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Markt- und Medienforschung (Subject) / Begriffe - Methoden - Funktionen (Lesson)

HS12

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  • Was bedeutet Variabilität? Analyse bzw. Erklärung von registrierten Merkmalsunterschieden (z.B.: Wie variiert die Ausländerfeindlichkeit zwischen männlichen und weiblichen Gruppen?)
  • Was ist eine Variable? Was die Ausprägung einer Variable? Symbol für die Menge der Ausprägung eines Merkmals Variable: Geschlecht / Farbe Ausprägung: weiblich / blau
  • Was ist Operationalisierung? Weg von Merkmalen zu Daten (in einer konkreten Untersuchung) "ich arbeite mit Variablen und möchte zu Daten kommen"
  • Was sind latente und manifeste Variablen? manifest: z.B. Geschlecht (=verifiziert) latent: z.B. IQ (versteckt, muss man zuerst umwandeln), meistens intellektuelle oder emotionelle Eigenschaften
  • Erkläre manifeste und latente Variablen anhand des IQ-Tests Ich operationalisiere indirekt mit latenten Merkalen (IQ) durch manifeste Merkmale (IQ-Testfragen) -> kann nur mit manifesten Merkmalen operationalisieren
  • Erkläre abhängige und unabhängige Variablen (inkl. Beispiel) Was ist im Fall des Beispiels Variabilität? abhängige Variable ist von der unabhängigen abhängig unabhängige Variable = Ursache abhängige Variable = Wirkung Veränderung der einen (unabhängigen) Variablen soll mit dem Einfluss einer anderen (abhängigen) Variable erklärt werden. Bsp: Dosierung eines Schlafmittels -> unabhängige Variable Schlaufdauer -> abhängige Variable Variabilität -> mehr Schlafmittel und der Patient schläft länger
  • Was sind Moderator-, Kontroll- und Störvariablen? Moderatorvariable: hat Einfluss auf die Interaktion der abhängigen/unabhängigen Variablen, stört, verändert Einfluss der unabhängigen auf die abhängige Variable Kontrollvariable: ich bin mir der Moderatorvariable bewusst Störvariable: Moderatorvariable vergessen, nicht beachtet, nicht in Forschung einbezogen -> keine relevanten Ergebnisse!   Man muss immer alle Kontrollvariablen einbeziehen! sonst Verschmutzung
  • Was sind wissenschaftliche Hyopthesen? Annahmen über reale Sachverhalte in Form von Konditionalsätzen. Sie weisen über den Einzelfall hinaus und sind durch Erfahrungsdaten widerlegbar.
  • Welches sind die Kriterien einer wissenschaftlichen Hypothese? 1. auf reale Sachverhalte bezogen, die empirisch untersuchbar sind 2. allgemeingültig, über den Einzelfall hinausgehend 3. Formalstruktur eines vernünftigen Konditionalsatzes (explizit/implizit) 4. potenziell falsifizierbar sein (selbstverständliches interessiert uns nicht)
  • Was sind nie Hypothesen? "kann"-Sätze und "es gibt"-Sätze (Existenzsätze)
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  • Was ist eine Kausalhypothese? Vertauschen von Wenn-Teil (Bedingung)  und Dann-Teil (Konsequenz, Wirkung) sprachlich und inhaltlich nicht sinnvoll Bsp: Wenn die Sonne scheint, gehen die Menschen spazieren.
