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Sozialpsychologie (Subject) / Soziale Perzeption (Lesson)
Definition: Soziale Perzeption, Implizite Persönlichkeitstheorien, Attributionsprozesse + fundamentaler Attributionsfehler
This lesson was created by Yanfei.
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- Wie lautet die Definition von sozialer Perzeption? Soziale Perzeption ist die Art und Weise wie Menschen sich einen Eindruck von anderen Menschen verschaffen und wie daraus Schlussfolgerungen gezogen werden.
- Was sagen implizite Persönlichkeitstheorien aus? Nach der impliziten Persönlichkeitstheorie gibt es ein spezifisches Schema, das verwendet wird, um verschiedene Persönlichkeitseigenschaften zu gruppieren. Es besteht aus unseren Vorstellungen, davon welche Persönlichkeitseigenschaften gut zusammenpassen. Dieses Schema wird genutzt um Lücken auszufüllen, wenn man über bestimmte Aspekte der anderen Person keine Informationen hat.
- Was ist die Attributionstheorie? Die Attributionstheorie beschreibt, wie Menschen sich die Gründe für ihr eigenes Verhalten und das anderer erklären.
- Wie laufen Attributionsprozesse nach Heider ab? Heider bezeichnet den Menschen als "wissenschaftlichen Laien", der versucht das Verhalten anderer Menschen zu verstehen. Dabei kann der Mensch internale und externale Attributionen vornehmen. Internale Attribution bedeutet, dass Gründe für das Verhalten in der Persönlichkeit und der inneren Einstellung eines Menschen gesucht werden. Externale Attribution bedeutet, das die momentane Situation Grund für das Verhalten ist.
- Werden internale oder externale Attributionen bevorzugt? Nenne eine passende Studie. Wann wären diese tatsächlich angebracht? Der Mensch hat eine Vorliebe für internale Attributionen, da das Verhalten von Menschen leichter wahrgenommen wird als die Situation. Der Mensch und nicht die Situation hat also perzeptuelle Salienz. Bei einer Studie wurden Beobachter um 2 Diskutierende positioniert. Anschließend sollte eingeschätzt werden, welcher der beiden während der Diskussion die Führung übernommen hatte und diese Einschätzung hing vom Sitzplatz der Beobachter ab (also davon, welcher der Diskutierenden im Sichtfeld war). Handlung ohne Wahlfreiheit lässt keine internale Attribution zu, bei vorhandener Wahlfreiheit kann man jedoch Schlüsse über die Persönlichkeit und die innere Einstellung eines Menschen ziehen.
- Beschreibe das Kovariationsprinzip nach Kelley. Kelley bezeichnet den Menschen als "Meisterdetektiv", der kausale Attributionen auf eine logische und rationale Weise vornimmt. Man betrachtet viele Gegebenheiten, in denen sich ein Verhalten zeigte und versucht so systematisch die Beweggründe zu isolieren. Für dieses Vorgehen liegen 3 Informationstypen vor, nämlich Konsensus (Verhalten sich Andere gegenüber demselben Stimulus genau so wie der Agierende?), Distinktheit (Verhält sich der Agierende gegenüber Anderen genau so wie gegenüber dem Stimulus?) und Konsistenz (Verhält sich der Agierende gegenüber dem Stimulus zu allen Zeiten und unter allen Umständen gleich?). Bei niedrigem Konsensus, niedriger Distinktheit und hoher Konsistenz kann eine internale Attribution vorgenommen werden, bei hohem Konsensus, hoher Distinktheit und hoher Konsistenz eine externale und bei beliebigem Konsensus, beliebiger Distinktheit und niedriger Konsistenz handelt es sich um eine besondere Situation.
- Nimmt der Mensch Attributionen tatsächlich so vor, wie Kelley annimmt? Ja, allerdings werden Informationen zum Konsensus nicht in so hohem Ausmaß herangezogen, wie Kelley dachte und eine Attribution wird auch vorgenommen, wenn nicht zu allen 3 Informationstypen Informationen vorliegen.
- Was ist der fundamentale Attributionsfehler? Nenne eine passende Studie. Der fundamentale Attributionsfehler ist die Tendenz, das Verhalten anderer Menschen ausschließlich anhand von Persönlichkeitsmerkmalen zu erklären und dabei die Macht des sozialen Einflusses zu unterschätzen. Selbst, wenn keine Wahlfreiheit besteht (und der Handelnde somit zu seinem Verhalten "gezwungen" wurde), wird häufig eine internale Attribution vorgenommen. Bei einer Studie wurden Probanden Aufsätze mit einer pro- oder anti-Fidel-Castro-Stellungnahme vorgelegt. Die Wahlfreiheit wurde dabei variiert. Dennoch waren die Probanden der Meinung, dass die im Aufsatz vorliegende Einstellung auch die tatsächliche Einstellung der Autoren ist.
- Was ist der Spotlight-Effekt? Der Spotlight-Effekt ist die Tendenz, die Salienz unseres eigenen Verhaltens und Äußeren zu überschätzen.
- Was ist die Akteur-Beobachter-Divergenz? Bei der Beurteilung des eigenen Verhaltens spielt der Attributionsfehler eine geringere Rolle. Wir selbst nehmen oft externale Attributionen vor, was unser eigenes Verhalten betrifft, während Beobachter in derselben Situation vor allem internale Attributionen vornehmen. Wird man allerdings selbst zum Beobachter des eigenen Verhaltens (z.B. durch ein Video) nehmen wir auch häufiger internale Attributionen vor.
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- Was sind selbstwertdienliche Attributionen? Manchmal nehmen wir bevorzugt internale Attributionen bezüglich unseres eigenen Verhaltens vor. Erfolge schreiben wir lieber uns selbst zu, da sie unser Selbstbild stützen.
- Was sind selbstwertdienliche Attributionen? Manchmal nehmen wir bevorzugt internale Attributionen bezüglich unseres eigenen Verhaltens vor. Erfolge schreiben wir lieber uns selbst zu, da sie unser Selbstbild stützen.
- Wie akkurat sind unsere Attributionen und warum denken wir, dass wir mit ihnen richtig liegen? Aufgrund des fundamentalen Attributionsfehlers sind unsere Attributionen oft nicht besonders akkurat. Wir glauben trotzdem richtig zu liegen, da wir oft nur eingeschränkte Eindrücke von einer Person haben, Eindrücke durch selbsterfüllende Prophezeiungen selbst steuern und, weil andere häufig mit uns übereinstimmen.