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Business Intelligence (Subject) / Kurs 3 (Kapitel 4) (Lesson)
OLAP (Online Analytical Processing)
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- 4.0 Erläutere kurz den OLAP-Würfel und das Rechenschiebermodell! OLAP-Würfel: dreidimensionale Analyse (z.B. Produkt, Region, Kunde) Rechenschiebermodell: beliebige Dimensionen. Einzele Reihen im Modell können horizontal so verschoben werden, dass die eine betimmte Kombination betrachtet wird. Die erste Spalte pro Reihe gibt die "Art der Dimension" an, z.B. Ort. Innerhalb einer Dimension kann es nochmals eine oder mehrere Hierarchiebene durch Verweise zueinander geben (z.B. NRW gehört zu Deutschland).
- 4.1 Nennen Sie die Eigenschaften eines OLAP! - Online: der Anwender kann direkt online auf den zentralen Datenbestand zugreifen (betrachten oder manipulieren) - Analytical: unterschiedliche Sichten sind für Analyst von Bedeutung - Processing: schnelle Berechnungen und Manipulationen können durch den Anwender durchgeführt werden
- 4.1 Was besagen die zwölf Regeln nach Codd? Die 12 Regeln sollten durch OLAP abgedeckt sein. Sie beinhalten Anforderungen, aber auch Fachkonzepte und technische Realisierung.
- 4.1. Nennen Sie die zwölf OLAP-Regeln von Codd! 1. Multidimensionale konzeptionelle Sichtweise auf die Daten: 2. Transparenz: Analysen können auch ohne Kenntnisse der Datenstruktur durchgeführt werden 3. Zugriffsmöglichkeit: dem Entscheider muss es möglich sein, seine Analysen auf Basis interner und externer Datenquellen durchzuführen 4. Gleichbleibende Antwortzeit bei der Berichtserstellung: unabhängig davon, welche Daten bei der Analyse verwendet werden, muss die Antwortzeit konstant sein. 5. Client-Server Architektur:Trennung der Speicherung, Verarbeitung und Darstellung 6. Generische Dimensionalität (veraltet!!!) 7. Dynamische Behandlung unvollständig besetzter Matrizen: 8. Multiuser-Support: mehrere User können gleichzeitig auf dieselben Daten zugreifen und diese verwenden können. 9. uneingeschrätnke kreuzdimensionale Operationen 10. Intuitive Darstellung und Bearbeitung der Daten: der Anwender muss ohne Kenntnisse des Systems seine Analysen selbständig durchführen können. 11. Flexible Berichtserstellung: Anordnung von Zeilen, Spalten usw. sollten frei positionierbar sein 12. Unbegrenzte Anzahl von Dimensionen und Klassifikationsebenen
- 4.1 Nennen Sie die 6 zusätzlichen OLAP-Regeln von Codd! 1. Datenintegration: Anwender soll auf die OLAP Datenstruktur zugreifen können, aber auch auf die darunter liegenden Daten 2. Unterstützung verschiedener Analysemodelle: kategorisch, exegetisch, kontemplativ und formelbasiert 3. Trennung analyseorientierter und operativer Daten: es dürfen keine Änderungen an Quellsystemdaten vorgenommen werden 4. Trennung der Speicherorte: Ver#nderungen dürfen nicht auf dem produktiven Datenbestand gespeichert werden, sondern müssen an einem anderen Ort gespeichert werden 5. Unterscheidung zwischen Null- und Fehlwerten 6. Behandlung von fehlenden Werten: fehlende Werte müssen effizient verwaltet werden
- 4.1 Wie Charakterisieren Pendse und Creeth das Wort OLAP? 1. Geschwindigkeit: Anfragen müssen schnell beantwortet werden können (z.B. durch Caching-Mechanismen möglich) 2. Analysemöglichkeit: OLAP soll eine intuitive Analyse der Daten ermöglichen 3. Sicherheit: Sicherstellung, dass mehrere Anwender gleichzeitig auf dieselben Daten zugreifen können 4. Multidimensionalität: Anwender kann multidimensionale Daten für seine Analysezwecke nutzen. 5. Kapazität: stabile Antwortzeiten trotz sehr grosser Datenmengen
- 4.1 Was ist FASMI? Pendse und Creeth haben OLAP mit den Begriffen Geschwindigkeit, Analysemöglichkeit, Sicherheit, Multidimensionalität und Kapazität charakterisiert. FASMI hat sich daraus abgeleitet: Fast Analyses of Shared Multidimensional Information
- 4.2 Welche Ausprägungen von OLAP gibt es? Erläutere kurz! ROLAP: Relationales OLAP basiert auf RDBMS. - große Datenmengen können besser verwaltet werden - flexibel, da Anzahl der Dimensionen frei gewählt werden kann - robuste Technologie, die in vielen Unternehmen verfügbar ist - Mitarbeiter kennen ROLAP eher als MOLAP - kein Vorberechnungsaufwand MOLAP: Multidimensionales OLAP. Daten werden physisch in mehrdimensionalen Datenbank abgespeichert. - sehr schnelle Antwortzeiten - häufig höheres Datenvolumen (abhängig von der Anzahl der Dimensionen) - nicht so flexibel, da Anzahl der Dimensionen begrenzt ist - in der Praxis nur für Unternehmen empfehlenswert, die kleinere Datenmengen verwenden wollen - Vorberechnungsaufwand sehr hoch HOLAP: hybrides OLAP. Soll Vorteile beider OLAP Arten kombinieren. OLTP: unterstütztz das operative Geschäft eines Unternehmens. - sehr aktuelle und detaillierte Daten - andere Operationen als OLAP
- 4.2 Welche Operationen existieren in einem OLAP-Würfel? Rotation (Pivotisierung): Würfel wird um seine horizontale oder vertikale Achse gedreht. Ziel der Rotation ist der Austausch zweier Dimensionen, um andere Analysen fahren zu können. Rotation gibt es aber nur bei Würfel mit max. drei Dimensionen. Dagegen kann eine Pivottabelle mit mehr als drei Dimensionen "rotiert" werden. Rollup & Drill Down: Änderung einer Hierarchieebene einer Dimension. Beim Rollup wird zusammengefasst (z.B. Stuttgart, Karlsruhe, Ulm zu Baden-Württemberg). Beim Drill-Down wird disaggregiert (z.B. Lebensmittel zu Gemüse, Fisch, Fleisch, usw.) Slice & Dice: Die Operationen Slice und Dice filtern die Gesamtdatenmenge. Slice ist ein Schnitt in einem Würfel (d.h. es wird z.B. ein konkretes Produkt betrachtet, die anderen zwei Dimensionen werden komplett betrachtet). Dice bedeutet, dass ein Teilblock des Gesamtwürfels betrachtet wird (z.B. Betrachtung von 2 Produkten in 2 Regionen von drei Kunden). Ergebnis von Dice ist ein neuer, eigener Würfel.
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