  • Was bedeutet monokausal und multikausal? monokausal = Variabilität der abhängigen Variable ist auf EINE Ursache bzw. unabhängige Variable zurückzuführen multikausal = mehrere Wirkfaktoren
  • Wie stehen induktive und deduktive Vorgehensweise im Zusammenhang mit der Hypothese? induktive Vorgehensweise: Hypothese=Resultat deduktive Vorgehensweise: Hypothese=Ausgangspunkt
  • Was ist eine Theorie? Was ist ihre Funktion? Set von mehreren Hypothesen, die sich auf einen Sachverhalt beziehen (logisch miteinander verbunden) Funktion: Sachverhalte beschreiben, erklären und vorhersagen
  • Wie muss eine gute Theorie sein? - logisch konsistent (widerspruchsfrei) - gehaltvoll bzw. informativ (potenziell falsifizierbar) - sparsam (viele Befunde durch wenig Annahmen erklären) - bewährt (versch. Tests bestanden)
  • Woraus besteht empirische Forschung und Alltagserfahrung? - systematische Dokumentation - präzise Terminologie (vorkommende Begriffe müssen klar definiert sein, z.B. wann ist man aggressiv?) - statistische Analysen - interne und externe Validität (gültig sowohl für mich als auch für Personen ausserhalb) - Umgang mit Theorien
  • Welche drei Arten von Untersuchungen gibt es? - explorative Untersuchung verknüpft mit Induktion, "erkundend" - explanative Untersuchung "hypothesenprüfend", ich erkläre eine Hypothese - deskriptive Untersuchung "populationsbeschreibend", z.B. diverse Untersuchungen mit bündner Bevölkerung
  • Wie sieht der Aufbau einer deduktiven Untersuchung aus? 1. Forschungsstand + Theorie (daran erkennt man, dass es deduktiv ist) 2. Methode (begründen!) 3. Ergebnisse 4. Diskussion (Forschungsstand mit eigenen Ergebnissen vergleichen)  
  • Wie sieht der Ablauf von Forschungsprojekten aus? 1. Entdeckungszusammenhang: Formulierung des Forschungsgegenstandes. Frage: Was? Wieso?   2. Begründungszusammenhang: Theoriebildung und Stand der Forschung / Bestimmung der Forschungsobjekte / Datenerhebung, -erfassung, -auswetung -> sollte auf eine Theorie gestützt sein, z.B. mit einer Kultivierungshypothese   3. Verwertungszusammenhang Publikation der Ergebnisse 
  • Was ist eine Population? = Grundgesamtheit Gesamtmenge aller N Beobachtungseinheiten, über die Aussagen getroffen werden sollen
  • Was ist n und N? N = Grundgesamtheit, Population n = Stichproben
  • Welche Arten von Erhebungen gibt es? Vollerhebung = alle Objekte einer Population werden untersuche (N) Stichprobenerhebung = nur ein Ausschnitt der Population wird untersuche (n)
  • Was versteht man unter einer repräsentativen Stichprobe? ähnelt in ihrer Zusammensetzung möglichst stark der Population (um gültige Aussagen über die Population zu machen)
  • Was ist eine (merkmals)spezifisch repräsentative Stichprobe? Zusammensetzung entspricht hinsichtlich einiger relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung
  • Was ist wichtig bei der Repräsentativität? Repräsentativität ist nicht gleich grosser Stichprobenumfang!
  • Welche Arten von Stichproben gibt es? - Zufallsstichproben (randomisiert) - Geschichtete Stichproben (Trennung nach Geschlecht, Alter etc.) - Klumpen-Stichprobe (Auswahl von Schulklassen aus der Gesamtheit aller Klassen) - Mehrstufige Stichproben (Befragung nach Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern)
  • Wie funktioniert eine Zufallsstichprobe? Auswahl nach dem Zufallsprinzip aus einer vollständigen Liste aller Objekte der Zielpopulation Auswahlwahrscheinlichkeiten gleich gross!
  • Wie funktioniert eine geschichtete Stichprobe? Zielpopulation wird auf Basis einer oder mehrerer Merkmale in Teilpopulationen (Schichten) eingeteilt Aus jeder Schicht wird eine Zufallsstichprobe entnommen
  • Wann verwendet man eine geschichtete Stichprobe? Wenn die Schichten unterschiedlich gross sind und man für jede Schicht eine genügende Fallzahl erreichen will.
  • Wie funktioniert eine Klumpenstichprobe? erster Auswahlschritt geschieht auf einer höheren Ebene (z.B. Stadteil, Schulklasse, Zeitung etc.) Klumpen enthalten mehrere Untersuchungseinheiten (Haushalte, Schüler, Artikel) - der ganze Klumpen wird untersucht
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  • Wie funktioniert eine zweistufige Stichprobe? zuerst eine zufällige Klumpenstichprobe mit grossen Klumpen aus diesen Klumpen Ziehung einer Zufallsstichprobe der Unersuchungsobjekte (auch mehrstufig möglich)