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Systematik und spezielle Morphologie der Tiere (Subject) / 4 (Lesson)
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- 1) Warum wird Trichoplax adhaerens einer ungewöhnlich hohen Systemkategorie zugeordnet? Nennen Sie das Taxon! 1) Trichoplax adhaerens lässt sich keinem anderen Taxon zuordnen2) In der rezenten Fauna ist Trichoplax der einzige bekannte Repräsentant des Übergangsfeldes zwischen Ein- und Vielzellern Taxon von Trichoplax: Placozoa (Platten- oder Scheibentiere)
- 2) Bei den Eumetazoa kommt es zur Ausbildung von zwei unterschiedlichen Epithelien. Wie heißen diese und wo im Körper kommen sie vor? Ektoderm und Entoderm.Das Ektoderm ist die aüßere Hülle (Epidermis)Das Entoderm umhüllt den Gastralraum (Gastrodermis)
- 3) Wie kann man sich die Entstehung der zwei Keimblätter im Verlauf der Embryonalentwicklung (Ontogenese) vorstellen? Zygote - 2-Zellstadium - 4-Zellstadium - 8-Zellstadium - Morula(solide Kugel) - Blastula(hohle Kugel mit Blastocoel innen) - Gastrula(nach Einstülpung/Invagination der Blastula entstanden)Gastrula: Ektoderm außen, Entoderm innen; umkleidet den Urdarm (Archenteron). Urmund (Blastoporus) ist die Öffnung die bei der Invagination entstanden ist.
- 4) Durch welche Merkmale sind die Nesseltiere (Cnidaria) charakterisiert? -Besitz von Nematocyten-radiärsymmetrischer Bau-diploblastisch (2-Keimblättrig)-kein Gehirn sondern diffuses Nervennetz-biphasischer Lebenszyklus (Polyp - Meduse)-keine Organe, kein Blutgefäßsystem-besitzen Gastrovaskularsystem-fast nur marin vorkommend
- 5) Beschreiben Sie den Aufbau der Cnidaria-Körperwand. Was ist eine Mesogloea? Außen befindet sich die Epidermis (ektodermal) und innen die Gastrodermis (entodermal). Beides einschichtig.Dazwischen befindet sich die ''Stützlamelle'' Mesogloea.Mesogloea hat Stützfunktion durch die enth. Kollagene. Enthält außerdem Mucosaccharide & Glycoproteine. Besteht zu 98% aus Wasser, ist 'gallertartig' und zellarm.
- 6) Welche Nesselkapseltypen kennen Sie? Beschreiben sie Grundaufbau und Funktion. - Penetranten (auch gen.: Stilettkapseln, Durchschlagkapseln)- Volventen (auch gen.: Wickelkapseln)- Glutinanten (Klebekapseln)Funktion: Beutefang, Verteidigung gegen Fressfeinde, vorübergehendes Haften am SubstratGrundaufbau: Nesselzelle ist doppelwandig, enthält Kapsel darin spiralig aufgewickelter Nesselfaden, welcher auf Berührungsreize (durch das Cnidoci erkannt) explosiv ausgeschleudert wird
- 7) Beschreiben Sie den Generationswechsel bei den Cnidaria. Wie lautet der entsprechende Fachbegriff? Entsprechender Fachbegriff: MetageneseMetagenese ist eine Form der Fortpflanzung bei der die geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflz. von Generation zu Generation abwechselnd auftreten (Generationswechsel).Meduse produziert Geschlechtszellen, daraus entst. nach Verschmelzung die Zygote, dann daraus die Planulalarve.Planulalarve setzt sich am Boden fest und wächst zum Polyp an. Vom Polyp können sich wiederum Medusen abschnüren.-> heteromorph und homophasisch diploidungeschlechtl. Fortpflanzung: Kann viele Nachkommen erzeugengeschlechtl. Fortpflanzung: Durchmischung des Genpools
- 8) Nennen Sie die vier Großgruppen der Cnidaria. Bei welchen Gruppen dominiert (meist) der Polyp und bei welchen die Meduse? Anthozoa (Blumentiere) -> PolypCubozoa (Würfelquallen) -> QualleHydrozoa (Hydrozoen) -> beidesScyphozoa (Schirmquallen) -> Qualle
- 9) Was versteht man unter einem Gastrovaskularsystem? Beschreiben Sie die Funktion in Stichworten. Das Gastrovaskularsystem, oder auch Gastralraum ist ein Hohlraum, dessen Ausläufer in die Tentakel der Polypen reinreichen. Es hat nur eine Öffnung, die zugleich Mund und After ist.Funktion: Verdauung und Stofftransport; Nahrungspartikel werden von Nährmuskelzellen des Gastroderms aufgenommen.
