sicherung demokratischer Prozesse auf die Schule angewiesen? • Fundierung demokratisch legitimierter Herrschaft • Orientierung auf wissensfundierte Rationalität • Fundierung einer gesellschaftlichen Öffentlichkeit • Befähigung zur Teilhabe an Kultur & Gesellschaft • Artikulation eigener Interessen • Persönliche & soziale Emanzipation im Medium von Bildung • Fundierung des Gesellschaftsvertrages durch Etablierung legitimer Verteilungsprozeduren mit Rechtssicherheit durch Zuordnung von Leistungsprofilen zu beruflichen Laufbahnen • Zähmung des Kampfes um jeweilige Anteile am gesellschaftlichen Reichtum durch Etablierung von Verfahren und damit Sicherung des sozialen Friedens • Herstellung eines Gefühls der Zugehörigkeit unter Bedingung der Pluralität • Konstruktion einer gemeinsamen Tradition • Objektivierung und Resubjektivierung von Kultur
- • Zu welchen Zeiten absorbieren Schule überflüssige Arbeitskräfte? • In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit können Schüler/potentielle Arbeitskräfte länger im System Schule gehalten werden • Bei hohen Bildungsinvestitionen, Wachstumspolitik • Arbeitsmarktpolitik, Qualifikationsoffensive
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