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Publikumsforschung (Subject) / Zuschauerforschung (Lesson)
Theis-Berglmair
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- Entwicklung elektronischer Medien Dezember 1952 Start des offiziellen Sendebetriebs des Fernsehens, regelmäßiges, flächendeckendes Programmangebot seit April 1954
- Institutionalisierung Prozess der Verfestigung sozialer Regelmäßigkeiten
- Institutionalisierung des Fernsehens Regelmäßiges Programmangebot, Ausbildung von Nutzungsmustern
- Institutionalisierung der Publikumsforschung Akteure: Auftraggeber, Institute; Methoden: quantitative Messung der Einschaltquoten; Technik: Aufzeichnungsgeräte
- Validität Misst ein Instrument/ Verfahren überhaupt das, was es zu messen vorgibt?(Misst der "Knopfdruck" tatsächlich fernsehen? Sind die Indikatoren geeignet? Gütekriterium)
- Reliabilität Zuverlässigkeit einer Messung; Werden die Ergebnisse bei einer erneuten Messung auch erzielt?
- Gesellschaft der Freunde des Fernsehens ab Ende 1956; bundesweite Index-Zuschauerforschung für das Hauptabendprogramm; 400 Personen-Panel, Infratest- Urteilsindex
- ARD/ZDF Medienkommission ab 60er Jahre; Ziel: kontinuierliche Zuschauerforschung; Sonderauswertungen (z.B. Sport im TV); Langzeitstudie Massenkommunikation seit 1964
- Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung seit 1988; Mitglieder:ARD/ZDF, RTL, SAT.1, ProSieben, RTL2, Kabel1, TM3; andere Fernsehsender sind Lizenznehmer;Auftraggeber der Fernsehforschung
- Finanzierungsmodell der AGF > Sockelbetrag - für alle Sender-Familien gleich hoch; > Variabler Anteil (marktanteilsbezogen, jährlich neu ermittelt); > jährlich Kosten: ca. 17 Mio. EUR
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- Institutionalisierung der Zuschauerforschung ZF mittler Weile institutionalisiert; Akteure: Auftraggeber, Institute: > ARD/ZDF Medienkommission (LMK), > AGF (JIC); Methoden: > quantitative Messung der Einschaltquoten, > Einigung auf Methoden; Technik: Aufzeichnungsgeräte, die neuen Gegebenheiten Rechnung tragen
- Stichprobenziehung Panel Haushalte Auswahl von 3015 Sampling Points aus dem ADM Mastersample, geschichtet nach Region und Empfangsebene. Jedes Bundesland ist mit mindestens 220 repräsentativen HH vertreten.Ermittlung der HH-Adressen nach Random Walk.Zufällige Auswahl der Zielperson nach Schwedenschlüssel
- Vorgaben der AGF für das Panel Grundgesamtheit: Wohnbevölkerung der BRD in Privathaushalten mit mind. 1 TV-Gerät, HH-Vorstand deutsch;alle Sender, die in D gesehen werden, die in mind. 125 Panelhaushalten gesehen werden;Werbeblock = kleinste auswertbare Einheit;durschnittliche Sehbeteiligung mehrerer Sender muss nach Sendungslängen gewichtet werden;
- Panelgröße seit 2000 5640 HH (davon 140 EU-HH)
- Zuschauer/Seher Alle Personen, die ein Programm mind. 1min ununterbrochen eingeschaltet haben (=Personennettoreichweite)
- Reichweite/Sehbeteiligung Zahl der Personen, die eine bestimmte Sendung im Durchschnitt eingeschaltet haben / Zuschauer in Mio.
- Sehdauer Wie lange schauen durchschnittl. ALLE Personen innerhalb eines best. Zeitintervalls fern?
- Marktanteil Wie viel % derer, die zu einem best. Zeitpunkt das Gerät eingeschaltet haben, sehen eine best. Sendung?Wenn Wenige zuschauen, kann eine kl. Zuschauerzahl einen relativ hohen Marktanteil bedeuten. ABER: zur Hauptsendezeit bedeutet die gleiche Zuschauerzahl einen geringeren Marktanteil.
- Tausenderpreis Preis, den ein Kunde zahlen muss, um 1000 Zuschauer zu erreichen.
- Verweildauer Gibt die Sehdauer bezogen auf die Personen, die tatsächlich ferngesehen haben.
- Probleme der Einschaltquotenmessung (6) Panelteilnehmer; Qualität der Nutzung?; Definition Zuschauer?; Repräsentativität/Außenkriterium?; Nutzungssituationen?; Ausländer?
- EBU Richtlinien 1997, Harmonisierung bzgl.: Organisationsform, Aufsicht, Finanzierung der Forschung; Datenerhebung; Berichterstattung
- Strukturerhebung zur Aktualisierung des Panels, Themenkomplexe (7) Empfangsbedingungen im HH; Ausstattung mit techn. Geräten; Präferenzen für TV-Genres; Produktverwenderschaft; Wohnsituation; Sinus-Mileus; Soziodemographische Daten
- Strukturmerkmale des Fernsehpanels Haushaltsgröße; Alter des HEB; Schulbildung des HEB + der Personen im HH; Staatsangehörigkeit des HEB; Anzahl der Kinder unter 14 J. im HH; Gemeindegrößenklasse; Bundesland; Regierungsbezirk; Wohnart;