- 10) Was ist ein Velum und welche Funktion hat es? Nennen sie je eine Großgruppe der Cnidaria bei der es fehlt bzw. auftritt. Ein Velum ist ein ektodermaler, dünner, vom Schirmrand nach innen vorspringender Lappen/muskulöser Ring am Schirmrand der Meduse.Ist Bewegungsorgan(zusammen mit der Subumbrella); hilft beim SchwimmenFehlt bei den PolypenBei Medusen vorhanden außer bei Scyphozoa
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- 11) Was ist ein Rhopalium? Rhopalien=kombinierte Sinnesorgane der Scyphozoa. Autapomorphie der Sycphozoa!!Besteht aus Statocysten, Flach- und Becherauge (aus Becherocellen), und chemorezeptorischer Sinnesgrube.
- 12) Was unterscheidet die Quallen der Cnidaria von den Rippenquallen? Rippenquallen (Ctenophora) besitzen keine Nematocyten, besitzen echte Muskelzellen, bes. Rippenplatten und Colloblasten (Klebzellen), determinierte Entwicklung, niemals kolonial vorkommend, Analöffnung vorhanden, triploblastisch (3-Keimblättrig) & somit Schwestergruppe der Bilateria!
- 13) Welche Merkmale kennzeichnen die Bilateria? -bilateralsymmetrisch-triploblastische Gewebetiere (3-Keimblättrig)-Vorderpol mit Konzentration von Sinnesorganen und Nervenzentrum (Cephalisation) ->dadurch gerichtete Bewegung-durchgängiger Verdauungstrakt, Durchbruch des Afters-sekundäre Leibeshöhle=Coelom (aus dem Mesoderm entstanden)-Subepidermaler Hautmuskelschlauch aus Ring- Längs- und Diagonalmuskeln-Exkretionsorgane (Nephridien)-Blutgefäßsystem-Gonaden im Coelomepithel
- 14) Erläutern Sie den Begriff Bilateralsymmetrie anhand einer Skizze. Beschriften Sie mögliche Schnittebenen und Lagebezeichnungen mit den entsprechenden Fachbegriffen. Skizze: Crustacea mit Schnitt & Ebene durch die Mitte durch; linke und rechte Körperhälfte spiegelbildlich aufgebaut.Kopfbereich: cranial, rostral, anteriorKörperende: caudal, posteriorUnterseite/Bauch: ventralOberseite/Rücken: dorsalmedial: Körpermittelateral: seitlichproximal: näher am Körpermittelpunktdistal: weiter entfernt/randlich
- 15) Erklären Sie, warum es die „Würmer“ im phylogenetischen Sinn nicht gibt. kA
- 16) Wie unterscheidet sich die Embryonalentwicklung von Protostomiern und Deuterostomiern? Protostomier (Urmünder): Blastoporus wird zum Mund, After entsteht sekundär. Bei Protostomiern sind die Hauptnerven ventral und das Herz dorsal.Deuterostomier (Neumünder): Blastoporus wird zum After, Mund entsteht sekundär. Hauptnerven dorsal liegend und Herz ventral
- 17) Welche Strukturen und Verhaltensweisen sprechen bei Plathelminthen für einen Trend zur Kopfbildung? Kopfbildung, Cephalisation: -Kopf morphologisch vom Rest des Körpers abgesetzt-Konz. von Sinnesorganen & Strukturen zum Nahrungserwerb am Kopf -Konzentration von Nervenzellen am Kopf (->Cerebralisation=Gehirnbildung)-gerichtete Bewegung vorhanden
- 18) Welche Anpassungen bzw. Entwicklungsstrategien findet man bei parasitischen Plattwürmern? -Bildung einer Neodermis (Außenhülle aus verschmolzenen Zellen, Syncytium gen.) mit Mikrovilli zum Schutz vor Verdauungsenzymen des Wirtes und dient der Nahrungsaufnahme-Darm fehlt; parenterale Ernährung und Pinocytose-Halteorgane mit denen es sich an die Darmwand des Wirtes heftet (Hakenkränze, Saugnäpfe)
- 19) Wie schaffen es Parasiten, oft große Mengen infektiöser Stadien zu produzieren? (Wirtswechsel, Generationswechsel). kA
- 20) Wie kann ein Mensch zum Fehlwirt eines parasitischen Plattwurms werden? Welche Konsequenzen kann dies haben? -Verzehr von ungewaschenen Pilzen, Waldfrüchten und Salat-Verzehr von nicht durchgebratenem und infiziertem Fleisch-mangelnde Hygiene-einatmen der Eier bei der Heuernte-durch infizierte HaustiereKonsequenz: Krankheit/Tod